Kleinkind 21 Monate nachts Abstillen, tags weiter stillen + Langzeitstillen Rückversicherung

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  • Nur noch zum Aufwachen irgendwann zwischen 6 und 7. Aber das ist für mich total ok.

    Ha! Jetzt, wo du's sagst, fällt es mir wieder ein: Das war bei mir der Grund für Qs Abstillen morgens: Dass er mich dafür auch am Wochenende geweckt hat. Darauf hatte ich irgendwann dann keinen Bock mehr. Danke fürs Erinnern :)

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Nur noch zum Aufwachen irgendwann zwischen 6 und 7. Aber das ist für mich total ok.

    Ha! Jetzt, wo du's sagst, fällt es mir wieder ein: Das war bei mir der Grund für Qs Abstillen morgens: Dass er mich dafür auch am Wochenende geweckt hat. Darauf hatte ich irgendwann dann keinen Bock mehr. Danke fürs Erinnern :)

    Bei mir ist es eher so, dass wir dann, wenn es eher früher ist (also zwischen halb 6 und 6) noch gemütlich weiterschlafen, und wenn es später ist (so gegen halb 7) noch ein paar Minuten liegen bleiben können und ich nicht sofort aufstehen muss.


    Also bei uns führt das frühmorgendliche Stillen eher zu länger schlafen bzw. länger im Bett liegen können.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich habe mit ca. 21 Monaten nachts abgestillt, weil es nur noch Genuckel war und das alle 1 1/2 Stunden. Ich habe auch erstmal das Einschlafstillen beibehalten und dann erst wieder wenn es hell ist und stattdessen dann Nachts Wasser und Kuscheln angeboten. Drei Nächte hat es gebraucht bis er es auch annehmen konnte, vorher war er sehr wütend und auch eingeschnappt. Danach reichte der Hinweis aufs hell werden.

    Tagsüber war dann noch mal extrem viel Stillen, mit 23 Monaten hat es sich dann irgendwie ausgeschlichen, da hätte ich bei meinem Stilljunkie im Leben nicht mit gerechnet, zumal er kurz vorher extrem viel gestillt hatte.

  • wir hatten mit 2,5 auch die eine Zeit mit nächtliches Dauergenuckle, das war für mich mit wenig Schlaf verbunden. Ich habe dann weitestgehend Nachts abgestillt. Ich habe meinem Kind erzählt das die Brust in der Nacht jetzt auch schlafen will - klar gab es Protest und Tränen, aber nach 14 Tagen war es ganz gut ausgestanden. . Es wurde zum Einschlafen gestillt und zum Aufwachen, dazwischen gab es aber dann oft Wasser aus einer Trinkflasche. natürlich gab es manchmal ein paar Ausnahmen. Er schlief dann auch längere Zeit am Stück, weil das Wassertrinken nicht so dringend war.richtig abgestillt habe ich ihn dann ein Jahr später.

  • Hier hat es nicht geklappt.

    Der Versuch war reiner Kampf, das kind ließ sich nachts nur durch massives kuscheln, schaukeln, tragen knapp beruhigen. Und es wurde nicht besser. Wasser/ Flasche ging gar nicht.

    Hier ging nur annehmen und durchhalten, es für mich so einfach wie möglich machen.

    Und irgendwann wollte das kind nachts weniger, dann gar nicht mehr.

    (Das soll keine Empfehlung sein, das Zahnfleisch ist eigentlich nicht zum drauf gehen gemacht. Nur als Hinweis, dass man manchmal einfach noch keine Chance hat.)

  • Das hat auch bei uns nur beim letzten Kind geklappt und 3s wurde auch am längsten gestillt #angst

    . Wir haben auch schon stillen und dann Wasser trinken eingeführt d.h das war ein fließender Übergang. Letztendlich wollte das Kind auch seinen Durst stillen und das ging mit Milch auch nicht mehr so gut.

  • Ich kann keine Tipps geben, sehe aber, dass ich keinen neuen Beitrag rund um das Thema aufmachen muss und wir hier in bester Gesellschaft sind. #prost Und kann einen Lagebericht beisteuern, an dem man sieht, dass es anderswo nachts ebenfalls so unzufriedenstellend zugeht.


