Wir wollen die 6 Jährige nicht mehr Einschlafbegleiten, wie stellen wir das an?

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  • Bei uns schlafen die beiden (fast 10 und fast 6) in einem Zimmer. Die Große schläft meistens sofort ein, die Kleine kommt seit einiger Zeit auch immer wieder runter getapst. Neuerdings klappt es dann, dass ich sie in mein Bett bringe (dort ist eine Salzlampe an) und die Türe anlehne. Dort schläft sie zügig alleine ein. Begleiten kann ich gar nicht mehr gut - ich schlafe immer selbst ein und sie wurschtelt so sehr rum, dass ich immer hochschrecke und dann sauer werde.

    Letztens hat auch mal geklappt, dass ich sie gebeten habe, oben zu warten, bis ich hochkomme, dann kann sie rüber kommen. Über dem Warten ist sie dann eingeschlafen ;)

    Tatsächlich kann sie nach Tagen, an denen ich viel mit ihr im wirklichen Kontakt war viel besser alleine einschlafen, als an Tagen, die wir so nebeneinander her verbracht haben.

    Viele Grüße SonnenLotte #sonne
    mit Groß (4/12) #love und Klein (3/16) #herzen

  • Wenn auch mit Begleitung das Einschlafen so lange dauert, dann ist das Kind wahrscheinlich einfach noch nicht müde um die "gewünschte" Zeit.

    Wir legen uns ja auch nicht putzmunter ins Bett und warten aufs Einschlafen #weissnicht, also ich zumindest hasse es, wenn mir noch ganz viele Gedanken durch den Kopf gehen und ich eigentlich gar nicht müde bin, im Bett rumzuliegen.

    Die Begründung, dass die Eltern Paarzeit brauchen, versteht ein Kind in dem Alter so noch nicht, v.a. nicht auf Kosten dieser Langeweile.


    Mein Großer war auch so ein Späteinschläfer (auch bedingt durch Mittagsschlaf im Kindergarten). Wir haben das akzeptieren müssen, dass er nicht müde ist abends.

    Was kann man versuchen:

    - früheres Aufstehen/kein Mittagsschlaf

    - viel frische Luft und Bewegung tagsüber (Sportverein?)

    - ruhige Rituale am Abend (mit Exklusivzeit für das Kind, z.B. vorlesen)

    - ruhige, selbständige Beschäftigung ohne Bildschirm für den Abend finden (z.B. Puzzeln, Bücher anschauen, leise Spiele, Hörbücher, Musik), die das Kind ohne Eltern nach und nach alleine nutzt

    - Wärme: warmer Tee, Wärmflasche, Kuschelecke, gedämmtes Licht

    - selbst keine Erwartungen an das Kind haben, wann es zu schlafen hat, also den Druck rausnehmen, auch für sich selbst, um gelassener mit dem Thema umzugehen

  • Wir haben hier dasselbe Thema mit unserem 8jährigen, mal geht es besser, mal schlechter, aber er braucht immer extrem lange bis er einschläft ( egal wie anstrengend der tag war).

    Ganz wichtig war - Druck rausnehmen, weil er sich selbst gestresst hat schnell einschlafen zu müssen.

    Er mag einfach nicht alleine sein, hat Angst ( wovor weiss ich nicht und er auch nicht) und das, obwohl sein älterer Bruder bei ihm schläft ( der ist allerdings innerhalb von 10 sec weg) und wir ein kleines Licht anlassen.

    Einschlafen ist für ihn echt ein riesiges Thema.

    Und natürlich bin ich zT auch echt sauer, weil ich die wenige Zeit am Abend dann wartend im Bett verbringe#sauer

    Mittlerweile lese ich oft auf meinem handy, höre Hörbücher usw.

    Aber die ultimative Lösung habe ich noch nicht.

    4 Jungs 2006-2013, 4 Hühner, 4 Hunde und 4 Schildis
    Cry a River, build a bridge, get over it #herz

  • Freda , das passt m. E. nicht für jedes Kind.


