Alles digital - Tablet, Handy und Co bei den Kindern

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  • Wenn du von klein auf daran gewöhnt bist, schnelle und kurze Clips anzuschauen und drei geöffnete Fenster auf dem Bildschirm zu haben und in Videospielen zackig zu reagieren, dann übst du das ja. Und wirst besser darin, schnell und mehreres gleichzeitig zu denken und zu tun.


    Naja, oder Du bist halt total reizüberflutest und weinst. So war das bei meiner Tochter. Da gab es keinen Übungseffekt.


    Ich weiß auch nicht, ob es unbedingt ein Nachteil ist, wenn man so was nicht macht oder mag. Man muss nicht alles können. Warum ist das so wichtig? Viel wichtiger ist doch, dass es einem Menschen gut geht. Wir sind doch nicht alle gleich, jeder Mensch braucht was anderes.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Zu deinem ersten Punkt casa : ich frag mich das auch immer wieder, ob man es nicht gerade durch die Begrenzung so spannend macht. Meine Neffen wachsen ähnlich wie deine auf und da beobachte ich es auch so. Aber vielleicht muss man das dann einfach in Kauf nehmen?

    Man kann halt nicht beide Varianten gleichzeitig ausprobieren.


    janos danke für die Erläuterung. Mein Mann hat als Jugendlicher übrigens auch exzessiv gezockt bis hin zum Einsiedlerturm. Hat dann aber noch erfolgreich etwas nicht-technisches studiert und bekommt heute seinen Alltag auch gut geregelt ;). Aber als Elternteil stelle ich es mir schwer auszuhalten vor.

  • bis hin zum Einsiedlerturm

    Bis hin zum Eiffelturm?#confused  #gruebel#idee1#stirn Lesen können hilft manchmal.#freu

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  • Casa: ich habe mehrere Tabs offen und was weiß ich, was du da alles schreibst ...


    ... aber bin ja wie wir nahezu alle hier auch erst spät (ok, soweit ich weiß bin ich jünger als du)

    mit internet in berührung gekommen.

    hatte erst spät ein handy (im vergleich zu den anderen meines alters), smartphone erst spät, ...


    das ist typfrage

  • Kuekenmama #freu


    casa Ich denke auch, dass man Multitasking und schnelle Reaktion auch noch anders trainieren kann als mit digitalen Medien.

    Mutterschaft ist beispielsweise ein gängiger Weg. :diablo:

    Und die Fähigkeit, sich einen Ninjadingensfilm anzuschauen ist zum Glück eine Qualifikation, die man vernachlässigen kann.:D

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  • Nur zum Thema Schnelligkeit und Übung durch viel zocken/am PC sein.


    Ich spiele mit meinem Sohn BrawlStars und auch Playstation...meistens zocke ich ihn ab oder bin besser als er. Weil ich eben 20 Jahre Vorsprung habe. Hätte ich nie oder wenig gespielt wäre es andersrum.


    Auch meine PC Skills sind sehr gut, ebenso wie ich mich im Internet bewege. Einfach weil ich mit 13 das erste mal im Netz war und dann nie wieder damit aufgehört habe.


    Übrigens habe ich auch sehr viel anderes gemacht. Aber das eine schließt das andere ja nicht aus.


    Corona stellt die Weichen gerade um...das wird sicher auch wieder besser.

    Warum mir aber in neuester Welt Anarchie gar so gut gefällt? Ein jeder lebt nach seinem Sinn, das ist nun also auch mein Gewinn! Ich laß´ einem jeden sein Bestreben, um auch nach meinem Sinn zu leben.

    Johann Wolfgang v. Goethe



  • Hier verschwimmen zT manche Dinge - nur weil jemand WA und YouTube nutzt, sind damit nicht unbedingt grundlegende IT Kenntnisse miteinhergehend. Ich erlebe Kinder, die sich super mit Tiktok und co auskennen, aber sich kaum auf dem eigenen Rechner zurechtfinden was Dateien

    angeht, oder email-Etiketten etc. Ja, man kann da rein wachsen, ja es gibt da viele Möglichkeiten das zu lernen. Ich erlebe, dass man die Dinge, die Spass machen kann, aber das man Fähigkeiten, die man ebenfalls im Alltag braucht, oft schwierig zu erlernen sind (ich denke an emails mit Datei verschicken zB, oder sich auf den Schulservern als Eltern auskennen, oder als Grosseltern wie Videotelefonie funktioniert, oder sich selbst online im Impfzentrum anmelden). Ich vermute, ein Grund, warum auch im Jahr 2021 so viele Menschen von solchen simplen Dingen überfordert sind, liegt daran, dass sie da eben nicht mit reinwuchsen und ihnen jetzt Zeit und Nerven und vielleicht auch Lust fehlen, denn es ging doch auch ohne.