    Hier: Racker ist 22 Monate alt, nachts ab etwa 12 alle 1 1/2-2 Stunden wach und nur durch Stillen zu beruhigen. Wird nicht gestillt, hält es bestenfalls 15 Minuten. Außerdem sitzt er dann gleich und rudert schlaftrunken mit den Ärmchen. Wieder umlegen wird entweder gar nicht akzeptiert oder sorgt auch nur für die 15 Minuten Ruhe bis zum nächsten Sitzen. Das eigentlich Anstrengende ist, dass er seit ein paar Monaten nicht einfach mal kurz 1-2 Seiten trinkt, sondern wahlweise vielfach die Seite wechseln will und sich auch nicht zum bleiben oder Schnulli überreden lässt. Oder dann doch gar nicht mehr loslässt und dauernuckeln will (ablösen wie früher auch nicht mehr ohne Kampf). Dazu kommt, dass seit der neuen Schwangerschaft (Termin soll im November sein) all das schmerzhafter ist. Insbesondere nachts und im Liegen dockt er noch dazu nicht mehr optimal an und zieht alles lang, egal, was ich mache. Im Sitzen geht es besser, aber ich will nicht die halbe Nacht sitzen, dazu fehlt mir die Energie. Beide Seiten geben, ohne den nuckelnden Racker auf die andere zu hieven, klappte mal ganz gut. Ist durch die neuen Schmerzen aber auch keine große Freude mehr. Außerdem bereitet mir die Technik nun im Fall von Dauernuckeln Hüftschmerzen. In fast allen lagen also momentan nachts schmerzhaft. Da kann ich auch nicht einfach selbst weiterschlafen.

    Je öfter ich ihn erfolglos bitte/auffordere, nach einer gewissen Zeit abzudocken, desto wacher wird er eher (es sei denn, er wäre eh gerade vor dem Einschlafen) und alles zieht sich in die Länge. Einvernehmliche Stillzeitverkürzung ist also auch nicht...

    Mehr Kissen im Bett für andere Lagerung - auch keine Lösung. Ich habe so schon kaum Platz bei 1,60m, wenn er sich aus dem Beistellbettchen rüberrollt. Mehr Platz ist erst ab Sommer in neuem Bett in Sicht - dann folgt aber auch bald Baby 2.

    Typ Gespräch und Verständnis für Stillpausen oder kürzeres Stillen ist der kleine Herr Racker auch nicht. Im Zweifel sagt er artig „ja!“ und brüllt sich wach, sobald er die tatsächlichen Folgen spürt.

    Papa ist ausschließlich eine kurzzeitige Alternative, wenn eh schon Hopfen und Malz verloren und der kleine richtig Kerl wach ist. Papa hat außerdem noch das Problem, dass er schlechter als ich wieder einschlafen kann, sodass er mit Pech die halbe Nacht wach liegt. Das Gästesofa hat aber derzeit Macken, Sodass dein Umzug auf das Gästebett auch nicht für wesentlich besseren Schlaf sorgt.


    Ich bin langsam mit meinem Latein am Ende und die Augenringe werden tiefer. Ich frage mich, wie das erst mit zweien werden soll. Zumal tags mit dem Baby schlafen dann ja auch flach fällt, wenn der Große daheim ist. Insofern denke ich auch übers Abstillen nach, bin aber eigentlich nicht bereit, weil es ihn noch so sichtlich entspannt und er auch immer noch nicht wirklich mit Mampfbegeisterung isst.


    Hoffnung gibt mir, dass es bei manchen um 2 1/2 einen Wendepunkt gibt.


    Hach ja... #hammer Jedenfalls, Murmelchen, ich verstehe dich absolut und reiche ein paar Kilo Kaffee und Schokolade! Wenn du überzeugt bist, würde ich es mal mit einem sanften Nacht-Abgewöhnung probieren - es gibt ja Kinder, die nach 3 Tagen einverstanden sind. Wenn das nicht klappt, auf einen Dauerprotest rausläuft und man merkt, dass es für das Kind ein wirkliches Problem ist, würde ich dann aber auch wieder abbrechen, solange der Leidensdruck noch nicht groß genug ist. Das ist meine Quintessenz aus allem, was ich jetzt zum Thema gelesen habe.

  • ich setz mich Mal dazu. Um 4.35 Uhr. Seit 2,5 Stunden wach, während das 20 Monate alte "Stillbaby" tief und fest nach dem stillen weiterschläft.


