Meine Tochter geht nicht in die Schule - und soll aber.

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  • Ich wollte gerade meine Tochter in der Schule abgeben und sie hat sich mit Händen und Füßen gewehrt.

    Das Verhältnis Schule und ich ist gerade generell etwas angespannt in dem Sinn, als dass sie der Meinung ist, ich bräuchte die Notbetreuung nicht und ich irgendwie fürchte, dass sie sie mir wirklcih irgendwann nicht mehr abnehmen.

    Gestern war sie zuhause, weil die Nacht wirklich schlimm war und sie völlig fertig - auch objektiv nachvollziehbar. Die Ankündigung war aber klar: Du musst morgen in die Schule!

    Heute bin ich noch zuhause, habe sie aber zur Schule gebracht, weil ich Freitag Klausur schreibe und die zeit DRINGEND! in RUHE! zum Arbeiten brauche.

    Und jetzt sitzt sie wieder hier und ich trage den mental load darum und kann schlicht kaum effektiv arbeiten - kennt man ja.

    Wie löst man solche Situationen mit Schulkindern? Sie ist 7 und geht in die erste Klasse.

    Ich kann sie ja schlecht dort anbinden und wegrennen - und natürlich kann die Schule ja schlecht das Kinde festhalten, dass es mir nicht nachrennt.

    Hätte ich einfach beharrlich so lange da stehen bleiben sollen, bis sie da bleibt? ich stand da über 20 min #hmpf

    #haare

    Mir sitzt so viel stoff im Nacken!#kreischen

    Respice post te, hominem te esse memento.

  • Uff, anstrengend... für alle, fürs Kind, aber auch für dich! Ich habe keine Lösungen... warum möchte sie nicht in die Schule, kann man an der Stelle ansetzen?

    Falls es ihr dort grundsätzlich gut geht, und sie "nur" lieber bei dir bleiben möchte: In dem Fall würde ich wohl Bestechung versuchen: Du bleibst x Stunden zum Spielen hier, dann machen wir y.

    Aber ich vermute, das hast du auch schon probiert.

    Wie du siehst: kein hilfreicher Kommentar. Nur viel Verständnis!

  • wirklich helfen kann ich dir auch nicht, ich hatte mit Sohnemann ähnliche Situationen im Sommer da war er 2./3. Klasse. Er wollte / konnte sich einfach nicht lösen, nicht von mir weggehen.

    Allerdings ist es ihm trotz allem wichtig nicht aufzufallen, so dass er knapp vor dem Klingeln sich ein Herz nehmen und reinlaufen konnte...


    Das ging ein paar Wochen so, Probleme beim Verabschieden entweder an der Tür oder vor der Schule. Dann wurde es langsam wieder besser.

  • Guten Morgen,


    Für meinen Sohn (heute 8. Klasse) war es in den ersten 2-3 Jahren seiner Schulzeit, immer schwierig nach den Ferien wieder reinzukommen und sich im System einzuordnen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das in diesen Zeiten gelaufen wäre mit Corona undNotbetreuung, da hätte er wahrscheinlich auch gestreikt.

    Ist sie in der Notbetreuung von anderen Kindern umgeben als von den üblichen Klassenkameraden? Sind es womöglich auch andere Lehrer als sonst?


    Kann sie benennen warum sie nicht hin will?


    Bei meinem Sohn hätten in so einem Fall Absprachen geholfen: "wir probieren es zuhause, aber ich gebe dir so und so Aufgaben und wenn du die fertig hast, gehst du leise spielen, damit ich meine Sachen erledigen kann. Wenn das klappt, musst du nicht in die Notbetreuung."


    Ob so was bei deiner Tochter klappen kann, weiß ich natürlich nicht.

    Ich drücke dir die Daumen, dass ihr das hinkriegt. Und schicke dir viele Nerven dafür.

  • Ich finde es schwierig da etwas zu raten, weil es aktuell vermutlich sehr wenig mit normaler Schule zu tun hat.

    Dazu kommt, dass du auch noch zu Hause bist, was es für dein Kind ja nochmal schwerer macht zu verstehen, warum es dorthin soll.


