Der Wald ist keine Toilette

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  • Matilda ich bezweifle einfach, dass es diese Fälle sind, die zum Problem führen. Schrieb ich ja schon oben.

    Zumal ich gerade die Personen, die wissen, dass sie da ein häufigeres Bedürfnis haben, als sehr gut „vorbereitet“ erlebe. Meine Schwiegermutter zb (z.n. Darmkrebs und op) zt immer entsprechende Beutel dabei.


    Das „Problem“ ist da glaube ich ein anderes Klientel und da finde ich es schon ok, da pauschal erstmal zu sagen „der Wald ist nicht euer Klo“

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

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    ebura mit S (*04), E (*05) und I (*12/21)

  • Das „Problem“ ist da glaube ich ein anderes Klientel und da finde ich es schon ok, da pauschal erstmal zu sagen „der Wald ist nicht euer Klo“

    Darf ich fragen, an welche Klientel du denkst? Mir fehlt da echt die Phantasie.


    An Stellen im oder nahe dem Wald, wo viel Publikumsverkehr herrscht und es kein Klo gibt (wie der von mir erwähnte Parkplatz, oder waldnahe Badeseen, Grillplätze, Wanderparkplätze, usw.) - klar, aber da sehe ich keine spezielle Klientel.


    Aber es geht doch niemand zum Kacken in den Wald, der es nicht nötig hat, oder? So nach dem Motto: "Ach, bevor ich zu Hause Wasser verbrauche, mache ich hier noch mal schnell" #confused

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • „Klientel“: Leute denen es im wahrsten wortsinne scheißegal ist, wo und wie sie ihre Hinterlassenschaften zurücklassen.

    Evtl ähnlich zu denen, die auch die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht entfernen.


    Ich beobachte das beim Wandern leider wirklich häufig (also nicht den Akt an sich, sondern was zurück bleibt). Und da bekomme ich das, was verantwortungsvoll geschieht ja gar nicht mit - das ist also auch nicht das störende.

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    Martin Luther King, Jr.

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    ebura mit S (*04), E (*05) und I (*12/21)

  • Ich finde es völlig okay, darauf hinzuweisen, den Wald nicht als Klo zu betrachten. Ich denke, die allermeisten Menschen (und Waldeigentümer) haben aber Verständnis für eine gut vergrabene Notdurft.


    Unmöglich finde ich aber einer Kameraüberwachung im Wald, selbst nur so eine Ankündigung als Bluff.

    Ich staune, wieviele Leute hier das okay finden, vorsorglich, um vielleicht eine Müllentsorgung zu vermeiden.

    Ich möchte auch in der Stadt im Park nicht videoüberwacht werden, obwohl da andauernd Feiernde ihren Müll liegen lassen.

    Stelle mir das gerade vor, oder wie das für Jugendliche bei den ersten Romanzen (oder Joints...#rolleyes) ist, wenn immer eine Kamera drüber hängt.


    Im Wald möchte ich gerne unbeobachtet sein.

    Und ich denke auch, dass das bestimmt ein Bluff ist oder zumindest nicht genehmigt.



    An mama5 s Stelle würde ich mich da ggf mal an offizieller Stelle erkundigen.

  • Hier gibt es im Wald mittlerweile wirklich Probleme, weil es einfach zu viele Hunde gibt und die ganzen Haufen das Ökosystem überlasten.


    Die allerwenigsten entfernen Hundekacke. Besonders schlimm sind die, die es zwar in Tüten packen, aber dann die Tüten einfach liegen lassen #haare

    Überall liegen zugeknotete Plastikbeutel mit Kackhaufen, im Wald, in Feldern, in den Parks, an Spielplätzen…


    Wurde hier auch schon mehrmals in der Regionalzeitung berichtet, dass das völlig aus dem Ruder läuft, und natürlich niemand Lust hat, das aufzuräumen. Sowohl der Kot, der das Ökosystem überfordert, als auch der Plastikmüll.

  • Das „Problem“ ist da glaube ich ein anderes Klientel und da finde ich es schon ok, da pauschal erstmal zu sagen „der Wald ist nicht euer Klo“

    Ich glaube, wenn viele Menschen im Wald k...n, dann weil ganz offensichtlich viele Menschen im Wald dringend k...n müssen. Ganz einfache Erklärung. Und je stärker ein Wald genutzt wird, desto häufiger kommt das halt vor.


