immer wieder Karies bei den Kindern - was machen wir falsch?

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    • Offizieller Beitrag

    Mein Bruder (50) hatte noch nie Karies. Ich relativ früh.

    Von meinen Kinder hat die Mittlere noch nie ein Loch. Und die putzt nicht fleissiger als die anderen beiden. Der Jüngste hat am meisten Karies.

    Bei ihm müssen wir immer recht schauen. Also elektrische Zahnbürste, gute teure Zahnpasta, Mundspülung, regelmässige Zahnreinigung, versieglung der Backenzähne, usw.


    Da er so anspruchsvolle Zähne hat, ging ich mit ihm auch immer zu einer sehr guten, aber leider auch sehr teuren Zahnärztin. Die das aber alles sehr einfühlsam machte. Ich hatte immer Angst, dass er aufgrund der doch frühen unangenehmen Erfahrungen eine Zahnarztangst entwicklen würde. Aber sie machte das immer sehr gut mit ihm.

    Mittlerweile haben wir zu einer Zahnärztin gewechselt, die er besser selbständig erreichen kann, damit er eben auch ohne meinen Shuttleservice dort gut regelmässig zur Dentalhygiene aufschlagen kann.

  • Das gibt es. Mein Mann hat nur 1 Füllung. Da ging mit 18 der Zahnnerv "von innen heraus" kaputt. Ich habe Füllungen in allen Backenzähnen, schon recht früh.

    Meine Jüngste hat leider auch Karies an den Milchzähnen, ist saniert. Die Mittler hatte noch nie irgendwas mit ihren 9 Jahren. Sie isst schon relativ gerne süß, putzt auch nicht um Welten besser als die anderen.

    Es ist unbedingt wichtig für kleine Kinder, ein geordnetes Leben zu haben.

    Besonders wenn sie es selbst ordnen dürfen.


    - Pippi Langstrumpf -

    • Offizieller Beitrag

    Ich kann nur von mir berichten. Zuhause wurde mir das mit der Zahnreinigung nicht vermittelt, bzw. hatte meine Mutter nicht die Kraft/den Nerv auf den 2xtäglichen Machtkampf. Die Zahnärzte haben mich immer so sehr gelobt wie toll ich meine Zähne putzen würde (was ich irgendwann auch monierte, weil mir dadurch der Druck fehlte es zu tun). Das war bis ins Erwachsenenalter so. Mittlerweile putze ich natürlich, aber dennoch weniger gründlich und seltener als Freundinnen, die wesentlich mehr Probleme mit ihren Zähnen haben. Meine Mutter hatte in meinem Alter bereits ihre dritten Zähne #angst


    Von daher freue noch eine Stimme für Veranlagung!


    Ich bin dankbar dafür und sorge regelmäßig für Kontrollen, damit im Zweifelsfall frühstmöglich was gefunden wird und nur kleine Eingriffe nötig werden.

    Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!


    Aber es hilft ungemein, wenn man ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten Wasser gibt, ab und an etwas Dünger und gute Erde zur Verfügung stellt und ihm Schatten spendet wo die Sonne zu stark scheint

  • Ich möchte an das Buch "Deutschlands kranke Kinder" erinnern, das ich im anderen Thread (Milch gesund ?) verlinkt habe. Der Sohn der Autorin

    hatte erhebliche Zahnprobleme, die durch eine nährstoffreiche Ernährung gelöst wurden.

    Zitat von Reeza

    Und aus meiner persönlichen, statistisch absolut nicht validierbaren Erfahrung setzen sich vegan lebende Menschen meist sehr viel mit Ernährung und Nährstoffzufuhr zusammen, v.a., wenn es dann auch um Kinder geht. Und ich habe im Laufe der letzten zehn Jahre wirklich wirklich viele Veganer kennengelernt. Niemand muss FLeisch oder Milch konsumieren, um mit Nährstoffen optimal versorgt zu sein. Ich lasse alle 6 Monate meine Werte testen und bin bei allen immer im oberen Bereich, ebenso meine Kinder. (Außer bei Kalzium, da weiß ich es natürlich nicht, weil man es nicht so einfach testen kann, behaupte aber mal, dass das sicher ok sein wird, weil wir sehr auf eine ausreichende Calciumaufnahme achten.

