Hashimoto Thyreoiditis Austauschthread

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • Wow, danke HeikeNorge ! Das ist der Moment, wo sich Apotheker und Ärzte die Hand geben #knuddel

    Ich danke Dir sehr für die Ergänzungen und Korrekturen. Das ist etwa so wie mit einer Landkarte, die nur etwas über die Grenze reicht, mit Hinweisen, wohin es weiter geht.

  • Wow, danke HeikeNorge ! Das ist der Moment, wo sich Apotheker und Ärzte die Hand geben #knuddel

    Ich danke Dir sehr für die Ergänzungen und Korrekturen. Das ist etwa so wie mit einer Landkarte, die nur etwas über die Grenze reicht, mit Hinweisen, wohin es weiter geht.

    #blume#liebdrück

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • @Schnickschnack die.lumme  HeikeNorge

    Ich bin absoluter Neuling und bräuchte mal Hilfe.

    Welche SD-Werte muss ich bestimmen lassen, um eine solide Anfangsdiagnostik zu haben? Und an wen wende ich mich? Ich bin im August zur Kontrolle bei meiner Frauenärztin wegen was anderem, ich weiß aber nicht, ob meine Familie so lange noch durchhält. Oder doch Hausarzt?

    Ich laufe emotional völlig neben der Spur, es wird immer schlimmer, das bin nicht ich. Mein Hals tut manchmal etwas weh, fühlt sich "dick" an, gerade wenn ich mich mal wieder aufgeregt habe und "hochgegangen" bin. Ich bin sehr dünn, schwitze viel, bin eher hibbelig, manchmal auch etwas Herzklopfen. Meine Mutter hatte in meinem Alter schon eine Struma-OP. Ist das eine Überfunktion?

    Ich hab' Angst, ich will nicht googeln, das ist alles so kompliziert, ich versteh das immer nicht.

    Ansonsten bin ich 33 und fit, habe einige Kinder, schlafe gut, bin nie krank, nehme keine Medikamente, verhüte nicht hormonell, stille meinen Anderthalbjährigen noch viel und habe jetzt erst wieder einen Zyklus.

    Ich denke, es ist auch kein Lockdown-Symptom, wir leben sehr unaufgeregt auf dem Land und es macht mir eigentlich nichts aus, eher abgeschottet zuhause zu sein.

    Danke!

    ... mit Anna 2011, Sven 2014, Elsa 2015 & Olaf 2018

  • Das liest sich ja schon relativ drastisch... da sollte sich eigentlich Deine Hausärzt:in kurzfristig einen guten ersten Überblick verschaffen können und ggf. auch eine Behandlung einleiten.

    Als diagnostische Laiin sehe ich da eher Überfunktionssymptome, und da reagieren die Fachpersonen im Allgemeinen zügig, weil das auf die Pumpe gehen kann, also längerfristig echt nicht gesund ist.

  • Ja geh zur Hausärztin. Erzähle auch von der familiären Vorbelastung. Mindestens TSH wäre fällig, am besten auch die fTs. Damit bitte nicht warten!

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Haldis Ich würde es auch beim Hausarzt probieren - wenn Du Glück hast, bist du schon damit in guten Händen (ist bei mir tatsächlich der Fall, scheint aber eher die Ausnahme zu sein). Wenn nicht, kannst Du dann immer noch zum Facharzt gehen.

  • TSH, eventuell ft3 und ft4 und die Schilddrüsenantikörper abnehmen lassen.


    Wieviel hast du denn abgenommen?


    Ich weiss nicht, wie alt du bist, aber manchmal können die Wechseljahre auch ähnlich Beschwerden machen, insofern wäre vielleicht es auch sinnvoll, sich noch die Gyn-Hormone anzugucken (aber es gibt ja auch sowas wie frühzeitige Wechseljahre... manchmal auch ausgelöst durch Schilddrüsenproblematik).

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Danke für eure Antworten, ich bin erst 33, wiege 56kg bei 1.75m.

    Ich hab' jetzt erstmal noch eine andere Baustelle und dann mache ich mir mal einen Termin aus, mein Mann meint, ich wäre seit Weihnachten "anders".

