anstrengende Situation beim gemeinsamen Essen

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Rabeneltern.org-Team
  • ich benötige etwas input, wir drehen uns tital im Kreis und finden seit Monaten keine Lösung...


    Zur Situation:


    Beide Kinder sind ziemlich picky beim Essen, es gibt wenig was sie essen und in der Menge essen sie auch wenig.


    Der3 Jährige braucht Ewigkeiten zum Essen und muss immer ein bisschen zum Weiteressen motiviert werden.


    Die 1-Jährige ist von der Art her sehr zappelig und hält es meist nur 2-3 Minuten am Esstisch aus.


    Wenn wir als Familie zusammen essen, führt das meist dazu, dass ich nach 3 Minuten mit der Kleinen aufstehe und mit ihr was spiele und mein Mann mit dem 3 Jährigen 45 Minuten sitzen bleibt. Manchmal bleibt mein Mann auch alleine sitzen weil der Große keine Lust auf Essen hat.


    Ist nicht so ne tolle Situation, aber ich finde es nur "etwas nervig". Für meinen Mann ist es aber richtig schlimm.


    Er ist so, dass er sehr viel Wert legt, auf gemeinsames Essen, er braucht beim Frühstück zum Beispiel einen sehr reuch gedeckten Tisch mit allem möglichen zu Essen und braucht auch viel Zeit und viel Essen (er hat einfach einen hohen Grundumsatz und ist sehr dünn aber braucht viel).


    Er macht sich viel Mühe, das Essen vorzubereiten und dann sitzt er nach kürzester Zeit alleine da und muss auch noch den Großen mühsam zum Essen überreden.


    Ich tendiere schnell dazu zu sagen, ja, das nervt, aber es sind halt kleine Kinder und leider beide etwas anstrengend beim Essen aber für ihn ist das wirklich schlimm. Er regt sich so auf und hat schon regelmäßig Magenkrämpfe, weil ihn die Hektik so stresst beim Essen und er schafft es sehr oft nicht genug zu essen.


    Ich habe ihm schon angeboten, dass er alleine in Ruhe essen kann oder vor dem gemeinsamen Essen schon was vorher essen, um nicht so hungrig zu sein aber irgendwie ist ihm das gemeinsame Essen soo wichtig und er ist völlig verhaftet darin, dass wir alle gemeinsam in Ruhe essen, bis alle satt sind.


    Ich meine ich fände das auch schön, ich mag auch das gemeinsame Essen aber mich stresst es nicht so wie ihn.


    Das ist jetzt lang geworden... vielleicht hat ja jemand eine ähnliche Essenssituation oder sogar eine Lösung gefunden.

  • mia, eure kinder sind noch so klein,

    dass wird besser :)


    ich sehe auch eher, dass dein mann gucken muss, dass er einen passenden weg für sich findet,

    statt das du daran allein rumbastelst.

    für mich klang es zumindest so, als würdest du versuchen wollen die kinder zu ändern; aber das halte ich in dem alter für nicht zielführend und frustrierend.

    vielleicht mag dein mann sich zum essen schöne musik o.ä. anmachen?


    muss der große denn zum essen animiert werden oder kann man das zumindest entstressen?

    es scheint ja immer eine reichliche auswahl auf dem tisch zu stehen wovon er wählen kann.

  • Ich verstehe deinen Mann, weil mir gemeinsames Essen in Ruhe auch sehr wichtig ist. Bin da irgendwie von meiner Herkunftsfamilie total darauf getrimmt und glücklicherweise klappt es hier ganz gut (naja, wenn man "Ruhe" sehr weit gefasst versteht). Das Kind ist lange auch schon früher aufgestanden zum Spielen und das finde in dem Alter das einzig sinnvolle. Mit hibbeligem Kleinkind am Tisch ist ja nun auch nicht gerade entspannt.

    Und obwohl ich es sehr gut nachvollziehen kann, denke ich, dass dein Mann da eine Lösung für sich finden muss. Alleine essen, nur einen Teil mit euch zusammen...irgendwie so. Sicher wird das irgendwann anders möglich sein, aber jetzt sind sie halt noch sehr klein.

  • Meinem Mann geht es da wie deinem, aber ganz ehrlich: Eure Kinder sind sehr klein. Das gemütliche Essen nach Erwachsenem-Geschmack wird noch lange eher Zufall als Alltag sein und alle Versuche, das zu ändern, werden euch nur Stress bereiten.

    Ich würde versuchen, die Zeit so entspannt wie möglich zu gestalten - und dabei ein gutes Vorbild abgeben: Wir sitzen gemütlich am Tisch und essen - und erwarten dann auch ab einem gewisse Alter, dass die Kinder uns in Ruhe essen lassen! - aber wer nicht mehr sitzen bleiben will, steht eben auf.

