Aufstehzeit vorverlegen, Tipps oder alter Strang dazu?

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  • Hallo Ihr Lieben,


    unser Langschläfer steht morgens immer später auf. Jetzt sind wir schon zwischen 8:30 Uhr und 9. Dazu noch das Baby, das zu der Zeit meistens wach und fordernd ist (Wie soll man da gleichzeitig jemand unausgeschlafenen wecken). Wenn es an einzelnen Tagen klappt, früh aufzustehen, ist er dann Tags so erledigt, dass es nach einem Mittagsschlaf wieder reicht, um abends fit zu sein. Prompt kommt er am nächsten Tag nicht aus den Federn. Wenn das sein Rhythmus ist, würde ich ihn gern lassen, auch wenn uns das Abende und manchmal Nerven bis 10, halb 11 kostet. Doch bald geht es los mit neuer Vormittagsbetreuung, da müssen Wir uns definitiv zu 7/7:30 Uhr hin orientieren.



    Ich würde ihn auch einfach früher wecken und Unausgeschlafenheit inkauf nehmen, aber ich bekomme ihn ohne intensivste Bearbeitung ja gar nicht wach. Freitag plus Wochenende im Team mit meinem Mann ist jetzt mein Plan. Damit sich jeder einem Kleinen widmen kann.


    Gibt es sonst noch sachdienliche Tipps zur Aufstehzeitverlegung?


    Ich habe es jetzt irgendwie nicht gefunden, aber es gab auch mal was im Rahmen der Zeitumstellung, das ist ja ein ähnliches Problem.

  • Hallo, macht der Langschläfer immer Mittagsschlaf, auch wenn er morgens ausschlafen konnte?

    Unsere Kleine ist uns oft bis 23 Uhr hier herumgeturnt. Endgültig die Lösung brachte nur, Mittagsschlaf abzuschaffen und auch konsequent bis Zeit x zu wecken, sonst hätten wir sie nicht rechtzeitig zur Betreuung bringen können. Dann kam die Müdigkeit abends von alleine (aber, wie gesagt, nur als der Mittagsschlaf nicht mehr existent war).

  • Mir ist es leider nie gelungen, den Biorhythmus meiner Kids zu verändern. Die sind beide absolute Eulen (wie wir auch). Ich hab also keinen Rat, aber vier Verständnis. Ja, die Abend waren sauanstrengend als die Kids kleiner waren.

    Das Einzige, was ich drehen konnte war den Mittagsschlaf wegzulassen (beide hörten damit mit 2 Jahren auf). K2 musste in der Krippe bis 3 schlafen (nur dort, zuhause schlief sie nicht mehr), sie ging dann nie vor Mitternacht ins Bett. das war furchtbar.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Hallo,


    du weisst ja ungefähr wieviel Schlaf dein Kind so braucht in 24h. Daran wuerde ich mich orietentieren. Schläft dein Kind zB 12h ueber den Tag verteilt, macht 2h Mittagsschlaf, dann wird es nachts nicht mehr als 9h schlafen. Bei 7.30 aufwachen, schläft es also auch erst um 21.30 ein. Bettgehen ist ein wenig frueher.


    . Der letzte Mittagsschlaf ist etwas kulturelles. In manchen Kulturen machen den auch noch Erwachsene, in anderen hören die Kinder sehr frueh damit auf, auch damit die Kinder abends frueher ins Bett kommen. Ich vermute, dass dein Kind mit den Anstrengungen einer Fremdbetreuung zumindest anfangs den Mittagsschlaf brauchen wird.


    Meine Gedanken dazu - du kannst versuchen den Rhythmus jetzt umzustellen, oftmals klappt 20-40min frueher wecken besser, weil dann die Tiefschlafphase verschoben ist. Wecken klappt hier am Besten, wenn wir dann wirklich was tun muessen. Theoretisch könntest du dein halbschlafendes Kind einfach in den Kinderwagen/Auto/Fahrradanhaenger setzten und zur Betreuung bringen. Frühstück gibt es eh dort meistens. Kinder koennen in dem Alter auch in ihren Tagesklamotten schlafen.


    Wenn das Kind dann dort ausgiebig Mittagsschlaf hält, wird es abends spaeters in Bett gehen. Das ist auch eigentlich ganz nett, weil wenn man dann wieder arbeitet, hat man dann noch die abendlichen Stunden mit den Kindern :)


    Und selbst wenn es keinen Mittagsschlaf macht, dann brauchen die meistens Kinder doch eine ruhigere Erholungsphase um die Mittagszeit rum.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Meine Große ist vom Biorhythmus her auch eher eine Langschläferin. Während des Lockdowns war sie vor halb neun selten wach. Jetzt müssen wir spätestens um 7:45 los. Das heißt Aufstehen um sieben Uhr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass so Umstellungen, die mit Schlaf zu tun haben, mindestens zwei Wochen brauchen. Ich würde deswegen dem Ganzen mindestens zwei Wochen geben, damit sich das Kind an die neue Schlafenszeit gewöhnt. Seit sie morgens früh aufstehen muss, schläft sie circa gegen acht Uhr abends ein.


