Der Wald ist keine Toilette

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  • Wir lagern unser Heu in der Scheune und da ist es genauso eklig, wenn eine fremde Katze reinsch.........

    Ich würde wissentlich kein verunreinigtes Futter verfüttern.

    Wir hatten das aber auch schon das Urlauber dachten unsere Wiese ist eine Hundetoilette #sauer

    So ein Verhalten ist assozial.

  • Ich kratze wöchentlich mehrmals Hundescheisse (wer weiß…:wacko:) aus den Schuhen des Waldkitakindes…soviel zum Thema, ach verrottet doch. Beim Aufsuchen der Plätze sammeln die Erzieher immer vorher Müll, Scherben und sonstige Hinterlassenschaften ein…ich werde es nie verstehen, warum man seinen Kram nicht zumindest bis zum nächsten Mülleimer mitnehmen kann. Kann also den Ärger und die Kameraandrohung irgendwie gut nachvollziehen.

    Die Waldkitakinder nehmen Blätter zum Pipi abtupfen, Großes kommt als Müll wieder mit…

  • Wenn ich mit meinem Hund im Wald bin, kicke ich seine Häufchen ins Unterholz, um nicht unnötig Plastikmüll zu produzieren. Einsammeln tue ich die Haufen nur in einer Umgebung, wo man sie nicht verscharren oder "weggolfen" kann.

    wenn du keinen Plastikmüll machen möchtest kannst du due Haufen dann bitte vergraben? Gibt auch ganz kleine klappspaten...

    Meine Kinder finden das unterholzam spannendsten vom ganzen Wald

  • Das mit der Überlastung des Ökosystems durch (Hunde) Kot interessiert mich jetzt.

    Gibt es da fundierte Studien drüber?

    Ehrlich gesagt, kann ich mir das (als Laie) nicht vorstellen: Wälder werden ja durchaus bewirtschaftet und durch den Holzschlag werden wirklich viele Kubikmeter Biomasse entnommen. In Parks wird sogar oft das Herbstlaub entfernt und nicht als Kompost zurückgegeben.

    Ich glaube, da geht es eher um die Abbaubarkeit bzw. die Abbauraten der Hinterlassenschaften. Und genau eben, dass die Leute alle an den Weg machen, anstatt wie die Tiere sich dabei zu verteilen.


    Und Hundekot ist echt kein Dünger.

  • Ich hatte mal was zur Ökobilanz von Haustieren gelesen ( ganz allgemein, nicht nur die Hinterlassenschaften) da ging’s drum das alleine durch Tierfutterproduktion viele Emissionen entstehen das ich mich kurz gefragt hatte ob es wirklich richtig ist Hunde und Katzen zu halten.


    Hab dann irgendwann nicht mehr weiter drüber nachgedacht da man sich bei so vielen Dingen darüber den Kopf zerbrechen müsste ( Urlaub, Kleidung…..ganz provokativ am Ende sogar ob man Kinder in die Welt setzen darf ( wie das eine Lehrerin in einem Buch geschrieben hatte)

  • huehnchen69 wenn aber die Kamera in Richtung Bach aufnimmt und dann noch ein Zweig blöd reinhängt (Wind!!) hast du sehr schnell 20.000 Bilder... Dann war die Speicherkarte voll.

    Ist das schon länger her? Normalerweise sind es ja Infrarot-Bewegungssensoren, so wie die Sensoren, die bewegungsgesteuert das Licht anschalten, die ein Zweig oder ein Bach nicht foppen würde. In den Anfangszeiten war das vielleicht noch anders.


    Natürlich will ich auch gar nicht anzweifeln, dass bei euch 20.000 Aufnahmen drauf waren - ich denke nur, wenn heutzutage jemand tatsächlich eine Wildtierkamera zur Überwachung seines Waldes aufhängen würde, um Wildscheißer*innen zu erfassen, hätte er/sie das Problem der Bilderflut wohl nicht.

    Ich habe mit einer Wildkamera gearbeitet. Wir haben tatsächlich nur Wild erfasst.

  • Ein großes Problem ist halt Kot zB in Wiesen, weil Pflanzenfresser wie Rinder vom Kot der Fleisch- und Allesfresser lebensbedrohlich erkranken können. Hundekacke wie Menschenkacke macht also, wenn sie beim Mähen schön verteilt wird, eine Menge Futter unbrauchbar.


    Was ich außerdem um die Burg nicht verstehe ist diese noch recht junge Idee, Mensch könne sein Hinterteil mit Papier reinigen und selbiges einfach hinter dem Busch liegen lassen. Oder das schon angesprochene Parken von Hundegacki in Tüten am Wegrand. Manchmal wünschte ich mir etwas mehr Hausverstand in diesen Dingen von den Mitmenschen.

  • Ist das eigentlich ein neues Problem? Gerade bei Hundehaufen hatte ich in meiner Kindheit deutlich häufiger das Tretminenproblem, das hat sich deutlich und signifikant gebessert.

  • Bei uns in der Gegend gibt es Futtermittelwiesen, bei denen dabei steht, dass die für die Tiere im Tiergarten sind und dass man da bitte keine Hunde hinkacken lassen soll.


