Rota-Impfung- kennt sich jemand aus?

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org
  • Nur zur Vervollständigung des Bildes: hier sind beide Kinder (inzwischen 10 und 7) gegen Rota geimpft! Meine Überlegung war, dass sie dann deswegen nicht in die Klinik müssen, wenn es schon viele andere Optionen (Noro, MD etc.) dafür gibt! Sie haben die Impfung auch gut vertragen!

    Die Hebamme hatte zumindest beim ersten Kind von der Impfung abgeraten, beim zweiten Kind haben wir glaube ich gar nicht mehr darüber gesprochen 🤔

    Ich war aber auch nicht so umfassend über die Impfung informiert #hmpf

    Ich wünsche dir eine gute Entscheidung! Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit deiner Situation und den Informationen durchaus anders entschieden hätte!

    Liebe Grüße BEB

  • Hier auch zwei Kinder, die gegen Rota geimpft sind (8 und 11), beide ohne Nebenwirkungen.

    Ich hatte mich damals für die Impfungen entschieden, weil beide Kids absolute (vollgestillte) Spuckkinder waren und ich einfach Angst hatte, falls was wäre, zu spät zu reagieren.


    Allerdings gab es bei uns auch keine gefährdeten Kontaktpersonen.


    Ich hoffe, ihr könnt ein gutes und für euch hilfreiches Gespräch mit dem Arzt führen !

  • Hier auch ein Kind, das dagegen geimpft wurde, auf Empfehlung der Kinderärztin, weil Frühchen - und auch ein Bauchwehkandidat. Weil wir lange wegen der Frühgeburtlichkeit in der Klinik waren, hatte ich mich entschlossen, die Impfung machen zu lassen. Eintrag von außen war in dieser Zeit aber unwahrscheinlich, da kein Kontakt zu Kita-/Schulkindern, wohl aber zu Babys in Krabbelgruppen, die natürlich ältere Geschwister haben können.

    Ich habe mich mit der Invagination als Nebenwirkung regelrecht kirre gemacht, weil eben nach jedem Fläschchen schon der normale Bauchwehhorror losbrach. Das war auch der Hauptbestandteil der Aufklärung, neben dem Bauchweh und der Meidung Immunsuprimierter.


    Wir haben dann auch tatsächlich etwa 4 Tage, nachdem er geimpft wurde, abends beim Zubettbringen ein Geschrei gehabt, dass ich mir mit nichts Anderem erklären konnte. Mir fiel diese Nebenwirkung wieder ein, weil die Kinderärztin meinte "wenn es das ist, dann schreit Ihr Kind, wie sie es noch nie haben schreien hören", hab mein Kind gepackt und bin in die Kinderklinik. Wir waren da 3 Nächte in Isolation. :( Glücklicherweise hat es sich nicht als Darmeinstülpung entpuppt, sondern als Mörderverstopfung. Er hat 6 Einläufe bekommen, bis alles gelöst war, der arme kleine Kerl. #crying Aber den Stress, den man da durchsteht, hätte ich nicht gebraucht.


    Immunsuprimiert ist bei uns die Oma, zu der ließ sich der Kontakt aber unproblematisch einschränken. Wie man das löst, wenn die Person mit im Haushalt lebt... schwierig. Vermutlich kann man nicht mehr machen, als wenn Magen-Darm in der Familie kursiert: Desinfektion, Maske, Latexhandschuh? Kind übergangsweise woanders wickeln, sofern das geht (und der Rücken es zulässt).

    "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Rosine. Brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Rosine nicht." (O-Ton Prinz Kalaf, 11/2021)


    Lilypie Third Birthday tickers

  • Wir haben unsere Tochter gegen Rota impfen lassen, weil sie ja etwas zu früh geboren und nach wie vor extrem zart ist. Da wäre starker Durchfall einfach echt nicht toll.

    Nebenwirkungen hatte sie so gut wie keine, außer dass sie am Folgetag sehr schläfrig war.