    Dann gehen die Kinder eben spielen und ihr esst zu zweit oder mit dem KInd, was noch möchte. Ist eh schöner #pfeif

    ... wartet auf: Impfung - Chip - Morgellon-Entwurmung.

  • Ganz ehrlich, ich glaube, dass Dein Mann einsehen muss, dass 2 Erwachsene eben nicht in Ruhe essen können mit 2 kleinen Kindern von 1 und 3 Jahren. Das hört sich mittlerweile eher nach Machtkampf an. Meine Kids würden nie im Leben 45 min zum Essen sitzen bleiben. Nicht mit 1 oder 3 Jahren und auch nicht jetzt mit 9 und 13 Jahren.

    Ab einem gewissen Alter hatten wir eingeführt, dass Kinder auf Kinder warten, die Großen dürfen dann in Ruhe so lange weiteressen wie sie wollen. Aber mit 1 Jahr geht das noch nicht ;).

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • genau, bei uns darf aufstehen, wer satt ist.

    bei eurer alterskombi geht das nunmal derzeit leider noch nicht allein.

    aber es wird gar nicht mehr so lange dauern, dass einfach beide zusammen aufstehen und spielen gehen

    (an guten tagen ;) ) und ihr esst eben zu 2 in ruhe weiter.


    45 min würde ich selber nicht aushalten :D

    da wäre mein mann es wohl eh gewohnt sich die restlichen 30 min auch allein angenehm zu gestalten

  • Könntet Ihr für die Kinder am Tischende eine Art "Kuschelecke" machen, wo sie es sich bequem machen, sich auf den Boden hocken und spielen können, aber auch Zugang zum Tisch und zum Essen haben?

  • Ich habe noch nicht verstanden, was genau für ihn so schwierig ist. Dass der Größe ein langsamer Esser ist, müsste ihm doch entgegen kommen. Du schreibst, dass er ihn zum Essen überreden muss - wie sieht das genau aus? Was passiert, wenn er ihn nicht überredet?

  • Man kann auch einführen, dass das essen vorbei ist, wenn man aufsteht (und sich nicht auf Ermahnung wieder hinsetzt).

    Muss der grosse animiert werden, oder glaubt ihr nur, er isst sonst zu wenig?

    In dem Alter ist einfach kein ruhiges entspanntes langes Essen möglich. Das kommt, am besten durch Vorleben.

    Essen zu einem schönen, anregenden Ort machen - leckeres Essen, freundliche Stimmung. Und dann Geduld.

    Musst du mit dem kleinen Spielen, oder kann der sich auch alleine beschäftigen? "Ich esse noch etwas / rede noch mit Papa. Du kannst schon spielen oder auf meinem Schoß kuscheln." Vielleicht dürfen sie nach ihrem Essen etwas auf dem Tisch spielen?

  • 45 min würde ich selber nicht aushalten :D

    da wäre mein mann es wohl eh gewohnt sich die restlichen 30 min auch allein angenehm zu gestalten

    Ja, bei uns ist es umgekehrt. Mein Mann wird dann irgendwann hibbelig. Wenn wir bei meiner Familie zu Besuch sind, kann er es gar nicht fassen, wie lange wir da immer sitzen und essen.

  • ja, wir haben beide nicht die Erwartung, dass die Kinder mit uns am Tisch sitzen bis wir fertig sind.


    Also zum 3 jährigen: wir haben uns mit dem Essen nie gestresst solange ich noch gestillt habe aber leider ist es echt so, dass er nie sagt, wenn er hungrig ist (auch oft nicht wenn er auf Toilette muss) sondern irgendwann untezuckert er und bekommt Wutanfälle und dann muss man herausfinden, ob er eigentlich vielleicht Hungrig ist oder auf Toilette muss und eigentlich will er dann unbedingt Süßigkeiten und es ist echt ein Krampf, von daher macht es leider Sinn, ihn zum Essen zu motivieren.


    Die Kleine mag nicht gerne am Tisch essen aber wenn man ihr beim Spielen im rennen etwas anbietet, nimmt sie es oft an. Bei ihr stresse ich mich gar nicht wegen der Menge, weil sie sich viel über Stillen holt. Aber sie mag halt noch nicht alleine im anderen Zimmer spielen, sie ist ja noch klein. Unsere Küche wo wir essen ist aber recht eng und es ist nicht gemütlich dort auf dem Boden zu spielen weil kaum Platz ist, daher geh ich dann immer mit ihr rüber, weil ich nicht ganz so empfindlich bin, was "nur kurz essen' angeht.