    Und ich sehe da durchaus die Gefahr, dass man sich sein Leben so einrichtet, dass man diese Technologie nie nutzen muss, aber dann halt irgendwann es doch gebraucht wird, und dann das Lernen sehr schwer faellt.


    Ich denke nicht, dass man Kinder schon frühzeitig zu kleinen Progammierkuenstlern erziehen muss, aber ich denke, dass es durchsuch sinnvoll ist, wenn schon ab der GS wirklich in simpelster Form grundlegende Technologie erklärt wird, so dass da ein Allgemeinwissen vorhandnen ist, auf das man zurückgreifen kann. Mein Fokus waere da wirklich auf dem funktionellen und anwendungsbezogenen Bereich (email,Textdokument, Praesentation/Poster, INternetsicherheit, Recherche, Datei anlegen, speichern, ), anstelle von Apps, und Spielen. Denn letzteres lernen viele nebenbei. Ich denke nicht, dass dazu massig Stunden braucht (habe ich auch nie so erlebt im Ausland). Aber ich denke es fehlt oftmals zum Spassfaktor der Technologie im Alltag der Nutzfaktor. Und ja, da gibt es grosse Lücken bei vielen Menschen.


    Es fiel das Argument, dass man früher auch schnell diese Dinge lernte. Das mag sein, aber in den letzten Jahrzehnten hat sich da viel verändert. Ich selbst wurde zu einer Zeit gross, als man an der Uni punkten konnte, nur weil man Textverarbeitung nutzte. Damals mussten man im Maschinenbaustudium noch per Hand Zeichnungen einreichen, heute macht man das in CAD. Wir bastelten damals selbstverständlich unsere eigenen Rechner zusammen, man kam da auch noch einfacher an viele wirklich einfache Komponenten dran und wuchs da mit rein. Fuer mich hat sich da doch viel in den letzten 20-30 Jahren verändert. Ein wenig wie man ein Auto in den 50ern noch selbst reparieren konnte, und heute ist das so überladen, dass man da mitunter kaum eine Gluehbirne wechseln kann. So sind auch Computer und die Technologie dazu viel komplizierter geworden, und ein spaeter Einstieg baut da unnötige Hürden auf.


    Eine nicht zu verachtende Komponente ist meiner Beobachtung nach auch - dass Kinder, die sich nicht fuer die Computerspiele, Tiktok, YouTube und Co interessieren, es sehr schwer haben Freunde zu finden, zumindest geht es meinem einem Kind so.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • IT-Kompetenz hat für mich übrigens überhaupt nichts mit Multitasking, schnellen Szenenwechseln oder Reaktionsschnelligkeit zu tun. Das sind alles Dinge, die mit Filmkonsum und Zocken einhergehen #weissnicht. Das ist für mich was ganz anderes.

    Wenn man einen Computer für Themen wie eMail, Dokumenterstellung, Berechnungen, Informationsrecherche, Collaboration, Datenbanken, Kommunikation, Wissenspool, Online-bank/Shop etc. nutzt, kann man das zumeist auch in Ruhe tun und sich ganz einer Sache widmen (wenn am unteren Bildrand nicht so viele Smileys rumzappeln würden 8o).

  • Aber es gibt hilfreiche Kompetenzen, wenn man den Computer als Werkzeug benutzt, z.B. eine Lernplattform effektiv zu nutzen, Dokumente/Präsentationen zu erstellen, Videokonferenzen zu moderieren, eine gute Internetrecherche auszuführen, Musik/Videos aufzunehmen und zu schneiden, eine Anwendung zu programmieren, ein Konto online verwalten, eine Datenbank zu erstellen und zu nutzen, eine Homepage zu betreiben, ...

    Ich fürchte, es ist mir nicht gut gelungen auszudrücken, was ich mit Aufbau basaler Kompetenzen meinte. Frieda schafft das besser, genau das meinte ich.


