Wächst mein Baby zu schnell?? Oder mach ich mich gaga?

  • Liv

    Hier exakt genauso, Kinderwagen steht nur rum, bitte Tragen und das bitte irgendwo wo es Bäume gibt. Sonst langweilig...


    Das mit der Trage ist ja lustig. Man sieht die wirklich selten. Eine Freundin von mir nutzt sie aber auch. Unsere Trageberatung meinte aber auch, dass die komischer Weise wenig genutzt wird, obwohl sie die auch sehr mag.

  • Bei uns war das Tuch/die Tragehilfe die ersten Monate ü-ber-haupt nicht beim Baby beliebt. Wir fanden das so schade, konnten es aber nicht ändern, das Kindlein wollte lieber in den KiWa.

    Dann, von einem Tag auf den anderen, war der KiWa schrecklich und es ging nur im Tuch/Manduca. Wir haben eine Weile gebraucht bis wir das verstanden hatten.

    Als er dann sitzen konnte, war der KiWa auch ok aber die Trage war immer noch beliebter.


    Beim zweiten Kind war es anders, es mochte alles gerne - Tuch, KiWa, Trage... .


    Jedes Baby ist anders und kann auch seine Vorlieben von einem Tag auf den anderen ändern.

    Bleibt auch so - nur weil etwas gestern gut/schlecht lief/funktioniert hat heißt das nicht, dass es heute genauso sein muss.

  • Das mit der Trage ist ja lustig. Man sieht die wirklich selten. Eine Freundin von mir nutzt sie aber auch. Unsere Trageberatung meinte aber auch, dass die komischer Weise wenig genutzt wird, obwohl sie die auch sehr mag.

    Wir hatten die auch. Ich bin sogar mal auf einem Parkplatz auf die angesprochen worden, wie die heiße, wo es sie zu kaufen gäbe (dummerweise in England...ich hoffe die Frau ist trotzdem fündig geworden ;)).

    tt1c48ce.aspx
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  • Stimmt, ich sehe die Storchenwiege Trage auch eher selten. Ein paar Freunde von uns haben die auch (aber teilweise von uns erst darauf gebracht worden). Dabei finde ich die am Anfang sooo super!

  • Zum Kinderwagen ein Tipp: meine Kinder liegen/ lagen beide nicht gerne auf dem Rücken, Kinderwagen auf dem Bauch liegend und vorne Rausgucken ist/war aber okay.

    Ja, das wird manchmal akzeptiert, aber nur bis man müde ist.

    Wobei mittlerweile schläft sie auf dem Bauch, vllt sollten wir es nochmal testen solange sie reinpasst.

    Ich denke mit dem Sitzen wird es besser, weil man dann im Buggy ordentlich gucken kann.

  • enfj-a: irgendwie ist mein längerer Beitrag da nur zum Teil rübergekommen.

    - Nur kurz nochmal: die perzentilen geben ja gerade keine Norm an, sondern geben an, wie viele der gesunden (!) Kinder wo sind.

    Kinder sollten grob auf ihrer perzentile bleiben, aber sich auf der einzupendeln kann durchaus zwei Jahre dauern.


    Und Re Stein auf kopf - und nur für den Hinterkopf und nicht fürs beunruhigen - bei euren werten wäre ich entspannt, aber es gibt Krankheiten, die zu langsames oder zu schnelles Wachstum hervorrufen und behandelt werden müssen.

    Und genau deshalb würde ich dir empfehlen, Aufwand in die Suche nach einem anderen Arzt zu stecken.

    Ein Arzt, dem du so wenig traust und kompetenz zusprichst, wird wenig Chancen haben, mit ernsthaften berechtigten Bedenken bei etwas nicht offensichtlichem bei dir gehör zu finden.

    Und dann lohnt sich der Aufwand, überhaupt hinzugehen, nicht.

  • enfj-a , magst du "Rand des Rhein-Main- Gebietes" etwas näher eingrenzen?

    Wir haben nämlich einen ganz tollen Kinderarzt, aber ich weiß nicht, ob am richtigen Rand...

    Dann hoffe ich mal, östlicher Rand (noch hinter Hanau) ist die richtige Richtung...?!


    Liv Da erkenn ich meine Tochter wieder! Kinderwagen ging höchstens mal wenn sie bereits schlief. Aber ich kann den auch nicht leiden... seit neustem behelfe auch ich mir mit dem Ring Sling, heute mittag waren wir so ne dreiviertel Stunde unterwegs. Draußen!! Auf der Straße!! Und im Buchladen um die Ecke, dort ist sie dann wieder aufgewacht und war sehr zufrieden mit sich, der Welt, dem Ausblick und auch mit den Darmwinden...

