Sohn (14) allein nach Kroatien fliegen lassen?

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org
  • Nein. Nicht wegen dem Fliegen, das halte ich für absolut machbar mit 14, sondern weil es mir die Kohle nicht wert wäre dass er ggf nach 1 Tag nach Hause will weil die beiden sich in den Haaren haben oder der Urlaub für ihn blöd wird. Ich erlaube das hier manchmal dass meine mit einer guten! Freundin nach DK zu deren Dauercamperplatz fährt und selbst das klappt nicht länger als 2 max 3 Tage.

    Und der Freund hat da Heimvorteil mit nur seinen Verwandten.

  • Ich war mit 15 knapp drei Monate alleine in Wales auf dem Dorf bei einer Gastfamilie, das war insgesamt super, auch wenn ich mit der Familie nur so halb warm geworden bin. Bin auch geflogen.

    Was ist, wenn der Flug gecancelt wird, umgeleitet, er abstürzt, er allein drin sitzt und sie in Turbulenzen kommen, die Familie ihn doch nicht abholt weil sie im Stau stecken, nicht ans Handy gehen, einen Unfall hatten, wenn er sich mies versteht mit seinem Freund (der ihn manchmal schon nervt wenn er hier eine Nacht schläft), wenn dort auf dem Campingplatz verschwindet, wenn die Maschine abstürzt, dort einen Unfall hat oder eine Krankheit und ins Krankenhaus kommt etc.

    Wenn der Flug gecancelt wird, fliegt er halt nicht bzw. mit einem späteren. Du kannst ja am Flughafen bleiben, bis er in der Luft ist.


    Abstürzen ist unwahrscheinlicher als dass ihn in Berlin ein Laster vom Rad holt.


    Wenn er umgeleitet wird, kümmert sich die Fluggesellschaft und/oder ihr helft ihm. Da gibt es doch Servicepersonal. Und er wäre dann ja nicht der einzige, sondern einer von 150 Leuten, die alle das gleiche Problem haben.


    Turbulenzen sind aufregend aber nicht schlimm.


    Wenn die Familie ihn nicht abholt, weil sie einen Unfall hatten, ruft er dich an, du buchst ihm über Booking ein Hostel-Zimmer und er verbringt ein paar aufregende Tage alleine. Das geht schon :-)


    Wenn die Familie sich verspätet, wartet er halt.


    Wenn er dort einen Unfall hat oder krank wird, geht er mit seiner EU-Versichertenkarte ins Krankenhaus.


    Warum sollte er auf dem Campingplatz verschwinden?



    Aus meiner Sicht wären die Gründe, das nicht zu machen

    - er versteht sich mit seinem Freund nicht gut genug

    - Fliegen ist scheiße für die Umwelt.


    Hat er keinen anderen Freund, mit dem er z.B. mit dem Zug in die Niederlande fahren kann oder so? Mit Europa Spezial geht das super günstig. Dann ein möglichst billiges Hostel-Zimmer und mit dem Fahrrad rumfahren. :-)

  • Ich würde ihn fliegen lassen, wenn er das wirklich möchte und sich zutraut und so junge Passagiere kann man auch begleiten lassen beim Flug, so dass er eigentlich überall hinfindet und Ansprechpartner hat. Meine Nichte fliegt regelmäßig alleine zu ihrem Papa und das hat immer super geklappt.

    Tut ihm bestimmt gut, mal rauszukommen.

  • Ich würde auch nach einem begleitetenden Flug suchen und ihn dann fliegen lassen.

    1900 von 2018 Teilen entrümpelt

    1300 von 2019 Teilen entrümpelt

    661 von 2020 Teilen entrümpelt

    310 von 2021 Teilen entrümpelt

                        #wisch

  • Zwei Punkte (neben dem hier nichterfragten Umweltthema #freu) würden dann für mich dagegen sprechen: Dass nicht sicher ist, dass sie sich so lange verstehen. Das würde ich vorher besprechen. Also, was passiert, wenn es so ist, und ist das realistisch, was er denkt, was dann passiert :)

    Und: Es ist derzeit nicht gut finanzierbar. Wenn das der Fall ist, dann ist das so, und dann geht es nicht um das "Lassen", sondern um das "Können".


    Schwierige Entscheidung, vor allem emotional. Wie Du auch entscheidest, es wird dann okay sein.


    Du kannst Dich ja auch dagegen entscheiden, weil Du es nicht gut aushalten kannst. Das würde ich dann aber genau so sagen.


    Gute Entscheidungsfindung.#blume

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ja, wenn ich sicher wäre, dass er gerne bei der Familie und dort auch willkommen ist.


