Kleinkind 21 Monate nachts Abstillen, tags weiter stillen + Langzeitstillen Rückversicherung

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  • Ich wollte eigentlich einen Thread eröffnen, aber ich sehe, es gibt hier einen aktuellen, daher versuche ich es mal hier.

    Mein Sohn wurde gerade drei und stillt sehr gern. Tagsüber eigentlich nur noch wenn er traurig ist oder sich weh getan hat (oder ihm extrem langweilig ist:D), dann zum Einschlafen, und beides ist auch vollkommen ok für mich.


    Aber die Nächte machen mich grad kaputt. Er schläft die ersten Stunden, und irgendwann wacht er dann auf und will an die Brust. Alternativen wie Wasser oder Milch aus der Flasche, kuscheln, streicheln, tragen, nimmt er nicht an.Also, er will an die Brust, und da hängt er dann, und zwar stundenlang. Und für mich ist es unbequem, ich kann nicht mehr schlafen, und Fazit ist, ich habe seit Monaten Rückenschmerzen und bin die meisten Nächste ab 4 oder so wach. Das ging jetzt ne Weile ok, ich war müde, aber gut, ging irgendwie, aber langsam kann ich nicht mehr, ich bin an meiner absoluten Belastungsgrenze. Gestern Nacht war ich ab halb drei wach, und als ich morgens dann mit den Kindern aufgestanden bin und die Große weg in der Schule war bin ich erst mal in Tränen ausgebrochen, weil ich SO müde und fertig war.


    Heute Nacht dann gings ab halb 5 los (besser als drei, aber immer noch nicht gut...), und ih hab Kopfweh, mir ist schwindelig, und nachts hatte ich so Flackern vor Augen, wie in der Disco so Stroboskoplicht. DIeser Schlafmangel und die damit verbundenen Verspannungen machen mich echt fertig.


    Ich hab nicht so große Brüste und muss etwas ungemütlich gebeugt liegen, aber das Problem ist wahrscheinlich eher die stundenlang gleiche Position, ich kann mich dann bis morgens ja nicht mehr bewegen, dann wird er wach.


    Außerdem wühlt er extrem. Er kann einfach seine Arme nicht ruhig halten, er will immer an die andere, freie Brust, da rumpiddeln, oder im SHirt rumwühlen, ich leg als meinen freien Arm, auf dem ich nicht liege, immer quer über mein Shirt, um den Eingang zur Brust zu versperren, damit er wenigstens nicht an die kommt. Aber er hält dann nicht ruhig, sondern wühl echt stundenlang im (Halb?)Schlaf stillend/ nuckelnd in meinem AUssschnitt oder im Ärmel rum, und da kann eht kein Mensch bei schlafen. Und sobald ich ihn abdocke merkt er das sofort.



    Vorm Abstillen nachts hab ich aber auch Angst, weil ich so fertig bin, ich hab null Schlafreserve, so in dieser Siuation liegen wir wenigstens, wenn ich nachts jetzt noch aufstehen müsste um ihn rumzutragen, er schreien würde etc, ich weiß garnicht, ob ich das könnte gerade.
    Das ist so doof alles. Seit Wochen denke ich, ist nur eine Phase, geht bestimmt bald wieder weg, aber es wird nicht besser :(

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Hast du es Nachts schon mal mit richtigem Essen probiert? Beim Großen war das stillen nachts sehr oft Hunger (beim kleinen jetzt ist es oft gepupse und Durst) und dann war manchmal Nachts eine Banane nötig.

    Trotz allem musste ich ihn tatsächlich nachts abstillen weil er nachts so zwischen 4/5 Uhr angefangen hat Dauernuckeln zu wollen (und es mir in der Schwangerschaft einfach zu weh getan hat dafür). Das gab bestimmt 14 Tage viele Tränen aber seitdem schläft er komplett durch 🤷‍♀️. Da war er so bisschen über 2. Abgestillt habe ich dann am Ende erst mit 3,5. Relativ gleichzeitig habe ich aufgehört ihn in den Schlaf zu stillen. Das ging davor auch nicht.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
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    (Walter Moers)


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    (Herbert Renz-Polster)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Reeza ich hab dich auf jeden Fall gelesen und lass mal einen Drücker da, wenn du magst#knuddel Klingt wirklich super anstrengend, ich fühl total mit dir.

    Ich kann nur sagen für uns hat das Abstillen nachts die Situation extrem verbessert. Es hat zwar eine Weile gedauert, bis es so war wie jetzt, aber sie schläft jetzt im Grunde meist durch, manchmal wird sie kurz wach und schläft unkompliziert wieder ein, manchmal ist sie dann auch ungnädig und länger wach, aber ich finde die Nächte insgesamt viel erträglicher.