    Soll ja jetzt hier nicht mein persönlicher Betreuungsstrang werden, aber ich dachte ich bring auch mal die positiven Erlebnisse "zu Papier", erscheint mir psychologisch wichtig #freu


    Eine Trage (Limas halfbuckle) haben wir auch, wir probieren immer mal hin und her, immer nur kurz und seit neustem auch bis vor die Tür und ich versuche, es ihr mit ihrer zunehmenden Neugier an der Welt schmackhaft zu machen. Und bestimmt hilft es, wenn das Bauchweh nachlässt...


    Heute war es in der Nacht schlimm, wir waren alle 45 Minuten ungefähr wach (also - wenn ich mir das richtig gemerkt habe - immer am Ende der ersten Schalfphase, von der aus sie dann leider nicht tiefer in den Schlaf kommt, weil sie in der REM Phase den Schmerz wieder merkt?! So erklär ich mir zumindest diesen Rhythmus). Ich stille dann jedes Mal, weil das das einzige ist, was ihr wieder in den Schlaf hilft (recht schnell und sehr zuverlässig) und passe dabei auf, nicht jedes Mal die Seite zu wechseln, sondern eher so "Blockstillen light". Das hab ich mir selbst so zusammengereimt, mit einer Stillberaterin habe ich nicht gesprochen (ansonsten läuft da nämlich alles bombe bei uns, daher hat mir die Expertise meiner Hebamme bisher gereicht).


    Trageberatung hatten wir übrigens hier#super Und ich rufe sie auch nochmal an in drei, vier Wochen, wenn wir Spaß am Tragen gefunden haben, dann kann sie nochmal "drübergucken".


    Also ich fasse zusammen: wir machen das schon ganz gut, ich brauch nur mehr Geduld, Fehlertoleranz und sollte mich einfach auf mein Bauchgefühl verlassen. Und wenn das nicht klappt: Raben fragen #flehan

  • Und genau deshalb würde ich dir empfehlen, Aufwand in die Suche nach einem anderen Arzt zu stecken.

    Ein Arzt, dem du so wenig traust und kompetenz zusprichst, wird wenig Chancen haben, mit ernsthaften berechtigten Bedenken bei etwas nicht offensichtlichem bei dir gehör zu finden.

    Und dann lohnt sich der Aufwand, überhaupt hinzugehen, nicht.

    Danke. Da hast du vermutlich recht. Es bringt wenig, ihn für die Standardsachen zu "ertragen" und sich dann nicht gut aufgehoben zu fühlen, wenn man es braucht...

  • Also ich fasse zusammen: wir machen das schon ganz gut, ich brauch nur mehr Geduld, Fehlertoleranz und sollte mich einfach auf mein Bauchgefühl verlassen. Und wenn das nicht klappt: Raben fragen

    Genau so ist es!#ja

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Ich berichte vom Kinderarzt:

    Mit der Entwicklung von Größe und Gewicht ist er zufrieden und bei ihm ist sie auch voll auf ihren Perzentillen #confused#blink Sehr schön. 5,7kg jetzt #super


    bzgl. Impfen.... habe ich ihn freundlich mehrfach unterbrochen und über ihn drüber gelabert, wie wir das machen, und mir am Ende den Hinweis erlaubt, dass zwischen "streng nach STIKO" und "Impfgegner" ja noch n gaaaaanz breiten Korridor liegt und dass sein Zettel (den ich unterschrieben musste, weil ich heute nicht impfen wollte...) das irgendwie nicht abbildet. Es ist dann handschriftlich vermerkt worden, was ich will :D

    Ich kann mich also durchsetzen und so, das ist nicht das Problem, es gab auch weiter keinen Ärger (ich schalte halt auf Durchzug bei vielem was er so erzählt...), aber beim Impfen "argumentiert" er immer mit so Horrorszenarien à la "Als ich damals im Krankenhaus gearbeitet hab, hab ich sooo viele Kinder da gesehen mit schweren Verläufen, die können davon auch sterben bla bla".

    Ich finde das unverantwortlich, so mit Eltern zu reden. Und auf einer menschlichen Ebene auch einfach unanständig und verwerflich. Das passt mir einfach menschlich nicht... ich berate das jetzt nochmal mit meinem Mann und höre nächste Woche mal bei anderen Mamas, ob die mit anderen Ärzten in der Gegend Erfahrung haben... und dann schauen wir mal weiter.

