Strompreise und überhaupt: Inflation

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  • Vorgestern erreichte mich eine Mail meines Stromanbieters, Zitat:


    Ab dem 01.12.2021 ändert sich Ihr Arbeitspreis von 29,8 Cent pro Kilowattstunde auf 48,8 Cent pro Kilowattstunde und Ihr monatlicher Grundpreis von 19,95 Euro auf 19,95 Euro.


    Das ist eine Preiserhöhung von fast 64% #hilfe



    Ich habe sofort ein Vergleichsportal aufgesucht und den Antrag zum Anbieterwechsel gestellt, aber letztendlich mache ich mir nichts vor, dadurch gewinne ich nur etwas Zeit. Die Preisentwicklung geht steil bergauf und die hohen Energiepreise werden sich auch auf fast alle Produkte auswirken.

    Dazu die Folgen der Coronakrise, verstopfte Häfen,dadurch Mehrkosten. Rohstoffengpässe, dadurch Mehrkosten.

    Fachkräftemangel, dadurch Mehrkosten.

    Staatsverschuldung, die wird über Umwege auch auf die Bürger umgelegt, machen wir uns nichts vor.

    So langsam macht mich das besorgt...#blink


    Hat jemand ein paar Nachrichten zur Entwarnung?

  • Dazu die vermutete Verknappung von Gas, damit der Nord Stream II endlich anläuft...

    Bisher merke ich noch nichts im Alltag. Mein Gehalt reicht für unseren Bedarf. Eine anderer Größe vergleiche ich sehr selten. Klar habe ich einen Traum und Sparziel, aber ich musste mich auch schon oft mit dem Gedanken anfreunden, dass das selbst bei großer Anstrengungen für mich vielleicht nicht im Rahmen des erreichbaren liegt.

    Daher habe ich jetzt etwas Geld ausgegeben, um es uns als Familie jetzt nett zu machen. Vieles hat mit Einrichtung zu tun, die uns hoffentlich über viele Jahre trägt. Alles ist aus zweiter Hand. Und dann möchte ich eigentlich viel, viel weniger konsumieren (als ohnehin schon) Das macht beim eigenen Budget nämlich viel aus und ist obendrein nachhaltiger. Ich hoffe, dass das dann reicht, um höhere Energiekosten zu zahlen.

    Ach ja, und argwöhnisch schaue ich auf die beiden Banken, bei denen mein Notgroschen liegt, ob sie Negativzinsen auch schon aufs letzte Hemd erheben müssen die Armen...

  • Ich habe aus dem gleichen Grund auch gerade gewechselt, 4 Wochen später kam nun Nachricht, dass der alte Anbieter die Versorgung vor Ort in zehn Tagen einstellt und ich doch wechseln oder zum Grundversorger gehen soll. #haare

    Zum Glück war es möglich den Lieferbeginn beim neuen vorzuziehen von Januar auf Oktober, das wäre sonst sehr teuer geworden.

    tt1c48ce.aspx
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  • Du könntest dich an den offiziellen Verlautbarungen festhalten, dass die Inflation nur vorrübergehend ist.

    Aber Spaß beiseite, nein, keine Meldungen die Entwarnung geben.

    Das ist nunmal so, wenn einer aufgeblähten Geldmenge immer weniger Waren gegenüberstehen.

  • Irgendwie krass....

    Ich bin ja gut im Verdrängen und mir kommen diese Gedanken bisher nur sporadisch.

    Aber es kommt gerade so vieles ins Wanken, was vor 2 Jahren, zumindest in diesem Tempo, unvorstellbar gewesen wäre.

    Die Einschränkungen der Grundrechte, die fragwürdigen Strategien der Regierung zur Pandemie, jetzt die massive Inflation.

    Plötzlich ist es vorstellbar, dass wir, wie es bereit in GB vorkommt, keinen Sprit oder gar keine Energieversorgung für Heizung etc haben. Oder es sich nur noch die Oberschicht leisten kann.

    Vielleicht (hoffentlich) ist es aber wirklich nur vorübergehend, ähnlich der Klopapier-Krise 2020 #cool

  • Was ich bemerke (weiss aber nicht ob es überhaupt hier passt), sind die stetig steigenden Preise für Benzin.

    Die höher werdenden Preise für Obst und Gemüse.

    Und was mir besonders auffällt ist, dass es bestimmte Dinge einfach nicht mehr zu kaufen gibt oder nur mit Abstrichen und langen Lieferzeiten: Haushaltsgeräte, PC Hardware, Autos, Fahrräder.


    Liegt das nur am Chipmangel?

  • Das ist natürlich krass.


    Strompreise stabil halten funktioniert leider nicht, wie aktuell China demonstriert, oder vor 20 Jahren Kalifornien .


    Die weltweite "supply chain" ist durcheinander. Die Häfen sind verstopft, leere Container fehlen oder am falschen Ort,

    teils reduzierte Kapazitäten wegen Covid-Massnahmen, Luftfracht ist eingeschränkt da es weniger Passagierflüge gibt...

  • Was ich bemerke (weiss aber nicht ob es überhaupt hier passt), sind die stetig steigenden Preise für Benzin.

    Die höher werdenden Preise für Obst und Gemüse.

    Und was mir besonders auffällt ist, dass es bestimmte Dinge einfach nicht mehr zu kaufen gibt oder nur mit Abstrichen und langen Lieferzeiten: Haushaltsgeräte, PC Hardware, Autos, Fahrräder.


