Enkelkinderbrief - Oma und Opa einfach bitten, dass sie eine Partei wählen, die Klimaschutz ernst nimmt

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  • "Während die unter 30-Jährigen nur 15% der Wahlberechtigten sind, machen die über 60-Jährigen 38% aus. Deine Oma und Opa entscheiden also darüber, ob es eine Politik des „weiter so” oder eine Politik des klimagerechten Aufbruchs geben wird."


    Ich weiß, dass meine Eltern eher konservativ sind, ich weiß aber auch, dass sie ihre Enkelkinder alle sehr mögen. Wir reden normalerweise nicht über Politik, weil sich unsere Positionen deutlich unterscheiden. Trotzdem möchte ich ihnen sagen, dass sie auch eine Verantwortung der jüngeren Generation gegenüber haben, mein schlafmangelgeplagtes Hirn kriegt das aber nicht so schön hin, daher habe ich nach fertigen Briefen gesucht.

    https://www.enkelkinderbriefe.de/


    bietet hier einfach ein Baukasten-System, wo man solche Briefe entwerfen kann. Ich finde das sehr praktisch und wir werden an die Großeltern morgen noch Postkarten verschicken :)


    Die U30 und U40-jährigen werden diese Schicksalswahl nicht entscheiden. Das wird eine Entscheidung von Ü60 werden - und die haben zum Großteil Enkelkinder.

  • Also wenn mir meine Tochter sowas gäbe….. im Namen ihrer Kinder…. ich würde das ziemlich….????… doof, übergriffig…?? keine Ahnung was wirklich- finden, da ich mir vorkäme wie wenn sie mir nicht zutraut mir meine eigene Meinung zu bilden.

    Allerdings diskutieren wir hier eh sehr viel über Politik und haben sehr unterschiedliche Meinungen dazu und ich akzeptiere alle Meinungen ( außer eins meiner Kinder würde Richtung AFD wählen, das wäre das einzige wo ich versuchen würde das die Entscheidung anders ausfällt)



    ( eigentlich wollte ich jetzt gar nicht weiterschreiben, oder wieder löschen- lass es aber jetzt einfach mal stehen)



    Allerdings sehe ich auch nicht das ich wirklich für das Klima wähle, den egal wer die Wahl gewinnt- jede Partei/ Koalition wird am Ende das Lied der Wirtschaft singen und ob alles was unter Klimaschutz läuft, wirklich Klimaschutz ist, ist ( für mich!) auch nicht immer das Wahre.


    Solange da nicht global was weltbewegendes passiert kann man hier in D/EU machen was man will, am Ende wird die Erde trotzdem dem Untergang geweiht sein

  • Ich finde die Idee auch zwiespältig. Gut gemeint, aber nicht gut gemacht.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Hilfe #eek


    Niemals käme ich auf so eine Idee.


    Würde ich einen derartigen "Brief" bekommen, wäre ich ziemlich sauer.

    Entweder, man spricht miteinander-auch über Politik- oder das Verhältnis gibt das nicht her, dann ändert so eine Aktion daran aber auch nichts...

    Viele Grüße aus dem schönen Bayern!#blume

  • Ich finde die Idee gar nicht so schlecht und jeder der erreicht wird, ist doch super. Ich kann mit meinem Schwiegervater auch nicht über Politik reden, aber seine Enkelin liebt er über alles. Hier war aber die Schwiegermama der "Enkelbrief".

  • Ich hab meinem Vater das Rezo-Video geteilt. Ich hoffe, er hat es sich angesehen. Was er draus macht, liegt nicht in meinen Händen. Wir reden aber auch schon mal über Politik und ich weiß, dass er eigentlich humanistisch denkt, Greta Thunberg ganz schlimm findet (was mir ein Rätsel ist, dieses beeindruckende starke Mädchen). Er weiß, dass ich durch und durch linksgrünglänzend bin. Also ein gegenseitiges Interesse ist da.

  • Huch, ich hab tatsächlich schonmal so einen Brief (genau genommen war es eine E-Mail) an meine Familie geschrieben. Was findet ihr daran schräg? Ist doch auch nichts anderes als eine Diskussion vor Ort. Meine Großeltern sind halt auch nicht direkt hier, so dass die Kommunikation eh indirekt läuft.

    Ich kontrolliere ja dann nicht ihre Wahlzettel ;)


    Wobei ich den Brief-Generator jetzt nicht so gelungen finde, aber mir bereitet es auch keine Probleme da selbst etwas zu formulieren, was vielleicht auch noch ein bisschen persönlicher ist.

  • ich würde es nicht machen.

    Meine Kinder interessieren sich noch nicht ausreichend für Politik um ehrlich so einen Brief zu schreiben, ich selbst spreche durchaus mit meinen Eltern über Politik.

    Aber wählen dürfen meine Eltern schon noch selbst.

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Schokojunkie

    Auch wenn deine Kinder selbst noch zu klein sind, kann man ja das Gespräch mit den eigenen Eltern/Schwiegereltern suchen.

    Ich hatte die Tage auch ein Gespräch mit meiner Schwiemu, die immer CDU gewählt hat. Wir haben NIE über Politik oder Wahlen gesprochen. Aber jetzt war es mir ein Anliegen. Und ehrlich gesagt war ich froh, das gemacht zu haben: Sie sagte von sich aus schon, dass CDU gar nicht in Betracht käme, SPD mag sie nicht. Aber ob sie wirklich grün wählen solle???? Und da fiel unser Gespräch dann auf fruchtbaren Boden.