    ... mit Anna 2011, Sven 2014, Elsa 2015 & Olaf 2018

  • Haldis das Gewicht alleine sagt ja nicht so viel, (ich wiege prinzipiell auch nicht so besonders viel, kratze immer am unteren Ende der BMI Skala), interessant ist mehr der Gewichtsverlauf, also wieviel hast du in letzter Zeit (unerwünscht) abgenommen? Hast du dabei anders gegessen? Gibt es Sachen, die du plötzlich nicht mehr magst oder so? Noch andere Symptome? Bei unerwünschten Gewichtsabfall muss man als behandlender Arzt immer auch noch ein bisschen an weitere, andere Sachen denken und die soweit es geht ausschliessen, damit man nichts übersieht.

    33 ist natürlich jung, aber es gibt ja auch verfrühte Wechseljahre, das darf/soll man als Differentialdiagnose nicht vergessen und zumindest im Hinterkopf behalten (als behandelnder Arzt).

    Du schreibst noch von anderen Baustellen. Die könnten ja eventuell da auch mit reinspielen, sowohl diese Symptome auslösen, aber eben auch durch eventuelle Schiddrüsensachen ausgelöst sein. Vielleicht lohnt es sich doch, da gleich mal einen Termin auszumachen und dann alle Baustellen anzusprechen.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Ich bräuchte mal bitte eure Einschätzung zu meinen Werten.


    Bei mir wurde 2011 die Diagnose Hashimoto gestellt und seit dem gehe ich (un) regelmäßig zur Kontrolle und es kommen immer wieder die selben Ergebnisse raus, die ich, bis auf die Dosierungsanpassung vom L-Thyroxin, ignoriere bzw. unregelmäßig Selen, Vitamin D und was sonst noch empfohlen wurde, nehme. #schäm


    Das möchte ich ändern und mich und meine Gesundheit an erste Stelle stellen.


    So jetzt hatte ich vor kurzem wieder eine Kontrolle und das sind die Werte und Diagnose. Ich nehme zur Zeit 125er L-Thyroxin.


    Werte:

    fT3: 5,1 pMol/l (3-10 pMol/l)

    fT4: 17,3 pMol/l (13 -28 pMol/l)

    TSH: 0,8 mU/l (0,2 - 3,5 mU/l)


    Vitamin D: 13 ng/ml (30 - 60 ng/ml)


    Thyreoglobulin-AK +719 IU/ml (<4.11)


    Mikrosomale-AK (TPO AK) +35 (<5.61)


    Zu niedrig sind bei mir auch Eisen/Ferritin und Zink. Selen ist im Normalbereich.


    Empfehlung ist L-Thyroxin beizubehalten, Vitamin D, Eisen, Zink und Selen zu supplementieren.


    Bei der Sonographie wurden (erneut) 'einzelne, entzündlich-reaktive Lymphknoten beiderseits hochcervical' festgestellt.


    Wie gesagt, wenn ich die Werte bekomme, hole ich mir meist ein Rezept vom Arzt und nehme dann anfangs, dass was empfohlen wurde und lasse es dann schleifen. Allerdings hatte ich die letzte Kontrolle im Dezember letzten Jahres. Habe Vitamin D (auch höher Dosiert mit Vitamin K) und Zink genommen, auch Selen. Kann es wirklich sein, dass ich das konsequent nehmen muss, jeden Tag? Auch Zink?


    Und was mir doch ein wenig Sorgen macht, ist das mit den Lymphknoten. Warum sind die ständig entzündet? Die Ärztin meinte, bei manchen ist das halt so.


    Ich habe schon einen Termin bei meinem Hausarzt, wollte gerne vorher mal hören, ob euch dazu was einfällt, was ich dann ansprechen kann.


    Danke schonmal. :)

    "Alles was wir fühlen, zerfällt in dem Augenblick, in dem wir es versuchen zu erklären.
    Alles was wir fühlen, erstrahlt in dem Augenblick, in dem wir unsere Ängste überstehen." Madsen


  • Selen und Vitamin D würde ich regelmäßig nehmen, Vitamin D so viel, dass Du auf mindestens 40ng/ml kommst.

    Damit hast Du schon mal viel Entzündungspotential herausgenommen und beruhigst die SD.


    Die Antikörper sind m.W.n. nach der Diagnose völlig irrelevant, weil sie nichts über das aktuelle Geschehen aussagen.


    Die L-Thyroxin-Dosois scheint doch gut zu passen, sofern Du Dich einigermaßen wohl fühlst. Man könnte überlegen, ob Durch Selen wird das fT3 noch besser könnte, dann könntest Du Dich damit wirst auch besser fühlen.