    Wegen was ist wenn ...

    Mein Sohn ist uns letztes Jahr (da war er 15) mit dem Zug in den Urlaub nach Frankreich nachgefahren. Es war ein heißer Tag und dann gab es Probleme bei der Bahn ... Vor Frankfurt blieb der Zug stehen - 1,5 h - Anschlusszug natürlich weg, Alternativen aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit schwierig ... Kind völlig verzweifelt. Am Ende ist er nach Offenburg gefahren, wo wir ihn abgeholt haben, statt wie geplant in Straßburg. Wir haben ihn die ganze Zeit per WA begleitet. Er hat sehr gehadert, wäre, endlich in Frankfurt angekommen, am liebsten in den nächsten Zug nach Hause gestiegen. Aber er ist doch irgendwann angekommen. Also mit den heutigen Mitteln der Kommunikation ist ja ein ganz anderer Kontakt möglich.

  • Bei einem durchschnittlichen 14jährigen hätte ich grundsätzlich keine Bedenken.

    Das packen die schon und heutzutage hat mal ganz andere Möglichkeiten als vor 20 Jahren, man ist ja überall erreichbar.

    Und fliegen ist tatsächlich sehr sicher im Vergleich zum Verkehr in einer größeren Stadt. Insofern - ja, generell hätte ich es erlaubt.

    Kontrapunkte:

    - Verhältnis zum Freund, wenn das nicht gut genug ist, kann auch eine Woche zu lang werden.

    - finanzielle Aspekte. Könnte man für das gleiche Geld als Familie wenigstens paar Tage Urlaub machen?

    - wenn das Kind es sich selbst nicht zutraut.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • total lustig... ich dachte, na klar machen....


    und dann dachte ich an meine Tochter #tuppernsoweit ist die nicht mehr von 14 weg


    Ich glaube für mich würde stehen und fallen wie viel Vertrauen ich in die andere Familie hätte.


    Also wie gut passen sie auf die Jungs auf? Handeln die so ähnlich wie ich, hat mein Kind da einen Ansprechpartner wenn was sein sollte....


    Heißt wenn ich wüßte, dass mein Mann, gute Freunde, Verwandte, da am anderen Ende sind würde ich Kind sofort fliegen lassen. Würde ich die Leute nicht gut kennen, dann wohl eher nicht.


    Wir hatten Besuch von Neffen und Nichten mit dem Flugzeug, erst begleitet mit diesem Service der LH, dann unbegleitet. Hat immer gut geklappt. Die sind zum ersten Mal mit 9 geflogen.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Meine Tochter ist mit 14 Jahren, das erste Mal geflogen. Alleine. Nach Kanada mit Umsteigen.


    Wir dachten da erst einen Service. da sie aber mit 2 unterschiedlichen Airlines geflogen ist, hätten wir pro Strecke 2x den Sevice bezahlen müssen und fürs Umsteigen, wäre kein Service zuständig gewesen 8o


    Man hat uns aber versichert, dass man auch so ein Auge auf so alleinreisende Kinder habe und es bei 14 Jährigen so einen Service nicht mehr unbedingt brauche.


    Wir haben sie also in Zürich abgeliefert. Für uns Eltern war das das schlimmste, sie musste ja ab Passkontrolle alleine los, inkl Bahnfahrt zum Terminal.

    Aber man gab uns dann netterweise Bescheid, als sie im Flieger sass#flehan


    Dann waren wir zu Hause am hibbeln als der Flieger in Montreal landete und dann der andere Flieger wieder nach Ontario starte. Und dann kam der Bescheid meiner Schwägerin, sie habe die KLeine am Airport eingesammelt. Phuu, waren wir erleichtert.


    Räubertochter hat erzählt, dass die anderen Passagiere ihr geholfen haben da mit der Karte, die man beim Einreisen ausfüllen muss und auch beim Umsteigen. Da waren wirklich alle super hilfsbereit.


    Und als sie zurück kam, da war sie innerlich 10cm gewachsen. Ich hatten den Eindruck, das ihr das enorm Mut und Selbstvertrauen gegeben hat.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Ich würde ihn schon fliegen lassen. Allerdings kann man so einige Dinge nur mit Geld lösen. Wenn er ins KH muss oder so, muss er erstmal bezahlen. Das wird später von der AuslandsKV erstattet. Oder wenn er doch zurück will, in ein Hotel muss oder ihr hinfliegen wollt, weil was ist.

    Wenn ihr dafür eine bestimmte Summe freistellen könnt, falls etwas passiert, dann würde ich ihn fliegen lassen.

