Stammbäume, Familiengeschichte erkunden

Registrierunganfragen bitte kontakt(@)rabeneltern.org senden. Die automatische Registrierung ist aufgrund vermehrten Anmeldungen von merkwürdigen UserInnen bis auf weiteres abgeschaltet.

Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • wow, danke, das sind ja schon ganz viele Tipps und Hinweise hier.

    Dann mach ich mich mal auf die Suche

    "A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that works. The inverse proposition also appears to be true: A complex system designed from scratch never works and cannot be made to work. You have to start over with a working simple system. "

    John Gall, The Systems Bible

  • Archion kann ich auch definitiv empfehlen, allerdings gibt es da aktuell leider nur evangelische Kirchenbücher. Dafür gibt es ein angeschlossenes Forum, in dem man sehr gut Hilfe beim Entziffern bekommt. Bei den katholischen Kirchenbüchern ist es leider nicht so komfortabel, aber je nach Diözese kann man auch Glück haben, wie das Archiv aufgestellt ist.


    Mein Stammbaum und der meines Mannes sind inzwischen gut erforscht. Dieses Jahr möchte ich "die Daten" gerne mit mehr Leben füllen. Erstmal für die Familie meines Mannes, der hier aus der Region kommt. Der Plan: Opa interviewen, seine Bilder digitalisieren; Oma interviewen, ihre Bilder digitalisieren; die Orte besuchen, in denen die Generationen gelebt haben (mal schauen, was davon klappt ...).

    So oder so ist das Leben, so oder so ist es gut. So wie das Meer ist das Leben, ewige Ebbe und Flut.

    Hildegard Knef

  • Bei mir hängt es sich auf der Seite meiner mütterlichen Oma schon bei deren Eltern auf - ich finde den Vor- und Nachnamen meines Uropas in genau der Kombination in Ostpreußen allein in Ancestry 19!!! mal, aber keiner davon ist mein Uropa. Bei seiner Frau, also meiner Uroma, wissen wir nicht mal den Geburtsnamen, meine Mutter auch nicht, und sie ist die letzte direkte Nachfahrin aus dieser Linie. Sie kamen auch noch aus einem winzigen Dorf mit um die 30 Häusern. Bei Ancestry bin ich deshalb, weil es die Mitgliedschaft gleich zum zu Weihnachten geschenkten DNA-Test gab. Vielleicht komme ich in ein paar Wochen weiter, wenn das Ergebnis vom Test kommt.


    Jetzt hab ich angefangen, mir alles zu notieren, was ich über den Ort herausfinde. Also auch von Leuten, mit denen ich, soweit ich weiß, nicht verwandt bin. Bei den rund 150 Bewohnern kann ich davon ausgehen, dass von den Leuten, die ich finde, ein paar das Leben meiner Familie berührt haben müssen, und damit sind sie für mich interessant. Jemand wird mit meinen Verwandten zur Schule gegangen, in der selben Kirche gesessen, Feste gefeiert, befreundet oder verfeindet gewesen sein. Da bewegt mich dann auch das Schicksal der jüdischen Familie von dort, über die ich von Ancestry weiß, dass viele in Auschwitz gestorben sind (die Volkszählung aus der Zeit behauptet, es hätte in dem Ort keine Juden gegeben. Was wissen die schon.). Oder die junge Frau aus dem Ort, die steckbrieflich gesucht wurde - wofür die wohl gesucht wurde? Was hat der junge Mann aus dem Dorf, der für den Wehrdienst gemustert wurde, alles in der Armee erlebt?

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • elbeentchen

    sehr interessant können Sterbeurkunden und Taufeintragungen sein.

    Beim Letzteren sind die Taufpaten ebenfalls aufgelistet, oft waren das Familienmitglieder = schon ein Schritt weiter.

    Ersteres noch mal spannend, weil da auch die den Sterbefall meldenden Menschen drauf stehen.

    Manchmal eben auch die Angehörigen, bei denen der/die Verstorbene gelebt haben.


    So habe ich heraus gefunden, dass mein Ur-Großvater mütterlicherseits in HH gestorben ist, bei einem seiner Söhne. Meine Mutter wusste das nicht mal. Dabei waren mein Opa und dieser Bruder ziemlich dicke. Haben die da nie drüber gesprochen?

    Als ich dann die Sterbe-Urkunde meiner anderen Ur-Ur-Oma im Staatsarchiv gefunden habe, war ich sehr erstaunt.

    Diese ganzen Famlien-Mythen stimmten nicht.

