Farben sehen und benennen - was/ wann können es eure Kinder?

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  • Die vererbte rot/grün-schwäche kommt bei Mädchen aber so selten vor, das wissen die Eltern aber schon vorher, weil in beiden Familien der Elternteile die Schwäche aufgetreten sein müsste, damit eine Tochter es haben kann. Bei Jungs kommt's häufiger vor.

  • Hier hatte die Kinderärztin gesagt, so mit vier bis fünf, zum Eintritt der Vorschule, sollte das gekonnt werden. Falls nicht, wird dann geschaut, woran es liegen könnte.


    Rot-grün und Tiefensicht testet unsere Kinderärztin mit spezialisierten Kärtchen bei fast jeder Kontrolle, bis es zuverlässig gekonnt wird. Da hängt es manchmal weniger am Sehen als am sprachlichen Benennen.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Mein sprachlich sehr fitter Grosser konnte das mit 5 noch nicht, obwohl wir mit ihm übten. Als Schulkind war das dann kein Problem mehr für ihn.

  • Ich hab grad nochmal nachgeschaut weil ich im Kopf hatte, dass das mit den Farben bei den U-Untersuchungen super spät dran war.


    Bei der U9 mit 60-64 Monate sollen 3 Farben richtig erkannt und benannt werden.


    Ist also selbst nach sowas standardisiertem wie den U-Untersuchungen noch super viel Zeit.

  • Meine gut 3jährige, sprachlich fitte Tochter macht da auch noch ein Durcheinander. Farben zuordnen kann sie (also grüne Lego zu grünen Legos legen). Aber ich bin auch nicht total entspannt, weil v.a. rot / grün schwierig zu sein scheinen für sie. Mal schauen, wie das dann bei der nächsten Untersuchung ausieht.

    Das Gute: Soviel ich weiss, kann man da auch nichts dran ändern, wenn das Kind das nicht kann (also weil das Auge die Fähigkeit nicht hat). Man verpasst also kein 'Lernfenster' wenn man sich da irrt.

    Was mir auffällt: Farben interessieren sie halt einfach nicht, also die richtige Zuordnung. Die 5 Monate ältere Cousine kann das nämlich auch schon seit sicher einem Jahr.

  • Meine gut 3jährige, sprachlich fitte Tochter macht da auch noch ein Durcheinander. Farben zuordnen kann sie (also grüne Lego zu grünen Legos legen). Aber ich bin auch nicht total entspannt, weil v.a. rot / grün schwierig zu sein scheinen für sie. Mal schauen, wie das dann bei der nächsten Untersuchung ausieht.

    Das Gute: Soviel ich weiss, kann man da auch nichts dran ändern, wenn das Kind das nicht kann (also weil das Auge die Fähigkeit nicht hat). Man verpasst also kein 'Lernfenster' wenn man sich da irrt.

    Was mir auffällt: Farben interessieren sie halt einfach nicht, also die richtige Zuordnung. Die 5 Monate ältere Cousine kann das nämlich auch schon seit sicher einem Jahr.

    Wenn ein Kind tatsächlich Probleme mit FarbenSEHEN hat, muss das schon frühzeitig erkannt werden. Das Kind hat dadurch ja massive Einschränkungen im Alltag und muss entsprechend gefördert werden um die zu kompensieren. Je früher, desto leichter fällt ihm das.

    Klappt "rote Steine zu roten Steinen und grüne Steine zu grünen Steinen" gar nicht wenns nur rot oder grün gibt oder scheint sie einfach zwischendurch unkonzentriert oder lustlos zu sein? Dann legen sie schon auch einfach zu irgendwas nur damit die Aufgabe fertig ist.

    Manchmal gehts spielerisch besser (grade wenns teilweise echt noch wackelig erscheint - was es in dem Alter durchaus noch darf solange es überwiegend klappt). Z.B. ein rotes Kuscheltier hinlegen das nur rote Bausteine essen will und ein grünes das nur grüne Bausteine essen will (oder wenn man keine entsprechenden Tiere hat halt nen Fleisch- und nen Pflanzenfresser nehmen und sagen z.B. der Löwe will nur Fleisch, das ist rot - roten Baustein vor Löwe legen - der Hase will nur Gras, das ist grün - grünen Baustein vor Hase legen - . Gib den Tieren mal ihr Lieblingsfutter, die haben grooooßen Hunger")



    Ich hab grad nochmal nachgeschaut weil ich im Kopf hatte, dass das mit den Farben bei den U-Untersuchungen super spät dran war.


    Bei der U9 mit 60-64 Monate sollen 3 Farben richtig erkannt und benannt werden.


    Ist also selbst nach sowas standardisiertem wie den U-Untersuchungen noch super viel Zeit.

    Ich hab grad in der Petermann-Tabelle nachgeschaut (ein Meilenstein-Test, der auch in der Entwicklungsdiagnostik verwendet wird): Zuordnen zu zwei Farben klappt beim Großteil der GEsunden Kinder (90 % - d.h. bei 10 % der gesunden Kinder kommt es später) mit 30 Monaten sicher. Zuordnen im Sinen von zusammenlegen. Benennen kommt wesentlich später.