    DEXA Scan (Messung der Knochendichte) ?


    Wenn die Zähne leiden, dann wahrscheinlich auch die Knochen. Wollt ihr euren Kindern für den Rest ihres Lebens ein schwaches Skelett

    mitgeben ? Better Bones


    Bekommen die Kinder Vitamin D / Vitamin K2 ?


    Die tollsten Nährstoffe nützen nichts, wenn sie nicht absorbiert werden können. Vegane Autoren wischen das unbequeme Thema Antinährstoffe

    gerne unter den Teppich, z.B. Rüdiger Dahlke in "Peace Food". Pflanzenbasierte Ernährung kann umständlich sein: Living with Phytic Acid .

    Rechne die Ernährung deiner Kinder mit Cronometer durch.


    Zu veganen Sportlern: Debunking the Game Changers / Health Line fact checking "The Game Changers" .


    Entschuldige die Breitseite, aber es geht hier um die Gesundheit deiner Kinder.

  • Warum sollte man den Ca Wert nicht messen können, wenn eh Blut abgenommen wird?

    Gehört doch wie Na und Ka zu den Standart Werten ?

    Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende.


    dm1y4rva3.png

  • Warum sollte man den Ca Wert nicht messen können, wenn eh Blut abgenommen wird?

    Gehört doch wie Na und Ka zu den Standart Werten ?

    Weil der Calciumwert im Blut nichts über die Calciumversorgung des Knochen aussagt.

  • Warum sollte man den Ca Wert nicht messen können, wenn eh Blut abgenommen wird?

    Gehört doch wie Na und Ka zu den Standart Werten ?

    kalzium übers blut messen ist nicht aussagekräftig genug. da müsste man eine 24 std urin Messung machen.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • also ich weiß grad gar nicht genau, was ich dazu sagen soll. Deine komischen Anspielungen zur angeblich gefährdeten Gesundheit meiner Kinder standen hier gar nicht zur Debatte. und ich empfinde deinen Beitrag irgendwie als sehr unfreundlich.


    Kein Mensch, der sich wissenschaftlich validiert informieren möchte, liest Dahlke.


    Ja, Deutschlands kranke Kinder habe ich gelesen, danke.


    Und ich leg doch nicht nen Dreijährigen und ne Achtjährige unter nen Dexa wegen Karies. Und das macht auch kein Arzt..


    im Übrigen hab ich ne Ausbildung zur veganen Ernährungsberaterin und weiß über Nährstoffe validierter Bescheid als ein Dahlke mir das vermitteln könnte.


    Also nein, die Gesundheit meiner Kinder ist nicht in Gefahr, ja, sie werden sehr ausgewogen ernährt und mit allen Nährstoffen angemessen versorgt, und ja, natürlich supplementieren wir D3/K2.



    ich hatte mir aus dem Thread eher erfahrungsberichte zu Zähnen und Zahnpflegeprodukten erhofft als komplette Rundumschläge ehrlich gesagt, hab auf sowas aber grad gar keinen Nerv und werde mich erst mal paar Tage hier zurückziehen.



    Allen andern danke, ich hab euch gelesen.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • dass es für eine Knochenversorgung weitere Messungen braucht ist mir schon klar, aber wenn genug "freies" Ca im Blut ist ( also der Wert normal ist) ist ja auch mehr da,

    was theoretisch in den Knochen umgebaut werden kann. Ob das dann auch passiert steht nochmal auf nem anderen Blatt.

    Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende.


    dm1y4rva3.png

  • Luinil nein, es ist genau anders rum. Der Körper ist darauf angewiesen, den Calciumwert im Blut immer sehr konstant zu halten.

    Ist zu wenig Calcium da, baut er es aus den Knochen ab.

    Das Signal für Calciumeinbau in den Knochen wird aber nicht über einen Calciumüberschuss im Blut gegeben, sondern über andere Signalwege.

