Ich will nicht mehr...

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  • Kochen!

    Seit gut 40 Jahren bin ich die, die kocht.

    Ich habe deshalb in mir drin entschieden, dass ich mein Soll erfüllt habe.

    Gesagt hab ich das noch nicht. Ob ich das umsetzen, weiß ich auch noch nicht. Es ist bisher nur ein Grummelgedanke, der immer lauter grummelte und nach einer Entscheidung verlangte. Die Entscheidung hab ich also innerlich getroffen.

    Und dabei musste ich feststellen, dass ein anderer, mir wohl bekannter Teil in mir anfing, vor sich hin zu grummeln. Dieser 50iger-Jahreteil suggeriert mir, dass das ja wohl nicht geht. Wie soll die Familie dann ernährt werden?

    Der kratzbürstige Teil in mir faucht dann zurück, dass bei 5 Erwachsenen Personen im Haus jemand anderes kochen könnte und mir das somit völlig egal sein könnte, denn schließlich....40 Jahre!

    Der 50iger Jahreteil suggerierte dann etwas von den armen Kindern, die ja zur Zeit mehr als 8 Stunden im Homeoffice verbringen, keine Freunde sehen können und überhaupt, was ich für eine Mutter bin. #wisch

    Kratzbürste fährt dann die Stacheln voll aus und schmettert dagegen, dass Frau arbeiten geht und danach noch Einkaufen und Haushalt hat.

    Dann gibt es noch den unterbelichteten fairen Teil in mir, der sich gelassen meldet und sagt, dass Ehedings auch Haushalt macht und einkaufen geht. Den Teil ignoriere ich weg, weil Kratzbürste nicht rational ist. #haare


    All diese verschiedenen Teile in mir verursachen beim Diskutieren wohl auch die dazu gehörenden Gedichtsausdrücke. Kann ich selbst nicht beurteilen, denn ich laufe ja nicht mit einem Spiegel vor der Nase herum. Aber meinem Ehefings fällt das auf. Denn er fragte mich vorhin, womit ich mich gerade gedanklich befasse bzw. mit wem ich gedanklich streite und lachte lauthals.

    "Schatz, ich glaube, es ist wirklich besser, wenn du das nicht weißt!"

    #cool

  • #freu


    Wieso macht Ihr nicht einen Plan, reihum die Woche ist jedes Haushaltsmitglied mal dran. Wie in einer WG.


    Viel Spaß beim Grummeln.#super

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • #freu


    Wieso macht Ihr nicht einen Plan, reihum die Woche ist jedes Haushaltsmitglied mal dran. Wie in einer WG.


    Viel Spaß beim Grummeln.#super

    Weil Kratzbürste sagt: "Vergiss es!"

    Den Plan können dann 4 Leute machen.:diablo:

  • Kommt auch besser hin. Pro Person zwei Wochentage, und am Sonntag backt noch einer einen Kuchen. Guter Plan.#top

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Wir machen das seit einiger Zeit so, dass an zwei Abenden in der Woche ich fürs Abendessen zuständig bin und am Wochenende mein Mann. An einem Abend bestellen wir was, und an den anderen beiden Abenden kocht jeweils ein Sohn.

    Geplant wird einmal pro Woche, da bin ich immer beteiligt (um auch mal was anderes als Nudeln und Würstchen zu bekommen), und die Herren sind reihum an der Reihe. Wir machen dann gemeinsam eine Einkaufsliste, und mit dem Einkaufen wechseln die Söhne und ich uns ab.

    Das läuft ziemlich gut, und die innere Kratzbürste hat sich mittlerweile abgeregt.

    Mich hat tatsächlich das Planen fast genauso genervt wie das Zubereiten, und am Schlimmsten war es immer ohne Plan, weil ich da an jedem verflixten Tag von Neuem überlegt habe, was es denn zu essen geben könnte.

  • #finger Du machst den Plan,

    und vier Leute kochen.

    Kichert hier irre vor sich hin.

    Also........das Ehedings stellt sich dabei echt an. Klar könnte der lernen, wie man kocht, will er aber nicht. Also jammert man, bekommt weidwunde Augen oder bestellt kurzerhand was zum Futtern. Wahlweise zitiert wr dann auch einen, zwei oder alle drei seiner noch hier lebenden Kinder und delegiert das weiter. Es gibt kein Problem.


    Azubi mit Schichtarbeit wird mit seinen Geschwistern diskutieren bis zum Erbrechen und notfalls schneller als geplant ausziehen . Problem gelöst.


    Flummi, der Schussel der Familie, wird es die Hälfte der Zeit einfach vergessen. Es muss schön sein, wenn man sich so in eine Wohlfühlblase verlegen kann. Problem gar nicht vorhanden.


    Und Madame wird 3/4 des Tages vor sich hin zicken, dass es immer sie trifft. Unabhängig davon, ob das tatsächlich so ist oder nicht. Sie zelebriert diese Zickerei mit Worten wie "Diskriminierung", "Genderkacke" oder das Standardwerk "Scheiß Brüder!!!". Problem durch ein anderes ersetzen.


    Kann ich das überleben?

    Es gibt sicher einen guten Grund, dass ich zwar innerlich der Kratzbürste recht gebe, aber alles noch drinnen lasse

  • Ich bin da ganz bei Dir, ich hab auch so ne innere Kratzbürste die sehr ähnliche Gedanken hat. Allerdings sind meine Kinder noch jünger und mein 50er Jahreteil noch viel viel lauter als die Kratzbürste.