    Bei meiner Tochter sieht man recht genau, dass sie sich beschäftigt UM nicht einzuschlafen. Bei ihr hatten wir eine Phase um den dritten Geburtstag herum, in der sie immer bis nach 1 Uhr nachts nicht geschlafen hat, wir sie um 06:30 Uhr todmüde aus dem Bett gekippt haben (kein Mittagsschlaf!) und sie dafür an den Wochenenden teilweise bis Mittags um 1 geschlafen hat. Bei ihr halfen dann Hörbücher (sie hört abends die wieso weshalb warum-Reihe) um etwas besser herunterzukommen. Schlafenszeit ist jetzt etwa von 22 Uhr bis 06:30 Uhr, das hält sie so auch am WE.

    Würden wir sie aber erst um 21:30 Uhr zu Bett bringen, dann würde sie auch erst gegen 22:30 oder 23:30 Uhr einschlafen - der Zeitahmen bleibt fix.

    Sobald sie merkt, dass ihr die Augen zufallen fängt sie an zu reden, singen, Gedichte aufsagen, zählen, mit den Fingern zu spielen, ihr Kuscheltier herumzuwedeln, nuckelt an der Trinkflasche herum (Trinkstöpsel rein- und rausdrücken, dazwischen Minischlucke trinken weil dutstig ist sie eigentlich nicht...). Wenn ich das konsequent anmahne, dann schläft sie innerhalb einer Stunde ein, tue ich das nicht, dauert es bis zu 3h.

    Ich mag die Rolle aber nicht, danebenliegen und rummeckern #rolleyes.


    Ich kenne das von mir in dem Sinne aber auch, so lange ich irgendwie beschäftigt bin, schlafe ich nicht ein und fühle mich auch nicht müde (unter der Woche schlafe ich im Schnitt vielleicht 4-5h pro Nacht, einzelne Nächte weniger und immer mit mehreren Unterbrechungen durch die Kinder... Leistungseinbußen habe ich gefühlt überhaupt nicht).

    Das heißt aber nicht, dass ich kein Schlafdefizit habe, ich kann es nur extrem gut kompensieren. Wenn ich mich hinlege und an nichts denke (und das ist vermutlich auch bei meiner Tochter der Knackpunkt, die Gedanken gehen wie ein Karussell durch den Kopf sobald man still liegt und einem fallen tausende Dinge ein), dann schlafe ich auch problemlos schnell ein und 10h durch ;).

  • Ja, klar. Das gibt es auch und deshalb ist es ja wichtig, am Abend für eine ruhige, kuschlige, entspannende, eher langweilige Atmosphäre zu sorgen, damit das Kind wirklich runterkommen kann und den Kipppunkt nicht verpasst. Das muss man halt ausprobieren. Man kann ja im gleichen Zimmer oder nebenan bleiben, um immer wieder einen Blick drauf zu haben, wann das Kind wirklich müde ist.

    Ich bekomme aber schon oft mit, dass Eltern unrealistische Erwartungen an das Schlafbedürfnis von Kindern haben. "Nach dem Sandmännchen" ins Bett, passt halt wirklich nur für wenige Kinder.

  • Ich finde @fredas Einwand wichtig. Auch wenn hier auch zwei Kinder sind, für die das nicht passt. - Genau gucken, wie gross das Schlafbedürfnis wirklich ist, wann das Kind wirklich müde ist.

    Ich habe mal gelesen, dass Kinder jetzt 2h weniger schlafen als vor zwei Generationen. Also auch nicht die Erwartungen der Eltern einfach übernehmen.

  • Mir ist halt aufgefallen, dass die TE schreibt, dass das Einschlafen auch mit Beleitung mittlerweile 2-3 h dauert. Ein wirklich müdes Kind braucht nicht so lange zum Einschlafen. Bzw. bringt es nur gedanklichen Stress für beide, weil die Erwartungshaltung, dass das Kind doch nun endlich mal einschlafen muss, nicht erfüllt wird. Ich kenne das von mir, dass ich mit der Zeit dann immer mehr "koche", weil ich doch noch dies und jenes erledigen wollte, auch mal Ruhe brauche, Paarzeit etc. Die Anspannung geht auch wieder aufs Kind über, dass dann erst recht nicht zur Ruhe kommt.

