Hashimoto Thyreoiditis Austauschthread

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  • US ist okay und vor allem sollte sie die anderen Werte abnehmen, Ft3 und 4 etc. Und vielleicht auch mal Antikörper (mein Hashimoto wurde auch erst beim 3. Arzt erkannt, vorher wurden nie Antikörper bestimmt).


    (Wenn man im US nichts sieht, ist das leider auch nicht ungewöhnlich. Bei mir sah man bis zuletzt nichts außer halt "dicke Schilddrüse". Bei mir wurde dann eine Szintigrafie gemacht, da sah man dann "alles tot").

  • Sie sagt, die Schwankungen beim TSH sind normal, und evtl. macht sie noch nen Ultraschall.

    Klingt das nicht ganz vernünftig?

    Ja, die koennen ganz normal sein. US ist vielleicht nicht schlecht. Bei mir hat die Aerztin Frankreich auch einmal Antikörper mitbestimmt und daraufhin dann auch den US angeleiert.


    Ich wuerde es mit dem Eisen probieren. TSH von 2 kann normal sein, und es gibt doch einiges was den TSH beeinflussen kann, ohne dass es gleich Unterfunktion oder Hashimoto sein muss.

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  • Antikörper wurden im März bestimmt und da war gar nichts. Schilddrüse war da etwas klein, aber sonst absolut unauffällig.

    Ich lese hier immer die Horrorstories mit, aber ich persönlich fühle mich in Bezug auf die Schilddrüse eigentlich ganz gut aufgehoben. Ich finde es nur oft hilfreich, ungefähr zu wissen, was sinnvoll wäre.

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  • Mir wurde zB Erkältungen, Tageszeitliche Schwankungen, Jahreszeitenabhängigkeit, bestimmte Medikamente und Kräuter zB

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  • nd evtl. macht sie noch nen Ultraschall.

    Klingt das nicht ganz vernünftig?

    Für mich klingt das vernünftig. Und mir haben unabhängig voneinander 3 Ärzte diagnostiziert, dass meine Schilddrüse im Ultraschall eindeutig nach Hashimoto aussieht. Bei mir hat damals bei der Diagnose der Hausarzt sogar erst den Ultraschall (aufgrund familiärer Vorbelastung gemacht) und dann die Blutabnahme veranlasst. Er war sich nahc dem Ultraschall aber schon recht sicher, dass da etwas wäre.

  • Mir wird beim Hausarzt gerne erzählt, dass Hashimoto doch nichts Schlimmes wäre, das hätten so viele und damit kann man gut leben, blabla.

    Bis sie dann mal erklärt kriegten, wie das bei mir anfing, mit 25. Da hatte ich nen schönen Schub und der zeigte sich im Hinterauge beidseits. War eine Zufallsdiagnose beim Augenarzt. Der laserte mir ein Löchlein in der Netzhaut zu und erklärte mir, wenn ich jetzt nicht sehr schnell hochdosiert Kortison bekäme und meine Schilddrüse unter Kontrolle brächte, würde es bald sehr dunkel werden um mich herum.

    Zu dem Zeitpunkt war meine Schilddrüse schon sehr ausgefasert an den Rändern und inzwischen ist sie so gut wie weg.

    Ich hab immer mal mit Herzrhythmusstörungen zu tun und bei meinem Verlauf darf ich schon noch damit rechnen, dass andere Organe Schauplatz des Geschehens werden.

    Hausärzte denken häufig, das wäre nichts Ernstes. Ich rede darüber nur mit dem Endokrinologen. Der nimmt einmal im Jahr alle Werte ab und weiß genau, wie die auszusehen haben. Der sagt auch ganz deutlich: wenn man eine Weile falsch dosiert ist, in der ÜF ein Vorkammerflimmern kriegt oder dauernd Herzrhythmusstörungen hat, dann geht das nie mehr weg und man muss mit den vielen Medikamenten und der ständigen Angst leben.

    Also, ich will hier natürlich keinem Angst machen aber ich wäre mit Hashimoto echt sehr vorsichtig.

  • Hausärzte denken häufig, das wäre nichts Ernstes. Ich rede darüber nur mit dem Endokrinologen.

    Ich gehöre wohl eher zu der Ausnahme wo die Hausarztpraxis das durchaus ernst nimmt, vernünftige Diagnostik gemacht hat. Ich war nur einmal bei einer Endokrinologin und fand die dagegen nicht überzeugend. Für die war nur der TSH wichtig und Ultraschall, fT3 und fT4 bräuchte man nicht, Befinden völlig egal. Es hängt also echt sehr vom Arzt ab und ich denke, es lohnt sich in dem Fall, nach einem vernünftigen Arzt zu suchen der einen ernst nimmt.

