Homeschooling: Was würdet Ihr Euren Kindern unbedingt beibringen?

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  • Ich habe beispielsweise keine Möglichkeit, sie ständig zu Hause zu lassen, weil ich ins Büro muss.

    Ich will nur als Beispiel da lassen, dass weil ich ein Kind habe, das ganz starke Schulangst hatte, ich schlussendlich eine andere Lösung finden musste. Ich habe damals alle meinen ausserhäuslichen Jobs aufgeben und nur noch selbständig von Zuhause aus gearbeitet.

    Ist ja immer die Frage von "Wer leidet mehr?"


    Meine Tochter litt sehr stark.

    Also musste ich abwägen.

    Sie ist mit ihrer Art, ihrer Störung geboren. Das kann nicht repariert werden, auch wenn dass das Umfeld von mir immer wieder erwartet. Quasi "Machen Sie das Kind Regelkonformtauglich".

    Dabei war die einzige Möglichkeit, das Leben so umzugestalten, dass diese Störung da auch Platz drin hatte.


    Es gibt verschiedenes, dass man nicht einfach abstellen, reparieren kann.

    Wenn ich sie zwingen würde Banane zu essen, würde sie mir über die Füsse kotzen. Ich liebe Bananen.


    Und das ist doch die Balance, die man finden muss. Wieso ist mir etwas wichtig? Geht es um meine Bedürfnisse oder die des Kindes? Was ist das Ziel, wenn ich versuche das umzusetzen? Was ist der Preis, den wir alle bezahlen müssen? Geht es nachher nur mir besser, oder uns allen? Gibt es andere Wege, die wir gehen können um die Bedürfnisse zu erfüllen?


    Gleichzeitig ist es aber auch entlastend. Wir können nicht alles an unseren Kindern, an unserem Zusammenleben reparieren, zur Perfektion bringen. Sonst würden ja alle Eltern versagt haben, einen schlechten Job gemacht haben, deren Kinder Drogen nehmen, Magersüchtig werden, kriminell. Weil sie den "neutralen Teig" nicht richtig perfektioniert haben. Aber Kinder bringen von Anfang an ihre Persönlichkeit mit. Natürlich geben wir ihnen noch eine Prägung mit auf den Weg. Aber wir können aus einem schüchternen, extrovertierten Kind keinen Partyknaller machen "Weil es so muss" und wir können aus einem impulsiven, extrovertierten Kind keinen ruhigen Bücherwurm machen "Weil es so muss".


    Manchmal muss man einfach akzeptieren, was da ist und versuchen einen Weg zu finden, der für alle am wenigsten schädlich ist.

    Und da sind dann so Aussagen wie "Würde ich nicht akzeptieren" oder "Da würde ich mal ne Ansage machen" einfach etwas hohl.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Sie ist mit ihrer Art, ihrer Störung geboren. Das kann nicht repariert werden, auch wenn dass das Umfeld von mir immer wieder erwartet. Quasi "Machen die das Kind Regelkonformtauglich".

    Dabei war die einzige Möglichkeit, das Leben so umzugestalten, dass diese Störung da auch Platz drin hatte.

    Liebe Daroan, bitte bleibe im Forum, bis nicht nur Deine, sondern auch meine Kinder groß sind!

  • Also meine Grosse ging ja nun 12 Jahre regulär zur Schule, wir habe sie nicht herausgenommen.


    Daher geht es in diesem Thread gar nicht um Eltern, die wegen der Arbeit kein Homeschooling machen können.


    Ich wollte eine Diskussion über nützliches Wissen, das in der Schule evt. zu kurz kommt.


    In diesem Zusammenhang würden einige undiskutierbare „Müssens“ für die Freizeit genannt.


    Was das nun mit arbeitenden Eltern zu tun hat, weiss ich nicht, aber ich habe den Beitrag auch nicht mehr lesen können.