    Ich finde es auch schade, dass so wenige wissen (und andere interessiert es nicht), dass die Würmer aus dem Kot im Heut Früh- bzw. Fehlgeburten bei Kühen auslösen können.


    Ich finde des deshalb generell ein Unding, Menschen oder Hunde auf potentielle Futtermittelwiesen kacken zu lassen. Das geht sowas von gar nicht. Auch im Wald an den Wegrändern finde ich das sowohl von Mensch als auch von Hunden ganz schrecklich. Es kann ja nicht sein, dass man kaum mehr wo hinlaufen kann, ohne Angst zu haben, in Hundekacke zu steigen. Das geht genau so wenig, wie Hunde ohne Leine irgendwo (auch im Wald) laufen zu lassen. Deshalb gehe ich mit meinen Kindern am liebsten da hin, wo man möglichst wenige Menschen und damit auch Hunde trifft.

  • In meiner Gegend ist das Problem der Hundehaufen tatsächlich neu, es haben auch mehr Menschen Hunde.

    Was ich allerdings wirklich erst seit einigen wenigen Jahren bemerke sind die blöden Taschentücher überall. Das begann an den Autoparkplätzen, mittlerweile sehe ich es auch im Hochgebirge und mitten im Wald. Früher haben sich die meisten Wanderer an einen gewissen Verhaltenskodex gehalten, das wird schon weniger. Der Umgang mit Hinterlassenschaften ist ein Teil davon. Ich frag mich halt: warum muss das sein?? Die Regeln werden so breit kommuniziert. Allen voran : "nimm deinen Müll mit!". Unerfahrene sehe ich durchaus in der Pflicht, sich zumindest ein ganz klein wenig über die Grundlagen zu informieren.

  • Bei uns in der Zeitung wurde vor kurzem das Sperren von Waldwegen diskutiert, weil hier ein Bauer zugemacht hat. Ihn stören die Fahrradfahrer. Die waren grundsätzlich seit Jahrzehnten auf diesem Weg unterwegs, aber es sind in Coronazeiten deutlich mehr Fahrradfahrer unterwegs gewesen und jetzt nervt es ihn. Grundsätzlich darf ein Wald nicht komplett gesperrt werden. Allerdings dürfen einzelne Wege wohl doch durch Stämme oder ähnliches unzugänglich gemacht werden. Ich find es echt ätzend, denn er ist halt nicht der Einzigste. Ich stehe immer wieder als Wanderin vor gesperrten Wegen und komme dann nicht mehr weiter. Das ist frustrierend. Denn oft ist die Alternative dann eine Autostraße ohne Bürgersteig.


    Auf der anderen Seite ist mir das Benehmen der Leute im Wald auch nicht verständlich. Ich denke schon, dass man eine dringende Notdurft, wenn es gar nicht anders geht, im Wald verrichten kann. Aber selbstverständlich kann man keine Taschentücher liegen lassen. Wenn man welche braucht, kann man die in eine Mülltüte packen und entsorgen. Wir waren im Urlaub in einem besonders schönen, familienfreundlichen Waldstück und dort roch es nahezu ununterbrochen penetrant nach Urin. Der Weg wurde auf der einen Seite von Felsen begrenzt und auf der anderen Seite von einem Bach. Und offenbar pinkeln da zahlreiche Menschen an die Felsen, der Geruch zieht gar nicht mehr ab und hält sich vielleicht auch in den Taschentüchern? Das ist jedenfalls mehr als unangenehm.


    Und seit der Coronakrise liegen auch zahlreiche Masken auf allen Wegen. Die verrotten vermutlich nicht und liegen in zig Jahren noch überall darum. Anfangs dachte ich, dass die Träger die vielleicht versehentlich verloren haben, aber in der Menge kommen mir langsam zweifel, denn normal verliert man die doch auch nicht.


    Die o.g. Beispiele machen mich auch sprachlos. Man scheißt doch nicht in eine Futterweise/Anbaugebiet o.ä. Was denken sich die Leute denn?

    Wenn ich das höre, erhöht sich mein Verständnis für Leute, die die Wege dann dicht machen. Aber ist halt auch schlimm. Wo kann man dann noch Natur erleben?

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Ich muss dazusagen, dass die meisten Wälder, die nicht in öffentlicher Hand sind, im Besitz der Kirche oder Großbesitzern sind und diese Wälder frei zugänglich sind -ich kenne nur ganz wenige Wälder, die nicht zugänglich sind, die sind dann aber auch eingezäunt.


    Dass man seinen Dreck wegräumt, egal welcher Art, sollte sowieso selbstverständlich sein. Wobei ich mich schon frage, wie häufig es vorkommt, dass man sein großes Geschäft im Wald verrichten muss, dieses Verlangen hatte aus meiner Familie noch nie jemand.

  • Ich habe das Ursprungsposting, wo das erwähnt wurde, nicht mehr ausfindig machen können, deshalb nehme ich das hier:

    Das mit der Überlastung des Ökosystems durch (Hunde) Kot interessiert mich jetzt.