    Ein paar Fragen, um evtl. herauszufinden, was das Problem sein könnte.


    Wie läuft denn Schule oder Betreuung aktuell bei euch?

    Was machen die Kinder?

    Welche Regeln gibt es?

    Wer ist da?


    Wenn ich hier an die Zeit nach der Öffnung im Frühjahr zurück denke, ich hätte auch nicht in die Betreuung gewollt.


    Dann die Frage, wie oft muss deine Tochter hin und gibt es Möglichkeiten zum Kompromiss, damit du den Anspruch nicht verlierst, aber deine Tochter evtl. unproblematisch geht?


    Wenn das Ergebnis ist, dass sie gehen muss, weil es einfach nicht anders möglich ist, dann würde ich ihr das klar sagen und sie hinbringen und gehen.


    Wäre es evtl. eine Option, wenn sie jemand anders bringt?

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Danke für eure Anteilnahme.

    Ich denke es liegt an der Müdigkeit. Gestern war sie schon sehr müde und wirklich neben sich. 7:30 war sie dann im Bett und ist erst gegen 10 eingeschlafen - was natürlich zu spät ist, um 6:30 aufzustehen und fit zu sein.

    Ich glaube aber, das Problem mit dem Einschlafen wird sich nur dann lösen, wenn sie hin gegangen ist, weil sie nicht mehr aufgeregt sein muss.

    Die Lehrerin ist dieselbe.ein großer Teil der Kinder fehlt.

    Zuhause geht heute sicher, sie ist zum Malen verschwunden und nach dem Frühstück muss sie ihre Aufgaben machen.


    Montags kann sie erstmal bis Ende Januar Zuhause bleiben, wenn ich die Prüfung schaffe, auch den Dienstag.


    Mir sitzt die Angst in den Knochen, dass die Schule wieder anfängt mit"sehen sie, sie brauchen keine notbetreuung, gestern haben sie sie ja wieder mitgenommen"#angst

    Respice post te, hominem te esse memento.

  • Wir hatten sehr lange eine sehr massive Schulverweigerung.

    Großes Problem war hier immer: Vorhersehbarkeit


    Ist bei euch in der Notbetreuung klar geregelt, bei welcher Lehrkraft sie ist?

    Gibt es überhaupt Unterricht oder sitzen die Kinder einfach mit Abstand gelangweilt rum?

    Wenn es gelangweilt rumsitzen ist, würde ich vielleicht eigene Übungshefte mitgeben.

    Mein Sohn hat z.B. auch immer Knete zur Verfügung, die er nutzen darf, wenn er fertig ist.


    Ansonsten am Vorabend noch mal den genauen Ablauf besprechen. Den Stundenplan mitgeben, sofern sich daran gehalten wird.

    Zusammen überlegen, wie sie sich in doofen/ langweiligen Phasen verhalten kann.


    Edit: wenn sich abzeichnet, dass die Schulverweigerung länger anhält, würde ich mich an den Schulpsychologischen Dienst wenden.

    Die haben uns immer sehr den Rücken gestärkt.


    Wenn du sie Montags zu Hause lässt, wird die Verweigerung nicht unbedingt besser. (Aber sie kann besser werden. Das kannst nur du einschätzen.)

    Aber irgendwann ist auch einfach wieder Schulpflicht.

  • Aufgaben hat sie genug, ist auch teilweise ganz lustig.

    Einen wirklichen plan gibt es nicht, aber die Schule kümmert sich schon gut um die Kinder!

    Respice post te, hominem te esse memento.

  • Mondschein mein Mann kann sie morgen bestimmt weg bringen.

    Das bringt ja oft schon was.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Kannst du die Schule trotzdem mit ins Boot nehmen? Dass sie da jemand annimmt, lockt, sie mit reinnimmt? Oder ist da ein Kind, dass sie mit reinnehmen kann?


    Hilft ihr ein Kuscheltier in der Tasche? Ein Bonbon im Ranzen, den sie heimlich essen darf, wenn sie drin ist (ja, vielleicht ist das fiese bestechung)?


    Kann sie benennen, was das Problem ist?


    Hilft ihr Vorhersehbarkeit? - wie ist der Ablauf? Wer ist morgens da? Was wird gemacht?