    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“


    Abraham Lincoln

  • Sonst würden ja alle Eltern versagt haben, einen schlechten Job gemacht haben, deren Kinder Drogen nehmen, Magersüchtig werden, kriminell. Weil sie den "neutralen Teig" nicht richtig perfektioniert haben.

    Ich weiss, dass viele Eltern (von meist etwas jüngeren Kindern) und viele Menschen ohne Kinder so denken.

    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“


    Abraham Lincoln

  • Ich wollte eine Diskussion über nützliches Wissen, das in der Schule evt. zu kurz kommt.

    Ich wollte nur noch kurz da lassen, dass ich Euren Weg sehr inspirierend finde. #herz


    Persönlich finde ich den Schweizer Lehrplan vorallem auf zeitgenössische Geschichte und Politikverständnis mangelhaft bis quasi gar nicht vorhanden. ^^ Aber ich denke, das weisst du auch :D


    Was ich praktisch finde, zumindest bei uns im Lehrplan nicht vorkam, dafür in der Berufsschule ist Rechnungswesen. Ist halt wie Tastatur schreiben etwas, was einem immer dienlich ist, wenn man da zumindest ein Grundverständnis hat.


    Was ich persönlich halt auch spannend finde ist so ein bisschen technischen Grundverständnis. Also nicht nur wie funktioniert eine Bohrmaschine, sondern eher, wie funktioniert Papierherstellung, wie funktioniert Stromerzeugung, wie funktioniert unsere Wasserversorgung, usw.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Das hast Du sehr schön geschrieben, Daroan #love. Es ist schon beeindruckend, wie viel Persönlichkeit so ein kleines Wesen mitbringt. So richtig einschätzen kann man das v.a. wenn man charakterlich sehr verschiedene Kinder hat, die trotzdem sie im gleichen Haushalt mit ähnlichen Voraussetzungen aufwachsen, sich ganz unterschiedlich entwickeln.


    Um hier wieder den Bogen zur Ausgangsfrage zu schlagen: daher ist diese Frage "Was würdet Ihr Euren Kindern unbedingt beibringen?" ja schon "falsch" gestellt. Denn wenn wir festgestellt haben, dass Kinder oft genau wissen was sie wollen und was nicht, dann kann ich nur ein Angebot machen und das mehr oder weniger intensiv dem Kind offerieren. Und muss auch akzeptieren, wenn es sagt: Nein, interessiert mich nicht, will ich nicht.


    Ich habe das Problem auch bei meiner Kleinen (kommt jetzt in die 4. Klasse), die nicht gut liest, also immer noch sehr oberflächlich und oft einfach falsch. Ich habe da echt Sorge, dass sich das negativ in den verschiedensten Bereichen auswirkt.

    Hier kam ja auch der Punkt "anstrengungsfreies Lesen" - ja, das wüsste ich gerne und würde es ihr gerne ermöglichen. Aber es ist schon oft eher in Kampf/Krampf ausgeartet, wenn wir z.B. mit regelmäßigen Lesezeiten da versucht haben, mehr Routine zu bekommen #weissnicht. Im Moment habe ich das erstmal auf Eis gelegt und versuche zumindest, ihr regelmäßig vorzulesen.

  • Und ich finde es schade, dass sich Kajak jetzt gezwungen gesehen hat, ihren sachlichen, erklärenden Beitrag wieder zu löschen, weil sie sich offenbar missverstanden gefühlt hat.


    Leute, das Leben ist doch in keiner Richtung eine Einbahnstraße! Man muss nicht gleiches mit gleichem heimzahlen, damit der andere endlich mal kapiert wie es sich anfühlt! Immer gibt es mehrere funktionierende Wege, Themen anzugehen, die können auch nebeneinander stehen. Problemlos. Und wenn Wege nicht funktionieren weiß man das selten vorher.