    Die Erkenntnis, dass das Kind nicht zum Zeitpunkt x schlafen muss bzw. mehr Flexibilität in meiner Einstellung dazu, hat für uns deutlich Entspannung gebracht.

  • Mein 7 jähriger Sohn braucht auch 2 bis 3 Stunden bis er schläft. Ich schlafe zur Zeit vor ihm ein, allerdings im Familienbett. Elternzeit gibt es hier auch, aber nur Freitag und Samstag ab 19 Uhr. Da ist es egal wann die Jungs schlafen gehen d.h wir gehen zusammen gegen 22 Uhr schlafen. Die Regel ist das wir als Eltern im Wohnzimmer unsere Ruhe haben.

  • Man weiß durch Studien, dass die Leistungsfaehigkeit stark abnimmt, wenn der Schlaf nur um 1h täglich zu kurz ist. Man weiß auch, dass die Personen selbst kaum merken, aber IQ, Gedächtnis und Reaktionszeiten sind reduziert.

    Aber die Schlafdauer steigt doch nicht, wenn man sich 2-3 Stunden unruhig im Bett wälzt und nicht einschlafen kann.

  • Was mir noch aus Erfahrung einfällt: Bei Hörbüchern, keine neuen Inhalte am Abend. Lieber zum 100. Mal das Lieblingshörbuch. Da haben die Kinder nicht mehr den Drang, zuzuhören, weil sie eh wissen, wie es weitergeht. Oder was manchmal auch funktioniert, sind spezielle Traumreisen-/Einschlaf-/Meditations-Inhalte zum Hören. Das hilft mir auch selbst, abzuschalten.

  • Ja, eben. Deswegen macht es nicht viel Sinn, Kinder "früh" ins Bett zu schicken, damit sie ausreichend Schlaf bekommen, wenn sie noch gar nicht müde sind. Das erhöht nicht die Schlafenszeit.

    Wenn ich merke, der (lange) praktizierte Rhythmus funktioniert für mein Kind nicht mehr, es schläft nicht mehr ein, quengelt, ist unruhig etc. und ich genervt davon bin, dann ist es an der Zeit, diesen anzupassen, ggf. auch die Abendroutine für die Familie insgesamt. Das heißt ja nicht, dass das Kind plötzlich so lange aufbleiben sollte, wie es will. Aber statt z.B. 19:30 Uhr mit der Einschlafbegleitung zu beginnen, die sich dann meist bis 21:00 Uhr oder länger hinzieht, könnte man eben versuchen, das Kind noch bis 20:00 Uhr ruhig spielen zu lassen und dann z.B. noch 1/2 h im Bett vorlesen, bevor das Licht ausgeht. Dann schläft es vielleicht auch erst 21:00 Uhr, es war aber deutlich entspannter für alle.


    Gerade im Vorschulalter, wenn die Kinder evtl. noch früh länger schlafen können, aber der Schlafbedarf abnimmt, ist das nicht so selten. Manchmal muss man dann aber auch zu Schulbeginn wieder auf früheres ins-Bett-gehen wechseln, weil der Schulalltag wesentlich fordernder für die Kinder ist, oft früher beginnt und es weniger ruhige Phasen über den Tag gibt.

    • Offizieller Beitrag

    Freda es gibt Kinder, die wälzen sich bevor sie einschlafen. Manche sogar mehr, je Mueder sie sind.


    Und es ist einfach ein Fakt, dass viele Kinder zu wenig Schlaf bekommen. Das mag an der elektronischen Medien liegen und am kuenstlichen Licht, auch am zu frühen schulbeginn etc.


    Denn, es ist nicht einfach Evolution, dass Kinder heute 2h weniger schlafen. Es ist wirklich auch messbar, dass viele Kinder

    Müder sind und von mehr Schlaf profitieren würden. Wie man dahin kommt, ist ein weiteres Kapitel.

  • Wir waren auch alle keine guten Einschläferinnen und sind lange begleitet worden. Mein eines Geschwister ist, bis es 11 war, bei meinem Vater im Arbeitszimmer eingeschlafen, während er am Schreibtisch saß und arbeitete.