    Kann sie schon mit Zeiten umgehen? - mit ihr besprechen, wie lange sie dableibensoll, dass du Zeit für sie hast, wenn sie zurückkommt. Dass das, wenn sie zu Hause ist, alles länger dauert, du dann also erst viel später wirklich Zeit für sie hast.


    Und, wenn sie den ganzen Tag zu Hause ist, dich trotzdem immer wieder rausziehen. "Es tut mir leid, ich muss arbeiten. Ich kann jetzt nichts vorlesen. Beschäftige dich bitte alleine." Kopf runter und konzentriert gucken.


    Ihr auch immer wieder sagen, was du machst, wenn sie weg ist und du Zuhause. Dass das kein freier tag für dich ist.

  • Ist es denn überhaupt Schule, oder nur Notbetreuung? Hier ging meine Tochter auch nicht gerne in die Betreuung wenn z.b. Ferien waren. Es sind weniger Kinder da und unter Umständen keine Freunde.

    Da die große Tochter ja eh keinen Anspruch auf Notbetreuung hatte, habe ich bei der kleinen auch verzichtet und die Mädchen alleine zu Hause gelassen. Das ist bei einer siebenjährigen keine Option. Aber vielleicht kann sie zu einer Schulfreundin und du nimmst die Kinder an einem anderen Tag.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Wäre - ich weiß, verpönt, aber manchmal sehr hilfreich - Bestechung ne Möglichkeit? Erklären, warum sie in die Schule muss. Und dann mit ner Belohnung winken wenns ohne Theater klappt.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Liebe Ringelblume,


    bei meinen Kindern war es in so einem Fall auch in dem Alter möglich zu erklären, dass es einfach sein musste.

    Darüber war ich mir selber dann 100 % sicher. Dann konnte ich zwar mit ihnen mitfühlen, dass es heute besonders doof/traurig/ärgerlich..... war, aber es ging dann nicht anders. Sie konnten noch einen Vorschlag machen, wie es erträglicher würde, wie der Knete Vorschlag oben, oder ein Kuscheltier mitnehmen, oder die Aussicht auf eine gemütliche abendliche Vorleseaktion - was bei Euch so passt. Aber in der Sache gab es dann tatsächlich keinen Verhandlungsspielraum und sie haben dann auch tatsächlich mitgemacht.


    Ich hoffe, es klappt heute besser und du kannst gut lernen.

    lg martita

  • Zwei meiner Kinder hatten diese Phase im letzte KiGa-Jahr mal.
    Ich habe das "ausgehungert". Also gesagt: "Okay, kommst halt wieder mit nach Hause. Aber sei dir bewusst, dass ich keine Zeit haben werde und Ruhe zum Arbeiten brauche. Du darfst also nur leise allein im Zimmer spielen."


    Würde bei Viertling nicht funktionieren, der spielt gern allein im Zimmer und baut dann stundenlang mit Lego. Aber für meine Großen war es so langweilig, dass sie schnell wieder freiwillig in die Betreuung gegangen sind.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • danke für eure tipps!


    Ich bin da ein wenig.. äh... pragmatisch, ich würde sie auch bestechen, wenns nicht anders geht:)

    ich glaube der punkt von martita trifft es irgendwie mit der sache, deren man sich sicher ist.

    den habe ich die nächsten drei tage, weil ich jeden tag präsenzveranstaltungen habe, unverhoffter weise... von daher wird es vermutlich die tage nicht mehr so das problem sein.

    hoffe ich.

    Ich kann die ja nun einfach mal nicht mitnehmen.

    und heute war sie sehr unauffällig zuhause! da bin ich eher über anderes gestolpert... (wie der veranstaltung, die mir für morgen völlig entgangen ist und mir jetzt 4 h zeit kostet, die ich nicht habe...#haare)

    Respice post te, hominem te esse memento.

  • delegier das an Deinen Mann - inklusive den Kopf zu zerbrechen und Du konzentrierst Dich jetzt auf die Prüfung

    und genau das würde ich Deiner Tochter auch so sagen - dass Du jetzt lernen musst und sich deshalb Papa kümmert.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Soooo.