  • aber beim Impfen "argumentiert" er immer mit so Horrorszenarien à la "Als ich damals im Krankenhaus gearbeitet hab, hab ich sooo viele Kinder da gesehen mit schweren Verläufen, die können davon auch sterben bla bla".

    Ich finde das unverantwortlich, so mit Eltern zu reden. Und auf einer menschlichen Ebene auch einfach unanständig und verwerflich.

    Ich bin da inzwischen etwas gnädiger mit den Ärzten.

    Unser KiA war lange in der Kinderklinik und hat sich unter anderem mit einer Praxis selbständig gemacht, weil er "auch mal gesunde Kinder" sehen wollte. Er meinte, dass die Erfahrungen aus der Klinik ihm sehr helfen, Krankheiten zu sehen, die seine Kollegen nicht erkennen, und dass er das auch nutzt und dafür dankbar ist. Dass es ihm aber andererseits auch schwer fällt zu akzeptieren, dass Eltern sehenden Auges "in die Katastrophe" rennen. Und dass er erst lernen mußte, dass "bei einer Vorsorge einer Empfehlung nicht folgen" nicht unbedingt heißt, dass die Katastrophe eintritt.

    Er meinte, dass er in der Klinik viele Verläufe gesehen hat, bei denen kein Platz mehr war für das Bauchgefühl der Mutter - und dass das bei Vorsorgeuntersuchungen halt ganz anders ist - denn das Kind ist nicht krank und in aller Regel wird es das auch nicht.

    Am Anfang waren Impfdiskussionen mit ihm kein Spaß - inzwischen kann er individuelle Impfentscheidungen gut akzeptieren und notiert sich die individuellen Impfpläne, damit er nicht jedes mal aufs neue damit anfängt.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • "argumentiert" er immer mit so Horrorszenarien à la "Als ich damals im Krankenhaus gearbeitet hab, hab ich sooo viele Kinder da gesehen mit schweren Verläufen, die können davon auch sterben bla bla".

    Ich weiss nicht, ob es dir hilft - in Frankreich wurden mir solche Horrorscenarien zur Ibuprofengabe erzählt, und dass Paracetamol viiiiieeel besser waere, hier in Deutschland zu Paracetamol, und dass Ibuprofen viiieel besser waere. Seitdem zucke ich mit den Achseln, nicke freundlich und mache mein Ding.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Schön zu hören, dass die kleine so gute entwickelt ist! Es gibt im Netz verschiedene Kurven. Ich nehme immer die der Who oder des Verband der Kinderärzte. Bei der WHO gibt es eine für gestillte Kinder und eine für mit Ersatznahrung ernährte. Da muss man sich dann die richtige raussuchen.


    Wie Igel geschrieben hat, bin ich auch viel nachsichtiger geworden mit Ärzten und Ärztinnen. Es sind auch Menschen, oft Eltern, die ihren eigenen Umgang finden müssen. Schwere Schicksale, gerade von so kleinen Kindern gehen uns alle Nahe, wenn wir von ihnen erfahren. Wieviel schwerer muss es wiegen, wenn man sich als Fachperson mit verantwortlich fühlt für den Verlauf.

    Ich fand einmal die Reaktionen einer Hebamme "übertrieben". Eine andere Hebamme, mit der ich es besprach, meinte dann zu mir, dass sie es zwar auch fachlich anders sieht, aber jede einzelne von ihnen ihre Themen hat, bei denen eben die Alarmglocken läuten. Ich fand das sehr verständlich.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Was musstest du denn unterschreiben? 🤔

    Bei uns hat nur der KiA was für unseren Kiga unterschrieben, dass die Beratung erfolgt ist.

    Tatsächlich einen Zettel auf dem steht "Ja, die Eltern wollen impfen" oder "Nein, Impfung wird abgelehnt", verkürzt gesagt. Darunter kann man einzelne Impfungen ankreuzen. Und es gibt tatsächlich nur Ja und Nein, nicht "später", "nicht notwendig", "besteht noch Informationsverarbeitung, oder weißdergeier. Oben in der Ecke prangt ein Logo mit "gsk", hm... was machen DIE nochmal beruflich?!?! #gruebel *ironieoff*