    Das geht natürlich nur, wenn das Verhältnis gut ist.

  • politische Gespräche mit meinen Eltern habe ich gefühlt schon immer geführt.

    Meiner Mutter habe ich im Scherz mit zwangseinweisung gedroht weil sie den Armin im Land gewählt hat. Da finden schon durchaus Gespräche statt. Mich stört, glaube ich die Kinder zu instrumentalisieren.

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Ich spreche mit meinen Eltern sehr viel über Politik, käme aber niemals nicht auf die Idee, ihnen zu sagen, was sie wählen sollten. Auch meine Eltern haben mir da jemals reingeredet. Ich wäre sehr irritiert und angesäuert, würde jemand mir nahestehendes versuchen, mich in eine bestimmte Richtung zu drängen.

    Merksatz für heute: Ich will nicht so hart zu mir sein und mich mit Wohlwollen anschauen.

  • Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber fuer meine Eltern waere das leider gar nichts, sie wuerden sich angegriffen fuehlen. Ausser vielleicht, die Kinder waeren Jugendliche und wuerden dies ganz alleine machen (ohne mich).

  • Kükenmama: mir geht wie Schokojunkie, es fühlt sich wie Instrumentalisierung der Kinder an. Ich würde so etwas wenn dann direkt ansprechen und diskutieren. Aber ich als ich und als Diskussion.

    Meine Eltern sind mündig, die entscheiden selbst. Und die sind durchaus in der Lage, an die zukunft der Kinder zu denken und abzuwägen.

  • Huch, ich hab tatsächlich schonmal so einen Brief (genau genommen war es eine E-Mail) an meine Familie geschrieben. Was findet ihr daran schräg? Ist doch auch nichts anderes als eine Diskussion vor Ort. Meine Großeltern sind halt auch nicht direkt hier, so dass die Kommunikation eh indirekt läuft.

    Ich kontrolliere ja dann nicht ihre Wahlzettel ;)

    Ich glaube damit ist gemeint, wenn man als Elternteil die kleinen Kinder dazu anhaelt, das zu schreiben. Wenn Du/die Kinder das von sich aus machen, waere es schon anders. Edit: Genau, die Instrumentalisierung von kleinen Kindern (sofern das nicht Kinder ganz alleine schicken)


    Ueber Politik rede ich mit meinen Eltern auch.

  • Hier war es eher so dass meine Mutter erzählte sie habe erstmals CDU gewählt weil irgend etwas was die SPD beschlossen habe dazu geführt hätte dass sie weniger Geld im Portemonnaie hätte.

    Das ist objektiv wahrscheinlich so.

    Dazu fand sie den Armin ganz sympathisch.

    Da habe ich meine Sicht der Dinge gegengehalten und wir haben uns über Politik im allgemeinen unterhalten. Innerhalb der Familie kann Mensch wahrscheinlich am besten einschätzen was okay ist und wo Druck oder Lenkung beginnt.

    In meiner Familie war Politik immer Thema , es ist völlig normal sich über anstehende Wahlen und die Parteien zu unterhalten. Insofern finde ich es schon sinnvoll den Rentnern die Bedeutung von Klima und ihre Möglichkeiten bei den Wahlen näherbringen,, finde aber dieses "tu es deinen Enkeln zuliebe " grundfalsch.

    Zumindest meine Rentner (aka Eltern) sind in der Lage rational zu entscheiden. Ob sie immer alle Aspekte berücksichtigen, oder aus Bequemlichkeit in ihrer Ecke bleiben ist eine ganz andere Frage.

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • In meiner Familie war Politik immer Thema , es ist völlig normal sich über anstehende Wahlen und die Parteien zu unterhalten. Insofern finde ich es schon sinnvoll den Rentnern die Bedeutung von Klima und ihre Möglichkeiten bei den Wahlen näherbringen,, finde aber dieses "tu es deinen Enkeln zuliebe " grundfalsch.

    Zumindest meine Rentner (aka Eltern) sind in der Lage rational zu entscheiden. Ob sie immer alle Aspekte berücksichtigen, oder aus Bequemlichkeit in ihrer Ecke bleiben ist eine ganz andere Frage.

    Fett markiert von mir. Das stoert mich eigentlich gar nicht so daran. Manche denken ja tatsaechlich nicht so an spaeter und da kann man einmal darauf aufmerksam machen. Mich stoert tatsaechlich eher, dass ich das durch die Blume sagen wuerde anstatt direkt mit diesen Briefen.

  • Ich finde so eine Idee komplett gruselig und kontraproduktiv. Es könnte das Gegenteil bewirken. Neulich gab es doch schon einen Thread, wo es um Anrufe bei Fremden ging, um Überzeugungsarbeit zu leisten, oder?

    Ich finde da nur echte Gespräche zielführend. Und auch nicht kurz vor einer Wahl im Sinn von "bitte setze hier und hier dein Kreuz", was als Unverschämtheit aufgefasst werden könnte. Sondern als Teil des allgemeinen üblichen Austauschs. Steter Tropfen höhlt den Stein... oder so. Ohne wertschätzenden Umgang auch mit von der eigenen Meinung abweichenden Positionen halte ich Annäherung ja eh für schwierig. Ob Gespräche etwas anstoßen, erfährt man oft erst viel später - wenn überhaupt. Also so grundsätzlich bei Dissens.