In-Game-Käufe Apps erlauben?

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Rabeneltern.org-Team
  • Shevek

    Ich habe Brawlball versucht. Ich kann das nicht. Zu alt und Reaktionsvermögen zu schlecht. Auch fummelig in der Handhabung beim Controller der Handy App.


    Die Brawler sind aber wirklich süss. Es wirkt sehr harmlos. Durch die Vernetzung der Kids entsteht aber harter Wettbewerb beim Sammeln.

    Die können so Teams/Gruppen mit Freunden bilden und dann ihre gesammelten Brawler präsentieren.

    Panini Bildchen für größere Kids.

  • Brawlstarszukäufe waren hier auch ein Riesenwunsch. Wir hatten so einen Kauf dann erlaubt mit der Bedingung, noch eine Nacht drüber zu schlafen - ist ja sein Geld. Da kam der 13jährige Bruder ins Zimmer und meinte nur, als er das Thema mitbekam: "für so einen Scheiß willst du Geld ausgeben?" Und das Thema war gegessen. Peargroup at work.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Nein, das waren definitiv normale Apps aus dem App-Store! Es war halt der Unterschrift zwischen Apple und Android: Apple musste man die Apps kaufen und hatte dann Ruhe, auch keine Werbung in den Apps und Android war (vordergründig) kostenlos, dafür war in fast jeder App Werbung und ingame-Käufe. Ich weiss aber nicht, ob das bei Apple immer noch so ist.

  • Zudem die Vernetzung mit diversen Influencern, die diesen Hype weiter anheizen.

    Wir reden da permanent drüber, aber die Kinder stehen weiterhin auf Lukas, Paluten, Jojonas & Co.

    Diese Influencer arbeiten , indem sie spielen. Egal, ob man lieber was anderes zocken will, egal, wie das Wetter ist, egal, ob Wochenende, Urlaub, Geburtstag der Freundin, je nach Channel muss jeden Tag ne Folge gedreht werden und das dauert. Und wenn man in den Urlaub will, braucht man genug Material, um wenigstens paar Tage zu überbrücken und dann muss man am besten, je nach Spiel, um größere Events rum planen. Und wenn man nicht genug Clicks bekommt, ist es mitm influencen recht schnell vorbei.

    S. Fand das auch erst ganz cooles Leben, seit sie um 3 Ecken rum einen dieser Typen privat kennen gelernt hat, ist es eher nix mehr. War übrigens privat ein netter Typ, völlig ohne Starallüren, aber sein Leben dreht sich halt um ein Spiel für kleinere Teens.

    Und sie zahlen die Summen im Spiel halt nicht privat, das ist der grosse Unterschied zu ihrer Zielgruppe...

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Dann hat der ApplStore die kostenlose Spiele nicht angeboten, ok.

    Du bekommst aber auch die Spiele, für die man offen zahlt und dann ist Ruhe auch bei Android, Ich habe nur keine Lust dafür Geld auszugeben.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Viper11 nee, die Apps sind mittlerweile sehr durchdrungen von InApp-Käufen und zwar unabhängig von der Plattform. Apple ist da nicht besser. MIt einem alten Handy sind die Spiele dann schlicht nicht installierbar, was das Problem dann nur nach noch weiter vorne schiebt, aber nicht verhindert.

    Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!


    Aber es hilft ungemein, wenn man ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten Wasser gibt, ab und an etwas Dünger und gute Erde zur Verfügung stellt und ihm Schatten spendet wo die Sonne zu stark scheint


  • die Apps sind mittlerweile sehr durchdrungen von InApp-Käufen und zwar unabhängig von der Plattform. Apple ist da nicht besser.

    Genau. Die Kinder haben abgelegte iphones, ich Android. Das Geschaeftsmodel ist aber auch echt sowas wie eine Goldgrube, in der das Gold schon in Barren rum liegt...

  • Meine dürfen sich pets für adopt me bei Roblox auf Ebay kaufen. Ich rede mir schön dass ich die wieder verkaufen kann wenn sie mal damit durch sind :P.

  • Aus gutem Grund gibt es mittlerweile initiativen die eine „Suchtbewertung“ bei der FSK Freigabe von Spielen fordern, insbesondere mit Fokus auf der Notwendigkeit von in-app K äufen. Diese Spiele sind darauf designt, den Spielern bewusst massiv Geld aus der Tasche zu ziehen und das in einer Form die es so im Reallife nicht gibt. Daher finde ich den bestem Vergleich zum Real Life für manche dieser Spiele eigentlich Alkopops, die ebenso einen ganz niedrigen Einstieg in Suchtgefahr bieten.