    WEnn Kinder mit 30 Monaten das noch nciht können soll 3 - 4 Wochen mit dem Kind "geübt" werden (also vermehrt Spiele in dem Punkt gespielt werden, im Alltag die Farben benannt usw.). Beim Großteil der restlichen 10 % gesunder Kinder klappt das dann - ist oft nur Sache von "wenig Interesse dafür bisher" (Kinder haben ja ihre Hobbys und ihre individuellen Entwicklungszeiten)

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Mmh. Ich glaube, ich werde das mit ihr dann am Freitag, da habe ich sie morgens ganz alleine mal genauer anschauen. Ich bin mir nämlich wirklich bei rot/grün nicht sicher. Und mein Bruder hat eine leichte rot/grün Blindheit.


    Mit Nummer 3 muss ich eh nochmals zur Augenpraxis. Vielleicht melde ich dann die kleine auch gleich an ...

  • Mmh. Ich glaube, ich werde das mit ihr dann am Freitag, da habe ich sie morgens ganz alleine mal genauer anschauen. Ich bin mir nämlich wirklich bei rot/grün nicht sicher. Und mein Bruder hat eine leichte rot/grün Blindheit.


    Mit Nummer 3 muss ich eh nochmals zur Augenpraxis. Vielleicht melde ich dann die kleine auch gleich an ...

    Ja, besser ist das. Ich würd sie unabhängig vom Selbsttest zum Augenarzt mitnehmen. Sicher ist sicher. WEnns nix ist bist beruhigt und wenn, kann man ihr früh helfen das auszugleichen.

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  • Enaira wenn du Trägerin der Rot-Grün Blindheit wärst, muss dein Mann ebenfalls Rot Grün blind sein, damit deine Tochter das geerbt haben könnte. Wenn dein Mann gesund ist, könntest du als Trägerin nur einem Sohn die Krankheit weiter geben. Deine Tochter könnte Trägerin sein, wäre aber selbst gesund.

  • Enaira wenn du Trägerin der Rot-Grün Blindheit wärst, muss dein Mann ebenfalls Rot Grün blind sein, damit deine Tochter das geerbt haben könnte. Wenn dein Mann gesund ist, könntest du als Trägerin nur einem Sohn die Krankheit weiter geben. Deine Tochter könnte Trägerin sein, wäre aber selbst gesund.

    Es gibt ja nicht nur die vererbte Form. Abklären lassen schadet doch nix. #weissnicht

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  • Ich kenne mehrere Menschen mit rot/grünschwäche, wo das wirklich spät erkannt wurde. Und alle führen ein ganz normales Leben.... Gut, sie haben jetzt an Malerei und Kunst nicht so das große Interesse, aber ich denke, es gibt wichtigere entwicklungsbesonderheiten, die früh erkannt werden sollten. Schielen ist so ein Beispiel, eine Schwäche im räumlichen sehen schränkt stärker ein.

  • Man kann das ganz gut üben, indem man sich tageweise nur auf eine Farbe konzentriert. Und dann bei 5 verschiedenen Gelegenheiten irgendwelche Dinge benennt, die rot sind. Und frühestens am nächsten Tag wird dann über gelbe Dinge gesprochen.


    Die Kinder sind oft nur solange verwirrt, solange die Bezugspersonen „heute sind Farben dran“ im Kopf haben und dann immer grundsätzlich mehrere Farben auf einmal aufbringen.

    Das Problem nennt sich Ranschburg-Phänomen oder Ähnlichkeitshemmung.

  • Man kann das ganz gut üben, indem man sich tageweise nur auf eine Farbe konzentriert. Und dann bei 5 verschiedenen Gelegenheiten irgendwelche Dinge benennt, die rot sind. Und frühestens am nächsten Tag wird dann über gelbe Dinge gesprochen.


    Die Kinder sind oft nur solange verwirrt, solange die Bezugspersonen „heute sind Farben dran“ im Kopf haben und dann immer grundsätzlich mehrere Farben auf einmal aufbringen.

    Das Problem nennt sich Ranschburg-Phänomen oder Ähnlichkeitshemmung.

    So wurde das bei uns in der Kita als Frühförderung gemacht, sogar Wochenweise: eine Woche rot, eine grün, eine blau, eine gelb etc. Sie haben damit verschiedenste Aktivitäten gemacht: Gegenstände in der Farbe gesucht, Essen in der Farbe zubereitet, Kleidung in der Farbe angezogen, Bücher gelesen, gemalt und so weiter. Ich glaube am Ende des Projekts konnten alle Kinder die Farben.

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  • Ich habe auch Zwillinge.

    Möchte darauf hinweisen, dass meine sich ergänzen und habe das öfters von anderen Zwillingseltern gehört.

    Das heisst wenn Kind 1 das kann, hält Kind 2 es nicht für nötig, diese Fähigkeit ebenfalls zu präsentieren, da die Kinder sich als Einheit sehen und der Punkt damit abgehakt ist.

  • Zudem spielt Eifersucht evtl. eine Rolle. Evtl. sucht das Kind sich ein eigenes, anderes Feld, da dieses Feld schon von Zwilling 1 belegt und beherrscht wird.


    Bitte Zwiilinge nicht an der Leistung von Einlingen messen. Das geht in die Hose und wird denen nicht gerecht.


    Und Vergleiche zwischen den beiden sind gemein und unfair. Niemand hat eine engere Bindung als Zwillinge. Sie gegeneinander auszuspielen macht es kaputt.