    Nachträglich eingefügter Disclaimer auf Wunsch der Verfasserin: Bitte beachtet, dass bei medizinischen Themen immer eine persönliche Beratung durch eine Fachperson vor Ort erfolgen sollte. Hier im Forum schreiben alle User:innen als Privatpersonen. ***Team von Rabeneltern.org***

  • Hallo :)


    Ich habe ja die letzten zwei Jahre Probleme mit meinen Schilddrüsen werten gehabt, hab allerdings nur eine Unterfunktion.

    Ich habe mich dann nach viel probieren und auf Empfehlung meiner Therapeutin auf hpu testen lassen. Ich war positiv und habe angefangen aktives B6, Zink, Magnesium, Mangan und Vitamin d zu nehmen. Seitdem geht es mir was die Depressionen angeht extrem viel besser und die Schilddrüsen Medis werden immer wieder nach unten korrigiert.

    Bei meinen Recherchen bin ich auf einen Artikel eines Schilddrüsen Arztes gestossen ,der von seinen Hashimoto Patienten erzählte. Manche davon reagierten einfach nicht auf die Behandlung . Er fand heraus ,dass all die Patienten , hauptsächlich Frauen , einen Mangel an B6, Vitamin d, Zink, Magnesium, Selen etc. hatten. Als sie diese Stoffe aufgefüllt hatten, griff die Therapie plötzlich. Gleichzeitig verbesserten sich Ängste , Depressionen usw.


    Ich finde das super interessant. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen hier .


    Liebe Grüße mel

    Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende !

  • iyomi Ich nehme Vit , B12*, Magnesium und Selen auch relativ regelmässig. Manchmal schleift es und dann versuche ich Vit D und B12 auch mal wieder gezielt mit höheren Tagesdosen hochzupushen.


    Bei mir klappt das an Arbeitstagen deutlich besser als am Wochenende oder gar im Urlaub. Mg tue ich ein Pulver morgens in meine Wasserflasche und versuche dann im Laufe des Arbeitstages die Flasche auszutringen. Vit D nehme ich nach dem Mittagessen, B12 am späten Vormittag.


    *Bei B12 hate ich schon mal einen nachgewiesenen Mangel mit deutlichen Symptomen, die mit Substitution schnell besser wurden.

  • Ich hatte es schon früher mal erwähnt, die Sache mit der Selen Gabe und der Beeinflussung der Entzündungsaktivität der Schilddrüse wird kontrovers diskutiert, ein Effekt ist nicht eindeutig; in einer der letzten Studien, die eine relativ grosse Patientengruppen inkludierte, und sowohl propektiv, placebo-controlliert und als cross-over designed worden ist, hat sich kein signifikanter Unterschied zwischen Selen und Nicht-Selen-Gabe gezeigt in Bezug auf TSH und Ultraschall-Bild, und Lebensqualität. Dies hatte sich auch schon vorher in einem systematischen Review und Meta-Analyse gezeigt. Es ist also fraglich, ob die Korrelation der Selen-Gabe mit TPO-Antikörpern klinisch relevant sind, vor allem, wenn man im Hinterkopf hat, dass die Höhe der TPO-Antikörper nicht mit dem aktuellen Entzündungsgeschehen in der Schilddrüse korreliert.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • #danke  HeikeNorge


    Solange es nicht schadet, kann man es ja trotzdem nehmen. Ich hatte aber tatsächlich gerade überlegt, ob ich was tun kann und werde nun erstmal nicht mit Selen anfangen.


    Ich hatte bei meiner Ärztin letzte Woche nach einem neuen Rezept gefragt und Samstag damit gerechnet, dass es kommt. Drückt mir mal bitte die Daumen, dass es heute kommt. Sonst muss ich da anrufen und ein neues erbetteln. Das machen die nicht gerne, damit kein Missbrauch betrieben wird.

  • Solange es nicht schadet, kann man es ja trotzdem nehmen.

    nun ist Selen ein Spurenelement, mit dem man sich über die Nahrung aufgenommen, eigentlich nicht überdosieren kann, bei der langfristigen Einnahme von Selenpräparaten kann man allerdings sehr wohl Nebenwirkungen bis hin zur Intoxikationen durch die Einnahme eines solchen Präparates bekommen. Nicht zu vergessen, alle Zusatzstoffe, E-Stoffe usw. die in den Nahrungsergänzungsmitteln drin sind, über die oft galant hinweggesehen wird.