    Die Verantwortung für die Nutzung dieser Spiele mit in App Käufen allein auf die Eltern abzuschieben ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen und hat nichts mit digital vs analog zu tun. Hier gehört zumindest die FSK Freigabe angepasst wenn nicht das Geschäftsmodell verboten.


    Mondschein vielen Dank für deinen Bericht. Wie kamt ihr denn an die Suchtberatung? War das aufwendig?

    mit zwei Jungs (2010 und 2012) schon lange nicht mehr mit tapatalk unterwegs aber endlich wieder mit laptop im Forum

  • Erlaubt ihr euren Kindern solche Käufe? Wenn ja, warum oder warum auch nicht.

    Nein, erlaube ich nicht. Ich spiele selbst ein Spiel bei dem einige Challenges ohne gekaufte Character, tools etc nicht machbar sind. Gekauft habe ich noch nie etwas, denn das ist ein Fass ohne Boden. Und das vermittle ich auch meinen Kindern.

    Das kann ich fast unterschreiben, allerdings ist es hier mein Mann der ein solches Spiel spielt.


    Und es kommt hinzu, dass wir keine Smartphones haben. Gezockt wird hier am PC oder an einer der Konsolen. Unter der Woche gar nicht und am Wochenende und in den Ferien mehr oder weniger frei (nur abends ist begrenzt und Bewegung ohne Zocken muss auch sein).

    Da geht es hier dann nur drum ob sie sich DLCs kaufen dürfen oder ein Spiel bei Steam runterladen. Das können sie von ihrem Geld machen.

    Als es in den Klassen losging mit den Smartphones, durften sie auch die Spiele, die die anderen gerade spielten auf das Tablet laden. Das haben sie einmal gemacht und dann das Interesse verloren.


    Bei so Spielen mit In-App-Käufen lege ich allerdings Veto ein, wie auch bei Fortnite (und nein, da geht es mir nicht um den Ballercharakter. Ich habe früher selber Doom und andere (die dann sogar auf dem Index gelandet sind) gespielt) Das können sie gerne machen, wenn sie 16 sind, bis dahin habe ich das Vetorecht. Da sie wissen, dass sie im Vergleich zu ihren Klassenkameraden viel dürfen, ist das auch ok so. Fortnite war hier sowieso kein Thema im Sinne von will ich auch, da haben wir einfach so drüber gesprochen.

    Wir reden viel über Spiele und dass es halt manche gibt, mit denen vorrangig Geld verdient werden soll und da dann auch alle psychologischen Tricks ausgeschöpft werden, um die Spieler bei der Stange zu halten; und Spiele, in denen echtes Herzblut drinsteckt, die komplex und durchdacht sind.

    Hier gehen die Beiden unter der Woche oft spazieren und besprechen dabei Strategien für´s Wochenende oder berechnen irgendwelche Sachen. Ich finde ein gutes Spiel spielen ist wie ein gutes Buch lesen...

    LG
    von Miramis mit Pata (2006) und Pon (2009)

  • Brawlstarszukäufe waren hier auch ein Riesenwunsch. Wir hatten so einen Kauf dann erlaubt mit der Bedingung, noch eine Nacht drüber zu schlafen - ist ja sein Geld. Da kam der 13jährige Bruder ins Zimmer und meinte nur, als er das Thema mitbekam: "für so einen Scheiß willst du Geld ausgeben?" Und das Thema war gegessen. Peargroup at work.

    :D Mein Mann kam letztens auch in Versuchung... da gab es wohl ein Superangebot, allerdings für Andermant. Er fragte nach meiner Meinung und ich nur: „das sind doch die Dinger, die du bekommst, wenn du da rumläufst?! Und da willst du echtes Geld für ausgeben?? ICH würde lieber einen Döner kaufen!“ :D Thema erledigt...

    LG
    von Miramis mit Pata (2006) und Pon (2009)

  • Problematisch wegen Corona ist auch, dass die Kinder kaum Gelegenheit haben, ihr Taschengeld in der realen Welt auszugeben.

    Was sollen sie machen? Es zu Al.di tragen?


    Ich beobachte es wirklich mit Sorge, wie sich das Leben der Kinder jetzt mit Corona ins Virtuelle verschiebt. Letztens war so ein Regentag und ich bin ja eher streng mit Zeitlimits für Zocken. Da gingen beide Kinder zu unterschiedlichen Freunden und erzählten später, dass sie dort den ganzen Nachmittag verzockt haben. #hmpf


    Aber was sollen sie auch gross tun in diesen Zeiten?