  • Ich habe auch schon immer schlechte Zähne. Genau wie du, als Kind die Behandlung ohne Betäubung mitgemacht 🥺 schrecklich.


    Ich bin sicher, das ist Veranlagung.

  • Könnte es nicht auch sein, dass es etwas mit der Bakterienbesiedlung im Mund jedes Indiniduums zu tun hat? Ich gehe davon aus, dass die bei Menschen sehr unterschiedlich ist, selbst innerhalb einer Familie bei ähnlicher Ernährung? Ich vermute, dass das aber ähnlich wie die Darmbakterien wenig untersucht ist und man da wenig belastbare Informationen dazu findet.

    Falls Ihr in die Richtung experimentieren wollt, würde ich es mal mit Zahnpasta oder Zahnspray mit effektiven Mikroorganismen probieren. Da ist mir allerdings noch nie etwas speziell für Kinder über den Weg gelaufen. Ich verwende eine EM-Zahnpasta seit einigen Jahren, allerdings eher wg. Zahnstein und Paradonthose.

  • Könnte es nicht auch sein, dass es etwas mit der Bakterienbesiedlung im Mund jedes Indiniduums zu tun hat? Ich gehe davon aus, dass die bei Menschen sehr unterschiedlich ist, selbst innerhalb einer Familie bei ähnlicher Ernährung? Ich vermute, dass das aber ähnlich wie die Darmbakterien wenig untersucht ist und man da wenig belastbare Informationen dazu findet.

    Falls Ihr in die Richtung experimentieren wollt, würde ich es mal mit Zahnpasta oder Zahnspray mit effektiven Mikroorganismen probieren. Da ist mir allerdings noch nie etwas speziell für Kinder über den Weg gelaufen. Ich verwende eine EM-Zahnpasta seit einigen Jahren, allerdings eher wg. Zahnstein und Paradonthose.

    Ich hatte tatsächlich mal so etwas gelesen. Grad im Zusammenhang, mit den KIndern Besteck zu teilen, Nucki in den eigenen Mund nehmen nach dem Runterfallen, ...

    Weil sowohl der Muffelpuffelpapa als auch ich keine guten Zähne haben, achten wir da sehr drauf, dass auch nicht mal von unserem Löffel gekostet wird (sondern dann mit eigenem Löffel).

    Meine Zahnärztin hat auch schonmal bestätigt, dass man gegen sowas Erbliches wie den Härtegrad des Zahnschmelzes nicht viel tun kann.

  • Also ich kenne es so, dass die kariesbildenden Bakterien (Streptococcus mutans) sich bei der Geburt eines Kindes noch nicht in dessen Mund befinden, da sie auf Zähnen leben, Babies aber allermeistens zahnlos geboren werden.

    In diesen ersten Monaten, wenn das Immunsystem der Babies noch unreif ist und gleichzeitig die Milchzähne hervorbrechen, werden sie irgendwann und irgendwie mit den kariesbildenden Bakterien besiedelt.


    Eine Theorie ist jetzt, dass diese Besiedlung durch Speichel anderer Menschen geschieht (wenn die Kleinkinder ihre Finger in den Mund der Pflegepersonen stecken und danach in ihren eigenen Mund. Oder wenn ihnen ein Nuggi oder ein Löffel gegeben wird, den vorher wer anders im Mund hatte).

    Und je nachdem, wie kariesaktiv diese Bezugspersonen zu diesem Zeitpunkt sind, kriegen die Kleinkinder eben mehr oder weniger von den kariesbildenden Bakterien ab.


    Die Höhe der Konzentration der kariesbildenden Bakterien im Speichel korreliert auch im Erwachsenenalter eng mit dem Kariesrisiko.


    Und dann kommen wahrscheinlich noch andere Dinge wie Schmelzzusammensetzung, Speichelzusammensetzung, Trink- und Ernährungsgewohnheiten, Putzroutine dazu, die alle das Kariesrisiko ebenfalls beeinflussen.

    :) Liebe Grüsse Bidi #rose


    "Das Gras wird gebeten, über die Sache zu wachsen!" ... ... ... "Das Gras bitte!"