    Ich weiß wie schwer es ist ein unausgeschlafenes Kind zu ertragen, aber nur an den Wochenenden ändert, meiner Meinung nach, nichts an der Aufstehzeit.

  • Bei uns war ein ähnlicher Zustand auch der Startschuss dafür, jeweils den Mittagsschlaf abzuschaffen. Das war auch so mit 2-2,5 Jahren etwa.


    Die Umstellungszeit war zwei Wochen lang jeweils echt furchtbar, aber danach war es viel besser. Dann haben sie nur noch hin und wieder Mittagsschlaf gemacht, wenn der Tag besonders anstrengend war, aber allgemein hat es ohne Mittagsschlaf gepasst.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • K1 war nie Langschläferin und ist es mit 14 immer noch nicht. Geht oft als erste ins Bett.

    K2 und 3 haben aufgehört, ihren Mittagsschlaf zu machen mit 13/14 Monaten. Wenn sie später als 15 Uhr nochmal geschlafen haben, waren sie bis 11 oder so wach.

    Wobei ihr Biorhythmus einfach so ist, und das Herumdoktern daran nur begrenzt funktioniert. Aber der Mittagsschlaf ist definitiv eine (vielleicht die einzige) Stellschraube.

  • Und auch am Wochenende früh wecken, so anstrengend das ist. Sonst fangt ihr jeden Montag von vorne an.

    Aber nur während der Umstellung, oder?


    Danach haben zumindest wir das nicht so gemacht, am WoE war immer für alle Ausschlafen angesagt.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • huehnchen69: Bei mir reicht ein Wochenende, um komplett verschoben zu sein. (Bzw., um von komplett verschoben auf normal zurückzufallen ...)

    Ansonsten meinte ich jetzt erstmal für die Umstellung, da IMO auf jeden Fall.

    Danach muss man ausprobieren und gucken, was geht.

  • Und auch am Wochenende früh wecken, so anstrengend das ist. Sonst fangt ihr jeden Montag von vorne an.

    Aber nur während der Umstellung, oder?


    Danach haben zumindest wir das nicht so gemacht, am WoE war immer für alle Ausschlafen angesagt.

    Das kommt bei uns auf die Person drauf an. Manche von uns tun sich sehr schwer und kommen total aus dem Rhythmus, andere stört das kaum.


    Ein bisschen Spielraum hat man immer, aber wenn man unter der Woche um 7.00 aufstehen muss und dann am Wochenende bis um 10.00 schläft, dann kommen manche menschen sehr durcheinander und Montage sind sehr schwierig. Ob einem das Ausschlafen am Wochenende der miese Montag wert ist, muss man dann selbst entscheiden.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Oh weh, liebe Möwe, mein Mitgefühl. Das würde mich echt ankäsen #flop


    (ebenso wie das Phänomen, das viele Eltern beschreiben, dass sie unter der Woche nur mit Mühe ihre Kinder um halb acht aus dem Bett gekegelt kriegen, diese aber dafür am Wochenende bereits um 6 auf der Matte stehen und bespaßt werden wollen...).

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich habe bei beiden Kindern absolut vergeblich versucht, den Rhythmus umzustellen. Zumindest solange noch Mittagsschlaf gemacht wird, komme ich nicht gegen an. Dann wird einfach der Mittagsschlaf verlängert. Geht nur, wenn dann wirklich was aufregendes los ist und wir z.B. tollen Besuch haben gerade beim Aufwachen aus dem Mittagsschlaf. Wenn wir wirklich los müssen, geht es dann irgendwie.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • ankäsen

    Du sagst es ... :) Es ist wie bei Nachtkerze immer wieder die Abwägung, was schlimmer ist - dauerhaft verschoben zu leben, auch am WE, oder zumindest am WE nach Gefühl ins Bett und ohne Wecker aufstehen können, dafür dann am wochenanfang zu kämpfen.

    Bei uns ist das auch so. Es reicht, dass Kind einmal zu ausschläft, z.B. weil es krank war, dann ist es wieder komplett im späten Rhythmus. Ich habe im Moment aufgegeben und wir wurschteln und so durch.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Bei uns ist es so, dass nach der Umstellung auch am Wochenende kein klassisches ausschlafen mehr da ist. Mal ne halbe Stunde länger, aber in der Tendenz werden sie etwa zur gleichen Zeit wach. Wobei sieben Uhr mit zwei kleinen Kindern absolut ausschlafen ist für mich, weil ich ja unter der Woche früher als die beiden aufstehe.

  • Danke Euch! Ich bin mal gespannt, wie es läuft.