    Meine Erfahrungen (wenn ich denn in der Kindererziehung überhaupt schon fortgeschritten genug bin - mein älteres Kind ist 11 - um überhaupt mitreden zu dürfen) und meine Beobachtungen machen mich in erster Linie demütig. Dem Leben gegenüber. Trotzdem muss ich es gestalten - das Leben. Tagtäglich. Das mache ich nicht auf der grünen Wiese. Wie alle anderen auch.

  • OT: was sagt die Lehrperson dazu? Wir haben das sehr schnell abklären lassen, denn gar nicht soooo selten steckt eine leichte LRS dahinter, wenn der Lesestart so gar nicht gelingen will.

    Die Logopädin hat das Ganze dann sehr spielerisch angegangen und wir zuhause konnten uns auf den "Fun-Teil" beim Lesen konzentrieren: mal ein Rezept nachkochen, eine Anleitung vorlesen lassen als Übung, heimlich sozusagen - und ansonsten einfach wie Du: vorlesen, wenn das Freude macht.

    Gute Hörbücher finde ich noch eine schöne Sache, um Freude an Literatur zu wecken, ohne zu nerven. ;) Wenn das Kind mag, natürlich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Noch etwas, was ich im Homeschooling gern dabei hätte: eine Weltkarte, die nicht Europa vergrößert und Asien verkleinert, den größten Teil des Pazifiks ausblendet und Afrika ausschließlich als Kontinent mit Staatsgenzen darstellt. Es müssten Globen der Topographie, Sprachräume, Wirtschaftsräume, Verkehrsströme, Kulturen sein, frei drehbar aufgehangen, so dass der globale Süden auch sichtbar ist, wenn man nicht auf dem Fußboden sitzt.


    (...ob es solche Globen überhaupt schon gibt?)

  • Silbermöwe Zumindest Karten gibt es, die nicht Europa im Zentrum haben.


    Fürs Protokoll möchte ich sagen, dass es auch Eltern jüngerer Einzelkinder gibt (#pfeif), die ganz allergisch auf "das muss soundso, das muss möglich sein, du musst nur..." reagieren.

    tt1c48ce.aspx
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  • Noch etwas, was ich im Homeschooling gern dabei hätte: eine Weltkarte, die nicht Europa vergrößert und Asien verkleinert, den größten Teil des Pazifiks ausblendet und Afrika ausschließlich als Kontinent mit Staatsgenzen darstellt. Es müssten Globen der Topographie, Sprachräume, Wirtschaftsräume, Verkehrsströme, Kulturen sein, frei drehbar aufgehangen, so dass der globale Süden auch sichtbar ist, wenn man nicht auf dem Fußboden sitzt.


    (...ob es solche Globen überhaupt schon gibt?)

    Wir haben sehr sehr viele Karten im Haus in allen möglichen Darstellungsformen.


    Es gibt auch solche Globen. Digital habe ich das schon gesehen. Die sind halt sehr sehr teuer. Privat kenne ich sowas aber nicht, sondern eher aus dem wissenschaftlichen Bereich

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich weiss, dass viele Eltern (von meist etwas jüngeren Kindern) und viele Menschen ohne Kinder so denken.

    Ja, leider. :(

    Ich denke, da steckt halt auch ganz viel Angst drin. Und der Wunsch nach einer guten Zukunft für die Kinder: "Ich muss 'nur' alles richtig machen, dann wird es meinen Kind schon gut gehen." Das ist die Hoffnung dahinter, zumindest bei mir, obwohl ich weiss, dass es nicht so ist.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Was ich aber dazusagen muss: Meine Kinder konnte ich schon in der ersten Klasse zu nichts bringen, von dem sie selbst nichts hielten, ich aber wichtig fand. Sport ist da ein schönes Beispiel.


    Ich lese das ja öfter mal: Sport ist ein Muss.

    Was macht man denn, wenn das Kind das konsequent verweigert? Wie setzt man ein Muss durch?

    Ernstgemeinte Frage (ich habe die ja schon ganz oft im Forum gestellt).