    Ist ja in der Nähe und es ist kein Wasser dazwischen. Wahrscheinlich könnte man ihn im Notfall sogar in nen Zug setzen oder mit dem Auto abholen.


    Mir wäre es wichtig, dass er gut abgesichert ist. Handy, Versicherung und genug Geld.

  • Im Übrigen finde ich so rein emotional auch Zugfahren schlimm. So als Mutter eines alleinreisenden Kindes.

    Mein 17 Jährige fuhr letzten Sommer für 3 Wochen nach Südfrankreich. Mit dem Zug weil Greta und so.


    Es begann schon mit der Buchung, die mich Nerven kostete. Besondern weil ein Teilstück nicht bei der SBB buchbar war, sondern nur bei der französischen Bahn.


    Egal, wir waren dann um 5:00 Morgen mit einer Türe voll Tickets am Bahnhof in Wil, als die Durchsage kam, der Zug stehe mit Triebwerksschaden in Flawil. Da der Verbindungszug nach Basel der Zug von Zürich nach Hamburg war, war ich mir verdammt sicher, dass der nicht den Zug mit Triebwerksschaden in Flawil abwartet. Ich habe dann Tochter, Tickets und Gepäck ins Auto geworfen und bin mit einem Tank, der nur noch auf Reserve lief, im Pijama und mit genau keinem Geld nach Zürich gebrettert.


    Ich war dann so super nervös, dass die "Kleine" in Basel den richtigen Bus nach Mulhouse erwischt und dann auch noch den TGV.

    Also so emotional war das auf einer Skala von Beruhigungsschokoladen schon bei 8 von 10 Maximal.

    Ich bin da evtl. auch einfach nicht so gut in solchen Sachen.


    Aber als ich da in Zürich auf dem Perron stand, im Pijama und dem Zug nach Hamburg hinterher winkte...ich spürte förmlich wie es wieder 5 weisse Haare mehr wurden.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Der Aspekt, dass er Zugriff auf Genügend Geld für Notfälle haben müsste, ist mir auch ein sehr wichtiger. Man kann das nicht auf knapp nähen. Ich habe gestern Abend mal nach Flügen geschaut. Easyjet nimmt unter 16 Jährige nicht allein mit, insgesamt ist für ein Flug (one-way!) schon so viel einzuplanen wie unsere Ferienwohnung gekostet hätte, die wir gerade abgesagt haben ... Dann noch Notgroschen und Auslandskv einplanen, das ist einfach echt viel Geld.


    Ihr habt mich so weit überzeugt, dass es vielleicht nicht das Schlimmste auf der Welt ist. Dass er das schaffen kann glaube ich sowieso. Er traut sich gern viel zu. Letztes Jahr - mit noch 13 - sind sie 3 Wochen mit dem Rad unterwegs gewesen als Schulaufgabe (fand ich auch hart). Er fährt schon seit er 11 ist mit dem Zug allein zu seinem Freund, aber das ist wie S-Bahn fahren - einsteigen, warten, aussteigen. Der Flug nach Kroatien wäre mit Zwischenhalt und Umstieg.


    Und der Punkt, dass sie sich vielleicht die Zeit über nicht so gut verstehen find ich auch wichtig.


    Ich telefoniere jetzt erstmal mit der Mutter des Freundes. Kopfkino hat schon alles durchgespielt noch bevor ich was Konkretes weiß #freu#hammer


    Daroan: Mir stand der Schweiß auf der Stirn als ich deine Erzählung gelesen habe ... Ich kenn das Gefühl sehr gut, wenn man genau WEIß, dass einem gerade weiße Haare wachsen.


    Lustig auch Mondschein wie du voller Inbrunst sagen wolltest "Na klar!" und sich dran erinnert hast, dass dein Kind auch bald in dem Alter ist und das viiiiieeel zu jung für sowas ist ;) So geht es mir nämlich auch. Bei anderen hätte ich gesagt "Klar, warum nicht? Ich bin mit 16 ausgezogen! Das sind doch nur zwei Jahre weniger...".


    Also dieses Loslassen-Ding ist echt nichts für mich. Ich brauch dringend einen Hund.


    Also dann geh ich mal recherchieren ob und wie es gehen könnte ... Hat mein Sohn Glück, dass er euch hat. Sonst wär ich sicher noch bei #contra

  • Meine Tochter ist mit knapp 16 alleine in die USA geflogen und ihr Anschlussflug in Washington ist wegen Sturm ausgefallen.


    Wir haben nachts einen Anruf von ihrer Organisation (Highschooljahr) bekommen, ob wir was von ihr gehört hätten. Hatten wir nicht...