    Und ich finde, das geht auch bei jüngeren Kindern schon gut. Mein 8-jähriger

    - gestaltet kleine Stop-Motion-Filme inkl. Hintergrund optisch und akustisch

    - kann sich mit Freunden selbständig über Skype unterhalten

    - fängt an mit Powerpoint

    - sucht sich selbständig Bilder für sein Papier-Präsentationsplakat

    - programmiert Fischer-Technik

    -etc.,


    Alles nichts weltbewegendes, jedoch der Anfang von digitaler Kompetenz.


    Bei uns gibt es übrigens keine unregulierten Medienzeiten, es gibt jedoch auch keine fixen Limitierung. Wenn die Kinder was machen möchten, fragen sie, dann wird besprochen was sie machen möchten, was sie heute sonst noch so gemacht haben, etc. und dann wird situationsbedingt entschieden und auchein Mittelweg gesucht.

    1. durch den Seltenheitswert ist Filmgucken für die Kinder hier ein absolutes Highlight und bekommt dadurch einen Stellenwert, den es - in meinen Augen - überhaupt nicht verdient. Kinder, bei denen daheim die Glotze dauernd läuft, blühen bei uns regelrecht auf und schwärmen ewig noch vom Lagerfeuer bei uns, das für unsere Kinder schon gar nicht mehr so spannend ist. Dafür hat J. von unserem mehrtägigen Aufenthalt in Köln von vor ein paar Jahren weder den Dom, noch den Rhein, auch nicht die Dampfschifffahrt und erst recht nicht die beiden Museen in Erinnerung, kriegt aber heute noch leuchtende Augen, wenn er von dem Handtaschengeschäft in der Innenstadt erzählt, in dessen Schaufenster ein Trickfilm lief, mit Ton! Und die bewegte Werbung an den U-Bahn-Haltestellen! #eek

    Und nie, nie, nie würden meine Kinder auf ihre DVD am Wochenende verzichten. Das ist ihnen so hoch und heilig wie sonst nichts. (Und das war es ja nicht unbedingt, was ich bezwecken wollte...)

    Das hier trifft es sehr gut, was ich nicht möchte.

    Wir hatten lange keinen Fernseher (weil mein Mann und ich keinen Bedarf hatten) und hatten dann auch im Urlaub die Situation, dass der das Highlight für eines der Kinder war. Jetzt haben wir einen, damit es Normalität wird und an Bedeutung verliert.

    Ich hatte als Kind wenig Zugang zu damals modernen Medien - ich bin bei meiner besten Freundin stundenlang vor deren Commodore und dem Kabelfernsehen versumpf.


    Ich finde das sowohl als auch so wichtig: Sie spielen Lego UND Minecraft. Sie lesen griechische Sagen UND schauen die ARTE Doku. Etc.


    Und natürlich soll da jede Familie ihren eeigenen Weg gehen, meine Haltung ist sicherlich sehr geprägt aus einer eher medieneinschränkenden Herkunftsfamilie und der Erfahrung, dass zum einen bestimmte wichtige Skills zu einem bestimmten Zeitpunkt gefehlt habe und zum anderen, dass der stumpfe Konsum von mir im jungen Erwachsenenalter exzessiv nachgeholt wurde.

  • IT-Kompetenz hat für mich übrigens überhaupt nichts mit Multitasking, schnellen Szenenwechseln oder Reaktionsschnelligkeit zu tun. Das sind alles Dinge, die mit Filmkonsum und Zocken einhergehen #weissnicht

    Ja, es ging im Eingangsposting ja auch eher ums Zocken. Darauf bezog ich mich. Das ist halt ein Punkt, wo ich mich manchmal frage, ob ich meinen Kindern da nicht etwas verwehre, was sie später nicht mehr so leicht lernen können. IT-Kompetenzen werden sie sich auch mit 18 oder 20 noch aneignen können, denke ich.

    Corona stellt die Weichen gerade um...das wird sicher auch wieder besser.

    Das bezweifle ich. Wenn die Weichen erstmal gestellt sind, kommt doch vieles ins Rollen, was sich dann nicht mehr so leicht wenden läßt, denke ich. Und genau das ist auch etwas, das ich dann nicht mehr so leicht mit der Haltung "muß halt jede für sich entscheiden, wie sie es handhaben will" sehen kann. Da wird gesellschaftlich eine Art des Lernens und des Spielens bei Kindern gefordert und gefördert (nochmal: einige schrieben hier von 5jährigen!), und das über mehrere Stunden täglich, über Monate. Verbunden mit zum Teil echt aggressiver Werbung, übelster Genderkacke usw... - und dazu kommen teils belastete und überforderte Eltern, die froh sind, wenn sie mal Ruhe haben, während die Kinder zocken. Eine ungute Mischung, finde ich.