    Erstmal: ich freue mich auch sehr für und mit euch! (Kann Neid nicht verhehlen, wünschte mir so eine Entwicklung/Möglichkeit auch für meine Kinder, inklusive dass sie (wieder) Freude am Wissenserwerb finden & von ihrem Selbstwert ausgehend, lernen könnten).

    Zweitens: deiner Frage schließe ich mich an. Ich schaffe es nicht, absolut nicht, meinen Kindern irgendetwas beizubringen, was sie nicht wollen. Druck erzeugt hier nur Gegendruck & völliges Desinteresse.

    Murmel 12/05 Murmelini 12/07


    Es gibt eben so wenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol. (Sigmund Freud)


    262 Beiträge im alten Forum – war ich so stolz drauf, deswegen steht's jetzt hier. #baden

  • Um hier wieder den Bogen zur Ausgangsfrage zu schlagen: daher ist diese Frage "Was würdet Ihr Euren Kindern unbedingt beibringen?" ja schon "falsch" gestellt. Denn wenn wir festgestellt haben, dass Kinder oft genau wissen was sie wollen und was nicht, dann kann ich nur ein Angebot machen und das mehr oder weniger intensiv dem Kind offerieren. Und muss auch akzeptieren, wenn es sagt: Nein, interessiert mich nicht, will ich nicht.

    Aber genau so habe ich die Frage beantwortet. Das sind alles Dinge, die mein Kind interessieren.

    Mit Rechnungswesen werde ich das Kind nicht quälen. #angst Ich habe es selbst gehasst.

  • Um hier wieder den Bogen zur Ausgangsfrage zu schlagen: daher ist diese Frage "Was würdet Ihr Euren Kindern unbedingt beibringen?" ja schon "falsch" gestellt. Denn wenn wir festgestellt haben, dass Kinder oft genau wissen was sie wollen und was nicht, dann kann ich nur ein Angebot machen und das mehr oder weniger intensiv dem Kind offerieren. Und muss auch akzeptieren, wenn es sagt: Nein, interessiert mich nicht, will ich nicht.

    Aber genau so habe ich die Frage beantwortet. Das sind alles Dinge, die mein Kind interessieren.

    Mit Rechnungswesen werde ich das Kind nicht quälen. #angst Ich habe es selbst gehasst.

    Und was ist, wenn es das wäre, was das Kind interessieren würde, es dann aber nie einen Einblick erhalten würde, weil du es gehasst hat?


    Im Kleinen habe ich das bei Tochter gemacht, weil ich Handarbeiten gehasst habe, habe ich sie in der Schule (ohne sie zu fragen) fürs Werken angemeldet - es hat sich dann ergeben, dass sie textiles Werken bevorzugt hätte. Sie hat es für sich so gelöst, dass sie einfach auch dieses Fach freiwillig besucht hat, ist sich stundenmäßig ausgegangen.

  • Druck erzeugt hier nur Gegendruck & völliges Desinteresse.

    So war das schon bei mir und ehrlich gesagt glaube ich, dass das ziemlich verbreitet ist.

    Und was ist, wenn es das wäre, was das Kind interessieren würde, es dann aber nie einen Einblick erhalten würde, weil du es gehasst hat?

    Ich halte diese Gefahr für recht gering, sofern das Kind theoretisch Zugang zu allem möglichen hat.

    Meine Kinder interessieren sich für Themen, und haben es darin auch zu einer ordentlichen Expertise gebracht, mit denen ich so rein gar nichts am Hut habe (Pferde, Informatik, Wirtschaftswissenschaften...) Da sind sie ganz von alleine drauf gekommen.

    Hingegen bin ich mit meinen Interessen oft aufgelaufen, obwohl ich die wirklich gern geteilt hätte.

    Ich habe ja den Eindruck, dass sowas viel eher passiert, wenn Kinder von klein auf viel zu ungewolltem Wissenserwerb gezwungen werden...