    Es stellte sich später raus, dass ihr Handy leer war und sie sich nicht melden konnte. Sie hat andere Passagiere angesprochen und die haben ihr geholfen.

    Die Angestellten der Airline wollten ihr einen Hotelgutschein geben und sie damit auf Hotelsuche schicken, zum Glück hat sie noch erwähnt, dass sie noch nicht volljährig ist.

    Letztendlich hat sie die Nacht gut betreut in einem Sanitätsraum des Flugfhafens verbracht und ist am nächsten Tag weitergeflogen. Auch sie ist daran sehr gewachsen und hat später in prekären Situationen immer wieder daran gedacht, wie sie diese Hersausforderung gemeistert hat.


    To make a long story short: Ich würde es meinem Sohn erlauben, wenn er es wirklich will. Einziges Argument dagegen wären für mioch die Finanzen. Wenn euer Urlaub wegen seines Fluges ausfallen müsste, fände ich das unverhältnismäßig.

  • Ich kann schon nachvollziehen, dass du nervös bist - mir ging es bei Tochters ersten Alleinflug, wie gesagt mit 12, auch nicht besser. Dass der Flug dann verspätet wegkam und die Umstiegzeit dann eher knapp war, kam auch noch dazu. Ein Steward hat sie dann noch vor dem Umsteigen gefragt, ob sie wisse wo sie hinmüsse - sie hat aus dem Flugzeug die Gatenummern betrachtet und dann in die richtige Richtung gezeigt, dann ließ er sie loslaufen :) Der Anschlussflug hatte übrigens auch Verspätung :D


    Und ja, ich hatte Schweißausbrüche, wusste aber, dass sie sich immer zu helfen weiß, auch in dem Alter schon perfekt Englisch sprach und nie Scheu hatte, irgendjemanden anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Und dass ich ständig am Flighttracker war, war natürlich auch klar :)


    Aber vielleicht ergibt es sich ja, dass er sich vorstellen kann, die Zeit mit der Familie doch über die volle Zeit zu genießen. Denn abgesehen von den Kosten, One Way Tickets sind ja immer recht kostspielig, ist es auch ein Aufwand für die Familie, ihn zum Flughafen zu bringen. Wo soll es denn hingehen? Tochter hat übrigens eine eigene Bankomatkarte, da würde ich halt schauen, dass genug Geld oben ist.


    Ich bin mit einer Freundin mit knapp 17 drei Wochen quer durch Frankreich mit dem Zug, damals gab es weder Handy, noch Internet noch Kreditkarten. Ich bewundere meine Mutter heute wirklich dafür, dass sie uns da hat fahren lassen.

  • Lustig auch Mondschein wie du voller Inbrunst sagen wolltest "Na klar!" und sich dran erinnert hast, dass dein Kind auch bald in dem Alter ist und das viiiiieeel zu jung für sowas ist ;) So geht es mir nämlich auch. Bei anderen hätte ich gesagt "Klar, warum nicht? Ich bin mit 16 ausgezogen! Das sind doch nur zwei Jahre weniger...".

    Das war nicht ich.

    Mein Kind ist ja mit 14 alleine ins Ausland geflogen (hin und zurück), ohne Begleitung.

    Wie gesagt, ich war wesentlich aufgeregter, als das Kind.

    Und ich war froh, als ich es nach vielen Wochen wieder am Flughafen abgeholt habe.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Meine Kinder sind bereits mit 12 alleine geflogen, 1x sogar mit umsteigen.

    Und obwohl es irgendwo auch mal nicht klappte (Anschluss Flug weg oder so, weiß es gar nicht mehr), haben sie es am Ende immer super hinbekommen und fanden es mega klasse.


    Also ja, würde ich erlauben und fände es eine tolle Möglichkeit.

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

    ———-

    ebura mit S (*04), E (*05) und #paket (12/21)

  • Meine Tochter ist mit knapp 16 alleine in die USA geflogen und ihr Anschlussflug in Washington ist wegen Sturm ausgefallen.


    Wir haben nachts einen Anruf von ihrer Organisation (Highschooljahr) bekommen, ob wir was von ihr gehört hätten. Hatten wir nicht...


    Es stellte sich später raus, dass ihr Handy leer war und sie sich nicht melden konnte. Sie hat andere Passagiere angesprochen und die haben ihr geholfen.

    Die Angestellten der Airline wollten ihr einen Hotelgutschein geben und sie damit auf Hotelsuche schicken, zum Glück hat sie noch erwähnt, dass sie noch nicht volljährig ist.

    Letztendlich hat sie die Nacht gut betreut in einem Sanitätsraum des Flugfhafens verbracht und ist am nächsten Tag weitergeflogen. Auch sie ist daran sehr gewachsen und hat später in prekären Situationen immer wieder daran gedacht, wie sie diese Hersausforderung gemeistert hat.