    Sie starb 1918, ihre angeheiratete Cousine, die nur zwei Straßen weiter lebte, hat den Tod angezeigt.

    Mein (väterlicher) Opa lebte da noch bei seiner Oma, die hatte ihn ja aufgezogen, weil seine Mutter unter/nach der Geburt gestorben ist. Bei ihrem Tod war er gerade 19 Jahre alt.

    Das Haus, in dem meine Ur-Ur-Oma lebte steht noch, da war ich dann auch und habe mir noch ein bisschen im Archiv angesehen, wie das Leben in dem Viertel so aussah zu der Zeit.

    Meine Mutter hatte mir eine ganz andere Geschichte erzählt. Sie kannte ja noch meinen Opa, ich leider nicht mehr. Kurios, wie sie eine solche Geschichte so verdrehen konnte.

    (also wenn frau die Menschen gut kennt, die noch befragt werden können, ist es auch wichtig zu wissen, wie gut sie mit *Wahrheiten* umgehen können.

    In der Familie meiner Mutter wurde sehr kreativ mit Wahrheiten/der Familiengeschichte umgegangen.

    Auch da gab es viele Mythen, die lustig weiter erzählt wurden (meine Schwester verbreitet auch weiter diese Unwahrheiten).

    Als ich ein paar dieser Mythen aufgeklärt habe (mühsame Forschung von mir und dem neu gefundenen Cousin sei Dank), weigerte sie sich das anzuerkennen. Dabei ist die Realität viel spannender als die Mythen.

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

    --Ist Hotte S. noch im Amt und wenn ja, warum?--


    Wenn ich das Wort "Trottel" oder "Trotteln" schreibe, möge sich die geneigte Leserin dieses Wort in wienerisch denken.

  • Havanna: Meine Eltern haben einen Karton voll Papier (Fotos, Ausweise usw.) von meinen Großeltern rumstehen, in die sie seit Omas Tod kaum mal reingeschaut haben. Jetzt fangen sie gerade an mal durchzugucken, was mir helfen könnte. Bisher hat mein Papa mir einen Brief von Oma an ihre Schwester eingescannt, aus 1943, als ein Teil der Geschwister schon in Deutschland war und sie nach kurzer Zeit in Deutschland wieder zurück war bei den Eltern in Ostpreußen. Und ein Formular, das Oma in den 90ern für Vertriebenen-Hilfe ausgefüllt hatte und wo sie den Weg ihrer Flucht beschreibt. Da habe ich wieder ein paar mehr Aufhänger. Ich hoffe noch auf mehr amtliche Papiere. Die Kirchenbücher aus der Zeit von Leuten, die ich "kenne" sind bisher nirgends aufgetaucht.


    Wenn ich jetzt alle Leute, die ich aus Panzerlauken finden kann, im Detail notiere, hoffe ich auch, irgendwann rauszufinden "ach, das war ja eine Cousine meiner Uroma" oder sowas. Das Dorf war so klein, da muss ich doch mal auf Verwandtschaft stoßen irgendwann? Ich schreibe jeden Faden auf und hoffe, dass er an irgendeinem Punkt einen Knoten zu unseren Fäden bildet. Und falls nicht, habe ich irgendwann auch ein Bild davon, wie das Leben in Panzerlauken gewesen sein könnte. Meine Oma hat wirklich damals beschlossen, alle Erinnerungen mit ins Grab zu nehmen, und sich geweigert, drüber zu reden (wenn ich den Brief lese und wie herzzerreißend sie die Zeit damals schon fand, denke ich, das Trauma hat ihr das unmöglich gemacht). Die anderen, die ein bisschen geredet haben, sind halt schon lange tot.

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • Havanna: Meine Eltern haben einen Karton voll Papier (Fotos, Ausweise usw.) von meinen Großeltern rumstehen, in die sie seit Omas Tod kaum mal reingeschaut haben. Jetzt fangen sie gerade an mal durchzugucken, was mir helfen könnte. Bisher hat mein Papa mir einen Brief von Oma an ihre Schwester eingescannt, aus 1943, als ein Teil der Geschwister schon in Deutschland war und sie nach kurzer Zeit in Deutschland wieder zurück war bei den Eltern in Ostpreußen. Und ein Formular, das Oma in den 90ern für Vertriebenen-Hilfe ausgefüllt hatte und wo sie den Weg ihrer Flucht beschreibt. Da habe ich wieder ein paar mehr Aufhänger. Ich hoffe noch auf mehr amtliche Papiere. Die Kirchenbücher aus der Zeit von Leuten, die ich "kenne" sind bisher nirgends aufgetaucht.


