Herr-Herrn...mein Kind begreift es nicht

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  • Ich denk das An tatsächlich noch immer mit. Und verzweifele an "weil" und "denn". "weil ich hab noch Kartoffeln gekauft" - #kreischen (und verwende es selber oft genug falsch, sich selbst ertappen ist noch ärgerlicher als die Kinder zu belehren... #hammer)

  • Klärst du mich über "weil" und "denn" auf?


    Mir geht es mit "als" und "wie" so. In den meisten anderen Ländern gibt es die Unterscheidung wohl nicht, da wird nur "wie" gesagt. Deutsch ist schon manchmal komplizierter als (😅) es müsste.

  • lucky

    Ich kam zu spät, WEIL ich noch Kartoffeln gekauft habe.

    Ich kam zu spät, DENN ich habe noch Kartoffeln gekauft.


    Aber eben NICHT: Ich kam zu spät, weil ich habe noch Kartoffeln gekauft.

    LG, LilliMarleen


    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08

  • Mir geht es mit "als" und "wie" so. In den meisten anderen Ländern gibt es die Unterscheidung wohl nicht, da wird nur "wie" gesagt.

    Hast du mal ein Beispiel? Ich grüble an den Sprachen rum, die ich kenne, und bei den meisten passt das nicht, außer Französisch.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • "genauso wie"

    "anders als"

    So als schnelle Eselsbrücke. Passt jedenfalls meistens.

    Hier in meinem Umfeld gibt es allerdings eigendlich gar kein "als" mehr... und ich bin inzwischen fast so sehr assimiliert, dass ich auch oft genauso rede wie die Anderen #zwinker


    Edit: Oh sorry, ging ja um Fremdsprachen... da hab ich keinerlei Ahnung von #angst

  • Ich denk das An tatsächlich noch immer mit. Und verzweifele an "weil" und "denn". "weil ich hab noch Kartoffeln gekauft" - #kreischen (und verwende es selber oft genug falsch, sich selbst ertappen ist noch ärgerlicher als die Kinder zu belehren... #hammer)

    Ist das nicht einfach Dialekt?

    Auf schweizerdeutsch ist es jedenfalls korrekt so - "denn ich habe“ geht hingegen gar nicht. Und du musst ja nicht tadellos Schriftdeutsch denken, höchstens schreiben.

  • Anisp - mir klappen sich trotzdem die Fußnägel hoch, wenn ich "Blablabla, weil ich hab mir Bratkartoffeln gemacht." höre. Nee. "Weil ich mir Bratkartoffeln gemacht habe." Oder eben (hier auch eher unüblich) Blablabla, denn ich hab mir Bratkartoffeln gemacht. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, irgendwas mit Haupt- und Nebensätzen, ich glaub bei weil ist es ein Nebensatz, bei denn ein Hauptsatz, sicher bin ich nicht, aber meine Fußnägel erinnern mich sehr oft daran.


    Und wenn ich sowas erst mal im Kopf hab, wird es ein Spleen. Fragt meine Kinder, die rollen nur noch die Augen...

  • Also erstens wird es höchste Zeit dass auch das Deutsche sich endlich dieses elenden Kasussystems entledigt wie die meisten germanischen Sprachen das im Mittelalter bereits getan haben #freu (oh Gott ich hoffe der Genitiv ist richtig angewendet in diesem Satz? #gruebel ) und zweitens vermute ich, dass Herrmüller und Herrmeier für viele Kinder quasi Eigennamen sind und deshalb fällt das da nochmal besonders schwer...

    #super:D#freu#prost

    zwei tolle Jungs: 17 + 22 Jahre alt #banane

  • Mir geht es mit "als" und "wie" so. In den meisten anderen Ländern gibt es die Unterscheidung wohl nicht, da wird nur "wie" gesagt.

    Hast du mal ein Beispiel? Ich grüble an den Sprachen rum, die ich kenne, und bei den meisten passt das nicht, außer Französisch.