    Also ich erwarte gar nicht, bei den Kindern da was zu ändern. Mein Mann eigentlich auch nicht, obwohl er sich manchmal doch Gedanken macht, ob man da was ändern kann/muss, aber im Prinzip nimmt er sie auch einfach so, wie sie halt sind. Ich denke auch, das einzige was man tun kann, ist für ihn eine Essenssituation zu überlegen, die für ihn funktioniert.


    Ich weiß es auch nicht, ich würde an seiner Stelle einfach alleine in Ruhe essen, das fände ich persönlich total angenehm. Aber er ist da einfach so geprägt, dass es wichtig ist, dass alle zusammen essen.

  • Ich glaube auch, dass man diesen Anspruch "alle sitzen gemeinsam am Tisch und essen, bis auch der letzte fertig ist" mit Kindern in diesem Alter nicht umsetzen kann.


    Ich habe zwar nur ein Kind im Alter von einem Jahr, aber gemeinsame Mahlzeiten finden in der Form einfach nicht statt. Meist hilft einer dem Kind beim Essen, dann kann der andere in Ruhe essen, zwischendrin tauschen wir bzw einer geht dann mit Kind aufs Töpfchen oder spielen oder...

    Naja und wenn er alleine spielt und wir beide noch essen, dann ist das natürlich auch mit viel Unterbrechung verbunden.


    Frühstück ist hier noch die Mahlzeit die am ehesten zusammen stattfindet, Mittag manchmal, abends eher gar nicht, da wir Erwachsenen noch keinen Hunger haben zur Abendbrotzeit des Kleinen. Wir setzen uns aber mit dazu, das ist mir schon wichtig.

    Wir Eltern essen dann zu Abend wenn der Lütte im Bett ist, dann hat man auch Ruhe um sich über den Tag auszutauschen und mal ein richtiges Gespräch zu führen.


    Also kurz gesagt, vielleicht wäre das eine Möglichkeit für deinen Mann: kleines gemeinsames Abendbrot mit den Kindern zusammen und später nochmal in Ruhe zu zweit. So äße er vielleicht auch insgesamt mehr, wenn er das gut vertragen kann.

  • ich würde wiederum der 1 jährigen nicht mit dem essen hinterher rennen.

    sie soll ja nur zur nahrungsaufnahme am tisch sitzen.

    und darf direkt nach dem essen aufstehen.


    und den 3 jährigen essen anbieten, da er selber das bedürfnis noch nicht merkt und

    wiederum deine formulierung aus dem eröffnungstext passt für mich nicht

    - da sehe ich nicht wirklich, was du meinst.

    geht es nur um den essenszeitpunkt oder um das ganze an sich?

    also muss er dann beim essen irgendwie mehrmals darauf hingewiesen werden oder nicht?


    die zeit mit gemeinsamen mahlzeiten kommt noch,

    zur beruhigung deines mannes :)

    auch wenn ich 45 min für utopisch halte. aber vielleicht schlägt ja eins der kinder nach ihm :)

  • das hat sich jetzt überschnitten...


    Also die Kleine flüchtet förmlich aus der Küche. Sie hält es nur kurz am Tisch aus, egal ob auf dem Schoß oder im Stuhl. Leider ist die Küche so eng, dass sie außerhalb vom Tisch keine wirkliche Aufenthaltsqualität hat, man sitzt dann quasi eingequetscht zwischen Stuhl und Küchenzeile. ;)


    Was meinen Mann stresst. Gute Frage. Es ist entweder die Situation: er bereitet ewig lange das Essen vor, dann sitzt er nach 5 Minuten alleine am Tisch (die gemeinsamen 5 Minuten sind dann laut und chaotisch, die Kleine fegt das Essen vom Tisch...ODER der Große braucht mega viel Betreuung und will auf dem Schoß sitzen und gefüttert werden oder irgendwie spielerisch essen.

  • Macht es euch woanders gemütlich.
    Notfalls mit Kissen auf einem Wachstuch am Boden. Vielleicht geht auch ein Esstisch in einem anderen Zimmer, wo zumindest das Baby nebenbei spielen kann, ohne dass ihr dazu selbst euer Essen abbrechen müsst.

    ... wartet auf: Impfung - Chip - Morgellon-Entwurmung.

  • Könnt ihr einen Esstisch im Wohnzimmer aufstellen, wo die Kinder gut nebendran spielen können?


    Hat die Kleine überhaupt Hunger wenn ihr gemeinsam essen wollt? Klingt irgendwie nicht danach.


    Mit dem Essen in der Hand zum spielen abhauen, finde ich nicht schön und erlaube es daher nicht. Andersrum darf er aber schon auch am Essenstisch ein bisschen spielen (Tisch "abwischen", Deckel seiner Trinkflasche auf und zu machen), wenn ich dadurch eine kurze Zeitspanne überbrücken kann, bis ich selber fertig bin und wir gemeinsam aufstehen können.