    Also im Park in der Stadt finde ich es selbstverständlich, dass man Hinterlassenschaften von Mensch und Hund wegräumt, vor allem gibt es da ja meist Mülleimer. Aber bei einer Wanderung im Wald stundenlang Tüten voll Kacke mit sich rumschleppen, puh, das finde ich ganz schön viel erwartet.

  • Ich finde das nicht viel erwartet, ich bin dafür zuständig das mein Hund anderen Menschen nicht zur Last fällt. Wir haben auch Hunde und ich habe einen Hass auf andere Hundehalter die die Sch... überall liegen lassen. Letztens hat ein Hund direkt vor meine Autotür gekackt und mein Sohn ist reingetreten. Super. Wirklich.


    Ich schleppe die Tüten tatsächlich bis zum nächsten Mülleimer. Ist nunmal so. Weiß ich vorher wenn ich mir einen Hund anschaffe. Es gibt kaum etwas was ich ekliger finde als fremde Kacke.

  • Ich habe die Kotbeutel auch immer mitgeschleppt. Als meine Kinder noch klein waren und auch jetzt noch teilweise ist mein Standartspruch "passt auf wo ihr hintretet". Nervig aber nötig je nachdem wo wir langlaufen.

    Hier sind Privatwälder normal, früher waren die wichtig für die Holzgewinnung (heizen). Einzäunen darf man sie aber nicht.

  • Der Hinweis einer Kameraüberwachung ist oft nur Bluff. Irgendwer muss die Bilder ja auch anschauen.... Außerdem wie soll man die Leute identifizieren?? Ich habe mich mal durch ca. 20.000 Bilder einer Wildtierkamera durch gescrollt. Ist schon anstrengend.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • In Österreich sind zB 82 % der Wälder in privater Hand.

    In Deutschland ist es knapp die Hälfte der Wälder, und ich finde es sehr gut, dass hier gesetzlich festgeschrieben ist, dass im Normalfall alle die betreten und zur Erholung nutzen dürfen, Blumen, Pilze, Früchte und Sammelholz für den Eigenbedarf in kleinen Mengen entnehmen dürfen, usw.


    In Österreich ist es mW möglich, als Privatwaldbesitzer*in am Waldrand "Betreten verboten"-Schilder aufzustellen. Ich habe keinen Überblick, wie umfangreich das tatsächlich genutzt wird. Möglicherweise ist das ja gar nicht praxisrelevant, weil das niemand macht. Aber wenn ich mir vorstelle, man dürfte in Österreich nur 20% der Waldfläche betreten, weil plötzlich alle Waldbesitzer*innen auf die Idee kommen, dieses Recht zu nutzen, weil sonst zu viel in den Wald gekackt wird, fände ich das sehr unglücklich.


    Generell finde ich es sowieso irgendwie seltsam, dass die Erdoberfläche in Stücke eingeteilt ist, die einzelnen Personen gehören. Kann aber nachvollziehen, dass das zur Vermeidung von ausufernden Streitereien vielleicht irgendwann mal nötig war. Aber dass es für manche Bereiche ein Betretungs- und begrenztes Nutzungsrecht gibt, finde ich sehr gut und sinnvoll. Falls das nicht schon der Fall ist, sollte das mE beispielsweise auch für die Ufer von Seen gelten - ich finde es ein Unding, wenn man an manche Seen überhaupt nicht herankommt, weil das komplette oder fast komplette Ufer zugebaut und eingezäunt ist.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Der Hinweis einer Kameraüberwachung ist oft nur Bluff. Irgendwer muss die Bilder ja auch anschauen.... Außerdem wie soll man die Leute identifizieren?? Ich habe mich mal durch ca. 20.000 Bilder einer Wildtierkamera durch gescrollt. Ist schon anstrengend.

    Aber so Wildtierkameras machen doch typischerweise bewegungssensorgesteuerte Aufnahmen - wenn die nicht gerade an einer Fütterungsstelle platziert ist, dürfte sich doch idR kaum etwas tun #confused

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • huehnchen69 wenn aber die Kamera in Richtung Bach aufnimmt und dann noch ein Zweig blöd reinhängt (Wind!!) hast du sehr schnell 20.000 Bilder... Dann war die Speicherkarte voll.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • huehnchen69 wenn aber die Kamera in Richtung Bach aufnimmt und dann noch ein Zweig blöd reinhängt (Wind!!) hast du sehr schnell 20.000 Bilder... Dann war die Speicherkarte voll.