    Wohlgemerkt: ich bin auch froh, wenn ich mal Ruhe habe, aber ich scheuche die Kinder dann einfach vor die Tür auf die Straße oder in den Wald, das geht hier ganz wunderbar und sie bleiben oft den ganzen Nachmittag draußen, ohne mich, auch schon als 3- und 4jährige sind sie stundenlang draußen rumgestreunt - dieses Privileg haben wohl nur wenige. Unter anderen Wohn- und Lebensbedingungen würde ich meine Kinder sicher auch vor einen Bildschirm setzen, wenn ich anders keine Ruhe bekäme.


    Was wir jetzt zur Gewohnheit werden lassen, werden wir so schnell nicht wieder los. Ich merke, wie viele in meinem Umfeld Dinge tun, die sie eigentlich nicht so toll finden, aber sich erlauben, um irgendwie durch diese schwierige Zeit zu kommen. Ich habe wieder angefangen zu rauchen (und nein, aus der Nummer komme ich "nach Corona" auch nicht so easy wieder raus), zwei meiner Freundinnen trinken (wieder) sehr viel, hier im Forum lese ich auch von so manchen Bewältigungsstrategien (Baileys...), und ja: viele Kinder verbringen sehr viel Zeit vor Bildschirmen und in virtuellen Welten. Der Weg in die reale Welt ist "danach" dann vielleicht nicht mehr so gängig.


    Aber ach, ich weiß es nicht, vielleicht ist es auch ganz anders. Ich verstehe jedenfalls diejenigen, die den exzessiven Medienkonsum ihrer Kinder problematisch finden und nach Möglichkeiten suchen, das nicht so arg überhand nehmen zu lassen.

  • IT-Kompetenz hat für mich übrigens überhaupt nichts mit Multitasking, schnellen Szenenwechseln oder Reaktionsschnelligkeit zu tun. Das sind alles Dinge, die mit Filmkonsum und Zocken einhergehen #weissnicht. Das ist für mich was ganz anderes.

    Wenn man einen Computer für Themen wie eMail, Dokumenterstellung, Berechnungen, Informationsrecherche, Collaboration, Datenbanken, Kommunikation, Wissenspool, Online-bank/Shop etc. nutzt, kann man das zumeist auch in Ruhe tun und sich ganz einer Sache widmen (wenn am unteren Bildrand nicht so viele Smileys rumzappeln würden 8o).

    Richtig.

    Das Gerät als Arbeitsgerät nutzen, darum geht es mir.

    Zocken und Filme schauen dürfen meine Kinder eh, aber üben müssen sie das eher nicht #freu


    Das sind auch keine Kompetenzen, die sie im online Unterricht lernen. Da wird wenig bis gar nicht mit lehrfilmen gearbeitet und gezockt wird eh nicht.


    Medienkomsum und arbeiten mit dem Rechner, Laptop, tablet... sind für mich völlig verschiedene dinge#weissnicht

  • dass der stumpfe Konsum von mir im jungen Erwachsenenalter exzessiv nachgeholt wurde

    Das beunruhigt mich nicht. Wenn sie als junge Erwachsene stundenlang zocken wollen - okay. Von mir aus auch ab 14, als Jugendliche, okay.


    Zocken etc. ist für mich nur einfach nicht Teil von Kindheit, wie ich sie mir für meine Kinder wünsche. Diese Geräte sind in meinen Augen keine Spielsachen, die für Kinder geeignet wären. Ich finde sie zu laut, zu bunt, zu blöd, zu manipulativ und zu aggressiv, als daß ich meine Kinder dem über Stunden (!) würde aussetzen wollen. Und erst recht nicht, wenn die Kinder für die Schule eh schon so viel Zeit damit verbringen müßten.

  • Andererseits: in fast jeder Minute, die sie nicht vor Bildschirmen sitzen, machen sie Chaos, Dreck und Lärm.