    Der faire Teil wird gerade ziemlich mundtod gemacht, vor allem morgens (ich steh immer allein mit den Kids auf) und am Wochenende (Göttergatte verbringt jedes viele Stunden im Stall und in der Badewanne). Und mittags, wenn der Göttergatte im Homeoffice Zeit hat, laufen zu gehen anstatt wie ich sich ein Mittagessen aus den Fingern zu saugen.

    Ähm ja, ich bin ziemlich p***** im Moment.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Trau dich !!!

    Ich hab vor 6 Wochen mal in einem Nebensatz gesagt, dass ich die elendige Kocherei soooo dick hab. Meinem Mann war das gar nicht wirklich bewusst. Seitdem kocht mein GöGa, Homeoffice sei dank ! Und er tut es mit Begeisterung und probiert laufend neue Gemüsesachen aus. Und diese werden sogar von den Kindern gegessen. 😳

    Also nur Mut !

    Selbst mein Papa muss nach 41 Ehejahren nun 3x pro Woche kochen, nachdem meine Mama ihm neulich erklärt hat, dass er nun als Rentner dafür ausreichend Zeit hat. 😉


    Edit:

    Am Anfang hat mein Mann es sich auch leicht gemacht und es gab Hauptsächlich Fleisch/Würstl und Nudeln. Da haben ihm die Großen aber schnell erklärt, dass sie mind 5 Tage vegetarisch wollen und seitdem tobt er sich echt bei Chefkoch aus. 😍

    Nr. 1 Sommer 06 - Nr. 2 Herbst 08 - Nr.3 Frühling 11 und Nr. 4 Herbst 13 #herzen

  • Eben bin ich auf diesen Thread gestossen und das ist sowas von mein Thema! Ich mag kochen hier überhaupt nicht. Jeder mag was anderes nicht und es ist einfach nur Quälerei. Hier zu lesen hat mir jetzt den Schubs gegeben das für mich in meiner Familie zu klären. Danke für die super Anregungen hier dazu. #danke

  • Gute Idee. Sobald Corona uns lässt

    Nöö! Jetzt schon. (Spazierengehen, Yoga, was auch immer mit den Händen machen, nix tun, meditieren ( nach einem Witz ist das ja rumsitzen und nix tun;)), malen nach Zahlen oder diese kleinen Vierecke ausmalen mit schönen Farben, oder, oder, oder. Dir fällt schon was ein#super)

    Guck mal, was da unter Deinem Nick steht......

  • Danke für den Thread! Motiviert mich, die Bande mal einzuspannen. Mein Mann und ich teilen uns das Kochen, aber das leidige "Was gibt's zu essen"-Thema verdirbt mir auch oft jeden Spaß am Essen. Passt nicht ganz zu "ich will nicht mehr kochen", aber zum Thema jeder will was anderes:




    Die Idee mit dem Wochenplan find ich aber gut, das werd ich mal reaktivieren. Das hat mich irgendwann nur noch gestresst, weil es dann doch nicht so umgesetzt wurde und die Zutaten für das Mittwochsgericht schon am Dienstag aufgefuttert wurden etc.

  • Kocht Ihr etwa immer noch "ekelhaftes Essen" (um meine fünfjährige zu zitieren)?


    Ich dachte das lernt man irgendwann...


    Zitat

    Mama, warum kochst Du schon wieder so was ekelhaftes?

  • Kochen kann man lernen - hat mein Großvater noch mit über 80 gelernt, als meine Oma krank wurde und dann starb.


    Bei 5 erwachsenen Personen im Haushalt käme ich nie auf die Idee, immer zu kochen (mache ich so schon nicht, weil entweder Tochter oder Mann kochen, die sind dank Homeoffice und tw Distance learning derzeit einfach mehr daheim als ich).


    Du musst ja sicher auch arbeiten? Seid ihr alle im Homeoffice? Ich würde einfach mal nichts kochen und schauen, was passiert.

  • Genau mein Thema! Aber Corona hat bei uns da schon ein klitzekleines bisschen was bewegt. Einmal die Woche ist mein Mann zuständig für Homeschooling und damit auch Mittagessen. Er kocht ungern und - ganz ehrlich - eher grottig... #angst Aber mittlerweile gibt es wirklich zwei. drei Standard-Dinge, die hinhauen und die man essen kann. Die gibt es seither in Rotation. Ich klinke mich an den Tagen aus und esse auswärts, die Kinder haben es bisher überlebt. Ich finde es übrigens immer wieder bewundernswert, mit welchem gelassenen Größenwahn ein Mann an das Projekt "Mittagessen" rangehen kann #freu Klar, irgendwann werden Nudeln mit Soße langweilig, aber er plant dann halt gleich mal 3-Gang-Menüs und wundert sich, dass es halt doch extrem stressig ist, parallel zu schauen, dass die Beilagen nicht verkochen, fünf Schnitzel zu panieren und den Nachtisch vorzubereiten...

  • Ich hab das umgekehrte Problem - hier kochen 3 von 4 Leuten gerne und ich darf nie nie nie wenn der Mann zu Hause ist. Kochen ist sein Hobby. Corona soll weggehen, dann hab ich endlich wieder die Herdhohheit, wenn sie außer Haus sind. Die Tochter schubst mich auch gerne vom Herd weg und will selber kochen, der Sohn kommt auch langsam auf den Geschmack. Rührei kann er schon, wenn das keine Leistung ist #lol . Ich hab keine Chance.