    Ich will gar nicht mit stillen aufhören, aber mir tut so vieles weh an meinem Körper und einfach mal wieder nach meinem Rhythmus schlafen... Was wär das schön!

  • Ich habe die Tochter nachts mit 18 Monaten abgestillt, und tagsüber stillten wir, bis sie dreeinhalb war (wenns nach ihr ginge, würde sie vermutlich heute noch stillen ;) . Das Abstillen war kein Spaß und es hat einige Nächte gedauert, bis sie es akzeptiert hat. Ich habe das mit ihr allein ausgemacht (also ohne Papa), das schien mir richtiger - ich wollte ja auch noch für sie da sein


    Ich kann dir berichten, wie ich es gemacht habe: Ich habe mir einen festen Zeitraum gesetzt, an dem ich nicht stillen wollte. Zunächst war das nicht die ganze Nacht, sondern zunächst von 10 bis 2. Das Tochterkind hat alle einandhalb Stunden gestillt, natürlich war da viel Wunsch von ihr in der Nacht... aber da ich für mich selbst so klar hatte, dass ich nachts abstillen wollte, ging das auch. Ich habe ihr immer wieder erklärt, die Brüste schlafen - wir schlafen jetzt auch, und morgen, wenn es wieder hell wird, sind auch die Brüste wieder wach. Die Trauer, die das ausgelöst hat, habe ich versucht, mit viel Kuscheln auszugleichen... das ging nicht so besonders gut, aber es ging irgendwie. In der nächsten Nacht hab ich den Zeitraum etwas erweitert, danach noch mehr, und nach einer Woche war das Thema ausgestanden, und, tatsächlich, mein Ständig-wach-Kind schlief jetzt mehrere Stunden am Stück, und auch ohne Brust wieder ein, es war ein Segen. Trotzdem war es hart, und ich wäre sicher eingeknickt, wenn ich nicht gute Gründe gehabt hätte.

    Ziemlich genau so haben wir es auch immer gemacht. Waren jeweils 2-3 sehr unruhige Nächte, danach wurde es besser.

    LG, LilliMarleen


    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08

  • Ich habe auf "einmal morgens, einmal abends" reduziert, als es mir mit den Nächten zuviel wurde. Meine Grosse war da etwa 2,5 Jahre alt. Hat funktioniert, obwohl ich dazu noch ein 3monatiges Vollstillbaby hatte.

  • Hallo Gänsiblümich

    Ich habe irgendwann hier im Thread aufgehört zu lesen, nachdem die ganz schlimmen Nächte bei uns ein Ende hatten und ich mich immer noch nicht zum Abstillen bereit fühlte #angst

    Daher hab ich auch deinen ausführlichen Leidensbericht gestern erst gelesen.#knuddel

    Danke auch für die viele Schokolade, der Kaffee wäre an mich allerdings verschwendet :D

    Bei dir hörte sich das ja mit den ganzen Schwangerschaftsauswirkungen auch richtig fies an! Ich hoffe es war zwischen durch noch mal besser als Ende Mai?


    Ich wäre so langsam auch mal bereit, das Abstillen nachts anzugehen. Es ist zwar im Moment nicht so richtig furchtbar, aber ein bisschen mehr nach meinem Rhythmus schlafen wird für mich gerade ein immer größeres Thema. Ich bin jetzt auch schwanger, (9. Woche erst, so frisch dass ich mich nur halb traue das überhaupt schon zu schreiben) und denke wirklich ein paar Monate etwas entspannter schlafen bevor dann ein Neugeborenes kommt, würde sich echt gut anhören.

    Jetzt hatte das Murmelchen gerade Borreliose und das hieß für uns eine Woche stationär im Krankenhaus und eine weitere Woche noch mal jeden Tag hin, das war natürlich für uns alle ein ganz schöner Kraftakt und für sie natürlich besonders hart, jetzt wollte ich sie erst mal wieder ein bisschen im Alltag ankommen lassen vor ich mit sowas komme. #schäm Aber da wir seit kurzem auch ein Zimmer frei haben, in dem ich ungestört schlafen könnte, für den Fall dass meine Abwesenheit im Bett es für sie leichter macht, fühle ich mich eigentlich gerade sehr optimistisch das ganze Thema bald anzugehen.

