Hashimoto Thyreoiditis Austauschthread

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  • Das war so eine seltene Krebsart, die sich abkapselt, angeblich ohne Metastasenbildung und mit freien Rändern, der Histologiebericht steht noch aus.

    Meine Angst ist, dass ich mich nicht länger um die Kinder kümmern kann, ist eh schon schwierig, Haushalt schaffe ich nur mit langen Pausen dazwischen, Radfahren ist wie Marathon, egal, wie kurz die Strecken sind.

    Hab Angst, ein Pflegefall zu werden, eine Belastung für die Familie. Hab auch Angst, dass dieser geht-gerade-noch-so-mit-Zähnezusammenbeissen-Zustand als optimal dargestellt wird vom Arzt, wenn die Werte zu gut sind.

    Und dass der Krebs nachwachsen könne, habe ich zu hören gekriegt, super Aussichten für die Zukunft. Ich plane nichts mehr, ich gebe kein Geld mehr für mich aus, ich kämpfe darum, dass ich die Kinder selbstständig und groß genug kriege. Wie eine Zeitbombe im Innern, mit 35. Ob der wirklich weg ist, ob der wiederkommt? Weiss keiner.

    Eigentlich sollte ich arbeiten gehen nebenher, spätestens, wenn das Ehegattensplitting abgeschafft wird, aber wie, frage ich mich, woher die Energie nehmen? Bin ein verd... Wrack. #crying

    Das Hashimoto wütet natürlich nebenher writer, sucht sich vielleicht schon das nächste Organ aus.

    Seelsorge gab es im KH nur konfessionsgebunden, aber ich habe vor, wieder einzutreten. Vielleicht hilft beten ja.

    2 Mal editiert, zuletzt von Schnickschnack (28. September 2018 um 13:35)

  • Verstehe, aber warum denkst du, dass du dich nicht um die Kinder usw. kümmern kannst? Als Folge von was? Dass du kein L-Thyroxin bekommst?

    Die OP war doch Anfang September, oder? Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass die meisten Tumoren der Schilddrüse gutartig sind und dass abgekapselt meistens eher was gutes bedeutet?

    Warum denkst du, dass jetzt das nächste Organ zerstört wird und dass Hashimoto jetzt wild in deinem Körper ein Organ nach dem anderen zerstört? Wo hast du denn das gelesen?

    Wo bist du denn operiert worden, dass Seelsorge konfessionsgebunden ist, ist ja sehr ungewöhnlich? Zumindest in deiner Stadt und in den Kliniken in der näheren Umgebung gibt es in den Kliniken eigentlich parallel Seelsorge für katholische, evangelische und konfessionslose Patienten.

    LG Heike

    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Weil ich so unendlich schlapp bin und mein Kopf nicht richtig arbeitet, vergesse viel, mache Fehler, habe Gelenkschmerzen. Sobald ich kein Calcium nehme, kriege ich gruselige Krämpfe, weil die Nebenschilddrüsre laut OP-Arzt gereizt sind usw. Horror. Im Straßenverkehr hab ich Angst, etwas zu übersehen. etc.

    Keine Nerven, kein Gehirn und körperlich ein Wrack, kann man es zusammenfassen. #angst

    Bei Anmeldung musste ich die Konfession sagen, da wurde das erklärt. Im KH ging es mir nicht so schlecht wie jetzt, dank Morphinen...

    Bei Hashimoto hieß es, können noch weitere Autoimmunerkrankungen dazu kommen, das macht dieses Hashimoto wohl und dann werden weitere Körperteile angegriffen, hab danach nicht mehr nachgefragt, kann man eh nichts dagegen tun. Rheuma könnte kommen. Dann alles mit Morbus... #angst

    2 Mal editiert, zuletzt von Schnickschnack (28. September 2018 um 14:05)

  • du hast mir die Quelle deiner Info, was alles sonst noch bei Hashimoto passieren kann, noch nicht genannt.

    Und die Ursache, warum du meinst, dass du so schlapp bist usw.

    Welches KH war das denn?

