Faz: Der Preis des Stillens

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  • Haben alle den Artikel gelesen? Mir kommen manche Aussagen daran vorbei vor.

    Wie ich schon schrieb habe ich ihn nicht gelesen, und ich vermute, wegen der Bezahlschranke haben viele andere das auch nicht getan.

    Wenn die Stoßrichtung des Artikel eine bessere ist als der naheliegende Unfug, ist das schön.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Warum betrachtet man Geburten nicht ökonomisch? Hausgeburten sollen ja viel günstiger kommen #cool

    Werden sie doch häufig. Es gibt ja nicht grundlos über 30% KS-Geburten.

    Ja. I know. Aber so funktioniert doch mein Witz nicht #cool

    Stell dir mal vor, die Krankenkassen nehmen das erst und man braucht demnächst eine gute Begründung plus Stellungnahme von zwei Ärzten, wenn man zur Geburt in einem KH betreut werden will, weil sie Hausgeburten zum Standard erklärt haben :P

  • tell dir mal vor, die Krankenkassen nehmen das erst und man braucht demnächst eine gute Begründung plus Stellungnahme von zwei Ärzten, wenn man zur Geburt in einem KH betreut werden will, weil sie Hausgeburten zum Standard erklärt haben

    :D

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Kris: die stillpausen müssen sich genug schon im ersten Jahr erkämpfen oder halten aus Angst vor Problemen die füsse still.

    enfj-a und huehnchen69 wenn man sich anguckt, wieviele hausgeburten dann in rettungswageneinsätzen plus entsprechendem Aufwand im kh enden, weiss ich nicht, ob das wirklich billiger kommt.

  • Warum betrachtet man Geburten nicht ökonomisch? Hausgeburten sollen ja viel günstiger kommen #cool

    Werden sie doch häufig. Es gibt ja nicht grundlos über 30% KS-Geburten.

    Ja. I know. Aber so funktioniert doch mein Witz nicht #cool

    Stell dir mal vor, die Krankenkassen nehmen das erst und man braucht demnächst eine gute Begründung plus Stellungnahme von zwei Ärzten, wenn man zur Geburt in einem KH betreut werden will, weil sie Hausgeburten zum Standard erklärt haben :P

    Also hier in GB werden Hausgeburten gut beworben, eben weil sie dem Gesundheitssystem Geld sparen und fuer Frauen ohne Risikoschwangerschaft die Risiken fuer's Baby gleich niedrig sind.

    Ich werde uebrigens durchaus laenger zu Hause bleiben, weil ich stille. Abpumpen ist mir zu anstrengend.

  • Ich bin ja BWLerin - Artikel nun auch nicht gelesen - aber ich begrüße grundsätzlich immer wirtschaftliche Sichtweisen. Wenn nun endlich mal jemand realisiert, dass Frauen aufgrund der Mutterschaft handfeste ökonomische Nachteile haben, kann ich das nicht als schlecht ansehen. Der Fakt ist alt und relevant. Die Kopplung mit Stillen greift natürlich allerdings zu kurz.

    Kinderaufzucht hat ihren Preis und es wird Zeit, dass Frauen dies erkennen und dieses Wissen für sich verwenden.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Ich bin ja BWLerin - Artikel nun auch nicht gelesen - aber ich begrüße grundsätzlich immer wirtschaftliche Sichtweisen. Wenn nun endlich mal jemand realisiert, dass Frauen aufgrund der Mutterschaft handfeste ökonomische Nachteile haben, kann ich das nicht als schlecht ansehen. Der Fakt ist alt und relevant. Die Kopplung mit Stillen greift natürlich allerdings zu kurz.

    Kinderaufzucht hat ihren Preis und es wird Zeit, dass Frauen dies erkennen und dieses Wissen für sich verwenden.

    Ja, das ist richtig. Leider führen in meiner Wahrnehmung i.d.R. Zeitungsartikel, die sich damit befassen zu dem Schluss die Frauen müssen sich ändern (weniger Stillen, früher und mehr arbeiten z.B.) und nicht zu dem Schluss die Gesellschaft muss sich ändern.

    Es geht dann selten darum, was die einzelne Mutter oder die einzelne Familie will und braucht.

    Und wenn so ein Artikel Frauen seelisch entlastet, die nicht oder kurz stillen, dann sollten wir uns in aller erster Linie fragen, warum sie denn überhaupt entlastet werden müssen. Das liegt wohl an irgendwelchen komischen gesellschaftlichen Einstellungen. Ein Zeichen dafür, dass Frauen eben nicht in IHREM Weg unterstützt werden, sondern irgendeiner ominösen Norm genügen zu haben.