  • ich hatte gerade noch mal ein Gespräch mit meinem Mann darüber.

    Er ist irgendwie völlig enttäuscht, weil er das aus seiner Familie halt so kennt, dass das gemeinsame Essen das wichtigste vom ganzen Tag ist und wir als Eltern sowieso kaum Zeit zusammen haben und dann klappt es am Essenstisch auch noch nicht mal.

    Ich finde auch, dass es viel erwartet ist, mit so kleinen Kindern und habe ihm gesagt, dass das bei anderen Familien mit ganz kleinen Kindern auch nicht so ist, dass sie ewig lange gemütlich zusammen essen können aber er meint halt, ihm ist es egal, wie es bei anderen Familien ist, das ist das, was ihn stört.


    Ich weiß jetzt auch nicht, was ich dazu sagen soll.#hmpf

  • An sich finde ich das auch eine schöne Tradition das gemeinsame Essen zu zelebrieren. Fallen ihm noch Kompromisse ein? Etwa japanisch auf Sitzkissen an kleinen Tischen dinieren?

  • Hallo,


    Mir hat irgendwann der Gedanke geholfen "Alles hat seine Zeit".

    Chaotische Zeiten mit Kleinkind haben "ihre Zeit" ruhigere Mahlzeiten mit älteren Kindern haben ihre Zeit.

    Im Rückblick habe ich mir oft gedacht, daß ich zu früh zu viel erwartet habe,. Von den Kindern aber auch von mit...


    Wer steht denn bei Tisch im Mittelpunkt? Ich mag es durchaus in Ruhe zu essen, aber wenn ich fertig bin, fände ich es furchtbar, noch gefühlte Ewigkeiten sitzen bleiben zu müssen, wenn sich alle anderen über Themen oder in einer Sprache unterhalten, die ich nicht verstehe. So geht es vermutlich Kindern ganz oft.


    Die Frage ist tatsächlich, was genau ihn stresst. Daß Gefühl, daß seine Mühe nicht genug wertgeschätzt wird? Dann wäre es vielleicht eine Idee, den Aufwand runter zu fahren Oder sich zu verdeutlichen, daß er es für sich (und ev. dich) und niemanden sonst macht, weil die anderen mit "weniger" genau so zufrieden wären. DAs kann man ihnen ja nicht vorwerfen.


    Die fehlende Gesprächszeit mit dir? Das wird mit kleinen Kindern immer schwierig sein, dann könnte man versuchen eine alternative zu finden, vielleicht ein Abend pro Woche mit einem (später gelegten) "Erwachsenen-Essen", wenn es für die Kinder was Schnelles gab, was sie mögen... (Unsere Kinder mochten z.B. Abendbrot in der Badewanne, danach waren sie satt und hätten kein Problem damit gehabt, wenn wir Großen später für uns essen.


    Daß nicht alle am Tisch sind? Da kann man versuchen, die Kinder mit etwas anderem am Tisch zu beschäftigen (Spielzeug, etwas zum Matscheln...), ob es so sinnvoll ist und tatsächlich die Gelassenheit hebt, ist die andere Frage.


    Die Sorge, daß es "immer" so sein wird, er "nie wieder" in Ruhe essen kann?? Manchmal ist es tatsächlich schwer sich vorzustellen, daß sich Dinge von ganz alleine wieder ändern werden...


    Ich glaube, wenn man dem, was einen WIRKLICH Belastet (und das ist ganz oft nicht das, "was vor Augen ist"... auf die spur kommt, kann man besser schauen, was man aushalten muss, weil es (im Moment zumindest) einfach ist, wie es ist und was man eventuell an der Situation oder auch der eigenen Einstellung dazu ändern kann.


    Die Idee, den Essensplatz zu verlegen, finde ich auch gut. Das haben wir auch oft gemacht. Kann man es so einrichten, daß ihr das Kleinste im Blick haben könnt, so daß es spielen gehen kann, während ihr weiter esst?


    Im Moment sind sie klein, aber gibt es ein Ritual für einen gemeinsamen Anfang und ein gemeinsames Ende? (Bei uns war es das Tischgebet und am Ende das Auspusten der Kerze auf dem Tisch + ein Danke schön an den, der es vorbereitet/gekocht hat).

    Noch sind sie zu klein um sich gleich dran halten zu können, aber es wäre etwas, wo sie in den nächsten Jahren "hineinwachsen" können, wenn man es nicht als Druckmittel nimmt, sondern als "Selbstverständlichkeit, an die sich bei uns jeder hält, der es schon kann".


    Alles Gute.