    igel und Nollaun Danke dafür. Kann ich schon nachempfinden. Es wäre irgendwie sehr schön, wenn wir so ein Gesprächslevel mit dem Arzt hätten, aber ich habe mehr das Gefühl, er interessiert sich umgekehrt auch null für uns. Er hat ja einfach NICHTS gefragt, noch nie, nicht wie die Geburt war, wo/wie das Kind schläft, wie wir leben, ob wir rauchen, ob ich geimpft bin,... durchaus ja Dinge, die in seiner Anamnese oder Beratung eine Rolle spielen könnten. Aber ich erwarte auch immer echt viel von Ärzten glaube ich... ich erwarte aber zumindest, dass man sowas wie ein Gespräch versucht, und nicht seine Schallplatte runterleiert. Und dann wollte man mich noch ermahnen, dass ich doch bitte die Rezepte, die mir (ungefragt!) ausgestellt wurden, doch bitte auch zeitnah einlösen soll. Meine Frauenärztin, auch aus der Klinik-Praxis, hat das sehr sehr viel besser gemacht während der Schwangerschaft, als die Sache mit der Plazenta kritisch aussah. Sie hat mir erzählt was sie in ähnlichen Fällen erlebt hat, hat mir erzählt wie unsicher diese Diagnose ist, hat mir ALLE Fragen beantwortet (teilweise mehrfach glaube ich) und hat mich von sich aus mit einer Empfehlung zu Kollegen losgeschickt, die nochmal genauer geschaut haben. Das war hoch professionell, einfühlsam und nachvollziehbar (okay ich muss glaub ich mal n Kärtchen für die Ärztin schreiben, damit die das auch weiß...)


    Okay man merkt, ich hab da Hasskappe einfach bei dem Typ. Ich versuche an mir zu arbeiten. Aber irgendwie werd ich zum Tier bei sowas, seit das Baby da ist.


    Achse, die WHO-Kurven hat mein Mann aufgetan, finde es sehr interessant, dass man sich die für die vollgestillten Kinder erst selbst raussuchen muss...


    Nachtkerze Und genau wegen sowas wackel ich immer selbst los, versuche was rauszukriegen als medizinischer Laie, gebe mir Mühe gegensätzliche Quellen zu finden, um dann irgendwie ein Gefühl zu entwickeln wie ich das sehe (klappt nicht immer sofort, wie man an diesem Thread sieht). Und dann komme ich zum Arzt und hab dessen Arbeit ja schon gemacht... das ärgert mich. Aber ich/wir sind da halt auch speziell. Wir sind bei allen Themen so und vertreten unsere erarbeiteten Standpunkte dann auch unangenehm deutlich, wenn es sein muss.


    Meine Güte, ich hab schon Horror vor den ersten Begegnungen mit der Betreuungswelt. Was, wenn die Schulkantine das falsche Essen serviert #freu Das arme Kind hat Querulanten-Eltern.

  • Ja, egal, was die Ärzte erlebt haben, damit, ob sie einfühlsam oder aufmerksam sind, hat das ja wenig zu tun. Und wenn die Chemie nicht stimmt, stimmt sie halt nicht. Ich finde nicht, dass Du da am "Dir arbeiten musst", so war das hat nicht gemeint! Ausser halt auf Durchzug stellen oder suchen, bis man jemand findet, der einem besser passt.


    Mir hat der Gedankengang geholfen, dass die Ärzte eben auch von den eigenen Erfahrungen geprägt sind. In der zweiten Schwangerschaft hat mein Gynäkologe z.b. wegen verschiedener Risikofaktoren eindringlich vom Geburtshaus abgeraten hin zur Kinderklinik mit Neo. Mein Bauchgefühl, und die Hebammen im Geburtshaus, sagten, dass es dort schon OK wäre. Die Geburt war super und ich etwas verärgert, dass mir mein Arzt mit der Warnung Angst gemacht hatte. Ein Monat später hat hier aus dem Forum eine andere Mutter ihr Kind bekommen, objektiv in etwa die gleichen Risikofaktoren. Sie war in einer Klinik und dass war ein Glück. Ihr Kind hat die Unterstützung gebraucht. Das mit zuverfolgen hat mich sehr demütig gemacht. Als Arzt steckt man ja nicht drin. Was, wenn er nicht gewarnt hätte und es bei uns Komplikationen gegeben hätte. Dann hat er ein paar Wochen später, Eltern da sitzen, die zu Recht sagen: Warum haben sie uns nicht gewarnt?


    Mit der Kinderärztin haben wir dann allerdings auch gesucht, bis wir jemand gefunden haben, die auf der gleichen Wellenlänge liegt. Sie ist schon etwas älter und hat sich, glaube ich, zur Aufgabe gemacht, vor allem die Eltern zu bestärken, dass sie das schon richtig machen, so wie sie es tun.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.