    Ich bin also in Gedanken bei dir, schreib gerne wie es läuft!

  • Huhu! Jetzt schaffe ich es auch hier wieder. Oh wei, da habt Ihr ja auch eine ganz schöne Geschichte hinter euch (oder noch am laufen). Ließ es sich denn gut behandeln, geht es den Umständen entsprechend gut?


    Und dann erst mal - wie schön! #knuddelich halte die Daumen, dass alles gut weiter läuft! 🙂🙂


    Die Schwangerschaftsauswirkungen sind hier ein bisschen besser geworden. Es ist weniger schmerzhaft. Aber unangenehm ist es oft trotzdem noch. Ich glaube, es liegt auch dran, dass der Kleine, wenn er nicht am zarten Einschlafnuckeln ist, inzwischen richtig fest saugt. Manchmal will er dann auch wirklich etwas trinken und nach einem angebotenen Wasser wird es sanfter. Aber leider nicht immer. Am problematischsten für mich ist es, wenn er noch rastlos ist, dann nuckelt er extrem, aber es beruhigt dennoch noch nicht und ist dann unangenehm ohne einen wirklich positiv Ruhe stiftenden Nebeneffekt .


    Was toll ist: irgendwann um August hat er angefangen, gelegentlich durchzuschlafen. Vielleicht jede zweite oder dritte Nacht, kurze Aufwacher am späten Abend nicht mitgezählt, während wir gerade noch so wach sind. Was wiederum nicht so toll ist, ist, dass wir jetzt wieder eine Phase haben, in der er alle paar Nächte zwar nur einmal aufwacht, dafür aber 1/2 (selten) bis eher zwei volle Stunden am Stück(Regelfall). Er weint manchmal am Anfang, manchmal nicht. Hat meist früher oder später Hunger. Ist dann durchweg ganz niedlich, möchte Bücher lesen. Nur liegenbleiben geht nicht. Was will man machen.


    Das nächtliche Nicht-Stillen klappt bei den kleineren Aufwachern in der frühen Nacht besser als ich es gedacht hätte. Wir haben darüber geredet, dass ich das gerade nicht schaffe und die Brüste mal Pause brauchen, wenn wir alle schlafen, damit es am Tag und zum einschlafen auch noch schön für uns beide ist. Er hat schon drüber nachgedacht, was das heissen solll, glaube ich. Wenige Male gab es verzweifelten Protest, dann ging es recht gut.


    Was aber nicht gut geht ist, wenn er rastlos aufwacht und dann noch nicht zur Brust darf und nur den Schnuller bekommt . Ein Drama - und es folgt sicher das „Mama - Aufstehen!“ Szenario, mitten in der Nacht. Da das nächtliche Aufstehen ja aber auch passierte, als es noch das Nachtstillen gab, sind nicht alle größeren Aufwacher darauf zurückzuführen. Also bleibe ich erst mal konsequent. Mit Verknusperung kleinerer, kurzer Weinattacken oder Unruhe. Nur gestern früh nach 5 bin ich einmal schwach geworden, als er nach 2 Stunden endlich wieder schlafen wollte, aber nicht konnte. Im selben Moment habe ich noch über meine Inkonsequenz geflucht und es nach kurzem mit Schnullertausch beendet.

    Auf jeden Fall braucht er wesentlichen länger zum einschlafen ohne Brust. Und tastet mich unentwegt von Kopf bis Bauch ab. Das ist für beide nicht optimal, aber wir sind ja erst in Woche 1. Heute Morgen hat er sich eine Stunde gewälzt, eine halbe Banane im Halbschlaf verputzt, ist mir kuscheln immer wieder kurz eingeschlafen und hat dann doch wieder kurz darauf im Bett gesessen. Um 7 hab ich ihn dann beim 3. oder vierten aufwachen zum Aufstehen geholt. Stillen zum guten Morgen, wie vereinbart. Joa, sobald das möglich war - sofort tief eingeschlafen 😟. Hm... so ganz funktioniert das also momentan nicht.

    Nun ja, mal sehen, wie es weitergeht, wir sind ja noch in der ersten Woche.