    LG Heike

    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Das wollte ich oben damit sagen, Schnickschnack. Wenn ich zuwenig LT nehme werde ich depressiv und bekomme Ängst, bin überfordert etc. etc. So, wie Du schreibst.

    Aber das geht weg, wenn Du richtig eingestellt bist! Und das wirst Du.

    Die 500 Mikrogramm sollten nur zeigen, dass es Ärzte gibt, die das, was nötig ist, verschreiben. Vermutlich sogar mehr als solche, von denen Du berichtest :).

    Alles wird gut, Du wirst sehen #knuddel

  • HeikeNorge: Radiologe, mündlich, er hat selbst Hashimoto. Von ihm kam auch der 6 Wochen glutenfrei versuchen Rat, der ja okay war. Seitdem ging es ja mit Schilddrüse besser. Schriftlich findet man kaum Infos über Hashimoto, die über Ratgeber von Laien und aus dem Netz hinausgehen und von Ärzten nicht anerkannt sind.

    Die Ursache, warum ich schlapp bin? Tja, wenn es nicht an der Schilddrüsenabwesenheit liegt, keine Ahnung? Dann gibt es keine Hoffnung mehr. Dann muss ich halt zum Psychiater. Dazu brauche ich wie gesagt wiederum eine Überweisung für die Notfallsprechstunde in der Klinik. Werde ihn fragen.

    Mio: Das berichten viele Erkrankte. Die Ärzte bestreiten es eher, oder? Werte gut, alles gut, Rest ist psychotisch, wiederum Radiologe. Und das ist schon der einzige einigermaßene Experte der Gegend. Der Endokrinologe, übrigens der einzige hier in der Gegend, meinte, ich hätte kein Schilddrüsenproblem, Juni 2018.

  • Mein Rheumatologe sagte auch, dass Autoimmunkrankheiten sich gerne zueinander gesellen.

    Aber das bedeutet trotzdem nicht, dass du jetzt Rheuma bekommst weil du Hashimoto hast. Die meisten Hashipatienten haben nichts weiter. Vielleicht beruhigt dich da simple Statistik?

  • Bei Anmeldung musste ich die Konfession sagen, da wurde das erklärt.

    Fürs nächste Mal: Da geht es nicht darum, an wen du Kirchensteuer zahlst, sondern darum, welcher Konfession du dich verbunden fühlst. Wenn du eine Erstkommunion hinter dir hast, sagst du da „katholisch“, wenn es eine Konfirmation war, „evangelisch“. Wenn keins von beiden, dann sagst du das, was dir im Augenblick sympatischer erscheint.

    Die Seelsorger im Krankenhaus werden sich sicher nicht deinen Steuerbescheid vorzeigen lassen.

  • Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll. Ich kann eh kaum klar denken. Die anderen Threads im Forum kann ich nicht lesen, zu komplex, z. B. das mit der Prostitution, zu hoch im Moment, oder Gehirn zu weich. :( Vegetable.

    Xenia, okay, danke, das klang dort anders. Und da ging es mir noch recht gut im Vergleich zu jetzt. #angst

    Einmal editiert, zuletzt von Schnickschnack (28. September 2018 um 14:57)

  • Ich weiß jetzt nicht, wo du wohnst, aber ich würde dir empfehlen, dich in einer Psychiatrischen Ambulanz vorzustellen, wenn du wirklich Angst hast, zu sterben. Das hört sich nicht harmlos an. Es können ja vielleicht auch Nachwirkungen der op sein, das ist für den Körper und auch für die Psyche schon eine große Sache. Nur kann dir das hier eben keiner sagen. Du klingst jedenfalls sehr verletzt und brauchst Hilfe, denke ich.

  • L-Thyroxin wird in der Psychiatrie off label als Augmentation (Verstärkung) für Psychopharmaka verwendet und dann natürlich auch verschrieben.

    Ob sie das auch solo verschreiben würden, weiß ich allerdings nicht.

    _._._._._._._._
    Prokrastinierer aller Länder: vereinigt Euch - morgen

    “Schatz, komm bitte ins Bett. Man braucht sieben Stunden Schlaf, um als Mensch zu funktionieren.“ “Ich bin Mutter, ich brauch vier.“

    Silence is golden... unless you have a toddler. Then silence is extremely suspicious.