    Wenn ich jetzt alle Leute, die ich aus Panzerlauken finden kann, im Detail notiere, hoffe ich auch, irgendwann rauszufinden "ach, das war ja eine Cousine meiner Uroma" oder sowas. Das Dorf war so klein, da muss ich doch mal auf Verwandtschaft stoßen irgendwann? Ich schreibe jeden Faden auf und hoffe, dass er an irgendeinem Punkt einen Knoten zu unseren Fäden bildet. Und falls nicht, habe ich irgendwann auch ein Bild davon, wie das Leben in Panzerlauken gewesen sein könnte. Meine Oma hat wirklich damals beschlossen, alle Erinnerungen mit ins Grab zu nehmen, und sich geweigert, drüber zu reden (wenn ich den Brief lese und wie herzzerreißend sie die Zeit damals schon fand, denke ich, das Trauma hat ihr das unmöglich gemacht). Die anderen, die ein bisschen geredet haben, sind halt schon lange tot.

    hast Du schon mal darüber nach gedacht, solche Sachen in einem Ahnenforscherforum zu fragen?

    Ostpreußen ist ja ein schwieriges Pflaster zum forschen, aber es ja diesen Typ Forscher, die da echt sehr engagiert dran sind. Und jeden Schnipsel sammeln, egal für welche Ortschaft.

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

    --Ist Hotte S. noch im Amt und wenn ja, warum?--


    Wenn ich das Wort "Trottel" oder "Trotteln" schreibe, möge sich die geneigte Leserin dieses Wort in wienerisch denken.

  • Ja, ich bin schon in 3 Foren Mitglied und habe mehrere Forscher angemailt, bisher noch ohne Ergebnisse.

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • Ja, ich bin schon in 3 Foren Mitglied und habe mehrere Forscher angemailt, bisher noch ohne Ergebnisse.

    ach mensch, sorry, dann war das ja ein unnötiger Tipp von mir.

    Ich drücke aber die Daumen.

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

    --Ist Hotte S. noch im Amt und wenn ja, warum?--


    Wenn ich das Wort "Trottel" oder "Trotteln" schreibe, möge sich die geneigte Leserin dieses Wort in wienerisch denken.

  • Keine Sorge, hätte ja sein können, dass ich das noch nicht versucht habe :) Ostpreußen scheint ein schwierigeres Pflaster zu sein als z. B. Böhmen. Auf Opas böhmischer Seite fand ich alles ganz bequem bis zu ner 6-fach-Urgroßmutter, alles online gut digitalisiert.

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • In Ostpreußen wurde einfach vieles zerstört, absichtlich, nach der Flucht.

    Einige Kirchenbücher wurden auch von Pastoren mit genommen auf der Flucht und sind verschollen.

    Als ich so gerade angefangen habe, wäre das mein Alptraum gewesen, heraus zu finden, dass einer der Ur-Ahnen aus Ostpreußen hätte kommen können.

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

    --Ist Hotte S. noch im Amt und wenn ja, warum?--


    Wenn ich das Wort "Trottel" oder "Trotteln" schreibe, möge sich die geneigte Leserin dieses Wort in wienerisch denken.

  • ich habe jetzt mal aus Spaß ein paar Namen eingegeben- aber ich selbst habe selbst deutlich mehr Infos als ich auf die Schnelle in den Datenbanken finden konnte. Ich könnte da einige Stammbäume ergänzen.

    Wenn mal alle Kirchebücher digitalisiert sind-das ist natürlich ein super Projekt- dann muss ich die nur noch lesen können...


    ich war auf familiysearch, geneanet und gedbas. ein paar haben sogar ganz banal einen Entrag in Wiki.

    war aber wie gesagt nix Neues so schnell.

    Da müsste ich tiefer schürfen.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • annalin , das kommt dann wohl auf die Verwandtschaft an und wie gut da schon jemand geforscht hat.

    Bei meiner musste ich bei vielen Zweigen bei Null anfangen und bei einigen war hier und dort zumindest bisschen was (aber grad bei familysearch steht viel Quatsch drin).


    Die Kirchenbücher gehen teils erstaunlich gut. Wenn die Einträge als Tabelle erfolgen und der Pfarrer paar Jahre bleibt, gewöhnt man sich recht schnell an die Schrift. Wobei manche schon ne Sauklaue haben, ich hab ein Kb, wo ich bestimmte Jahre immer nur in Kleinsthäppchen bearbeite, weil mir das sonst zu sehr auf die Augen geht. In der gleichen Zeit hab ich woanders 200 Seiten durch...