    Ist das schon länger her? Normalerweise sind es ja Infrarot-Bewegungssensoren, so wie die Sensoren, die bewegungsgesteuert das Licht anschalten, die ein Zweig oder ein Bach nicht foppen würde. In den Anfangszeiten war das vielleicht noch anders.


    Natürlich will ich auch gar nicht anzweifeln, dass bei euch 20.000 Aufnahmen drauf waren - ich denke nur, wenn heutzutage jemand tatsächlich eine Wildtierkamera zur Überwachung seines Waldes aufhängen würde, um Wildscheißer*innen zu erfassen, hätte er/sie das Problem der Bilderflut wohl nicht.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Wir haben das Problem auf unseren privaten Feldwegen. Gegen Pipi habe ich überhaupt nix, aber die werden, vor allem jetzt in der Urlaubszeit, teilweise echt zugesch...en. Es ist wirklich ekelhaft. Neulich, als Krönung, hatte jemand einen riesigen Durchfall inklusive entsprechender Papiermengen direkt vor meinem Weidetor zur Rinderwiese abgesetzt, schön verteilt auf 1 Quadratmeter. Ich musste 2 Wochen lang all meine akrobatische Fähigkeiten anwenden, wenn ich mich durchs Tor auf die Weide quetschen wollte, ohne in die Sch... zu treten. Danke, echt. Ich bin auch kurz davor, eine Wildkamera aufzuhängen.

    LG, LilliMarleen


    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08

  • Unser Landwirt hat sich letztes Jahr auch entschlossen, Heuwiesen, die über Jahrzehnte offen zugänglich waren und auf denen sich natürliche Spazierwege gebidet haben, abzusperren und den Spaziergängern die Wege damit wieder wegzunehmen.

    Die Heuernte wurde einfach durch das "mehr" an Menschen stark gefährdet. Überall Müll, Hunde- und Menschkacke in einem nie dagewesenen Ausmaß.


    Und nein, ich kann mir auch nicht erklären, warum Leute in einen Wald oder auf einn Wiese laufen, wo sonst NICHTS ist, und dort hinkacken. Ich weiß es nicht, aber es gibt Stellen, da reiht sich beschmierte weiße Fahne an Fahne. Vielleicht Gruppenzwang? "Ach guck, da hat einer zu scheißen angefangen, vielleicht sollte ich auch!?"

  • Das mit der Überlastung des Ökosystems durch (Hunde) Kot interessiert mich jetzt.

    Gibt es da fundierte Studien drüber?

    Ehrlich gesagt, kann ich mir das (als Laie) nicht vorstellen: Wälder werden ja durchaus bewirtschaftet und durch den Holzschlag werden wirklich viele Kubikmeter Biomasse entnommen. In Parks wird sogar oft das Herbstlaub entfernt und nicht als Kompost zurückgegeben.

    Die Kothaufen werden ja vermutlich überwiegend entlang der Wanderwege abgesetzt, in den Flächen dazwischen dürfte übers Jahr kaum was ankommen.

    Die Bäume wurzeln aber sehr weitläufig, nehmen die Nährstoffe auch unter den Wegen gut auf und über den Laubabwurf wird es dann umverteilt. Dadurch wird es extrem verdünnt, da ja auf dem überwiegenden Teil der Fläche gar nichts abgesetzt wird, siehe oben.

    An und wann wird ein Baum entnommen, wieviel Hundesch*** soll da zusammenkommen, um das überzukompensieren?



    Wenn ich mit meinem Hund im Wald bin, kicke ich seine Häufchen ins Unterholz, um nicht unnötig Plastikmüll zu produzieren. Einsammeln tue ich die Haufen nur in einer Umgebung, wo man sie nicht verscharren oder "weggolfen" kann.

  • Natürlich ist Wald zum nutzen da und hier auch allgemein zugänglich, auch wenn wohl grosse Teile in Privatbesitz sind.


    Aber ich finde es etwas komisch sich darüber zu wundern, dass man nicht einfach überall "hinsch..." kann. Wenn es wirklich gar nicht anders geht, kann man es ja tatsächlich vergraben. Hier wird der Wald sehr vielseitig genutzt (Kindergruppen. Jogger, Biker, Reiter etc.) und auch mal nicht nur auf den Wegen. Das ist einfach ekelhaft wenn da Hinterlassenschaften rumliegen und super egozentrisch. Ich finde das sollte ohne Schild klar sein und finde es traurig, dass es überhaupt nötig ist. Wenn es nötig wäre so ein Schild aufzustellen, dann wäre ich als zuständige Person auf 180.