  • Ja, dadurch, dass wir es ziemlich früh entdeckt und behandelt haben war es gut zu behandeln, aber das ganze mit dem Krankenhaus war schon nachhaltig beängstigend für unsere Kleine. #hmpf Und jetzt folgt halt noch eine am besten drei monatige Darm Aufbaukur und zwei bis sechs Monate Borreliose Nachbehandlung mit Naturheilmitteln um möglichst auch die Borrelien zu erwischen, die dass Antibiotikum nicht erwischt hat. Dauert halt noch ewig #hmpf lässt Murmelchen aber ziemlich problemlos über sich ergehen bis jetzt...


    Dieses rastlose nuckeln, das ewig dauert hatten wir hier zuletzt auch, fand ich auch oberanstrengend. Eine Seite hat dann immer nicht ausgereicht, sie hing ewig dran und wenn ich sie irgendwann angedockt habe, weil ich's zu unbequem fand und die Position wechseln musste gab's fast immer Beschwerde...


    Oh man, dieses nachts richtig wach werden kennen wir hier auch, hatten wir jetzt in letzter Zeit nicht so häufig und ich glaub auch selten viel länger als eine halbe Stunde. Und wie haben es bis jetzt auch vermeiden können dann Aufstehen zu müssen. Das klingt ja richtig hart bei euch. Also ich meine, zumindest ist er gut drauf, aber trotzdem, Aufstehen müssen und so, und dann fehlt einem ja auch gleich so viel Schlaf am Stück.:wacko: Kannst du den denn irgendwie ein bisschen nachholen?


    Wir sind es jetzt auch direkt angegangen, weil die Nächte Anfang der Woche mal wieder sehr bescheiden waren... Ich habe dann heute die letzten beiden Nächte tatsächlich erst mal versuchsweise im anderen Zimmer geschlafen und der Papa hat das vertrösten übernommen. Es ging auch gar nicht so schlecht wie ich befürchtet hatte. Den Großteil der Nacht ließ sie sich gut mit Wasser trinken, Kleinigkeit essen und auf Papa rauf kuscheln besänftigen und schlief relativ zügig weiter. Nur so zwischen vier und fünf wurde sie wacher und war ziemlich untröstlich, hat viel geweint und war lange wach und dann kam auch das Aufstehen, ins Spielzimmer gehen, in die Küche gehen und und und... Heute morgen fand ich die beiden auf der Couch, der Papa ordentlich liegend und gut zugedeckt, Murmelchen fast senkrecht dazu, halb auf dem Papa drauf, die Füße hingen schon in der Luft über den Couchrand. :D


    Ich bin auch mal gespannt wie das weiter geht. Auch, wenn ich dann demnächst wieder mit im Familienbett schlafe...#gruebel

  • Ich Update mal wieder. Eigentlich sollte ich lieber schlafen, ich liege wach seit 4:30, aber das Einschlafen wird dann gegen morgen auch immer nicht leichter für mich. :wacko:


    Nach ein paar für den Papa ziemlich anstrengenden Nächten bin ich zurück ins Familienbett gezogen, war auch gut so denke ich. Wir stillen weiterhin nicht, das heißt, mein Deal ist so ab sechs Uhr morgens ist es okay für mich. Da konnte ich vorher schon mal schlafen und wenn ich Glück habe, schläft sie dann auch noch ein Momentchen länger und ist nicht um sechs schon wach. Insgesamt schläft sie ruhiger und länger am Stück seitdem, aber leider gibt es jetzt fast jede Nacht irgendwann den Punkt ganz ähnlich wie du es beschreibst, Gänsiblümich mit dem aufwachen und bis zu zwei Stunden wach sein. Manchmal denke ich auch, liegt es nicht am nicht stillen, dann macht sie nachts die Augen auf und ist hellwach und plappert. Aber oft wenn sie unruhig aufwacht und Milch will, wäre sie vermutlich an der Brust wieder eingeschlafen wo sie sich jetzt erst ins Drama reinsteigert und dadurch immer wacher wird.