  • enfj-a und huehnchen69 wenn man sich anguckt, wieviele hausgeburten dann in rettungswageneinsätzen plus entsprechendem Aufwand im kh enden, weiss ich nicht, ob das wirklich billiger kommt.

    Zumindest zu der Zeit, als ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, war das nicht so.

    Nur jede 8. außerklinisch begonnene Geburt wurde überhaupt ins KH verlegt, und nur 1% aller außerklinisch begonnenen Geburten wurde notfallmäßig verlegt (die anderen z. B. mit Privat-PKW oder Taxi) (Quelle sind die quag-Berichte).

    Ich glaube nicht, dass sich in den letzten 10 Jahren daran signifikant etwas geändert hat.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Auch hier ist das klar so kommuniziert. Eine spontane Geburt ist auch nochmal nur die Hälfte von einem Kaiserschnitt.

    Mein Geburtshaus verlegte übrigens im Jahr in dem ich dort war zu mehr als 80% im "eigenen Auto und ganz gemütlich", wenn es nötig war.

    Liebe Grüsse

    Talpa

  • Danke!

    Ich finde den Artikel völlig sachlich und überhaupt nicht empörerend. Wenn das ökonomische Argument nicht gekommen wäre, dann hätte ich mich beschwert.

    Ja Zeit für und mit den Kindern muss man sich leisten können und wollen.

    Derzeit tragen diese Kosten mehrheitlich die Frauen allein und in meiner Wahrnehmung ist es vielen nicht mal bewusst.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Ich finde den Artikel sehr ausgewogen. Er spricht genau das an, was ich auch gesagt habe. Stillen und Nicht-Stillen hat beides einen Preis, oder auch mehrere "Preise", und die Abwägung sollte schon ehrlich erfolgen. Dann kann jeder zu seinem Ergebnis kommen. Eine einfache Formel ist es eben nicht.

  • enfj-a und huehnchen69 wenn man sich anguckt, wieviele hausgeburten dann in rettungswageneinsätzen plus entsprechendem Aufwand im kh enden, weiss ich nicht, ob das wirklich billiger kommt.

    Zumindest zu der Zeit, als ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, war das nicht so.

    Nur jede 8. außerklinisch begonnene Geburt wurde überhaupt ins KH verlegt, und nur 1% aller außerklinisch begonnenen Geburten wurde notfallmäßig verlegt (die anderen z. B. mit Privat-PKW oder Taxi) (Quelle sind die quag-Berichte).

    Ich glaube nicht, dass sich in den letzten 10 Jahren daran signifikant etwas geändert hat.

    Ich hab mich 2020 damit beschäftigt und ebenfalls solche Zahlen gefunden.

  • ich finde den Artikel auch deutlich sachlicher und ausgewogener als ich es nach dem Eingangsposting erwartet hätte. Allerdings finde ich das Ende, wo es wirklich um die Vereinbarung von Berufstätigkeit und Stillen und die ökonomischen Folgen geht, ziemlich schräg. Nach einem Jahr haben meine Kinder nicht mehr ausschließlich gestillt und es liess sich eine vollzeitnahe Teilzeitstelle problemlos mit Teilzeitstillen vereinbaren. In den allerersten Monaten wäre ich dafegen selbst mit Flaschenkind ungern arbeiten gegangen weil Babybetreuung nicht nur aus Stillen besteht....

  • Jetzt auch gelesen. Interessant, der Aspekt ganz am Schluss, dass eine stärkere Beteiligung des Vaters durchaus positive Effekte haben könnte, die die der muttermilch überwiegen, finde ich sehr spannend- auch wenn natürlich quatsch ist, dass man auf diese Beteiligung wegen des stillens irgendwie zwingend verzichten müsste #rolleyes abgepumpte Milch kann auch wer anders geben, und übrigens muss man ja Babys auch noch tragen, wickeln, anziehen, rumschieben, abknutschen... also es bleibt genug zu tun für den Papa, war hier bei uns jedenfalls kein Problem.

    Insgesamt würde ich sagen, der Artikel ist ja mal ein netter Einstieg... und im Detail fände ich viel zu kritisieren, bzw sind einige Dinge etwas kurz gefasst (Stilberatung, Hebamme und die Zugänge zu beidem kommt z.B. garnicht vor)- sage ich aus der Perspektive von jemandem, der sich halt sehr tiefgreifend und aus persönlicher Betroffenheit damit erst kürzlich beschäftigt hat. Ich finde es erstmal gut, dass dem Thema an sich schonmal so viel Raum gegeben wird (in der FAS und auch noch gedruckt), auch wenn ich bei manchen Dingen am Ende zu anderen Schlüssel komme. Ich würde meinen, die gesundheitlichen Vorteile der Muttermilch sind sogar deutlich besser belegt. Aber es bleibt natürlich richtig, dass bei der hochwertigen Ersatznahrung hier und heute der Faktor nicht mehr so groß ist, dass man Wohl und Heil der Mutter oder der Familie aufs Spiel setzen muss, nur damit gestillt wird.