    Ich habe irgendwann angefangen, mir selbst Geschichten auszudenken. Das mache ich heute noch manchmal und finde es zum Einschlafen ganz hilfreich. Vielleicht wäre das etwas für deine Tochter?


    Ich würde rein gefühlsmäßig vor dem Einschlafen auch eher vorlesen als fernsehen. #gruebel

  • Aber statt z.B. 19:30 Uhr mit der Einschlafbegleitung zu beginnen, die sich dann meist bis 21:00 Uhr oder länger hinzieht, könnte man eben versuchen, das Kind noch bis 20:00 Uhr ruhig spielen zu lassen und dann z.B. noch 1/2 h im Bett vorlesen, bevor das Licht ausgeht. Dann schläft es vielleicht auch erst 21:00 Uhr, es war aber deutlich entspannter für alle.

    Hier leider nicht. Die Zeit die sie im Bett herumwuselt verkürzt sich nicht wenn sie später ins Bett geht, dann schläft sie einfach entsprechend später ein und der Nachtschlaf verkürzt sich dadurch (beim kleinen würde dein Prinzip aber funktionieren, der sagt aber auch Bescheid wenn er müde ist und geht gerne ins Bett...).

  • Wenn auch mit Begleitung das Einschlafen so lange dauert, dann ist das Kind wahrscheinlich einfach noch nicht müde um die "gewünschte" Zeit.

    Wir legen uns ja auch nicht putzmunter ins Bett und warten aufs Einschlafen #weissnicht, also ich zumindest hasse es, wenn mir noch ganz viele Gedanken durch den Kopf gehen und ich eigentlich gar nicht müde bin, im Bett rumzuliegen.

    Das war auch mein allererster Gedanke. Meine Kinder sind aehnlich alt und wenn es so extrem lange bei Ihnen dauert, sind sie meistens noch nicht muede (oder schon wieder nicht mehr muede). Ich kenne jetzt die Rahmendaten bei Euch nicht, aber wuerde da zuerst ansetzen, geht es eventuell ein bisschen spaeter (oder auch frueher - Kind zu aufgedreht) und dafuer verkuerzt sich das Ganze? 2 Stunden einschlafbegleiten wuerde mich stark ueber meine Grenzen bringen. Meine Kleine will das auch noch, aber es geht alles relativ schnell. Seit Kurzem lesen wir auch zwei, drei Bilderbuecher davor, sie schon im Schlafanzug, da sind sie schon "runtergefahren" und dann geht es ins Bett; bei uns sogar ziemlich frueh, das hat sich so eingependelt (war auch schon bedeutend spaeter als sie noch mittags schliefen, eine furchtbare Zeit fuer uns). Ich setze mich daneben, lese auf dem Handy (bei den Raben ;) ) und sie schlafen zum Glueck zuegig ein.


    Paarzeit bzw ueberhaupt Zeit alleine abends kann ich auch absolut verstehen, das brauche ich auch. Im Grunde brauchst Du eigentlich eine Loesung, wie sie sich selbst bzw ruhig beschaeftigen kann, ohne Euch so viel abends zu brauchen. Wenn sie tatsaechlich einfach noch nicht schlafen kann.


    Eine Gewichtsdecke haben wir auch fuer die Grosse, das kann nicht schaden.


    Edit: Ach so, ja, die Beiden schlafen zusammen in einem Zimmer.

  • Und vorlesen statt Sandmännchen? Gemeinsame Geschichte erzählen?

    Fernsehen als Abschluss der gemeinsamen Zeit - ich weiss nicht, ob das reicht.

    Vorlesen würde gehen, nur dass sie dann so richtig rumturnt (handstand,purzelbaum,...) deswegen kamen wir zum Sandmännchen. Das sind so 4 min. Wir hatten uns damals dazu entschieden weil es für uns am besten passte.

    Da ist ja das Bett fertig machen vor geschaltet

  • Dann wäre das mein Ansatzpunkt, bei meiner Tochter merke ich das auch abends, wenn sie mal einen Tag nur so "nebenher lief" und keine richtige Zeit für sie war.

    Heute hatten wir viel gemeinsame Zeit, ich bin gespannt :D