  • Mein Rheumatologe sagte auch, dass Autoimmunkrankheiten sich gerne zueinander gesellen.

    Aber das bedeutet trotzdem nicht, dass du jetzt Rheuma bekommst weil du Hashimoto hast.

    so rum, dass sich Autoimmunerkrankungen gerne zueinander gesellen, ist es ja auch richtig (positive ANA-Antikörper, Diabetes und Zöliakie gehören da zu den häufigsten), aber dass eben Hashimoto von einem zu dem anderen Organ springt, ist eben nicht ganz so richtig und da wollte ich gerne mal wissen, woher denn diese Info stammt. Dass der Radiologe den Gluten-Auslassversuch vorgeschlagen hat, passt zu der vergesellschafteten Zöliakie. Nichtsdestotrotz gibt es noch jede Menge andere Ursachen für deine Symptome und diese Symptome bedeuten ja nicht, dass du jetzt stirbst? Im übrigen treten auch manchmal paradoxerweise Unterfunktionssymptome auf, wenn die Patienten sich in der Überfunktion befinden, und das gilt insbesonderem der Müdigkeit und auch dem Gewicht. Dass das Abnehmen ohne Schilddrüse schwerer wird, ist auch nicht ganz korrekt. Du siehst, du machst dir viele Sorgen, die du dir vielleicht gar nicht machen bräuchtest, denn wie gesagt, auch ohne Schilddrüse entwickelt sich eine Unterfunktion nicht besonders schnell, ässt sich wieder korrigieren und die Dosis lässt sich anpassen. All das weiss ich, weil ich zahlreiche Info und Fachartikel gelesen habe, die ich unter anderem im Netz gefunden habe auf medizinisch anerkannten Seiten. Wenn du möchtest, kann ich gerne nochmal ein paar Links hierlassen. Das Hashimoto-Forum ist da allerdings nicht dabei, die Info, die da zu erhalten ist, ist einfach sehr einseitig und nicht vertrauenswürdig und spiegelt auch nicht die Realität wieder, da dort fast nur Patienten schreiben, die sich nicht wohlfühlen, während all die zufriedenen Hashimoto-Patienten sich da eher nicht beteiligen. Dadurch ergibt sich dann der Eindruck, als wären alle Patienten unzufrieden. In der Wissenschaft nennt man das "selection bias = Stichprobenverzerrung" durch Schweigeverzerrung.

    Wegen der Konfession: welches Krankenhaus war das nochmal @Schnickschnack ?

    LG Heike

    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Halli hallo,

    Hier sind doch viele auskenner oder?

    Ich habe ein paar Fragen zu meinen Schilddrüsen Werten und der Behandlung.

    Mag bzw kann mir hier jemand helfen?

    Da ich vom bisherigen HA nicht ernst genommen wurde, wurde die Sache ziemlich ungut... Jetzt habe ich zwar den Arzt gewechselt, aber würde mich einfach gerne selbst informieren.

    Es geht um eine Unterfunktion die durch überdosierung zu einer Überfunktion mit fiesen Symptomen wurde und mich durch trigger Schach Matt gelegt hat.

    LG mel

  • Jetzt hat es Schnuppe mit Hashi auch erwischt.

    Volumenverlust von 19 ml auf 6 ml in einem Jahr!

    Die Ärztin sagte nur beim Sono: schöne, kleine SD! Ähm ja...

    Die Werte vom 1.10. lassen trotz Lt75 zu wünschen übrig. Am 5.11. wurden sie nochmal bestimmt, hab aber bis jetzt nichts gehört. Die Werte dürften aber nicht so ernst genommen werden können, weil sie morgens LT genommen hat.

    Ihr Befinden schwankt zwischen "geht so" und beschissen. Die freien Werte haben noch Luft nach oben und bei ihrem TSH würde ich in der Ecke liegen.

    Ich schaue mir dann die neuen Werte an und reden mal mit ihr über eine Steigerung.