    Seit kurzem hat sie auch so eine abends nicht ins Bett wollen Phase. Soooo anstrengend für mich, wenn ich schon längst einfach nur müde bin und ihr genau ansehe, dass sie auch müde ist, aber jeder noch so zarte Wink in Richtung schlafen gehen löst gleich furchtbaren Frust aus. (Und wir haben in die Richtung noch nie gedrängelt oder so, wir schlagen dann halt mal vor ins Bett zu gehen oder zu stillen oder so und entweder sie geht darauf ein, oder hat es halt bisher ignoriert, dann war sie aber normal auch einfach noch nicht müde genug.) Dieser Unwillen ins Bett zu gehen kommt dann auch nachts plötzlich hoch, wenn wir wegen Töpfchen gehen oder so doch im Spielzimmer gelandet sind oder so. Oh man. Hoffentlich geht diese Phase auch bald vorbei. Durch die Schwangerschaft (jedenfalls schiebe ich es darauf, weil ich meine es von der letzten auch so zu erinnern) habe ich auch oft wieder-einschlaf-Probleme. Dann komm ich gefühlt trotz des viele Stunden ruhig durchschlafenden Kindes irgendwie nicht auf meinen ausreichenden Schlaf. Frustrierend.

    Aber ich muss mal dazu sagen, sie kriegt auch gerade Backenzähne, ich hoffe einfach mal, wenn die raus sind werden die Nächte noch mal etwas ruhiger.


    Und außerdem kann ja auch nicht immer alles perfekt laufen, und dafür haben wir jetzt auf einmal, für mich immer noch völlig überraschend ein mal eben fast trockenes Kleinkind. Innerhalb der letzten zwei Wochen oder so, nach ein paar Tagen mit vielen Pfützen und nassen Hosen ist sie jetzt auf einmal bis auf wenige Unfälle windelfrei und trocken, ich bin immer noch total baff. #freu 80% der Hosen passen nun nicht mehr, weil sie vom Stoffwindelpo ausgeleiert sind und jetzt in der Kniekehle hängen würden #rolleyes


    Wie geht es bei euch mittlerweile Gänsiblümich ?

  • Huhu! Oh, gut, dass es mir der Borreliose zumindest glimpflich ausgeht!


    Und hei, das klingt aber auch nach wilden Nächten bei euch im Moment - für Papa und Murmelchen, als du ausgezogen warst - und jetzt weiter.


    Schlaf nachholen ist bei uns im Moment kaum drin. Ich hab bis Ende September noch eine halbe Stelle im Home Office, aber keinen Kitaplatz mehr und nur teilweise Familien-Ersatzbetreuung. Also arbeite ich bei seinem Mittagsschlaf, stehe früher auf. Lasse ihn mittags auch manchmal zu lang schlafen wegen der Arbeit und dann wird es abends natürlich noch später. Wochenends auch wenig, es sind noch diverse Umzugsbaustellen abzuarbeiten. Glücklicherweise habe ich seit heute unverhofft nur noch eine 4-Tage-Woche bis zum Mutterschutz. Heute konnte ich mich endlich mittags auch mal mit hinlegen.


    Ausziehen aus den Familienschlafzimmer wäre hier im Moment gar keine gute Idee. Urlaub ist viel durch den Umzug aufgebraucht und mein Mann geht so schon auf dem Zahnfleisch (musste viel vom Umzug und Renovierungsaufwand ohne mich schwangeren Kugelfisch stemmen). Noch mehr Nachtschichten bei frühem Aufstehen wären nur das richtige Mittel für einen Kollaps. Ich glaube, der Kleine versteht auch gar nicht ganz, was das nachts eigentlich soll…


    Im Moment denke ich langsam, er ist auch eher verunsichert. Nachts nicht mehr stillen, tags manchmal nur kurz (weil unangenehm/ ich übermüdet). Mama zuhause, aber gleichzeitig wenig Zeit (Home Office). bis Ende September keinen ganz so geregelten täglichen Rausgeh-Ablauf mehr wie vor dem Umzug (muss ja irgendwie mit dem Arbeiten und Kochen koordiniert sein, da bleibt weniger Zeit für ein geregeltes Ausflugsprogramm. Zu wenige Kontakte mit Kindern hat er dadurch auch. Papa ist nach Umzug und mit der ganzen Übergangssituation, den Nächten, den späten Abenden auch ko.

    Manchmal beim Stillen habe ich das Gefühl, der Kleine lauert richtig auf den Moment, in dem ich wieder sage, er soll bitte mal das Schnulli nehmen - nach dem Motto: „Wie lange ich heute wohl noch darf? Nimmt sie es mir gleich wieder weg?“. Und er kann dadurch nicht wirklich entspannen. Das nächtliche „Hungerhunger“ ist auch stärker geworden. Gestern Nacht war es besonders schlimm. Er hat teils echten Hunger, aber nun kann ich langsam Protesthunger nicht mehr von echtem Hunger unterscheiden.