    Uns Eltern wurde nur gesagt, dass wir eine gute Handhygiene insbesondere nach dem Wickeln einhalten sollen. Sonst nichts.


    Euch eine gute Entscheidungsfindung und viel Spaß bei der U4! :)

  • Meine beiden (2009 und 2013) sind gegen Rota geimpft, wir mussten das damals noch selber bezahlen und von der KK (gesetzlich versichert) zurückholen, da es noch nicht Stiko-empfohlen war. Damals war das für mich keine Frage, weil zu dem Zeitpunkt mein Neffe mit Rota im Krankenhaus war und beim erstem Baby, was erst ein paar Wochen alt ist, ist man dann eh leicht zu verunsichern.


    Nach dem, was ich jetzt hier so gelesen habe, würde ich denken, war vielleicht nicht unbedingt nötig, und ich könnte mir vorstellen, in einer anderen Situation anders zu entscheiden, obwohl ich nach wie vor grundsätzlich pro Impfung bin.


    Ich würde auch mit dem Arzt der grossen Tochter reden, vielleicht reicht es ja, wenn sie 2-3 Wochen nicht wickelt, ansonsten scheint es ja nicht ganz so schlimm zu sein, auf die Impfung zu verzichten, anders als bei anderen Impfungen.


    Das Argument, dass die Große auch Unterstützung braucht und du evtl. wegen Rota mit der Kleinen im Krankenhaus bist, würde ich aber auch mit dem Arzt der Großen nochmal abwägen.

  • Hier auch beide Kinder (2j und 5Mon) geimpft ohne NW, außer ein zweimal etwas übelriechenden Stuhl.


    Die Gefahr einer Invagination durch die Impfung ist umso größer, je älter die Kinder bei der Impfung sind, deswegen soll diese Impfung nur innerhalb des ersten halben Lebensjahr gegeben werden.

  • Bei meinem ersten Kind gab es die Impfung noch nicht. Ich habe mich dann ab dem zweiten Kind dagegen entschieden, weil mir die Gefahr der Darmeinstülpung zu groß erschien im Vergleich zu einem KH-Aufenthalt deswegen. Ich habe sonst strikt nach Stiko-Empfehlung geimpft und war auch jetzt beim Impfen immer sofort mit dabei. Bei Rota würde ich heute aber wahrscheinlich wieder so entscheiden. Wahrscheinlich. Ich habe gerade bei zwei meiner Kinder gesehen, was Noro anrichten kann.


    Aber wenn das Kind ansonsten gesund ist und deine andere Tochter Schwierigkeiten durch die Impfung der Kleinen bekommen könnte, würde ICH mich gegen die Impfung entscheiden. Wenn es für euch kein Problem wäre, deswegen ggf. mal ein paar Tage für Infusionen im KH zu sein.

  • Hier wurde je nach Kind entschieden: Der Große ist nicht Rota geimpft worden, weil der KA abriet, da es laut ihm für ein gut entwickeltes Einzelkind nicht dafür stehe. Also im schlimmsten Fall kurz Krankenhaus und Infusion.


    Die Zwetschge wurde vom selben Arzt dann geimpft, weil sie immer schon sehr leicht war und durch andauernde Therapietermine doch recht exponiert für diverse Keime ist.


    Nr 3 haben wir impfen lassen, da derzeit die Lage in den Krankenhäusern beunruhigend ist und ich auch zu Hause schwer verzichtbar bin.


    Beide Kinder haben die Impfung gut vertragen.

  • Wir haben uns bei beiden Kindern für eine Impfung entschieden. Wir haben einen guten Freund, der als Arzt lange auf einer Kinderstation im Krankenhaus gearbeitet hat, und uns zu der Impfung geraten hat. Auch die Kinderärztin ist überzeugt von der Impfung gewesen. Gerade bei der Kleinen, die zur Beginn der Pandemie geboren wurde, war es mir wichtig, zumindest einen Krankenhausaufenthalt ausschließlichen zu können. Beide hatten keinerlei Nebenwirkungen.