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • Und was ist, wenn es das wäre, was das Kind interessieren würde, es dann aber nie einen Einblick erhalten würde, weil du es gehasst hat?

    Ich halte diese Gefahr für recht gering, sofern das Kind theoretisch Zugang zu allem möglichen hat.

    Meine Kinder interessieren sich für Themen, und haben es darin auch zu einer ordentlichen Expertise gebracht, mit denen ich so rein gar nichts am Hut habe (Pferde, Informatik, Wirtschaftswissenschaften...) Da sind sie ganz von alleine drauf gekommen.

    Hingegen bin ich mit meinen Interessen oft aufgelaufen, obwohl ich die wirklich gern geteilt hätte.

    Ich habe ja den Eindruck, dass sowas viel eher passiert, wenn Kinder von klein auf viel zu ungewolltem Wissenserwerb gezwungen werden...

    Also Tochter sieht die Fächer in der Schule als Angebot - was sie interessiert, vertieft sie, von dem was sie weniger interessiert, hat sie ein gewisses Grundwissen, aber ohne sich da verstärkt dafür einzusetzen. Weiteren Input holt sie sich so auch über viele unterschiedliche Dinge.

  • Im Title steht "Was würdet Ihr Euren Kindern unbedingt beibringen?" - also UNBEDINGT - ohne Bedingung.


    Ich habe aber das aufgeschrieben, was mir so eingefallen ist, was ich für meine Kinder wissens- bzw. könnenswert fände. Ich denke, bei den meisten, die sich hier beteiligt haben an der Ideensammlung, war das ähnlich. Die Vielzahl und Breite der genannten Themen, die wirklich viele gute Ansätze bieten, zeigt ja auch, dass es überhaupt nicht möglich ist, sich mit allem eingehend zu beschäftigen.


    Deswegen verwundert mich auch, warum ich wieder so angegangen wurde beim Thema Bewegung. In jeder Familie sieht die Prioritätenliste, mit welchen Schwerpunkten man in der Familie das gemeinsame Leben gestaltet anders. Bei uns hat das Thema Bewegung schon immer einen recht hohen Stellenwert. Dafür gibt es sicher andere Themen, bei denen wir wenig konsequent und "vorbildlich" sind. Das ist ja auch gar nicht schlimm, wäre ja langweilig, wenn alle das gleiche könnten oder die Interessen sehr einseitig wären.

    Aber natürlich bin ich - sind sicher alle Eltern - in gewisser Weise voreingenommen und vermitteln Werte, Wissen und Können v.a. in den Bereichen, die sie selbst aus irgendeinem Grund verinnerlicht haben. Und manchmal ist es nicht leicht, über den eigenen Schatten zu springen und für die Kinder den Angebotsfächer viel breiter zu gestalten und eigene Vorstellungen darüber, was das Kind doch interessieren/können sollte, über Bord zu werfen.

    Da sind Kinder, die einen sehr starken Willen haben ein guter Lehrmeister. Je älter sie werden, desto besser kann man sich mit ihnen auch darüber austauschen, was dahinter steht und damit auch den eigenen Horizont erweitern.


    Mein Mann und ich haben unsere Kindheit/Jugend auch mit einem speziellen Hobby verbracht (übrigens ein eher "unbewegtes") und verbinden damit sehr viele gute Erinnerungen und haben immer noch viele Freundschaften, die daher rühren. Keines unserer Kinder interessiert sich auch nur im Geringsten für diese Sache. Und das ist auch gut so. So können sie ganz unbelastet eigene Hobbies entwickeln und haben nicht die Eltern dahinter, die an dieser Stelle mit "Expertenwissen" glänzen könnten. Im Gegenteil, da lernen wir von ihnen. Und es sieht auch so aus, als ob sie sich beruflich für ganz andere Bereiche interessieren werden, als wir Eltern. Ich finde das schön zu beobachten.