    Ich verstehe aber, dass du dich dafür gerade viel zu entkräftet fühlst. An dem Punkt war ich ja zwischendurch auch. Ich hab dann noch ne Weile ausgehalten, bis es mal wieder eine Weile nicht ganz so schlimm war und dann nach den ersten zwei drei schlimmeren Nächten mich fürs Abstillen entschieden.

    Bei uns hat Essen und Trinken anbieten in den ersten Nächten übrigens manchmal richtig gut geholfen und manchmal wenigstens ein bisschen, es war auf jeden Fall gut, irgendwas zum anbieten zu haben, auch wenn's manchmal eben auch gar nichts geholfen hat. Mittlerweile brauchen wir es eigentlich nur noch, wenn aufgrund der holprigen Abendsituation mal wieder das Kindchen vorm Abendbrot einschläft.

    Weiß nicht, ob ich dir damit irgendwas helfen kann, aber ich fühle jedenfalls mit dir!

  • Ich würde in dem Fall auch sagen: schau, dass du Nachts mehr Pause und Ruhe rein bekommst.


    Ich habe bei K2 u d K3 recht früh (also Altersmäßig) versucht, die Brust beim Einschlafen wegzunehmen. Aber wenn einmal so eine unruhige Schlafphase herrscht, liegt es ehr an irgendwas anderem.


    1. Ist das Kind schon trocken?

    Bringt abhalten etwas, wenn es so sehr anfängt zu wuseln? (war hier häufig ein Problem)


    2.

    Hast du versucht, Wasser anzubieten?

    Oder sogar essen?

    Nach stundenlangem Nuckeln ist meist irgendwann "alle".


    Wie viel isst und trinkt das Kind tagsüber? Da drauf achten und im Zweifel nochmal ein zweites Abendessen anbieten, wenn Abstände zwischen Essen und Schlafen gehen zu groß sind.


    3. Ich weiß nicht, wie alt das Kind ist.

    Bei meiner Großen (extrem schlecht schlafend und alle 1 is 2 Stunden stillen wollen) habe ich mit ca 2 Jahren eingeführt, dass es nachts (dunkel) nix mehr gibt.

    Abends laaanges kuschelstillen auf dem Sofa. Dann Zähne putzen.

    Dann Bett, ich saß daneben bis eingeschlafen.

    Erst früh, wenn hell, gab's wieder stillen.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Reeza hier hat in dem Alter auch etwas zu Essen nachts geholfen. Andere Möglichkeit: er muss mal zur Toilette. Trägt er noch Windeln?

    Und zu dem Alter würde auch eine Umstellung des Schlafrhythmus’ passen. Macht er noch Mittagsschlaf oder vielleicht gerade nicht mehr und geht dann sehr früh ins Bett?

  • Hast du es Nachts schon mal mit richtigem Essen probiert? Beim Großen war das stillen nachts sehr oft Hunger (beim kleinen jetzt ist es oft gepupse und Durst) und dann war manchmal Nachts eine Banane nötig.

    Trotz allem musste ich ihn tatsächlich nachts abstillen weil er nachts so zwischen 4/5 Uhr angefangen hat Dauernuckeln zu wollen (und es mir in der Schwangerschaft einfach zu weh getan hat dafür). Das gab bestimmt 14 Tage viele Tränen aber seitdem schläft er komplett durch 🤷‍♀️. Da war er so bisschen über 2. Abgestillt habe ich dann am Ende erst mit 3,5. Relativ gleichzeitig habe ich aufgehört ihn in den Schlaf zu stillen. Das ging davor auch nicht.

    Essen mag er nachts nicht.

    Bei ihm ists auch Dauernuckeln, und dazu dieses Gefummel und Gewühle in meinem Tshirt..Ich schrecke echt noch vor dem Abstillen zurück, 14 Tage Tränen will ich eigentlich gar nicht...und ich weiß auch echt nicht, ob ich da grad Kapazitäten für hätte..


    Das in den Schlaf Stillen will ich auch gar nicht abschaffen, das geht so schön schnell und unkompliziert, alle ALternativen würden bestimmt erstmal ewig dauern.


    Bei uns hat Essen und Trinken anbieten in den ersten Nächten übrigens manchmal richtig gut geholfen und manchmal wenigstens ein bisschen, es war auf jeden Fall gut, irgendwas zum anbieten zu haben, auch wenn's manchmal eben auch gar nichts geholfen hat. Mittlerweile brauchen wir es eigentlich nur noch, wenn aufgrund der holprigen Abendsituation mal wieder das Kindchen vorm Abendbrot einschläft.

