Komplett neu anfangen mit Mitte 40?

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  • Ihr seid so lieb, vielen dank für euer Mut machen, mit denken und überlegen. Allgemein liegt mein Interesse tatsächlich sehr im medizinischen Bereich. Vielleicht kann ich da mehr in die Richtung nach Informationen suchen. Das Problem ist, das ich tatsächlich keine parallelen Angebote finde hier. Ich wüsste tatsächlich auch nur das Jobcenter hier an das ich mich wenden kann. Meine Angst war auch bisher immer das ich im Jobcenter lächelnd weggeschickt werde, weil ich ja ein Einkommen habe und sie dort jetzt nicht grad unter Langeweile leiden. Aber da denke ich wie so oft für andere mit. Vielleicht sollte ich es einfach dort versuchen.

  • Ich kenne auch Leute, die sich in deinem Alter nach langer Pause oder so nochmal umorientiert haben oder neu ins Erwerbsleben eingestiegen sind.


    Wenn du erst einmal medizinische Luft schnuppern willst, wäre evtl. soziale Begleitung oder Pflegehelferin ein Einstieg mit geringem Kosten- und Zeitaufwand.


    Wenn du wirklich als Ärztin arbeiten willst, versuch es doch. Sechseinhalb Jahre Studium, dann hast du ab Assistenzärztin immer noch fast 20 Jahre Berufsleben vor dir.

  • Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Bildungs-/Erlebnis- Angebote für Kinder mit Tieren / Natur / Ökologie derzeit sehr gefragt sind. Vielleicht hast du dahingehend Ideen?

    Gefragt sicher. Aber gerade in dem Bereich läuft das auf eine freie Honorartätigkeit heraus und die Honorare, die Du bräuchtest, bekommst Du mit Kinderkursen nicht zumal man damit auch zeitlich nur sehr punktuell arbeiten kann.


    Ich würde mich ans Arbeitsamt wenden. Es gibt Frauenprogramme, die dabei Orientierung bieten können incl. Praktika. Man bekommt Beratung, kann sich mit anderen Frauen in der gleichen Situation austauschen und ggf. auch noch was lernen.

  • Da so viele hier das Job-Center lobend erwähnen... das ist nicht überall so hilfreich. Ich habe damit nur schlechte Erfahrungen gemacht. Du kannst natürlich ausprobieren, wie gut das für Dich zuständige Job-Center ist, aber schaue Dir parallel bitte die anderen Angebote in Deiner Region an: manchmal sind sie besser.

    Bei uns macht das gar nicht vorrangig das Jobcenter. Bei uns gibt es in der Arbeitsagentur ganze Programme und Infoveranstaltungen und Beratungen für Berufsrückkehrer und die arbeiten dann ihrerseits auch mit vielen anderen Stellen zusammen.


    Ich würde mir tatsächlich als allererstes einen Termin bei der Arbeitsagentur holen. Viele fangen jetzt auch wieder mit persönlichen Beratungen an.

    • Offizieller Beitrag

    Da so viele hier das Job-Center lobend erwähnen... das ist nicht überall so hilfreich. Ich habe damit nur schlechte Erfahrungen gemacht. Du kannst natürlich ausprobieren, wie gut das für Dich zuständige Job-Center ist, aber schaue Dir parallel bitte die anderen Angebote in Deiner Region an: manchmal sind sie besser.

    Bei uns macht das gar nicht vorrangig das Jobcenter. Bei uns gibt es in der Arbeitsagentur ganze Programme und Infoveranstaltungen und Beratungen für Berufsrückkehrer und die arbeiten dann ihrerseits auch mit vielen anderen Stellen zusammen.


    Ich würde mir tatsächlich als allererstes einen Termin bei der Arbeitsagentur holen. Viele fangen jetzt auch wieder mit persönlichen Beratungen an.

    Ja, genau so ist es bei uns auch. Die haben die Infos der Region gesammelt an einer Stelle. Teilweise wird es bezahlt, teilweise nicht.

  • Noch eine Stimme für "aber sicher doch!". #ja Ich bin auch gerade dabei, mich mit Mitte 40 komplett umzuorientieren. Und es klappt super - die Lebenserfahrung erleichtert und beschleunigt da so einiges.

    Die Arbeitsagentur war bei mir auch traumhaft hilfreich und unterstützend. Einfach mal versuchen! #applaus

    mit Sohn groß (2007) und Sohn klein (2010)

  • Ganz viel Erfolg und nur Mut!

    Ich bin jetzt gleich 47 und fange nochmal ganz neu an mit einer Umschulung. Da habe ich großen Respekt vor aber ich will das schaffen. Mir hat das Jobcenter sehr gut weitergeholfen letztendlich übernimmt aber die Rente.

    Berufsberatung für Wiedereinstieg für Frauen war hier meine Abteilung beim Jobcenter.