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • ha, ich habe mich nun doch bei ancestry angemeldet- und habe 4 weitere Generationen quasi frei Haus geliefert bekommen.

    (mein Geburtsname). Mein Papa ist ein bisschen angefixt, vielleicht nehmen wir Kontakt auf mit dem Ersteller des Stammbaums (Papas Emglisch ist leider minimalvoirhanden)

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • annalin, das klingt ja gut, gleich 4 Generationen geschenkt zu bekommen! :D Bei meinen Böhmer Verwandten hab ich noch 3 neue gekriegt über Ancestry, da überschneidet sich mein Stammbaum mit einem/r anderen Nutzer/in (weiß nicht genau, hat mir auch nicht geantwortet). Die ostpreußische Seite macht es mir dagegen schwer.


    Mein DNA-Test ist ausgewertet. Ich weiß schon, dass das mehr Unterhaltungswert als echten wissenschaftlichen Wert hat. Aber der Test hat auch keine utopischen exotischen Verbindungen herausgelesen, sondern insgesamt über 75% Osteuropa/Baltikum. Das passt, weil auf allen Seiten Vertriebene aus ehamligen deutsch besetzten Gebieten in Ostpreußen, Böhmen und Oberschlesien kamen. Die Ostpreußen haben sich damals wahrscheinlich auch mit den Litauern in der Gegend gemischt, der eine Familienname da ist auch litauisch. Lustig finde ich die 5% Möglichkeit Schweden (mein Geburtsname ist ein schwedisches Wort für "Regal" und "gefeiert" - kommt aber wahrscheinlich aus Oberschlesien, dafür ist die Endung typisch) und 3% Schottland (damit werde ich jetzt immer erklären, warum wir soviele Rothaarige in der Familie haben :P). Neue Matches hat es mir leider nicht gebracht, alles mindestens 4./5. Grades und keine gemeinsamen Vorfahren in den veröffentlichten Stammbäumen.

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • Ich wär bei Ancestry extrem vorsichtig. Überhaupt überall, wo man einfach mal Daten sammeln und einfügen kann (familysearch auch), da viele Leute dazu neigen, wahllos irgendwelche Verbindungen herzustellen, die es so entweder gar nicht gibt oder die nicht belegt werden können.

    Bei mir gibt es auch eine Linie, die an einer bestimmten Stelle auf diversen Seiten auftaucht. Nur - es gibt absolut keine Belege dafür. Das passende KB geht später los, in den Orten drumrum teils noch später, außerhalb der KB gibt es auch nichts an Unterlagen zu dieser Familie und ja, es ist theoretisch nicht ausgeschlossen, dass es da eine Verbindung gibt, aber der Name ist gängig und daher - nix genaues weiß man nicht. Und fragt man nach, woher die Info kommt, wird auf andere Ancestry-Stammbäume verwiesen und es gibt nirgendwo Belege dafür. Einer hat angefangen, andere haben abgeschrieben und schon steht es überall so. Klar, klingt ja auch hübsch, wenn man bis 15irgendetwas kommt...

    Und solche Sachen sind mir da fast überall begegnet.

    Ich drück natürlich die Daumen, dass die Daten stimmen und belegt werden können, das ist immer toll, wenn man auf einmal zügig weiter kommt.


    Und am Rande wollte ich noch berichten, dass es bei Verbindungen ins heutige Polen immer lohnt, regelmäßig die dementsprechenden polnischen Datenbanken zu durchstöbern. Ich hab zusammen mit einer Verwandten lange nach einer bestimmten Familie gesucht, Name bekannt, Vorname der Frau sehr ausgefallen, Herkunft "aus Polen" - damit kann man aber nicht viel anfangen. Und plötzlich wurde ein bestimmtes KB indexiert und da waren sie auf einmal drin. Ich hab mich so gefreut :-) Fragt sich jetzt nur noch, woher sie ursprünglich kamen, die polnische Region war nur eine Zwischenetappe, aber das ist mal wieder ein größeres Projekt...

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • asreileeth deshalb will ich auch nachfragen.

    Diese 4 Generationen kommen nur in seinem Stammbaum vor. Also hat er sie nicht abgeschrieben, er muss eine andere Quelle haben.

    Daher vermute ich eine familiäre Quelle. (mein Mann hat z.B. einen Familienstammbaum, erstellt von einem Vorfahrn 1850, da lebten ja noch viele, mit Quellenangaben zu Kirchenbüchern usw. )

    Der Ersteller dürfte nach meiner Einschätzung rel. nah verwandt zu mir sein, er ist vermutlich sohn/Enkel des nach USA ausgewanderten Onkels meines Vaters. Die Namen kennen wir alle .