    Also, vor dem Abendbrot schläft er nie ein, er ist eher so einer, der lange wach bleiben will ;) Trinken abieten geht leider nachts gar nicht, da wird er eher total sauer. Außer er fragt von selbst nach seinem Wasser. Wir haben eh immer ne Nuckelflasche am Bett stehen.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Unsere will eigentlich auch nicht ins Bett und bleibt meist super lange auf, aber wenn mehrere Tage der Mittagschlaf weg fiel, sie trotzdem abends lange wach war, und trotzdem morgens früh aufgewacht ist, kommt irgendwann der Tag, wo es einfach nicht mehr geht und dann schläft sie halb 7 oder so ein. #hammer


    Hach, klingt kompliziert und anstrengend bei euch! Ich wünsche erst mal einfach ein bisschen mehr Kraft für dich!#knuddel

  • Bei meiner Kleinen war es auch so. Eine Weile habe ich gehadert und gelitten, bis dann die Entscheidung stand, nachts abzustillen. Nach glaub 3 Tagen war es dann ausgestanden. Es war so eine Erleichterung, nachts wieder durchschlafen zu können.

  • Du kannst ihm vielleicht erklären, dass er gerne noch stillen darf, aber nicht mehr nachts. Mit 3 versteht er vielleicht auch schon, wenn du sagst, dass du zu müde bist oder du das nachts nicht mehr möchtest.

    Bei manchen Kindern funktionieren Absprachen in dem Alter schon ganz gut.

  • Du kannst ihm vielleicht erklären, dass er gerne noch stillen darf, aber nicht mehr nachts. Mit 3 versteht er vielleicht auch schon, wenn du sagst, dass du zu müde bist oder du das nachts nicht mehr möchtest.

    Bei manchen Kindern funktionieren Absprachen in dem Alter schon ganz gut.

    Absprachen kann er eigentlich total gut, aber nicht bei dem Thema. Da kann ich im Wachzustand mit ihm besprechen was ich will, wenn er dann nachts aufwacht und seine Mamami will ist alles vorbei.

    Es ist ihm irgendwie noch so wichtig, ich hab da auch echt Hemungen, es ihm zu nehmen. Ich wart jetzt mal bis zu den Herbstferien, da müssen wir wenigstens nicht alle früh aufstehen wegen Schule..

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Reeza ich kann Dich sehr sehr verstehen!

    Ich habe hier gleich zwei Stilljunkies, einer davon zum Glück "trocken", aber jederzeit rückfallgefährdet ;)

    Ich erzähle, wie es bei uns war,/ ist, wenn Du magst:

    Der Rumpeljunge wird demnächst 1 Jahr alt, hat extrem leichten Schlaf, stillt nachts ungefähr drei-bis dreizehndrölfmal, je nach wasweißich. Ab 8 liege ich zwischen den beiden Kindern, aufstehen ist nicht mehr. Immerhin fummelt er (noch??) nicht.

    Rumpelmädchen ist auch drei, wie Dein Kind. Nachts abgestillt habe ich mit gut eindreiviertel Jahren, weil ich morgens einfach ausgeschlafen sein musste in der Arbeit. Das war nämlich wie bei Dir ein Dauernuckeln und Gezappel, und dann immer Brust links, Brust rechts, krabbel-kletter... kaum auszuhalten. Ich hab das nach der Gordon-Methode gemacht, also einschlafgestillt, dann ab 23 Uhr bis 4:30 Uhr nichts mehr. Das habe ich vorher besprochen und erklärt und es gab keune Tränen nachts, nur bisschen Gemecker ;), dann wurde sie gesungen und ab dem 2. Tag wachte sie von selbst um Punkt 4:30 auf! Unglaublich. Und dann hab ich es langsam ausgedehnt. Hat aber ungefähr 2 Monate gedauert. Nachts war sie zwischen 2-4x wach, einmal hat sie mindestens getrunken und einmal Käse gegessen mit dem Papa.

    Inzwischen ist sie komplett abgestillt, darf aber noch Brustkuscheln zum Einschlafen und Trösten. Nach zwei Brustentzündungen wollte ich nicht mehr und das hat sie sehr gut aufgenommen.


    Ich denke, mit 3 versteht er es. Ich würde mir an Deiner Stelle mal die Gordon-Methode anschauen, wenn Du sie noch nicht kennst und dann in Dich hineinfühlen, ob das das Richtige für Dich ist.

    Stillst Du gern? Geht es Dir gut dabei? Warum nicht, falls nein? Was möchtest Du ändern, damit es Dir wieder gut geht?


    Ich schicke Dir eine Riesenportion Kraft #herz