    Ich halte das für eine Parallelentwicklung. Mag sein, dass es jetzt mehr Hunde gibt als früher.


    Dass die Wälder heutzutage überdüngt sind ist durch viele Studien belegt. Hier sind welche genannt und das Phänomen erläutert. Ich habe mal in einem Pilzkurs gehört, dass die Wälder heutzutage eine Stickstoffkonzentration haben, die der von landwirtschaftlich genutzten Flächen in den 60ern entspricht. Das habe ich nicht geprüft, fand es aber sehr anschaulich.


    Im Pilzkurs kam das im Zusammenhang damit auf, dass manche Pilzarten in den letzten Jahrzehnten seltener geworden sind. Das betrifft hauptsächlich solche, die empfindlich auf Überdüngung reagieren.


    Ich denke allerdings, dass höchstens ein vernachlässigbarer Beitrag von Hunden im Wald stammt. In dem verlinkten BUND-Artikel ist ausgeführt, dass der Stickstoffeintrag über die Luft erfolgt, aus Stickoxiden, die bei Verbrennungen erzeugt werden, und Ammoniak, das von der Viehwirtschaft beigesteuert wird. Das sind so große eingetragene Volumina - ich denke echt nicht, dass Hunde- (oder Menschen)haufen) ins Gewicht fallen.


    Bei den Tretminen stimme ich Drahtesel zu - auch meinem Empfinden nach haben die seit meiner Kindheit massiv abgenommen.


    Das mit den Hundekackebeuteln, die komplett im Wald oder am Wegesrand landen - kann es sein, dass das so massiv zugenommen hat, seit es die Teile in kompostierbar gibt? Dass viele Leute dann denken: "Ach, vergeht doch von selber?"


    Meines Erachtens sollte der Weg jedenfalls im Allgemeinen über Aufklärung gehen, nicht über Einzäunen/Blockieren, und auch nicht über Kameraüberwachung. Auch dann gibt es sicherlich noch Unbelehrbare und ignorante Arschlöcher, aber ich bin mir sicher, dass viele aus Nichtwissen oder Nichtdrübernachdenken ihre Hunde in Futterwiesen scheißen lassen oder die Kackebeutel in den Wald werfen.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Das mit den Hundekackebeuteln, die komplett im Wald oder am Wegesrand landen - kann es sein, dass das so massiv zugenommen hat, seit es die Teile in kompostierbar gibt? Dass viele Leute dann denken: "Ach, vergeht doch von selber?"

    Hm, wozu dann der Beutel, wenn man das denkt? #gruebel

    Ich wunder mich in der Stadt auch öfter über Beutel am Wegesrand..

  • Das mit den Hundekackebeuteln, die komplett im Wald oder am Wegesrand landen - kann es sein, dass das so massiv zugenommen hat, seit es die Teile in kompostierbar gibt? Dass viele Leute dann denken: "Ach, vergeht doch von selber?"

    Hm, wozu dann der Beutel, wenn man das denkt? #gruebel

    Ich wunder mich in der Stadt auch öfter über Beutel am Wegesrand..

    Damit die Fußgänger sichtbar gewarnt sind #angst

  • Eingebeutelte Hundekacke, die irgendwo liegt, ist bei den meisten wohl ein Versuch, für mehr Mülleimer zu demonstrieren. Zumindest höre ich das immer: Die sollen Mülleimer aufstellen und wenn sie das nicht tun, werfe ich es hierhin!


    Dass die Haufen den Pflanzen schadet, kann ich mir durchaus vorstellen, wenn es sich um innerstädtische kleinere Grünanlagen handelt, wo auf ein paar Bäume unzählige Hunde kommen, die jeden Tag da entleert werden. Wenn viele Rüden beschlossen haben, eine bestimmte Hecke täglich zu markieren, geht die auch ein.


    Dass die Tretminen weniger werden, kann ich von unserer Gegend definitiv nicht bestätigen. Im Gegenteil.

    Allerdings hat in den 80ern auch niemand, wirklich niemand, den ich kenne, Hundehaufen weggemacht.

  • Ich kann jetzt zur Überlastung des Ökosystems durch Hundekacke nix sagen.

    Weiß aber, dass durch Hundekacke z.B. Mastitis übertragen wird, d.h. ein Hundehaufen in einer Wiese (wo das Gras dann als Kuhfutter geerntet wird) kann eben dazu führen, dass die Kühe an Mastitis erkranken, die das Gras dann essen.

    Die werden dann notgeschlachtet.


    Ich krieg regelmäßig immer zuviel, wenn ich sehe, wieviele Hundehalter ihre Hunde einfach so in die Wiese kacken lassen.

    Bei uns stehen überall Hundekotbeutelspender.

    Man müsste halt so einen Beutel dann mitnehmen und die Kacke dann auch aufsammeln und entsprechend entsorgen.


    Ich verstehe jeden, der irgendwie die Möglichkeit hat, für den allgemeinen Durchgang zu sperren (egal ob Wiesenbesitzer oder Waldbesitzer).