Konzentriertes und fokussiertes Arbeiten

  • Es kommt wahrscheinlich auch ein bisschen auf den Beruf an...

    Meine Arbeitzeit als Orchester Musikerin it klar festgelegt, ich kann nichts anderes machen, als da zu sitzen und zu arbeiten. In der Probe bin ich manchmal nicht dran, dann sitzt man da und wartet. Ich spiele aber ein Instrument, was viel spielt, aber nicht sehr auffällt. Äußerst praktisch.

    So denke ich manchmal im Konzert darüber nach, was ich die nächsten Tage kochen will. Manchmal ist das Programm so schwer, dass ich meine Konzentration schärfen muss. Das ist auch ein sehr cooles Gefühl, wenn man sich richtig krass konzentriert.

    Die Fahrten zum Konzert ist man natürlich im Bus gefangen, aber man kann die Zeit für sich nutzen. Lesen, chillen, quatschen, schlafen, stricken. Es ist Zeit für einen selbst, aber man hat nur begrenzte Möglichkeiten, etwas zu tun.

    Was natürlich echt anders ist als bei anderen Berufen:alle arbeiten zusammen. Man kennt die Macken der Kollegen, ubd zwar jeder. Der eine fragt dauernd was, der andere stottert und kämpft mit der deutschen Sprache, einer kapiert wenig, einige fühlen sich Cheffer als andere.

  • Ich finde diese Frage sehr spannend und frage mich wie ich sie beantworten kann.

    Ich arbeite im sozialen Bereich. Mich ganz allein betrachtend würde ich sagen: ich arbeite 1/3 -1/2 meiner Arbeitszeit produktiv und konzentriert und den Rest im Leerlauf.

    Das stimmt aber nicht so ganz. Ich bin immer präsent und jederzeit Aufmerksam und startklar. Dabei quatsche ich aber durchaus privates Zeug oder geplänkel, smalltalk. Trinke Kaffee, esse oder was auch immer. Mit Kollegen quatschen geht auch.

    Ein Teil meiner Kollegen die exakt den gleichen job unter gleichen Bedingungen machen wie ich bezeichnet sich als gut ausgelastet. Ein anderer als dauernd überlastet. Schaffen viele Dinge nicht die zu den täglichen Aufgaben gehören.

    Richtig nachvollziehen kann ich das nicht.

    Ich weiss dass ich effizient, organisiert und strukturiert bin. Trotzdem trödel ich durchaus oft und habe nach meiner Arbeit immer noch Luft.

    Ein schlechtes Gewissen habe ich mir schon lange abewöhnt. Mein Gehalt sehe ich inzwischen als Zeit/Aufwandsentschädigung.

    Ach ja ich mache Schichtdienst.

    Trummelbiene startet durch in diesem Jahr!

  • Ich bin in der Erwachsenenbildung.


    Im Unterricht muss ich ständig präsent sein, es gibt kurze Leerlaufphasen, aber da muss ich auch immer mal schauen und bin abrufbereit. Abgesehen von der Pause, die ich aber oft zum kopieren und Sachen mit dem Büro abklären nutze.

    Und dann gibt es Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, da schaut niemand drauf was ich wann und wie mache. Der Unterricht muss halt laufen.

    Manchmal arbeite ich konzentriert durch, manchmal auch nicht. Es kommt schon vor, dass ich deutlich vorarbeite, und dann auch mal einen Freitag richtig frei habe.


    Ich bin aber schon der Meinung, dass Leerlaufzeiten eben dazu gehören und dann nicht Pause sind.

    Pause bedeutet, dass ich raus gehen, vielleicht was esse, lese oder was auch immer mir gerade gut tut, aber nicht ansprechbar und nicht abrufbereit bin, und das für eine halbe Stunde.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)