  • Das Problem mit Hashimoto ist, dass es eben in der Vielzahl der Fälle tatsächlich eine ziemlich harmlose Erkrankung ist, v.a. für eine Autoimmunerkrankung. Das ist das, was Ärzte sehen und womit sie den größten Teil ihrer Erfahrung sammeln. Hashimoto kann aber auch ziemlich heftig verlaufen oder temporär immer mal wieder sehr heftig werden bei manchen. Das trifft aber iA nicht die Masse der Erkrankten bzw. nur temporär. Und da muss man eben tatsächlich selbst der Experte seiner Krankheit werden. Das ist so bei Autoimmunerkrankungen. Und das ist einfach verflucht anstrengend.

    Und ich habe andere Infos als der Endokrinologen: wenn keine Herzerkrankung vorliegt (durch zu lange ÜF z.B.) gehen die Herzrhythmusstörungen durchaus wieder weg bei korrekter Einstellung. Da hat man durchaus Puffer, solange das Herz noch nicht selbst geschädigt ist. Jedenfalls nach allem, was ich bislang gelesen habe. HeikeNorge kannst du dazu was sagen?

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Ich bin permanent so hoch dosiert, dass der TSH nicht mehr messabr ist. Auch auffüttern mit Vitamin D, Selen und Eisen haben daran nichts geändert.
    Mein Nuklearmediziner sagt, solange ich am Herzen nichts spüre (zB Stolpern oder Herzrasen) wäre das nicht gefährlich.
    Ich traue der Sache nicht ganz, habe aber auch nicht wirklich die Wahl: wenn ich niedriger dosiere, geht es mir wirklich schlecht, auch schon bei ein wenig weniger.
    Drei Mal habe ich eine Ernährungsumstellung auf glutenfrei versucht, weil mir mehrere Leute gesagt haben, das hätte so große Auswirkungen auf ihr Hashimoto gehabt. Leider geht es mir damit nicht gut, ich werde nicht satt. Mir fehlen aber auch Verdauungsenzyme in ausreichender Menge, so dass ich diverse Lebensmittel nicht gut verdauen kann und mein Speiseplan dadurch eh schon arg eingeschränkt ist.

    Wirklich glücklich bin ich mit der Situation nicht.

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?

  • glutenfrei versucht, weil mir mehrere Leute gesagt haben, das hätte so große Auswirkungen auf ihr Hashimoto gehabt.

    Andersherum wird ein Schuh draus: Wer eine Autoimmunerkrankung hat, sammelt gerne andere dazu (die Veranlagung liegt auf den selben Genabschnitten). Deshalb haben Haschis überproportional häufig auch eine Zöliakie.

    Da diese aber immer noch extrem unterdiagnostiziert ist, ist die Trefferquote "Hashi -> glutenfrei -> hilft" recht hoch.

    Wenn aber wirklich eine Zöliakie dahinter steckt, reicht "Nudeln und Brot durch gf-Alternativen ersetzen" nicht aus.

  • die.lumme Danke! Und wenn man die Zöliakie im Griff hat kann sich das dann aber positiv auf die Entzüdung der Schilddrüse auswirken, oder? Ich höre immer "... und dann hab ich plötzlich nur noch halb so viel LT gebraucht."

    Ich hab jedenfalls keine eindeutigen Symptome. Mein Darm ist generell sehr sensibel. Ich bin oft müde und hab immer mal Muskelschmerzen; beides wurde als zu meiner Fibromaylgie passend erklärt, die aber ja mehr oder weniger eine Ausschlussdiagnose ist, für die man nur nach Borrelliose und Rheuma geschaut hat.
    Ich hab dann deswegen mal so einen Selbsttest auf Zöliakie zuhause gemacht, der negativ war. Reicht sowas, oder sollte man einen richtigen Labortest beim Arzt machen?
    Oder schlagen diese Untersuchungen alle nur an, wenn man in hohem Ausmaß auf Gluten reagiert und es gibt auch "ein bisschen glutensensibel"?

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?