    Dafür muß man als Eltern auch die Zeit, den Raum und die Nerven haben, das auszuhalten. #wisch

    Mir geht das oft an meine Grenzen. Jetzt gerade zum Beispiel will ich eigentlich eine Pressemitteilung verfassen und recherchiere dazu im Netz. Aber weil hier seit zwei Stunden eine von J. organisierte Schatzsuche über drei Straßen und durch unser ganzes Haus verläuft, kann ich mich kaum konzentrieren und schreibe bei den Raben, wenn die Kinder mal wieder - in Schneematschstiefeln übrigens - durchs Wohnzimmer trudeln. Papier brauchen. Kurz kuscheln wollen. Oder mich fragen, warum die Kartoffelbatterie nicht funktioniert.

  • dass der stumpfe Konsum von mir im jungen Erwachsenenalter exzessiv nachgeholt wurde

    Das beunruhigt mich nicht. Wenn sie als junge Erwachsene stundenlang zocken wollen - okay. Von mir aus auch ab 14, als Jugendliche,

    Danke, dass Du das schreibst, denn es hilft mir, Dich zu verstehen. Denn tatsächlich ist das eine meiner Ängste.

    Was nicht heisst, dass meine Kinder unkontrolliert zocken. Ich habe einfach das Gefühl, durch das Anbieten und Bereitstellen von aus meiner Sicht sinnvollen und attraktiven digitalen Angebote (Stop-Motion, Fischer-Technik, Minecraft kreativ Modus) dieser Sorge vorzubeugen. Ob es funktioniert, weiß ich leider nicht, aber es verringert meine Angst.

  • aber zocken als Jugendliche*r ist doch nochmal was ganz anderes.

    ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich dagegen wappnen kann.

    das macht nämlich richtig spaß :)


    ich freue mich schon drauf irgendwann mit meinen kindern zusammen zu spielen

  • casa ich antworte Dir gerne später. Ich m,chte darüber noch ein bisschen innerlich reflektieren.


    Ti.na wirklich ernsthaft: bitte hilf mir, zu verstehen, was ist für Dich der Unterschied ist, ob ein "Jugendlicher zockt" oder ein 7-jähriger Spiele wie Schach, Wort-Guru, Zug-um-Zug, Akinator, Rummy-Cup, Minecraft kreativ, Sagrada, Ganz-schön-clever, Welt-Geographie und hin und wieder auch Brawl-Stars digital spielt (ich habe jetzt relativ vollständig die Spiele Palette meine gerade 8-jährigen runtergetippt, das war sich auch schon vor 6 Monaten).

  • PaulaGreen Ich bin zwar nicht Tina, aber auch für mich macht das Alter einen Unterschied. Kinder sind doch in einer ganz anderen Entwicklungsphase als Jugendliche. Das Urteilsvermögen und die Motorik sind anders, die sinnliche Erfahrung wichtiger, der körperliche Bewegungsdrang größer.


    Schach spielen meine Kinder (7 und 11 Jahre) übrigens auch, aber nur am Brett, und dabei geht es viel um das Miteinander, da wird gelacht und gehüpft zwischendurch, auch mal gerangelt, da ist eine ganz deutliche emotionale Ebene spürbar und die Beziehung steht im Vordergrund, nicht der nächste Schachzug. Da man Schach nur zu zweit spielt, ist es auch immer eine ganz besondere Exklusivzeit, wenn mein Mann oder ich uns mit einem der Kinder hinsetzen zu einem Schachspiel. Am Computer wäre das anders und, so meine ich, nicht annähernd "nährend" wie am Brett.

    Die anderen von Dir genannten Spiele kenne ich nicht, dazu kann ich nichts sagen.


    Jugendlichen gestehe ich da viel eher zu, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Freizeit verbringen wollen, und bestenfalls haben sie das Fundament einer genügend "realen" Kindheit, um dann auch besser in virtuelle Welten abtauchen zu können.

  • casa Mein Mann ist gerade seit einer halben Stunde damit beschäftigt, mit der Tochter ein Strategiespiel am Computer zu spielen. Es ist natürlich kein Brett zum anfassen und sie spielen nicht gegeneinander sondern miteinander, aber ansonsten sehe ich es ähnlich wie Schach. Sie sind sehr viel in Interaktion, unterhalten sich die ganze Zeit über die besten Strategien und sind beide emotional dabei, wenn etwas geklappt oder nicht geklappt hat. Ich kann darin nichts Negatives erkennen.