    Ich stelle mich ziemlich kritisch diesem "mal auffüllen" gegenüber, egal von was. Bei jedem Medikament/Impfung (obwohl dokumentierter Effekt) wird sich wesentlich mehr Gedanken gemacht als bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (obwohl NICHT dokumentierter Effekt).

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • HeikeNorge Was macht es denn Sinn, bei Hashimoto im Labor untersuchen zu lassen - also abgesehen von den Schilddrüsenwerten?

    Ich muss bei meiner Hausärztin alles selbst zahlen, trotz anhaltender Müdigkeit und Blässe, extremen Reaktionen auf zugeführte Hormone, und Wohlbefinden nur wenn in klinischer Überfunktion. Ich habe die Hoffnung, dass sich das bessern würde, wenn Mängel substituiert würden, weiß aber gar nicht, wonach ich suchen lassen soll.
    Hausärztin sagt immer: wenn was im Ungleichgewicht wäre, dann würde man im kleinen Blutbild Hinweise darauf sehen, alles ist gut.

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?

  • Sorry, HeikeNorge ich hatte das tatsächlich wieder verdrängt, weil ich die Originalartikel nicht gelesen habe. Das klappt einfach nicht wg. lücken- bis stümperhaften Englischkenntnissen meinerseits.


    Beim Überfliegen der Studie ist mir allerdings die unklare Menge des Selens aufgefallen. Es sind 166ug/d angegeben... beziehen die sich auf das Selenmethionin oder auf Selen als Selenit? Je nach dem könnte das eine ordentliche oder eine Minimenge sein.

    Dann noch die Diskussion um organisch oder anorganisch...

    Mein Stand ist noch "Finger weg von organischen Selenverbindungen"

    Punkt 3.2

    https://mobil.bfr.bund.de/cm/3…ngsergaenzungsmitteln.pdf


    ...und dann steh ich da mit den verzeifelten Kunden im Job.

    Bis 100ug Selen/ Tag kann ich gut verantworten, ab 200ug/Tag kann es schon kritisch werden, ab 300ug/Tag ist ärztliche Überwachung zwingend. Liegt also echt alles sehr nahe beieinander.

    Vielen hilft es einfach gut. Meist nicht unmittelbar zu bemerken, aber wenn die Packung dann alle ist, dauert es so 2-4 Wochen bis es klingelt "da war doch was!". Das Spiel geht oft so 2-3x, bis keine so großen Lücken mehr in der Einnahme passieren (eher mal zwischendurch ausgelassene Tabletten, wozu ich durchaus auch ermuntere).

    Die Leute stehen halt bei mir, die Werte so weit in Ordnung, aber es läuft noch nicht rund, sie haben noch Leidensdruck. Vielleicht täte es ein homöopathisches Placebo genauso gut, das weiß ich nicht.

    Da es aber zumindest eine rationale für die Selengabe gibt (Böden selenarm, Versorgung in der Bevölkerung sehr knapp, selenabhängige Deiodase...), mag ich diese Empfehlung (nach intensivem persönlichen Beratungsgespräch!) nicht aufgeben.


    Verdammt, ich hab grad hoch gescrollt und festgestellt, dass ich mich mit meinem Text oben viel zu weit aus dem Fenster gelehnt habe. Normalerweise formuliere ich vorsichtiger und mit dem Hinweis auf persönliche Beratung. Ich geh dann mal meinen Beitrag oben melden.

  • Danke die.lumme und du sagst ja nichts anderes, was auch in der Empfehlung im Brief steht.


    Danke auch HeikeNorge das mit dem Selen hatte ich im Hinterkopf, dass es umstritten ist. Und ich nehme es, wie gesagt, nur unregelmäßig. Was sich nicht negativ auf den Wert ausgewirkt hat.


    Jette B12 ist bei mir auch im guten Bereich, da achte ich allerdings auch etwas mehr drauf, da ich mich vegan/vegetarisch ernähre. Also mehr im Sinne von, ich nehme zwei mal mehr im Monat eine Tablette.


    melisma das klingt interessant, da werde ich mal drüber informieren.


    Ich habe mir jetzt neues Vitamin D und Zink aus der Apotheke besorgt. Das Selen, was ich noch hier habe werde ich aufbrauchen und dann komme ich hoffentlich, vorallem mit dem Vitamin D, auf einen grünen Zweig.

    "Alles was wir fühlen, zerfällt in dem Augenblick, in dem wir es versuchen zu erklären.
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  • Beim Überfliegen der Studie ist mir allerdings die unklare Menge des Selens aufgefallen. Es sind 166ug/d angegeben... beziehen die sich auf das Selenmethionin oder auf Selen als Selenit? Je nach dem könnte das eine ordentliche oder eine Minimenge sein.

