Eltern erhalten Verdienstausfäll für Kinderbetreuung

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  • PaulaGreen Ich finde Deine Beiträge ziemlich herablassend ehrlich gesagt. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Nur, dass es Menschen gibt, denen Deine Beiträge unsäglich weh tun.

    Ich werde mich aber ganz sicher nicht vor Dir rechtfertigen, warum meine Kinder in der PKV sind ;)

    darf ich hier unterschreiben?


    Meine Kinder sind auch in der PKV, ich kann auch keine bezahlten kindkrank Tage nehmen. Das heißt, ich zahle ins solidarsystem ein, darf aber nur die Nachteil haben, richtig? Gsd sind meine Kinder fast immer gesund.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Zu den Beamt:innen sehe ich tatsächlich diverse Möglichkeiten über die Beihilfe und ich bin mir ziemlich sicher, dass da nachgesteuert wird. Ich kenne übrigens auch einige Beamt:innen, bei denen die Kinder nicht in der freiwilligen GKV des besser verdienenden Partners drin sind, sondern dennoch privat versichert werden.


    Die jetzige Betreuung des Kindes ist durch eine Krankheit bedingt, die mein Kind zwar nicht selbst hat, aber es ist eine Krankheit, die dies notwendig macht. Und wer, wen nicht das öffentliche Gesundheitsystems (also die GKV), soll das denn sonst zahlen?

    Eine Regelung für Beamte über die Beihilfe wäre konsequent, stimmt. Das kann natürlich gut sein, das da noch was kommt.


    Mit dem unteren Argument müssten allerdings auch alle Leistungen an Einzelhändler, Gastronominnen etc. über die Krankenkassen laufen, was meines Erachtens nicht richtig wäre. Krankenversicherungen tragen meiner Meinung nach die Kosten der Erkrankung des Versicherten, nicht sämtliche Krankheitsfolgen aller Bürgerinnen.

  • aber wenn du das alles über dieses System finanzieren willst, dann wäre es genauso berechtigt, die Finanzspritzen für die geschlossenen Restaurants über die GKV zu bezahlen. Oder den Kinderbonus. Es ist einfach nichts, was mit einer Krankenkasse zu tun hat.


    Wenn die Kassen dafür Zuschüsse bekommen kann dieses Geld genauso gut direkt für diesem Zweck verwendet werden.


    Oben habe ich dir auch eine Konstellation genannt wie man ohne eigenes Zutun in der PKV landet und nicht zurückkann. Die schlechte Beratung von Studierenden zu Beginn des Studiums ist auch ein Faktor - ich finde es erstaunlich, dass das überhaupt erlaubt ist, weil doch einige darauf reinfallen und dann ein paar Jahre später Probleme bekommen. Und ganz ehrlich: welcher 18hährige kennt sich mit den krankenversicherungssystemen in Deutschland aus? Und hat ein Interesse daran, sich damit zu befassen? Kosten tun PKV und GKV im Studium dasselbe, die Leistungen sind auch identisch.


    Da gibt es schon Konstellationen, bei denen man ziemlich schnell eine falsche Entscheidung fällt, die dann irreversibel ist. Leider darf man nur autoversicherungen wechseln, nicht aber Krankenversicherungen.

  • Ebura entschuldige, irgendwie habe ich nur das an mich gerichtete gelesen. Mein Fehler.


    Naja, das was Du beschreibst, ist ja nicht unfreiwillig - Du hattest ja die Wahl und warst nicht umfassend genug informiert.

    Ich habe mit 19 den Fehler gemacht, einen der schlecht bezahltesten akademischen Berufe zu studieren. Da war ich auch nicht ausreichend genug informiert. Aber da sag ich jetzt auch nicht, dass das unfreiwillig war.

    Ganz ehrlich: Ich war in der gleichen Situation bei Auszug zum Studium daheim und nein, Du kannst nicht die Konsequenzen mit den Verdienstaussichten als Vergleich nehmen. Der Beruf steht nunmal im Fokus beim Ausbildungs- Werdegang, die Krankenkassenwahl ist so ein bürokratischer Nebenakt den man nicht auf dem Schirm hat neben Wohnheimsuche und Telefonanschluss, da vertraut man (leider) auf die Eltern die selbst massiv schlechte Erfahrungen mit der Alternative (studentische gesetzliche Versicherung = für Zahnarztbesuche wird nur eine Behandlung an der Uniklinik durch Zahnmedizinstudenten gezahlt) haben.

  • Im Übrigen haben auch freiwillig gesetzlich versicherte Selbständige - die ja eigentlich alles "richtig" und "solidarisch" gemacht haben - je nach Kasse und Tarif keinen Kinderkrankentageanspruch ab dem 1. Tag, sondern erst ab dem 43. Krankheitstag. Aber okay, auch da kann man die Auffassung, dass sie eben einen teureren Tarif mit besserem Krankengeldanspruch hätten wählen sollen...