    Ich drück Dir die Daumen!

  • Ich war auch bei so einer Beratung im Arbeitsamt. Den Wiedereinstieg hab ich dann selbst auf die Reihe bekommen, aber ich fand es schon mal hilfreich, dass die Beraterin mit mir alles durchgegangen ist und Stärken, Erfahrungen etc. Herausgearbeitet hat und auch Ideen hatte, in welchem Bereich ich es überhaupt mit meinem Profil versuchen könnte. Es war also schon hilfreich.

    LG H. mit J. (volljährig) und S. (Teenie)

  • Mir hat das Jobcenter damals nach der Kinderpause ein Einzelcoaching bei einem externen Bildungsträger finanziert (musste ich aktiv ansprechen, war aber gar kein Problem). Das ging über zwei oder drei Monate und war sehr hilfreich, ich war allerdings auch nicht so lange raus aus dem Job.

  • Ich habe heute festgestellt, dass das Jobcenter bei uns ein Angebot hat, das nennt sich "Berufsberatung im Erwerbsleben". Da habe ich nun auch mal eine Mail wegen einem Termin hingeschickt. Mal schaun, was da so bei rauskommt.

  • Ich setz mich hier mal dazu. Bin in letzter Zeit auch wieder viel am Überlegen und Stellenanzeigen durchstöbern. Jobcenter ist eine gute Idee. Daran hab ich noch gar nicht gedacht, weil ich als Haussaurier ja dem Arbeitsmarkt seit 15 Jahren bewusst nicht zur Verfügung stand und deshalb dort nie gemeldet war.


    Ein bisschen Zeit hab ich sowieso noch, weil ich erst neu durchstarten kann, wenn die Jüngste in 2 Jahren auf die weiterführende Schule wechselt. Aber ich bin jetzt schon dabei mich umzuschauen was mir liegen könnte.

    Hatte schon mal über Pharmazeutisch-technische Assistentin nachgedacht, weil mich der Medizinische Bereich auch total interessiert, ich aber leider kein Blut sehen kann. Daher fällt Sprechstundenhilfe etc raus, obwohl ich z.B. für Terminplanung dank 6 köpfiger Familie super qualifiziert sein müsste. :D Auch den neuen Studiengang Medizintechnik hab ich mir angeschaut, weil ich da vielleicht ein bisschen was von meinem alten Studium anrechnen lassen könnte, aber das geht zu sehr in die Ingenieur/Programmier Richtung und das liegt mir einfach nicht.


    Letzte Woche bin ich dann zufällig über den Beruf "Fachangstellte für Medien/Informationsdienste im Bibliotheksbereich" gestolpert. Wusste bisher gar nicht, dass es das wirklich als Beruf gibt. Das wäre genau mein Job. Und ich mach ja schon seit vielen Jahren hier ehrenamtlich die Schulbücherei (und vorher KiGa Bücherei) und hab mir da inzwischen autodidaktisch schon vieles angeeignet.

    Leider sind große öffentliche Bibliotheken mit bezahlten Angestellten hier auf dem Land sehr spärlich und die nächsten beiden Ausbildungsbibliotheken 50km (45min Autofahrt) entfernten Kleinstädten die beide von meinem Wohnort aus mit den Öffis nicht zu erreichen sind. Oder eben die 70km nach München rein, da würde wenigstens der Zug fahren. (Wären allerdings dann täglich mind. 3 Std Arbeitsweg). Berufsschule wäre auch Blockweise in München...

    Aber ich hab beschlossen, dass ich auf jeden Fall schon mal versuchen werde an verschiedenen Bibliotheken ein Schnupperpraktikum zu machen und anzufragen ob sie so alte Leute wie mich überhaupt ausbilden würden.


    Zusätzlich hab ich mir vorgenommen dass ich mich nächstes Frühjahr fürs Auswahlverfahren für ein duales Studium an der Verwaltungshochschule bewerbe. (Ich wusste gar nicht, dass man da 1,5 Jahre Vorlauf braucht #eek - ist damit mein einziger Versuch, bevor ich wegen der Altersgrenze nicht mehr zugelassen werde.)


    Würde mich freuen wenn ihr hier immer mal sporadisch berichtet, wie es bei euch weitergeht.

    Nr. 1 Sommer 06 - Nr. 2 Herbst 08 - Nr.3 Frühling 11 und Nr. 4 Herbst 13 #herzen

  • Ich möchte hinzufügen, dass du dich an die Agentur für Arbeit wenden musst (nicht ans Jobcenter).

    Die haben regional unterschiedliche Angebote für Wiedereinsteiger*innen, da musst du dich beraten lassen …

    ...eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur viel zu selten dazu ...

  • Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, vor allem *Apfelbaum* ,wie es bei dir weitergegangen ist, bzw bei den anderen, die hier versucht haben, einen neuen Weg einzuschlagen.