    Schlafphasen - stimmt, es gibt einen Zeitpunkt vor der Aufstehzeit, da dreht und wendet er sich manchmal, vielleicht sollte ich da zum wecken ansetzen.👍

    Am besten, wenn es einen Grund zum Frühaufstehen gibt - ja, das ist auch ein guter Punkt 👍und ein Knackpunkt- wir haben momentan keinen Grund, könnten nur am Wochenende einen erfinden.

    Zwei wichtige Punkte, das hilft mir schon mal.


    Ich will ihn natürlich nicht nur am Wochenende früher wecken. Ich muss nur da anfangen, damit mein Mann und ich da sind und sich jeder um ein Kind kümmert. Wenn das Baby jammert, schläft der große nämlich oft einfach weiter. Und wenn ich ihn gegen seinen Rhythmus soweit geweckt habe, dass er zur für ihn falschen Uhrzeit halbwegs wach ist, dann aber das Baby loslegt und in den Arm muss, dann ist er verständlicherweise kreuzunglücklich - und legt sich meist traurig auch wieder hin oder weint im schlimmsten Fall. Also lieber mit dem Drama anfangen, wenn zwei Arme mehr zur Verfügung stehen.


    Mittagsschlaf- das ist so eine Sache. Eigentlich braucht er noch einen, dann wäre er aber momentan bis 11 rum mindestens wach und kommt morgens wieder schlecht aus den Federn. Ohne Mittagsschlaf ist er fast exakt 13 Stunden wach, bis - egal wie müde schon- die Augen zugehen. Ich kann das fast auf die Minute ausrechnen. Mittagsschlaf macht er zuhause nur, wenn er morgens zu früh aufgewacht und dann erschöpft ist. Damit hat er das Defizit dann ausgeglichen, geht abends später ins Bett (eine halbe Stunde reicht schon für über eine Stunde spätere Einschlafzeit) und steht morgens wieder spät auf 🤪. Mittagsschlaf macht er draußen im Kinderwagen oder im Auto ab 14/15 Uhr ohne Ausnahme immer. Da kann er nach spätestens 20 min die Augen nicht mehr aufhalten . Deswegen gehe ich spät schon teilweise gar nicht mehr gerne raus, um die Abende im Griff zu behalten. Er mag dann auch selbst nicht raus, weil er müde ist. Ein schlafendes Kind mit baby in der Trage ist auch kaum aus dem Kinderwagen zu holen. Lege ich das Baby ab, um den Großen reinzuholen und zu wecken, weinen beide. Oder der große schläft weiter und dann ist wieder das Abendproblem da - spät einschlafen, morgens nicht rauskommen. Neulich nachmittags um halb 6 ist er draußen im buchstäblich im Gehen eingeschlafen 😟, er bräuchte also eigentlich wirklich ein Schläfchen.


    Hach, eigentlich würde ich ihm seinen Rhythmus gern einfach lassen. Vielleicht klappt es ja auch auf wundersame Weise besser als erwartet, wenn es mal konsequent durchgezogen ist.

  • Also ich wecke morgens gerne mit Musik oder Hörspiel. Dann ist 'etwas los'. Seit wir eine Tonie Box haben, geht das einfacher, weil ich die dann neben das Bett stellen kann.


    so in 10-20 Minuten Schritten die Zeit verschieben ist Rhythmus-mässig das beste. Das ein paar Tage lassen und dann weitere 10-20 Minuten. (Er geht auch täglich 10min, ist aber anstrengender). Es dauert wie gesagt ca. 14 Tage bis der erreichte Rhythmus einigermassen stabil ist. Und (gute Nachricht) zumindest bei mir ist nach ca. einem halben Jahr der Zustand erreicht, wo das auch stabiler wird und ich 'automatisch' aufwache, resp. das ein Wochenende ausschlafen nicht den ganzen Rhythmus zurückwirft.

  • Die 13 Stunden wach sein - das haben meine K2 und K3 immer noch (12 und 9), und gerade K2 schläft gerne so lange, dass das ein Problem ist. Wir entgleisen in den Ferien immer voellig. Fuer die on haben wir die Regel, dass am Samstag ausgeschlafen werden darf und dann am Sonntag das Bett um 9 verlassen werden muss. Aber das ist Zukunftsmusik. Und man kann da echt nur begrenzt was tun. Wenn die Betreuung nicht beginnen wuerde, wuerde ich ihn an Deiner Stelle schlafen lassen. Aber das ist ja der Knackpunkt.

  • Also ich wecke morgens gerne mit Musik oder Hörspiel. Dann ist 'etwas los'. Seit wir eine Tonie Box haben, geht das einfacher, weil ich die dann neben das Bett stellen kann.

    Wenn es bei uns zu früh ist, fliegt dann die Toniebox durchs Zimmer. :D

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.