    Im Englischen ist das wie im Deutschen. As und than. Wird IMHO selten verwechselt.

    Liebe Grüße von Rafiki mit M1(*05) und M2 (*07)

  • Zum Thema Herr/Herrn: die meisten schreiben, dass das mit duzen/siezen etc zu tun hat. Ich vermute aber, es liegt an der n-Deklination, die vermutlich als erstes ausstirbt, wenn es, wie Anja schrieb, dem deutschen Kasussystem endlich an den Kragen geht. In meinem Umfeld zumindest haben viele Erwachsene die entsprechenden Endungen nicht mehr drauf. Das lässt hoffen.

    Liebe Grüße von Rafiki mit M1(*05) und M2 (*07)

  • Ich vermute aber, es liegt an der n-Deklination, die vermutlich als erstes ausstirbt, wenn es, wie Anja schrieb, dem deutschen Kasussystem endlich an den Kragen geht. In meinem Umfeld zumindest haben viele Erwachsene die entsprechenden Endungen nicht mehr drauf. Das lässt hoffen.

    Ich fände das tatsächlich schade #weissnicht. (Und das, obwohl ich zuhause Dialekt spreche und obwohl ich generell selbst genug Fehler mache, egal ob Hochdeutsch oder Dialekt.)

    Liebe Grüße, Silke




    Es gibt Wunder, die verlieren auch in der Wiederholung nichts von ihrem Zauber.

  • Mir geht es mit "als" und "wie" so. In den meisten anderen Ländern gibt es die Unterscheidung wohl nicht, da wird nur "wie" gesagt.

    Hast du mal ein Beispiel? Ich grüble an den Sprachen rum, die ich kenne, und bei den meisten passt das nicht, außer Französisch.

    Im Englischen ist das wie im Deutschen. As und than. Wird IMHO selten verwechselt.

    Oh, sorry, dann hab ich das falsch im Kopf gehabt und es war nur im Französischen so.

  • Ich vermute aber, es liegt an der n-Deklination, die vermutlich als erstes ausstirbt, wenn es, wie Anja schrieb, dem deutschen Kasussystem endlich an den Kragen geht. In meinem Umfeld zumindest haben viele Erwachsene die entsprechenden Endungen nicht mehr drauf. Das lässt hoffen.

    Ich fände das tatsächlich schade #weissnicht. (Und das, obwohl ich zuhause Dialekt spreche und obwohl ich generell selbst genug Fehler mache, egal ob Hochdeutsch oder Dialekt.)

    Also ich muss auch sagen, dass mich derzeit das häufige Fehlen des eigentlich gerade nötigen Akkusativs wahnsinnig macht. Nicht bei meiner Tochter (die das kann), sondern in Zeitungsartikeln, Nachrichten, Annoncen etc.

  • leandra, mir ist es auch gehäuft in Artikeln von Spiegel, Welt und co aufgefallen. Das fand ich schon auch krass, habe es mir aber teils durch schlechtes Lektorat erklären können. Wenn Beiträge unter Zeitdruck geschrieben und verändert werden, passiert das schnell. Und es gibt keine Endkontrolle mehr wie früher. Ich gehe davon aus, dass die AutorInnen eigentlich des Akkusativs mächtig waren.

    Liebe Grüße von Rafiki mit M1(*05) und M2 (*07)

  • Wenn die deutsche Sprache (und diverse andere auch) sich von etwas verabschieden sollte, dann wäre das die Zuweisung eines grammatikalischen Geschlechts an irgendwelche Dinge - oder kann irgend jemand mir logisch begründen, warum Teller männlich sind und Schüsseln weiblich?

  • Wenn die deutsche Sprache (und diverse andere auch) sich von etwas verabschieden sollte, dann wäre das die Zuweisung eines grammatikalischen Geschlechts an irgendwelche Dinge - oder kann irgend jemand mir logisch begründen, warum Teller männlich sind und Schüsseln weiblich?

    So findet jede Schüssel ihren Teller 🤣. Sorry, eigentlich brauche ich Karneval.