    Ich habe aber auch bei ancestry und auch bei familysearch schon ganz schönen Quatsch gesehen. Dinge, die man leicht hätte korrigieren können, da andere sie richtig drin haben.

    Die Originalquellen sind natürlich super, es lebe die Digitalisierung!

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • Ich hatte im vergangenen Jahr ein Abo für my*heritage und bin da stammbaumtechnisch ziemlich weit gekommen (in zwei Linien bis 16xx).


    Dank des Gentests habe ich auch einen entfernten Cousin in Texas gefunden - meine Urgroßmutter und sein Großvater waren Geschwister. Ich habe ihm dann alte Familienfotos aus dieser Zeit geschickt und er hatte genau die gleichen Fotos von seinem Großvater, die dieser bei seiner Auswanderung damals mitgenommen hatte. Das war sehr berührend.


    Das Programm sucht in allen möglichen Datenbanken nach Übereinstimmungen, bevor man die in seinen eigenen Stammbaum einfügt, muss bzw. sollte man natürlich jeden einzelne überprüfen. Was von der Datenlage oder anhand der (fehlenden) Quellen nicht passt, kann man ja rauslassen. Das Programm meldet auch, wenn etwas nicht passt, dann kann man nochmal die Quellen anschauen und wieder Personen oder Daten rausnehmen.


    Für Genealogieprofis wahrscheinlich ein Graus und wirklich billig war es auch nicht, aber ich hatte Spaß daran. Ich habe bei meinen Eltern auf dem Dachboden alle alten Unterlagen und Dokumente rausgesucht und mitgenommen. Die habe ich dann digitalisiert und sortiert. Dabei bin ich auf viele interessante Informationen gestoßen. Mein Opa z.B. war in der NS-Zeit Offizier, sein Ariernachweis reichte wirklich weit zurück und hat mir ganz viel Recherche erspart. Meine andere Oma war auf der Sonderschule und musste dort sogar eine Klasse wiederholen #hmpf. Von meinem Großvater habe ich einen Brief gefunden, wo er im Rahmen der Entnazifizierung dargelegt hat, dass er von seinem Chef während der NS-Zeit quasi gezwungen wurde, einen Teil seines Gehalts irgendeinem regimetreuen Zweck "freiwillig" zu spenden. Dafür wollten sie ihm und seiner Familie nach 1945 die Wohnung wegnehmen.


    Ich werde aber auf jeden Fall auf den von euch genannten Seiten auch noch ein bisschen recherchieren, da findet sich sicher auch noch die ein oder andere Spur.

    I feel like procrastinating... but I think I'll wait.

  • wie, Du heißt Hyllfirade?? sehr ungewöhnlich#cool

    Fast - die ersten 4 Buchstaben sind richtig, danach nur noch ein a, Name zu Ende. (Ein Schwede hat mir mal erklärt, dass es nicht nur Regal heißt, sondern auch gefeiert, wie man ein Geburtstagskind feiert.) Und -lla sowie -ylla sind an polnischen Namen häufig. Ich hab auch viele Leute mit dem Nachnamen auf Ancestry etc. gefunden, die Ursprünge waren immer in Polen.


    Myheritage gucke ich mir jetzt auch mal an. Zu meiner Frau findet sich da sehr viel, ein entfernter Verwandter hatte viele Generationen eingetragen.

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • ha, der Stammbaumersteller ist der vermutete! Wir haben einen gemeinsamen Urgroßvater.

    Die fehlenden Generationen waren handschriftliche Aufzeichnunen, die sein Großvater kurz vor seiner Auswanderung (1932) aus Kirchenbüchern und nach Angaben seines Vaters gemacht hat.


    Der Kontakt ist nett und freut sich riesig, dass sich endlich mal jemand meldet.

    War 2015 sogar zu einem großen Familientreffen (anderer Name) hier in der Stadt. Ich wäre theoretisch auch eingeladen gewesen-wusste aber nix davon.

    (Es gibt eine Familie in unserem Stammbaum (meine Ur-Ur-Großmutterlinie) , die genug Geld hat, einen eigenen Ahnenforscher anzustellen, Chroniken der Familie erforschen zu lassen und ca. alle 10 Jahre Familientreffen mit hunderten Verwandten aus aller Welt zu schmeißen. Meine Eltern waren da 1967. dann ging der Kontakt verloren)

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006