    Ich frage mich langsam, ob wir für uns hier auf dem Holzweg 😔 sind und das Stillen vielleicht doch lieber ganz ausschleichen müssten, zu einem späteren Zeitpunkt, nach seinem Tempo, statt es in Teilzeit jetzt unbedingt schaffen zu wollen. Immerhin vergisst er manchmal inzwischen zu stillen und ist mittags auch schon mehrfach ganz ohne schlafen gegangen, insofern tut sich grundsätzlich wohl schon von selbst etwas, wenn auch in kleineren Schritten.

    Bin nicht glücklich mit der Lage… seufz….

  • *Ich* fand es wesentlich entspannter, tagsüber abzustillen und die Nächte zu lassen, wie sie waren. Wir haben im Familienbett geschlafen, die Kinder haben im Halbschlaf angedockt und ich war sofort wieder weg...

    Vielleicht ist das ein gangbarerer Weg für euch. Als letzte Stillmahlzeit blieb das Einschlafstillen abends.

  • Ja, ich glaube das inzwischen auch. Wir haben Phasen, da mag das Mäusle nachts lange rastlos nuckeln, aber inzwischen ohne Milch einfach nicht mehr zart, sondern unangenehm. Das war der eigentliche Auslöser für den Stoppversuch. Da dachte ich, nachts ohne ist die Lösung. Vielleicht ist es aber wirklich eher das schrittweise ausschleichen in einfacheren Momenten - und wenn es nachts doch mal wieder zu arg wird, kann ich immer noch entscheiden, dass ich zumindest das lange Nuckeln nach meinem Bedürfnis ablehne und im Zweifel mal sein Aufwachen in Kauf nehme. Zumal er es kennt, dass ich ihm auch tags sage, wenn es zu arg ist.

    Stillen mit so negativen Gefühlen wie beim starken Nuckeln möchte ich einfach auch nicht - da bin ich manchmal innerlich richtig grollend gegen den Kleinen und die Situation. Und es ist mir so unangenehm, solchen Groll zu entwickeln, dass ich denke, in solchen Momenten ist ein „nein, es geht gerade nicht“ besser. Das macht ihn betroffen und verunsichert, man merkt es richtig. Gut fühle ich mich mit Zurückweisungen also auch nicht, aber Aushalten bis fast zum wütend werden ist ja auch keine Lösung. Und deswegen abstillen irgendwie auch nicht - er ist ja auch oft zart. Und kann so gut beim stillen entspannen. Das zu wissen, tut mir wieder gut.


    Im Moment stillen wir nun nachts wieder kurz nach Bedarf - und ich glaube, das ist besser.


    Hach, es ist nicht einfach in Übergangsphasen.

  • Ich lese hier übrigens auch immer noch interessiert mit. Meine kleine wird im Oktober zwei. Die große hatte ich mit 15 Monaten komplett abgestillt. Ein so lang gestilltes Kind hatte ich also bisher auch nicht und alles ist irgendwie neu. Ich bin so froh, dass ich zu Beginn dieses Threads keine Abstill-Versuche unternommen habe. Im zweiten Lebensjahr hatte die kleine drei so heftige Infekte, bei denen sie gar nichts zu sich genommen hat, außer Stillen, dass ich jedes mal dachte, oh je was würde ich ohne stillen jetzt bloß machen.

    Ich habe diese Groll-Gefühle übrigens ertragen und versucht zu verdrängen. Das hat sich in dem Moment nicht gut angefühlt. Sie sind aber vorbei gegangen... Trotzdem nichts, was ich empfehle würde.

    Sie geht in die Kita und isst dort scheinbar drei Mahlzeiten. Zu Hause isst sie fast gar nichts. Nur so "unterwegs Essen" (Apfel, Brötchen, Kekse). Noch so ein Grund, warum ich mit dem stillen gar nichts ändern mag gerade, denn dann müsste ich bei diesem Kind glaube ich sehr auf das Essen achten. Beim ersten war das irgendwie ein Selbstläufer...