    Liegt das nur am Chipmangel?

    wir versuchen gerade, ein Bad einzurichten. Badewannen haben krasse Wartezeiten von mehreren Monaten.


    wieso wird denn Obst und Gemüse teurer aber anderes nicht, oder anderes auch?


    mein volkswirtschaftliches Verständnis ist leider extrem beschränkt..

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Mir fällt es bei den Baustoffen auf. Bestimmtes, was es früher gab, ist gar nicht mehr zu bekommen, anderes sehr teuer.

    Benzin ist auch teurer, sehe ich an der Tankstelle, wenn ich vorbeiradle. In der Geldbörse fällt es noch nicht wirklich auf, da ich wenig fahre und daher nur einmal im Monat tanke.

    Ich freue mich gerade über meine Solaranlage. Derzeit spare ich pro Woche etwa 10kWh. Noch scheint ja genug Sonne.

  • Ich habe immer noch nicht verstanden warum sich alle über angebliche Grundrechtseinschränkungen austauschen.

    Warum mir aber in neuester Welt Anarchie gar so gut gefällt? Ein jeder lebt nach seinem Sinn, das ist nun also auch mein Gewinn! Ich laß´ einem jeden sein Bestreben, um auch nach meinem Sinn zu leben.

    Johann Wolfgang v. Goethe



  • Und Hartz 4 wird um wieviele € erhöht? 4 oder so? Völlig irre

    Da müsste ich als allererstes dran denken. Wir haben noch Möglichkeiten das Ein oder Andere einzusparen, aber mit Hartz 4 ..... wie soll das gehen?

  • Dass Energiepreise steigen ist fürs Klima eigentlich ganz gut. Es gibt noch ganz viel Sparpotenzial bei Strom und Benzin.

    Dass Gemüse teuer geworden wäre, ist mir noch nicht aufgefallen. Aber demnächst kommt sowieso der saisonale Preisanstieg bis zum Frühjahr.

    Für das Portemonnaie sind diese Preise natürlich bitter, ich merke es beim Tanken. Aber ich denke realistisch werden die Preise weiter steigen.

    Ich könnte mehr arbeiten um das aufzufangen, ist natürlich doof für die Kinder.

    Deshalb werden wir wohl eher wieder mehr sparen

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Die weltweite "supply chain" ist durcheinander. Die Häfen sind verstopft, leere Container fehlen oder am falschen Ort,

    teils reduzierte Kapazitäten wegen Covid-Massnahmen, Luftfracht ist eingeschränkt da es weniger Passagierflüge gibt...

    Yep. Erst die Pandemie, dann die Havarie der "Ever Given". Beide Katastrophen für sich genoggen haben schon enorme Auswirkungen, aber zusammen genommen potentiert sich die Wirkung.

    Frachtraten aus Fernost nach Europa sind 4 x teurer als vor Corona und der Platz an Bord der Schiffe ist äußerst knapp.

    Wer mehr darüber wissen möchte:

    https://www.tagesschau.de/wirt…sien-frachtraten-101.html

    und

    https://www.freiepresse.de/nac…zu-extrem-artikel11727584


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Du könntest dich an den offiziellen Verlautbarungen festhalten, dass die Inflation nur vorrübergehend ist.

    Ich habe bisher nicht groß an der Erklärung gezweifelt, dass eben der höhere Mehrwertsteuersatz im Vergleich zum Vorjahr eine wahrnehmbare Auswirkung auf die Inflation hat.

    Aber stimmt, wenn ich so drüber nachdenke, das ist natürlich nicht alles.


    Es gibt einen Mangel an allem möglichen, das treibt die Preise hoch.

    Hat jemand ein paar Nachrichten zur Entwarnung?

    Naja, keine Nachrichten, mehr so eine grundsätzliche alternative Einschätzung.


    Ein kleiner Blick in die Geschichte zeigt, dass es in Zeiten hoher Inflation der arbeitenden Bevölkerung eher gut geht. Wir haben außerdem den gesetzlichen Teil der Rente absichtlich so eingerichtet, dass Inflation für die Rentner:innen auch kein Problem darstellt.


    Ja, es ist ein bisschen stressiger und unnötig aufregend - aber was Leute umbringt ist nicht die Inflation, sondern die Deflation.

    Ich erzähle das jetzt deswegen so ausführlich, weil das inzwischen sogar in Büchern schon falsch steht: Die Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er, das war Problem von Deflation, nicht von Inflation. Die nervige Hyperinflation war mehrere Jahre vorher und war Teil der „roaring 20ies“, in denen es den Leuten allgemein sehr gut ging.


    Inflation ist nur für diejenigen wirklich lästig, die großes Barvermögen haben.

    Für Banken ist es blöd und natürlich ist es auch total doof, wenn man gerade einen Baukredit aufnehmen will, und die Zinsen ins unermessliche gestiegen sind.

  • Zum Strompreis noch was:


    Die Großhandelspreise für Strom sind enorm gestiegen. Die lagen lange Zeit in Deutschland bei ungefähr 4 ct pro kWh, und als es mir das letzte Mal in die Twitter-Timeline gespült wurde, waren sie bei über 40ct. Da ist es kein Wunder, dass dein alter Stromanbieter, Kanin , nicht mehr mit 30 ct pro kWh auskommt.

    Vorher hat er damit gut verdient.


    Zum Vergleich: Unser Nachbar hat eine ganz alte Photovoltaik-Anlage, für die er richtig viel Erstattung kriegt, nämlich 40 ct pro kWh.


    Windstrom und Solarstrom kriegen normalerweise inzwischen auch deutlich unter 10 ct pro kWh - über das EEG garantiert.


    Also wenn wir diese beiden schon besser ausgebaut hätten, hätten wir das Problem jetzt nicht.