    Dazu fällt mir eine Freundin ein, die während ihrer eigenen Schulzeit (also vor 35 Jahren oder so) mit ca. 16 ein Auslandsjahr in den USA gemacht hat. Auf ihrem Rückflug hatte sie erst einen Zubringerflug zum Transatlantikflug, so dass sie dort im Ort niemanden kannte. Ihr Flug fiel aus, und eigentlich wollte sie die Nacht bis zum Flug am nächsten Morgen einfach am Flughafen rumhängen, aber da wurde sie irgendwann rausgeworfen. Sie kam dann auf die (in meinen Augen total abgefahrene) Idee, einfach irgendwen aus dem Telefonbuch anzurufen (damals gab es die anscheinend auch in den USA noch, ebenso wie Telefonzellen). Sie kam bei einer Familie raus und bat die um Hilfe. Die haben sie am Flughafen abgeholt, bei sich übernachten lassen und verköstigt und am nächsten Morgen wieder zum Flughafen gebracht. War wohl total toll.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Mich irritiert etwas, dass die es nicht 2 Wochen aushalten würden zusammen weil sie sich dafür nicht gut genug verstehen. Das wäre doch die günstigste Lösung, er fährt da einfach komplett mit. Finanziell und organisatorisch. So klingt es so kompliziert und wirft bei mir die Frage auf, ob das ganze vielleicht sehr kompliziert ist insgesamt. Wenn sie sich dann vor Ort in der einen Woche nicht gut verstehen ist ja z. B. auch doof.


    Das wären auch meine Hauptbedenken.

    Verstehen die sich denn eine Woche? Kann vielleicht, falls er doch zwei Wochen mitkommen mag, so geplant werden, dass die beiden nicht immer zusammenhängen müssen etc.? Und dann klappt das vielleicht auch14 Tage? Fühlt er sich generell in der Familie des Freundes wohl?

    Wir haben das in den Ferien ähnlich, wir haben einen 13jährigen Freund von unserem Sohn für 14Tage mit im Urlaub mit(allerdings Inland und mehr Platz durch Ferienhaus). Die sind ihr ganzes Leben lang befreundet, aber wir wissen, dass die sich manchmal auch zuviel werden. Haben mit den Jungs einiges besprochen, was hier gewöhnlich zwischen den beiden für Streit und Stress sorgt und hoffen das es klappt.#angst


    Der Flug würde mir ansonsten gar keine Sorgen machen organisatorisch, solange er einigermaßen selbstständig ist und im Notfall sich traut um Hilfe zu fragen.

  • Ich habe gestern die Gegenstimme nur schnell vom Handy aus geschrieben, deshalb so knapp....


    Hoffentlich konnte das Telefonat mit der anderen Mutter ein bisschen Klarheit für dich bringen, @MaidenMotherCrone :)


    Einen Aspekt wollte ich noch einwerfen: Ich habe festgestellt, dass es nicht gut ist, wenn ich beim Erlauben von solchen Dingen zu sehr über meine eigene Grenze gehe. Das klingt vielleicht überängstlich und egoistisch. Inzwischen bin ich auch in der Lage, da Unterschiede zu machen und wenn ich merke, dass etwas wirklich wichtig für mein Kind ist, lasse ich auf jeden Fall mit mir reden.

    Mein Sohn träumt z.B. von einem Aufenthalt in den USA. Für mich ist das eine ganz schreckliche Vorstellung(und auch gleichzeitig eine gute, wenn ich an ihn denke :)), aber natürlich sage ich ihm das nicht, und werde ihn - wenn es so kommt- auch dabei unterstützen.

    Bei "kleineren Träumen" - und da würde jetzt dieser Urlaub für mich dazu gehören- würde ich das nur erlauben, wenn ich wirklich ein gutes Gefühl dabei hätte. Da würde dann dazugehören, dass ich den Personen, mit denen er reist, vertrauen kann bzw. sie einschätzen kann.


    In deinem Eignagsposting wurde für mich irgendwie die Dringlichkeit des Wunsches deines Sohnes nicht so ganz klar. Du schriebst "es kam die Idee auf". Das klang für mich nicht so, als wäre es ihm wirklich richtig wichtig und in Kombination, dass er es dann vielleicht nicht zwei Wochen mit dem Freund aushält, würde ich es nicht erlauben(zusätzlich zu sämtlich worst case Szenarien in meinem Kopf #schäm).

    ">F3iGp1.png">ywkFp1.png


    "Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut." Carolin Emcke


    save me