  • In App Käufe über Konto kaufen ist verboten, damit sie nicht mein Geld unbemerkt raushauen.

    Bei einem Kumpel haben die Eltern nicht aufgepasst und er hat 200 € bei Brawlstars gelassen...#kreischen

    Krass, aber ja, das geht schnell. Habe heute mal geschaut, was die großen Brawler so kosten. Das ist wirklich ein Fass ohne Boden. #eek

    Das kann ich leider toppen#flop Der beste Freund meines Sohnes hat 800€ bei brawl stars geschafft, weil es automatisch zu bezahlen ging.

    Unser 13jähriger gibt sein Taschengeld gern für fortnite Skins aus. Reden tun wir viel darüber, aber naja, früher waren es Pokémon etc. Sammelkarten, so viel besser fand ich das auch nicht.

    Die 10jährige kauft hin und wieder Robux für adopt me. Sie teilt sich ihr Geld aber sehr gut ein für verschiedene Dinge, die sie haben möchte, spart auch, wenn nötig, da hab ich null Bedenken und seh keinen Suchtfaktor, ihr Berufswunsch: Bänkerin#freu


    Edit sagt noch, dass die Kinder nicht automatisch bezahlen können, das ist bei uns in jedem Gerät doppelt gesichert.

  • Was wäre dein Weg damit umzugehen? Also echtes Interesse.

    Begleiten. Sprich: lass es dir mit echter Neugier und ohne Vorverurteilung zeigen. Versuch, seine Begeisterung erstmal nachzuvollziehen, komm in seinem Revier in Kontakt mit ihm. Sprich mit ihm über die Mechanismen hinter dem Spiel, über Addictive Design, den Unterschied zwischen Gratisgames und Kaufspielen, In-Game-Käufe und die Anreize. Evtl gibt es ja gute Kaufspiele (=oft ohne In-Game-Käufe) als Alternative? Oder er möchte selbst als Projekt rausfinden, wie viel Geld und Zeit er da verwendet? Dann sucht gemeinsam nach einem passenden Tracker im App Store - und wieder lernt er den Umgang mit dem Medium.

    Wie findet man gute Kaufspiele, ohne in-Game-Käufe?

  • Was wäre dein Weg damit umzugehen? Also echtes Interesse.

    Begleiten. Sprich: lass es dir mit echter Neugier und ohne Vorverurteilung zeigen. Versuch, seine Begeisterung erstmal nachzuvollziehen, komm in seinem Revier in Kontakt mit ihm. Sprich mit ihm über die Mechanismen hinter dem Spiel, über Addictive Design, den Unterschied zwischen Gratisgames und Kaufspielen, In-Game-Käufe und die Anreize. Evtl gibt es ja gute Kaufspiele (=oft ohne In-Game-Käufe) als Alternative? Oder er möchte selbst als Projekt rausfinden, wie viel Geld und Zeit er da verwendet? Dann sucht gemeinsam nach einem passenden Tracker im App Store - und wieder lernt er den Umgang mit dem Medium.

    Wie findet man gute Kaufspiele, ohne in-Game-Käufe?

    Also für Apple gibt es z. B. im AppStore die Spalten Spiele-Charts (gekauft), da sind viele Spiele ganz ohne In-App-Käufe. Wobei wir immer schauen, was denn genau dazu angeboten wird. Sind es Erweiterungen finde ich es jetzt nicht so schlimm.

    Ich denke, es gehört auch dazu, dass man sich die Zeit nimmt und in Ruhe durchliest, was das für ein Spiel ist. Wir schauen auch immer ob wir so im Netz noch was zu dem jeweiligen Spiel finden.

    LG
    von Miramis mit Pata (2006) und Pon (2009)

  • Bei Apple kann man auch „Arcade“ abonnieren, dann hat man Zugriff auf eine ganze Reihe (180?) kostenloser Spiele ohne in-app-käufe.

    Kostet glaube ich 4,99€, es gibt einen kostenlosen Probemonat.

    Es waren ein paar ganz nette Sachen dabei (aus Sicht der greisen Mutter...)

    I feel like procrastinating... but I think I'll wait.

  • Wie findet man gute Kaufspiele, ohne in-Game-Käufe?

    Allgemein weiß ich dazu nichts, meinem 15-jährigen fallen zu Spielen ohne in-App-Käufe, die er mag, Minecraft und Terraria ein.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05