  • Frau Dechse ich reagiere auf Gluten und habe einen Morbus Crohn. Der ist oft vergesellschaftet mit dem Hashimoto. Beide haben jetzt zeitgleich geschubt, echt nicht witzig #heul


    Es gibt glutensensibel unabhängig von Zöliakie

    großer Sohn (1/08) und kleiner Sohn (6/15)

  • Das Problem mit Hashimoto ist, dass es eben in der Vielzahl der Fälle tatsächlich eine ziemlich harmlose Erkrankung ist, v.a. für eine Autoimmunerkrankung. Das ist das, was Ärzte sehen und womit sie den größten Teil ihrer Erfahrung sammeln. Hashimoto kann aber auch ziemlich heftig verlaufen oder temporär immer mal wieder sehr heftig werden bei manchen. Das trifft aber iA nicht die Masse der Erkrankten bzw. nur temporär. Und da muss man eben tatsächlich selbst der Experte seiner Krankheit werden. Das ist so bei Autoimmunerkrankungen. Und das ist einfach verflucht anstrengend.

    Und ich habe andere Infos als der Endokrinologen: wenn keine Herzerkrankung vorliegt (durch zu lange ÜF z.B.) gehen die Herzrhythmusstörungen durchaus wieder weg bei korrekter Einstellung. Da hat man durchaus Puffer, solange das Herz noch nicht selbst geschädigt ist. Jedenfalls nach allem, was ich bislang gelesen habe. HeikeNorge kannst du dazu was sagen?

    Das ist kein Widerspruch. Er sprach ja von dem Fall, DASS durch zu hohe Dosierung eine Herzschädigung auftreten kann, die dann NICHT mehr reversibel ist.

    In dem Fall war mein TSH supprimiert, fT3 kam nicht mit und ich wollte nicht runter von der Dosierung, trotz gelegentlicher Herzrhythmusstörungen. Das war ihm dann zu heiß.

    Er hat es dann etwas anders eingestellt und gut. Bisher jedenfalls.

    Also viel Selen, etwas Thybon und weniger Thyroxin.

  • Thisbe Aber sowas wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa machen doch schon eindeutige Symptome, oder? Da fühlt man sich "richtig krank"?
    Ich hab halt "nur" einen sensiblen Darm. Wenn ich zu spät abends esse, rohes Gemüse oder Vollkorn, dann kriege ich Durchfall, ansonsten ist er aber eher sehr träge und neigt fast zu Verstopfung. Mein Darm ist oft wie verspannt und ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Darmschleimhaut schnell entzündet bei mir oder eventuell immer leicht entzündet ist.
    Aber MC / CU sind doch heftiger? Oder?

    Ach Mensch, ich wünsch mir eine HausärztIn, die mich gut berät und nicht dauernd wegschickt. :(

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?

  • Es ist schwierig, die TSH-Werte zu beurteilen, wenn man T3 nimmt, da dieses den Rückkopplungsmechanismus unterdrückt und damit das TSH weiter absinken läst --> Werte können nicht mehr richtig interpretiert werden im Sinne von hyper/hypo

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Frau Dechse Ich habe meine Diagnose erst seit 2 Jahren (Symptome schon 15-20Jahre). Bis zur Darmspiegelung habe ich selbst an ein Reizdarmsyndrom geglaubt. Erst ganz kurz vor der Colo hatte ich schlimmere Beschwerden, da fühlte sich mein Darm "wund" an. Vielleicht das, was Du als "verspannt " beschreibst.

    Also, eine CED muß nicht immer so hochakut sein, ich bin sehr dankbar für meinen bislang milden Verlauf. Und zudem darf man den Gewöhnungseffekt nicht unterschätzen - seit ich meist symptomfrei bin leide ich wesentlich stärker unter den Beschwerden die jahrelang für mich der Normalzustand waren.

    Ich würde Dir raten, Dir eine gastroenterologische Praxis zu suchen und das dort zu besprechen, mit der entsprechenden Diagnostik.


    Danke HeikeNorge für den Hinweis auf die Bedeutung des TSH unter Substitution. Wahrscheinlich hilft es nur, als Betroffene achtsam zu sein und um Mitbestimmung der freien Hormone zu bitten, wenn es nicht erfolgt. Anstrengend und unangenehm :(

    großer Sohn (1/08) und kleiner Sohn (6/15)

  • Es ist schwierig, die TSH-Werte zu beurteilen, wenn man T3 nimmt, da dieses den Rückkopplungsmechanismus unterdrückt und damit das TSH weiter absinken läst --> Werte können nicht mehr richtig interpretiert werden im Sinne von hyper/hypo

    Bei mir steigt der TSH stattdessen, seitdem ich nur das Thybon nehme, nur T3 und T4 sind im untersten Bereich von Normalwert.