Unelegante deutsche Wörter

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  • Schmackes heißt dann hier Effeh ^^

    #freu

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong, deckten sich mit dem Plimmo zu, benutzten manchmal ein Fissel, zogen am Fenster den Riddong zu, gingen auf dem Trottwa (wo sie samstags die Kullung kehrten) mit dem Schääsewäähnchin spazieren, machten an der Balljäär halt und gingen wieder reduur, weil es ja nicht bräsiert hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo, dann hatten sie die Flemm. Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt". Alleh, haben wir es doch, so ein kloora Dialekt.

    #confused#blink

    Ich versteh maximal die erste Hälfte, dabei kann ich sogar französisch #freu

  • Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong Chaiselongue (wurde im Saarland synonym für Sofa genutzt), deckten sich mit dem Plimmo le plumeau (Federbett, Decke) zu, benutzten manchmal ein Fissel la ficelle (Schnur, Kordel) zogen am Fenster den Riddong le rideau (Vorhang, Gardine) zu, gingen auf dem Trottwa le trottoir (wo sie samstags die Kullung coulant,e (flüssig, wird als Synonym für den Rinnstein verwendet) kehrten) mit dem Schääsewäähnchin der erste Teil kommt angeblich von chaise (Stuhl) plus "Wagen" (also ein Kinderwagen, im Saarland geht man auch "schääsen", wenn man in die Stadt shoppen geht) spazieren, machten an der Balljäär la barrière (wurde hauptsächlich für die Bahnschranke verwendet) halt und gingen wieder reduur de retour (zurück), weil es ja nicht bräsiert pressant,e (ist nicht eilig) hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo doucement (leise, langsam, sanft, müde im Sinne von erledigt, erschöpft), dann hatten sie die Flemm la flemme sowie le flegme (die Faulheit/Trägheit bzw. die Stumpfheit, wenn man so richtig Bock auf nix hat und alles scheiße ist). Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" luu=là (da), kann man schlecht erklären, heißt übersetzt "guck mal, da liegt jemand" #freu darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt" leitet sich von j'ai froid ab (wörtlich übersetzt "ich habe kalt"). Alleh allez (kann man im Saarland für alles mögliche benutzen, z.B. als Aufforderung, etwas anzufangen "los gehts" oder als Gesprächsende "alleh dann" oder oder oder #hammer), haben wir es doch, so ein kloora coloré (farbig, bunt, wird synonym für originell, witzig, charmant genutzt) Dialekt.

    #confused#blink

    Ich versteh maximal die erste Hälfte, dabei kann ich sogar französisch #freu

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • rhcp :-) Ich kann es immerhin verstehen, was mich gerade sehr freut.


    Trottwa haben wir alle in meiner Kindheit gesagt.

    Wir hier auch. #ja


    Wir hatten in der Küche auch ein Büfett, im Bad ein Lavoir (Schüssel), im Wohnzimmer ein Kanapee, es wurde im Kastrol (Kasserolle) gekocht. Der Geldbeutel war das Portmonnnaie und der Kulturbeutel das Necessaire, das wurde aber auch zu einem Reise-Nähset gesagt. Die Nagelschere ist in einem Maniküre-Set.

  • Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong Chaiselongue (wurde im Saarland synonym für Sofa genutzt), deckten sich mit dem Plimmo le plumeau (Federbett, Decke) zu, benutzten manchmal ein Fissel la ficelle (Schnur, Kordel) zogen am Fenster den Riddong le rideau (Vorhang, Gardine) zu, gingen auf dem Trottwa le trottoir (wo sie samstags die Kullung coulant,e (flüssig, wird als Synonym für den Rinnstein verwendet) kehrten) mit dem Schääsewäähnchin der erste Teil kommt angeblich von chaise (Stuhl) plus "Wagen" (also ein Kinderwagen, im Saarland geht man auch "schääsen", wenn man in die Stadt shoppen geht) spazieren, machten an der Balljäär la barrière (wurde hauptsächlich für die Bahnschranke verwendet) halt und gingen wieder reduur de retour (zurück), weil es ja nicht bräsiert pressant,e (ist nicht eilig) hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo doucement (leise, langsam, sanft, müde im Sinne von erledigt, erschöpft), dann hatten sie die Flemm la flemme sowie le flegme (die Faulheit/Trägheit bzw. die Stumpfheit, wenn man so richtig Bock auf nix hat und alles scheiße ist). Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" luu=là (da), kann man schlecht erklären, heißt übersetzt "guck mal, da liegt jemand" #freu darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt" leitet sich von j'ai froid ab (wörtlich übersetzt "ich habe kalt"). Alleh allez (kann man im Saarland für alles mögliche benutzen, z.B. als Aufforderung, etwas anzufangen "los gehts" oder als Gesprächsende "alleh dann" oder oder oder #hammer), haben wir es doch, so ein kloora coloré (farbig, bunt, wird synonym für originell, witzig, charmant genutzt) Dialekt.

    #confused#blink

    Ich versteh maximal die erste Hälfte, dabei kann ich sogar französisch #freu

    Danke! Auf ein paar Sachen kam ich einfach nicht. #stirn

    Aber jetzt bin ich sowas von gerüstet fürs Saarland #super

  • Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong Chaiselongue (wurde im Saarland synonym für Sofa genutzt), deckten sich mit dem Plimmo le plumeau (Federbett, Decke) zu, benutzten manchmal ein Fissel la ficelle (Schnur, Kordel) zogen am Fenster den Riddong le rideau (Vorhang, Gardine) zu, gingen auf dem Trottwa le trottoir (wo sie samstags die Kullung coulant,e (flüssig, wird als Synonym für den Rinnstein verwendet) kehrten) mit dem Schääsewäähnchin der erste Teil kommt angeblich von chaise (Stuhl) plus "Wagen" (also ein Kinderwagen, im Saarland geht man auch "schääsen", wenn man in die Stadt shoppen geht) spazieren, machten an der Balljäär la barrière (wurde hauptsächlich für die Bahnschranke verwendet) halt und gingen wieder reduur de retour (zurück), weil es ja nicht bräsiert pressant,e (ist nicht eilig) hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo doucement (leise, langsam, sanft, müde im Sinne von erledigt, erschöpft), dann hatten sie die Flemm la flemme sowie le flegme (die Faulheit/Trägheit bzw. die Stumpfheit, wenn man so richtig Bock auf nix hat und alles scheiße ist). Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" luu=là (da), kann man schlecht erklären, heißt übersetzt "guck mal, da liegt jemand" #freu darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt" leitet sich von j'ai froid ab (wörtlich übersetzt "ich habe kalt"). Alleh allez (kann man im Saarland für alles mögliche benutzen, z.B. als Aufforderung, etwas anzufangen "los gehts" oder als Gesprächsende "alleh dann" oder oder oder #hammer), haben wir es doch, so ein kloora coloré (farbig, bunt, wird synonym für originell, witzig, charmant genutzt) Dialekt.

    #confused#blink

    Ich versteh maximal die erste Hälfte, dabei kann ich sogar französisch #freu

    So geil! 😂 Danke!


    Trotz Französisch hab ich nicht alles entlarvt.


    Kullung von coulant #hammer


    Schääsewähnchen hatte ich als Rollstuhl ausgemacht 🙈


    von dussmo auf doucement kam ich auch nicht


    und kloora von coloré - nee, wär ich im

    Leben nicht drauf gekommen, dachte eher an klar und wunderte mich ;-)

  • Alleh allez

    danke für die Übersetzung, (ich hab erstaunlich viel verstanden, Teil meiner Sozialisation fand im Nachbarbundesland statt... war nach Berlin erstmal echt schwierig). Und jetzt frage ich mich, ob das pälzische "alla" sich davon ableitet- ich hab das in meiner Zeit dort einfach hingenommen und nicht hinterfragt 8o

  • ich hab mal gehört, der Trottel sei jemand, der früher in einer Trotte gearbeitet hat und dort die Weintrauben zerstampft hat. Dafür hat man wohl nicht den Schlauesten gebraucht. Aber ob das stimmt?

  • Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong, deckten sich mit dem Plimmo zu, benutzten manchmal ein Fissel, zogen am Fenster den Riddong zu, gingen auf dem Trottwa (wo sie samstags die Kullung kehrten) mit dem Schääsewäähnchin spazieren, machten an der Balljäär halt und gingen wieder reduur, weil es ja nicht bräsiert hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo, dann hatten sie die Flemm. Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt". Alleh, haben wir es doch, so ein kloora Dialekt.

    #love

    Ich bekomme einen Kindheitserinnerungsflash- meine Mama ihat einen großen Teil ihrer Kindheit in Homburg verbracht und ich bin in St.Ingbert geboren ( hab aber nie im Saarland gelebt).

    Dennoch macht mir dieser Dialekt ein ganz heimeliges Gefühl:)- einfach schöön!

  • Hallo,


    Gehört habe ich ihn früher schon öfter mal - "Schaff das mal bitte fix in den Servus!" - wusste also, was gemeint ist. Aber aktiv haben ich ihn nie benutzt.


    Aber es ist logisch - das, wozu man "Servus" (im Sinne von Tschüß) sagt, fliegt da rein. ;)

    Außerdem habe ich gerade gelesen, daß es im lateinischen so viel wie Diener oder Ich bin zu Diensten heißen kann (Servant, (Kunden)Service ...) - was ja auch passt. Ein Eimer, der immer zu Diensten ist, wenn es darum geht Sauberkeit und Ordnung zu erhalten.

  • Meine Oma und mein Opa saßen auf dem Schäselong, deckten sich mit dem Plimmo zu, benutzten manchmal ein Fissel, zogen am Fenster den Riddong zu, gingen auf dem Trottwa (wo sie samstags die Kullung kehrten) mit dem Schääsewäähnchin spazieren, machten an der Balljäär halt und gingen wieder reduur, weil es ja nicht bräsiert hat. Manchmal waren sie danach ein bisschen dussmo, dann hatten sie die Flemm. Und wenn jemand hinfiel, machten sie mit "luu moll lo, lo leid äähna" darauf aufmerksam. Und wenn im Saarland jemandem kalt ist, dann "hat er kalt". Alleh, haben wir es doch, so ein kloora Dialekt.

    #love

    Ich bekomme einen Kindheitserinnerungsflash- meine Mama ihat einen großen Teil ihrer Kindheit in Homburg verbracht und ich bin in St.Ingbert geboren ( hab aber nie im Saarland gelebt).

    Dennoch macht mir dieser Dialekt ein ganz heimeliges Gefühl:)- einfach schöön!

    Ach wie schön :)#herz!

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Ich präzisiere: Saarfranzösinnen, Ex-Bretoninnen und Multi-Kulti-Schweizerinnen verstehen sich #freu#applaus!

    Mir sind viele Worte auch sehr bekannt aus meiner Kindheit von meiner Mama und meiner Oma, die eine nordbadisch, die andere Stuttgart-schwäbisch :D

    Möge die Definitionsmacht mit euch sein!

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    "Faschisten hören niemals auf Faschisten zu sein.

    Man diskutiert mit ihnen nicht, hat die Geschichte gezeigt."

    - Danger Dan





  • Ich präzisiere: Saarfranzösinnen, Ex-Bretoninnen und Multi-Kulti-Schweizerinnen verstehen sich #freu#applaus!

    Mir sind viele Worte auch sehr bekannt aus meiner Kindheit von meiner Mama und meiner Oma, die eine nordbadisch, die andere Stuttgart-schwäbisch :D

    *Stellt euch hier Reg von der Judäischen Volksfront in der Szene "was haben die Römer je für uns getan?" vor* Okay, also Saarfranzösinnen, Ex-Bretoninnen, Multi-Kulti-Schweizerinnen, nordbadische Mütter und stuttgart-schwäbische Großmütter verstehen sich #freu#freu#freu!

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.