    Momentan befinde ich mich in einer ähnlichen Situation. Ich habe zwar nie komplett aufgehört zu arbeiten, habe eigentlich einen sinnvollen Job, (der auch noch gesucht, aber nicht besonders toll bezahlt wird) allerdings merke ich, dass es mir jetzt schon körperlich schwerer wird. Noch über 20 Jahre und vor allem dann irgendwann wieder in Vollzeit- das wird nichts...

    Im Moment versuche ich noch meine Gedanken zu sortieren, habe auch schon an Fernstudium gedacht (Präsens ist für mich utopisch, mit Kindern und Teilzeitjob ist mir 1h einfache Fahrt mit dem Auto und mit den Öffis noch viel länger einfach zu viel).

    Hat damit vielleicht schon jemand Erfahrungen hier?

  • Ich hab den Gedanken an Umschulung / zweites Studium erstmal wieder verworfen. Da geht für mich einfach zuviel Familien-Lebensqualität durch die elendige Fahrerei (75min einfache Strecke) verloren.

    Ich arbeite stattdessen seit Ostern ehrenamtlich 2 Std täglich an der Grundschule im Ort mit und bringe dort den ukrainischen Kindern Deutsch bei. Das hilft mir zwar nicht irgendwelche Rentenpunkte aufzubauen und trägt auch nichts zum Familieneinkommen bei, aber es macht mir sehr viel Spass und ich komme jeden Tag heim und weiss, ich hab etwas sinnvolles gemacht. (Willkommens- / Unterstützungskraft hat unsere Minischule leider nicht bewilligt bekommen, deshalb gibt es auch nächstes Schuljahr leider kein Budget dafür und es bleibt weiter beim Ehrenamt.) Jetzt in den Ferien werde ich zusätzlich auch wieder beim Deutschkurs der Erwachsenen mithelfen bzw daraus einen Familienkurs machen und dafür sorgen, dass meine Schützlinge und ihre Geschwister in den Ferien am Ball bleiben und nicht wieder alles vergessen. ;) )

    Wenn die jüngste in 1 Jahr auch auf die weiterführende Schule kommt und täglich zwischen 7 und 14 Uhr außer Haus ist, findet sich dann schon irgendein Halbtagsjob.

    Nr. 1 Sommer 06 - Nr. 2 Herbst 08 - Nr.3 Frühling 11 und Nr. 4 Herbst 13 #herzen

  • waschbär ich finde das eine ganz tolle Arbeit und Leistung von dir,das kann man gar nicht genug betonen.

    Und es macht mich echt traurig, eigentlich wütend, dass dafür kein Budget locker gemacht wird. Das ist überhaupt nicht akzeptabel!!

  • Vielleicht kann die Schulleitung zum neuen Schuljahr noch mal konkret Stunden beantragen? Ist zwar viel Papierkram, aber es gibt doch Töpfe für diese Art der Unterstützung. (Aber vielleicht wollen sie dich dann lieber an eine größere Schule locken?)

  • cashew und Kanin

    Jepp, genau das ist das Problem. Im Landkreis bekommen nur die 3-4 großen Grundschulen extra DaZ Klassen bewilligt. Unsere Zwergschule und selbst die Hauptschule im Nachbarort haben dafür schlicht zu wenig Schüler. Dh. meine Schützlinge müssten einfach mit im normalen Unterricht sitzen, ohne extra Förderung und ich würde täglich 20km pendeln müssen und müsste ein Minimum an 15 Std. Unterricht übernehmen. Vorbereitungszeit käme noch dazu. Das ist mir definitiv zu viel. Ich seh ja wieviel Vorbereitungszeit für die 5x 90min anfallen. Und ich mag auch ehrlich gesagt nicht, 20 Kinder unterrichten. Trau ich mir schlicht nicht zu. Ich bin gut darin Kleingruppen zu betreuen, aber für mehr fehlt mir definitiv die Stressresistenz und der pädagogische Background.

    Solang wir gut ohne mein Gehalt über die Runden kommen, haben alle mehr davon, wenn ich das einfach nächstes Jahr unbürokratisch so weitermache. ;)

    Nr. 1 Sommer 06 - Nr. 2 Herbst 08 - Nr.3 Frühling 11 und Nr. 4 Herbst 13 #herzen

  • Es gibt aber für alle möglichen Förderstunden, Brückenkurse, AGs etc. verschiedene Budgets. Vielleicht muss die Schulleiterin es nur anders nennen? Eine DaZ-Klasse passt doch gar nicht zu deinem Format. Ich habe ja bisher nur im Gymnasial-Bereich ausgeholfen, aber da war nie von einem Minimum die Rede, zuletzt hatte ich 8 Stunden - du bist ja mindestens 10 da? Ich weiß, dass es schwierig ist, bei sowas nachzuhaken.