    LG
    Marau
    #kerze M. 06.09.1984 - 02.01.2017
    Was man tief im Herzen trägt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

  • So, seit 5 Tagen von 100 auf 125 Mikrogramm hochgesetzt. Es war laut Radiologe Krebs, da hat er den Hausarzt bestätigt. Der Chirurg hatte mich tatsächlich einfach angelogen, in seinem Bericht stand der Krebs von Anfang an drin. Der Krebs war zum Glück nicht invasiv, d. h. keine Radiojodbehandlung notwendig.

    Mir geht es körperlich seit Hochdosierung besser, habe mehr Energie, keine Schmerzen mehr. Die Depressionen sind auch weg, das war die Unterversorgung mit Hormonen. Umso schlimmer, nun bis Lebensende von Ärzten abhängig zu sein.

    Die Schilddrüse ist komplett raus. Die drei verbliebenen Nebenschilddrüsen haben hoffentlich nur vorläufig ihre Arbeit eingestellt.

    Die Narbe ist dick und hässlich und sticht ständig.

    Die anderen Werte kommen noch. Auf die Antikörper bin ich gespannt...

  • Hallo und entschuldigt, wenn ich einfach rein grätsche.

    Beim Check up 35 hat mein Arzt auf meine Bitte hin auch den TSH bestimmen lassen.

    Heute das Ergebnis 6,7

    Das ist ja schon recht hoch, wenn ich hier so lese...

    Beschwerden : Naja, müde bin ich oft (schlafe aber leider auch zu wenig), manchmal stehe ich neben mir (habe allerdings auch viel an der Backe), habe immer noch 5-8 Kilo zu viel (die nach dem ersten und zweiten Kind viel schneller runter waren. Mein Jüngster ist nun schon 4. Allerdings habe ich jetzt auch noch keine Diät gemacht oder so, brauchte ich allerdings sonst auch nicht...).

    Also so richtig was handfestes ist nicht dabei, eigentlich bekomme ich alles ausreichend gewuppt.

    Mein Arzt macht noch einmal Laborwerte aller Hormone und auch von 2 Antikörpern wegen Verdacht auf Hashimoto. Außerdem möchte er mich überweisen zur Szintigrafie.

    Ich nehme an, das ist alles sinnvoll, oder? Könnt ihr mir vielleicht noch Tipps geben, auf was ich achten sollte?

    Wie schätzt ihr den Wert ein (würde frühmorgens nüchtern genommen)?

    ___________________________________
    Liebe Grüße,
    Anja

    Einmal editiert, zuletzt von Murmel2008 (13. November 2018 um 21:10)

  • Ja, das ist super, dass dein Arzt das anleiert!

    Der TSH ist echt hoch.

    Man merkt das oft erst, wie anstrengend alles war und wie k.o. man war, wenn die Werte besser werden durch Thyroxin. WIE leicht und schön das Leben wird wo man vorher kämpfen musste. Ich war an die Schmerzen und Depris schon echt gewöhnt.

    Einmal editiert, zuletzt von Schnickschnack (13. November 2018 um 21:14)

  • Mensch, das macht mir doch echt Hoffnung!

    Ich bin so der Macher - Typ, der sich durch beißt und alles immer irgendwie hin bekommt.

    Und das Frau mit 3 Jungs im Alter von 4, 7 und 10, einem 30h Job, bei dem der Druck auch oft hoch ist, Ehrenamt usw. Mal kaputt ist, ist ja durchaus normal.

    Dachte ich....

    Aber manchmal komme ich echt an Grenzen, das merke ich schon.

    Vielleicht ist die Ursache doch dort zu suchen...

    ___________________________________
    Liebe Grüße,
    Anja

  • Murmel2008 Warum Szintigrafie? Hat er überhaupt schon einen Ultraschall gemacht? Ich hatte vor ein paar Monaten eine Überweisung zur Szinti. Die wurde dann dort nicht gemacht, nur Ultraschall, mit der Aussage, dass es das nur in ganz bestimmten Fällen braucht, die man aber wohl nocht aus dem TSH ablesen kann sondern aus dem Ultraschall.