    Also ich habe ihr gestern erklärt, dass ich heute in die Stadt zu einem Seminar fahren muss und sie morgens in die Schule gehen muss und das Kindlein in den Schlaf gekuschelt (und praktischer weise für die Klausur am Freitag dabei gelernt^_^°), sodass sie rechtzeitig eingeschlafen war.

    Heute Morgen war sie schon etwas neben sich, aber sie ließ sich ohne Probleme abgeben.

    interessant wird es dann nächste Woche Dienstag, wenn sie wieder hin muss, wenn ich zuhause bin. da lass ich sie wohl von meinem Mann weg bringen.

    mit dem hatte ich mich gestern abend in den haaren, weswegen ich sie heute weggebracht habe. So ein typischer Punkt, an dem ich mir anderer Leute Schuhe anziehe - der ist nämlich ein nervöses Wrack, wenn er schlecht geschlafen hat und weil ich ja gestern mit dem Thema anfangen musste bin ich ja quasi für den Schlaf verantwortlich (ich habe mal wieder was am Auto kaputt bekommen - ja, ich habe mich dumm angestellt, das weiß ich selber und war mega angepisst, als er mir das dann kurz vorm schlafen gehen noch ausführlich unter die Nase rieb, während ich mich eh schon über gebühren dumm fühlte, weil ich mit dem Physik-Mist nicht weiter komme und ich überraschender Weise zwei Seminare die Woche hätte vorbereiten müssen und das einfach nicht schaffe (weil SEHR kurzfristig erfahren, eigenes Versäumnis, und Klausur am Freiag).

    Joar. That's life.

    Ich würde mich sehr gerne hin stellen und sagen: Welt, rutsch mir den Buckel runter, ich steige nie wieder in ein Auto! - aber ich weiß nicht, ob ich mir damit einen Gefallen tut. Ein kleineres Auto wäre vielleicht dennoch schön, dann ist der angerichtete Schaden nicht immer so fruchtbar groß (kleinere Bauteile und so)


    Vielleicht ist das auch ein bisschen Töchterchens Problem. Sie sieht ja schon, dass wir immer und immer wieder ganz schön auf dem Zahnfleisch krauchen und fühlt sich, wie Kinder so sind, vielleicht dafür verantwortlich? Keine Ahnung! Gehörte jetzt gar nicht unbedingt hierher.


    Memo an mich selbst: Scheiß auf Physik, sieh die Klausur als Übung und nimm den Stress raus.

    Objektiv betrachtet mag ich zwar mit Autos nichts anfangen können und auch mit Physik nicht, mache aber auf anderen Gebieten große Fortschritte ;-)

    Respice post te, hominem te esse memento.

  • Wir haben mit ihr besprochen, dass ich sie jetzt montag und dienstag zuhause behalten kann und sie den rest der tage hingehen muss. da nickt sie verhalten.

    und weigerte sich huete morgen mal wieder, das bett zu verlassen. die klammert sich fest und heult und schreit und ich steh dumm da.

    dann kommt mein mannd azu und sagt: hast du dir schön so dressiert.

    dann kommt die schule: ihr Kind hat sie ja voll im Griff.

    und ich steh da und denk mir: leckt mich doch alle am arsch!


    Sehr schön, dass immer alle genau wissen, wie es richtig geht. super wirklich. Dann macht das doch selber! Ich kündige!#motz#motz


    Er hat sie natürlich auch nicht aus dem bett bekommen. da liegt sie immer noch.

    natürlich nicht schlafend.

    und ich steh da und hab den schwarzen peter, ich bin SO sauer!#motz

    Respice post te, hominem te esse memento.

  • dann kommt mein mannd azu und sagt: hast du dir schön so dressiert.

    dann kommt die schule: ihr Kind hat sie ja voll im Griff.

    und ich steh da und denk mir: leckt mich doch alle am arsch!

    Genau das würde ich ehrlich gesagt nach so einem Spruch vom Mann auch sagen: dann soll er doch ab heute die Verantwortung übernehmen, wenn er es ja soviel besser kann #rolleyes


    Liebe Grüsse


    Talpa