  • Das wurde doch so über ein bestehendes Modell geregelt weil der ursprüngliche Plan mit mehr Urlaub für Eltern rechtlich sehr wackelig gewesen wäre und sicher gekippt worden wäre. Das wäre halt der größere Wurf gewesen für Eltern.


    Kinderkrankengeld ist ja auch nicht so dolle. Es ist nur in der Höhe von Krankengeld.

    Die PKV könnte auch solche Verträge anbieten und Kinderkrankengeld zahlen, aber das würde die Beiträge erhöhen und diese Versicherung unattraktiv machen. Bei der GKV muss man das komplette Paket immer mitbezahlen.

  • Ich gestehe, dass mit nicht bewusst war, dass Studente da so umworben wurden. Als ich Studentin war, wusste ich noch nicht mal, dass man sich hätte privat versichern können. Da war es für mich komplett selbstverständlich, kostenlos familienversichert zu sein.

    Ich hatte zudem einen Gemeinschaftskundelehrer, der uns vor der PKV massiv gewarnt hat ("Die ködern Euch und dann kommt ihr nie wieder raus"). Irgendwie bin ich wohl davon ausgegangen, dass dieses Wissen jeder mitbekommt.

    Für mich ist einfach schon immer (aufgrund meiner Sozialisation) ganz und gar selbstverständlich, dass jedes noch so attraktive Lockangebot wie z.B. auch AT Verträge immer einen Schattenseite haben und man an anderer Stelle den Preis bezahlt.

  • Ist der Vorschlag mit den zusätzlichen Kinder krank Tagen denn jetzt heute durch den Bundestag? Ich hatte gestern irgendwo gelesen daß heute darüber abgestimmt werden soll #gruebel .

    Und weiß jemand ob es im entgültigen Text immer noch auch dann gilt wenn ich der "Bitte" nachkomme das Kind zu Hause zu betreuen auch wenn unsere Schule eine Notbetreuung anbietet?

    (Irgendwie gibt's zu Corona so viele Infos im Netz, aber die für mich interessanten Sachen finde ich irgendwie nicht #angst #bahnhof)

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    (afrikanisches Sprichwort)

  • Ich hab mit 15 im Spiegel eine ganzseitige Anzeige für eine PKV gesehen, total günstig usw. Dann hab ich meine Mutter gefragt was das für eine tolle Krankenversicherung ist und sie hat mir kurz erklärt, das ist günstig beim Einstieg, wenn man jung und gesund ist, aber wird immer teurer je älter und kränker man wird. Ich konnte es schon damals nicht fassen, dass es erstens sowas überhaupt gibt und zweitens Leute das machen. Und mir geht's eigentlich immernoch so.

  • Ich gestehe, dass mit nicht bewusst war, dass Studente da so umworben wurden. Als ich Studentin war, wusste ich noch nicht mal, dass man sich hätte privat versichern können. Da war es für mich komplett selbstverständlich, kostenlos familienversichert zu sein.

    Ich hatte zudem einen Gemeinschaftskundelehrer, der uns vor der PKV massiv gewarnt hat ("Die ködern Euch und dann kommt ihr nie wieder raus"). Irgendwie bin ich wohl davon ausgegangen, dass dieses Wissen jeder mitbekommt.

    Für mich ist einfach schon immer (aufgrund meiner Sozialisation) ganz und gar selbstverständlich, dass jedes noch so attraktive Lockangebot wie z.B. auch AT Verträge immer einen Schattenseite haben und man an anderer Stelle den Preis bezahlt.

    Nein, das ist nichts mit ködern. Ich war ja schon vorher familienversichert über die Eltern (also kein eigener Vertrag, nie was unterschrieben), die halt Beiträge für mich zahlten und anteilig dafür Beihilfe erhielten. Dieser Status Quo würde fortgeführt ohne jegliche Unterschrift oder Vertragsänderung, also wie bei Kindern von GKV- Versicherten. Ich musste nur einen Wisch der Ortskrankenkasse einholen dass ich die private Versicherung weiterhin über meine Eltern laufen lassen will - dieser Wisch war die Entscheidung "keine Rückkehr zur Gesetzlichen, außer durch eigenen sozialversicherungspflichtigen Job". Die Alternative wäre gewesen zu einem vergleichbaren Preis wie meinem PKV- Beitrag in die studentische Gesetzliche zu wechseln mit grottigem Leistungsumfang der weit unterhalb der GKV-Leistung lagen (siehe Behandlung durch Zahnmedizinstudenten). Damals gab es noch keine freie GKV- Wahl.

  • Drahtesel aus ehrliche Interesse (Nein, keine Rechtfertigung, ich möchte es verstehen): warum bist Du mit Deinem ersten Job nicht in die GKV. Da ist man ja meist noch nicht über der Grenze.