    Für mich war immer der entscheidende Punkt: das ist eben Ersatz. Wenn es nicht geht mit dem Stillen.

    Und warum es "nicht geht", das sollte jede/r für sich finden, und dabei sollten natürlich vermeidbare Probleme (wenig Unterstützung, Informationen usw) aus dem Weg geräumt sein. Aber alles ab da kann keiner pauschal beurteilen und obliegt jeder Familie (ich beziehe da bewusst den Partner mit ein).

    So einen Artikel hätte ich mir gewünscht. Erscheint aber dann eher nicht in der FAS #rolleyes

  • Ich finde den Artikel immernoch doof, bin durch euch jetzt aber etwas heruntergefahren.

    Selbst zu stillen, statt fremdzuflaschen und dafür arbeiten zu gehen, bedeutet eben auch, auf geringeres Brustkrebsrisiko, Oxytoxin, Aufbau beiderseitiger Bindung zu verzichten.

    Das Baby selbst ist doch die weit größere Belastung und gut so, das wir da in Deutschland Mutterschutz, Elternzeit und Kündigungsschutz haben. Dann die Sache mit der Rückbildung/Erholung, es ist doch vollkommen ok, wenn man auch wegen den Strapazen von Schwangerschaft, Geburt und bedürfnisstarken Baby die Arbeit aussetzt. Denn am Ende dieser Schonzeiten ist stillen weniger wichtig, der Körper ist regeneriert und das Baby/Kleinkind auch nicht mehr ganz so bedürftig.

    Wie kommt man denn darauf das stillen zeitlich einem Vollzeitjob entspricht. Nach spätestens 3-4 Monaten sind meine Babys zu effizienten Trinkern geworden und das dauerte nie mehr als 2-3 Minuten, auch wenn es 10min wären, kommt man doch nie auf 8h pro tag (bzw 6h pro tag, weil man ja auch am Wochenende ran muss). Und nach 6 Monaten wurden doch die Abständen länger und wurden mit wasser und essen ergänzt.

  • "Fremdflascheln" finde ich ein ganz furchtbares Wort. Wie auch "fremdbetreuen". Das benutze ich nur in Anführungszeichen. Niemand Fremdes betreut mein Kind und es gibt auch niemand Fremdes meinem Kind die Flasche.

    In dem Artikel steht doch auch drin, dass der positive Effekt des Stillens nicht von der Dauer abhängig ist. Und zwischen Mutterschutz und Elternzeit liegen halt im Zweifel fast drei Jahre.

    Und nein, dass nur (langes) Stillen zu einer guten Bindung führt, ist ganz klar nicht so.

    Im Gegenteil, ich habe von meiner sehr negativen Stillerfahrung erzählt und ich hatte angesichts der Schmerzen und der zunehmenden Abhängigkeit vom Setting und dem Pumpen irgendwann echt Angst, dass ich meinem Kind nur noch mit Angst begegnen kann.

    Aber selbst wenn es gut läuft wie bei meinem aktuellen Baby, hat mich das zeitliche Korsett des Stillens eingeengt. Immer der Blick auf die Uhr, der Blick aufs Handy, wie lange kann ich noch hier sitzen, wie tief kann ich mich auf etwas einlassen oder werde ich gleich wieder unterbrochen?!

    Ist nicht jederfraus Sache.

    Und auch bei Teilzeit ist das mit den Stillpausen je nach Job schwierig bis unmöglich. Darauf kann man die Rechnung ja auch basieren lassen.

    Es spricht überhaupt nichts dagegen Langzeit zu stillen und das gut zu finden. Die Rechnung muss man aber ehrlich machen.

  • Naja, ich habe bei beiden Kindern lange vor dem Abstillen wieder angefangen zu arbeiten.

    Und ja, ich habe beim Stillen den für mich einfacheren Weg gewählt und gestillt. Es war immer einfacher als nicht zu stillen - bis ich dann langsam nicht mehr wollte und das Stillen für die Kinder immer unwichtiger wurde.

    Aber das war für MICH mit DIESEN beiden Kindern so. Für wen anders ist es anders. Aber das muss man nicht diskutieren und auch nicht verallgemeinern.

    Aber es ist absoluter Käse, dass das Stillen dafür sorgt, dass der Vater sich nicht kümmern kann noch dass man drei Jahre nicht arbeiten kann.