  • Das mache ich gerne, wenn es denn passt! Vielen Dank für die liebe Rückmeldung!

    :) Liebe Grüsse Bidi #rose


    "Das Gras wird gebeten, über die Sache zu wachsen!" ... ... ... "Das Gras bitte!"

  • auf nicht-teilen von löffeln oder so haben wir nie viel geachtet,v.a. nicht unter den Geschwistern. hmm. würde das jetzt über haupt noch was bringen oder ist der Zug abgefahren?

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Tooth Mousse könnte noch bei der verstärkten Mineralisierung des Zahnschmelzes helfen...

    Und auf jeden Fall nicht direkt nach dem essen Zähne putzen (jedenfalls nicht nach Obst / Saft / Gemüse / Salat - säurehaltiges eben), sondern eine halbe Stunde mindestens warten.


    Aber ich mag dir Mut machen - mein Sohn hatte wirklich furchtbare Milchzähne. Mehrere schon mit 3 Jahren gezogen, dann noch 2 Anfang der Schule. Jetzt ist er 18, und der Zahnarzt ist jedes mal von seinen tollen Zähnen begeistert. Also, Milchzähne und bleibende Zähne sind nicht unbedingt korreliert.

    Die beste Vergeltung ist, nicht zu werden wie dein Feind (Marcus Aurelius)

  • auf nicht-teilen von löffeln oder so haben wir nie viel geachtet,v.a. nicht unter den Geschwistern.

    Wir auch nicht.


    T hat super Zähne (bis auf die beiden vorderen Schneidezähne, die bei einem Ohnmachtsanfall abgebrochen waren). Ich glaube, bei seinen Milch-Backenzähnen war mal einer kariös, bei den bleibenden bisher keiner. Er war allerdings auch schon immer sehr sorgfältig was das Zähneputzen angeht.


    Q hat auch super Zähne, hatte bei den Milchzähnen kein Karies, bei den Bleibenden jetzt leider an einem Backenzahn. Er ist total schlampig mit dem Zähneputzen. Selbst jetzt (der Kerl ist 16!!!) erinnere ich ihn noch manchmal dran. Mich macht schon der Gedanke, mir morgens nicht zeitnah die Zähne zu putzen, total kribbelig. Oder abends mit ungeputzten Zähnen ins Bett zu gehen ... uaaahhh. Macht er beides öfters mal (und ich hoffe, nicht beides hintereinander #kreischen). Aber ich denke, wenn ich nicht davon ausgegangen wäre, dass die Versiegelung beim Platzieren der bleibenden Spange sich natürlich auch auf die Kauflächen erstreckt, wäre auch das kleine Loch im Backenzahn vermeidbar gewesen mit so einem Fluoridlack.


    Beide essen zwar nicht so viele süße Naschereien, aber Unmengen an Nutella.


    Dementsprechend: Oh ja, Veranlagung. Bei Qs Putz- und Essverhalten wären andere schon mit Karies an sämtlichen Zähnen abgestraft worden, und das vor Jahren.


    Ich selber bin beim Zähneputzen zwar sehr sorgfältig - putze 2x/Tag und achte darauf, dass alle Stellen sich schön glatt wie Perlen anfühlen. Allerdings hat mir das in der Pubertät trotzdem nichts geholfen. Obwohl ich kaum Süßes aß, höchstens mal ein Stück Kuchen oder Plätzchen zu Weihnachten. Ich glaube, alle meine unteren Backenzähne haben Füllungen bekommen, bevor ich 15 war, also in einem Zeitraum von vielleicht 3(?) Jahren. Und seitdem war nichts mehr - kein einziges Loch kam hinzu, obwohl ich am Putzverhalten nichts geändert habe (am Essverhalten schon, ich war ab 16 lange Vegetarierin). Fand ich schon erstaunlich und habe keine Erklärung dafür (und hätte gerne auf diese Phase verzichtet...).


    Euch, Reeza, wünsche ich, dass sich auch bei euch das Problem auf zauberhafte Weise von selbst erledigt - am besten nicht erst mit 15....

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05