    Da bin ich auch in die GKV (und heilfroh darüber).


    Hätte ich jedoch keine entsprechende Beschäftigung gefunden, etwa weil Jobfinanzierung über ein Stipendium, Arbeit im Ausland, arbeitslos, Heirat etc wär mir der Weg verbaut gewesen und ich hätte ordentlich PKV-Vollbeiträge (ich meine so 350 EUR) zahlen müssen, selbst wenn ich zu.B. Hausfrau geworden wäre - Ehegattenmitversicherung ist in dem Fall nicht.

  • Drahtesel aus ehrliche Interesse (Nein, keine Rechtfertigung, ich möchte es verstehen): warum bist Du mit Deinem ersten Job nicht in die GKV. Da ist man ja meist noch nicht über der Grenze.

    Man ist aber manchmal eben schon über der Grenze, weswegen man dann gefangen ist in der pkv.


    Ich kenne auch einige Patienten, denen hier im ex-Osten nach der Wende die pkv mit irgendwelchen seltsamen Argumenten verkauft worden ist. Und ich weiß nicht, ob wieweit man von normalen Menschen erwarten kann, dass sie die feinen kleinen Unterschiede zwischen den beiden Systemen verstehen müssen. Der "du darfst nie zurück!"-Aspekt wird sicher eher unter den Tisch gekehrt, die Entwicklung der Beiträge nicht in den Vordergrund gestellt. Ich halte die pkv für ein mafiöses System, die keinerlei Daseinsberechtigung haben.


    Wer als Versicherter Freude daran hat sich in solche Systeme einzudenken wird die Probleme erkennen, für wen es einfach eine weitere Versicherung ist, die man im Leben braucht wird da nicht weiter drüber nachdenken.


    Vorteile hat die pkv für niemanden, außer eben die Beiträge die eine Zeitlang etwas günstiger sind (aber längst nicht für alle, auch nicht für alle jungen).

  • tja und wir sind freiwillig gesetzlich versichert. Beide selbständig und bekommen -nichts. Da habe ich auch weiterhin richtig Lust den Höchstbeitrag zu zahlen.

    Magst Du erklären warum?


    Ich gestehe, dass mit nicht bewusst war, dass Studente da so umworben wurden. Als ich Studentin war, wusste ich noch nicht mal, dass man sich hätte privat versichern können. Da war es für mich komplett selbstverständlich, kostenlos familienversichert zu sein.

    Ich hatte zudem einen Gemeinschaftskundelehrer, der uns vor der PKV massiv gewarnt hat ("Die ködern Euch und dann kommt ihr nie wieder raus"). Irgendwie bin ich wohl davon ausgegangen, dass dieses Wissen jeder mitbekommt.

    Für mich ist einfach schon immer (aufgrund meiner Sozialisation) ganz und gar selbstverständlich, dass jedes noch so attraktive Lockangebot wie z.B. auch AT Verträge immer einen Schattenseite haben und man an anderer Stelle den Preis bezahlt.

    Es soll auch Studenten geben, die irgendwann aus der Familienversicherung rausfliegen wegen Alter und sich dann selbst versichern müssen. Z.B. weil man als Mann mit 14 Schuljahren (1x sitzen geblieben) + Bundeswehr am Ende des Studiums zu alt für Familienversicherung wurde - also noch nicht mal gebummelt. Ich kenne jemanden, der da echt abgekotzt hat als er dann selbst Beiträge zahlen musste als Bafäg-Empfänger mit Höchstsatz, ohne elterliche Unterstützung und in einem Studiengang, wo Jobben wirklich schwierig war, wenn man das Studium nicht in die änge ziehen wollte. Ob er in der GKV dann allerdings weniger Leistung bekommen hat als die normale GKV weiß ich nicht - davon habe ich noch nie gehört.

    Und mit deinem Lehrer hast DU vermutlich Glück gehabt - wobei man sich schon fragen kann, ob ein Lehrer das überhaupt so sagen darf. Mit neutraler Wissensvermittlung hat das für mich auch nichts zu tun.

  • Aber was genau hat die Schulschliessung und die damit verbundene Notwendigkeit, seine kleinen Kinder zu betreuen, mit dem Versicherungsstatus zu tun?

    Hier ist kein Kind krank, sondern der Staat hat die Schulen geschlossen.

    Zumal aus Steuermitteln massiv zugeschossen wird. Und damit sollte das allen zugute kommen.

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • ach es wäre einfach so wünschenswert, wenn es endlich ein einheitliches versicherungssystem gäbe....

    Absolut richtig.


    Das man die Auszahlung über die Krankenkassen macht, hat vielleicht pragmatische Gründe. Dort ist ein entsprechendes Antrags- und Prüfsystem bereits etabliert und muss nicht neu aufgesetzt werden. Weiß ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass das eine Rolle spielt.