    Dann noch die Diskussion um organisch oder anorganisch...

    Mein Stand ist noch "Finger weg von organischen Selenverbindungen"

    Punkt 3.2

    https://mobil.bfr.bund.de/cm/3…ngsergaenzungsmitteln.pdf

    ich bin mir nicht ganz sicher, auf welchen der Artikel, die ich hier eingefügt habe, du dich beziehst; der erste verlinkte Artikel bezieht sich auf L-Selenmethionin. Die näheren Angaben dazu findet man, wenn man nicht nur den Abstract liest, sondern den ganzen Artikel, da wird das sehr schön aufgeführt im Methodeteil um welches Präparat und welche Menge es sich denn dreht (166 μg L-selenomethionine/day, orally (Syrel, IBSA Farmaceutici Italia, Milan, Italy, selenium 83,0 μg/cps).


    Der andere ist ein Übersichtsartikel, der die Funde der letzten Jahre aufsummiert.


    Der von dir gesetzte Link ist sehr nett und bestärkt mich in meiner Meinung, dass ich Selen als Nahrungsergänzung nicht nehmen möchte und auch so nicht einfach so empfehlen möchte, es sei denn, es liegt ein ganz konkreter Mangel vor, und dann auch nur Selen in relativ kleinen Dosierungen.

    Ich bezweifle einfach, dass der von dir beschriebene Leidensdruck bei den Patienten durch die Einnahme von Selenpräparaten usw. behoben wird und nehme an, dass es eher einfach daran liegt, dass in der Zeit der Einnahme von zusätzlichen Tabletten eher mehr Achtsamkeit gegenüber sich selber walten gelassen wird und dass diese grössere Achtsamkeit auch zu einem grösserem Wohlbefinden führt. Ich meine das deswegen, weil eben der cross-over Arm der Studie(n) gezeigt hat, dass es da keine Veränderung gab, weder in den Schilddrüsenhormonspiegeln, noch im Ultraschallbild, noch im subjektiv angegebenen Wohlbefinden ("quality of life"). Insofern denke ich, dass es diesen Patienten gegenüber fairer wäre, eine anständige Psychoedukation vorzunehmen anstelle von einer Nahrungsergänzungsmittelgabe, die Nebenwirkung haben kann und in mehreren Studien als "wirkungslos" beschrieben wurden.


    Selen einfach mal zu nehmen unter der Annahme, es hilft vielleicht nix, aber schaden tut es auch nicht, finde ich jedoch gänzlich falsch. Und das finde ich generell auch für andere Spurenelemente, Vitamine (auch D!) und, und und. Und ich finde, dass generell gesehen bei Nahrungsergänzungsmitteln sehr unkritisch an diese Präparate heran gegangen wird und über Risiken/Nutzenabwägung total hinüberweggehuscht wird "weil das ja keine echten Medikamente sind", während bei erwiesenen wirksamen Medikamenten und Impfungen oft übertriebene Vorsicht walten gelassen wird, gerade in Bezug auf Zusatzstoffe (und wenn man sich die Listen der Zusatzstoffe mal genauer anguckt, dann schlackert man mit den Ohren).

    Ich hatte da schon lange nichts mehr dazu geschrieben und wollte deswegen nochmal einen kleinen Reminder dalassen :)


    iyomi gerade bei Patienten, die ihre Medikamente unregelmässig nehmen, erlebt man es immer wieder, dass diese dann (über einen Kamm geschert) gerne mal für ihre Unregelmässigkeit kompensieren möchten und dann gnadenlos viele Tabletten auf einmal nehmen über einen längeren Zeitraum und sich so intoxikieren.

    Und nur um das ganz deutlich gesagt zu haben: ich kann mich gut und gerne genau zu dieser Patientengruppe, die ihre Medikamente nicht immer regelmässig nimmt, dazurechnen; es ist besser geworden in den letzten Jahren, seitdem mein Mann mir eine Dosette gekauft hat und meine Kinder (!#rolleyes) jeden Sonntag dafür sorgen, dass das Ding auch aufgefüllt worden ist, aber ich könnte da echt noch dran arbeiten... ich sehe jedoch davon ab, die ausgelassenen Tage durch höhere Dosierungen an anderen Tagen zu kompensieren ;)

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.