    Gerade Rotaviren erlebe ich als sehr individuelle Entscheidung, im Freundeskreis wurde mal geimpft und mal nicht, immer in Absprache mit den jeweiligen Kinderärzten.

  • Hier auch beide Kinder geimpft, der Große hatte ein bisschen häufiger die Windel voll, beim Kleinen war nichts zu merken (der reagiert aber irgendwie auch nie auf Impfungen, keine Ahnung). Ich fand in meiner Zeit als Ärztin in der Pädiatrie Babies mit Rota einfach wie alle MD-geplagtem Babies sehr arm dran und fand es gut, dieses Risiko durch eine Impfung verringern zu können.

  • Meine Kinder sind zu alt, da war das noch nicht auf dem impfplan.

    In eurer Situation mit der Schwester, fände ich diesen Zeitpunkt gerade sehr ungünstig.

    Meine Kinder hatten beide sehr häufig MD Infekte.

    Stillenderweise war das in der baby und kleinkindzeit nie dramatisch, Muttermilch ging immer.

    Ich würde also auch heute nicht impfen.


    Im hinblick auf deine kranke Tochter eventuell schon. Ein infekt wäre für sie erst recht nicht förderlich.

    Den Zeitpunkt so wählen, dass sie möglichst wenig bis keinen Kontakt zur kleinen Schwester in den tagen nach der Impfung hat und selbst einigermaßen stabil ist.

  • Aber es gibt bei Kindern untrpgliche Zeichen wie die Mundschleimhaut und die Zunge anzuschauen, die Hautfarbe usw.

    Ich weiß #zwinker

    Aber selbst der erfahrene Kinderarzt tat sich schwer mit der Entscheidung Klinik ja oder nein.


    Ebura

    Bei uns wurde zur Impfung explizit auf Handhygiene beim Wickeln hingewiesen in den zwei Wochen nach Impfung.

  • Stillenderweise war das in der baby und kleinkindzeit nie dramatisch, Muttermilch ging immer.

    Ich würde also auch heute nicht impfen.

    Ich meine mich auch zu erinnern, dass das Risiko, wegen Rota ins KH zu müssen, entscheidend von der Ernährung des Säuglings abhängt:

    Gestillte Kinder haben ein erheblich geringeres Risiko, an Rota zu erkranken und ein noch geringeres Risiko, deswegen ins KH zu müssen.

  • Ist ein Lebendimpfstoff. Wir durften, bei der Kurzen deswegen nicht damit impfen, weil der Immunstatus noch nicht abgeklärt war.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    Lilypie Third Birthday tickers


    Lilypie First Birthday tickers

  • meine Mittlere bekam mit 10 Tagen Durchfall mit Fieber, die Hebamme schickte uns deshalb in die Klinik, da ich noch dazu Streptokokken-positiv war und daher einen Sepsis ausgeschlossen werden musste.

    Kind bekam dann in der Klinik 5 Tage lang heftigste AB (wegen der Streptokokken - zur Sicherheit), bis die 5-Tages-Blutkultur (Rückenmarkswasser -?- war nicht gelungen zu entnehmen) sauber war. Dann wurden wir entlassen. In der Zeit hat sie keinerlei sonstige Infusion bekommen, nur die AB intravenös.


    Soviel zur Vorgeschichte... und auch warum ich das schreibe:

    Im Endeffekt wars "einfach nur" ein Rotavirus, der ihr aber keinerlei wirkliche Probleme machte, sie hat auch durchgehend gut gestillt. Von Austrocknung war sie immer weit entfernt.

    (Stuhlkultur wurde angelegt wg. des Durchfalls, daher wissen wir dass es Rota war, und wir bekamen anschließend ein Schreiben des Gesundheitsamtes, das wissen wollte, in welcher Einrichtung unser 10 Tage altes Kind betreut wird....)

    Irgendwie hat sie in der folgenden Zeit noch 2 oder 3 mal Rota gehabt (der Geruch ist typisch, den erkennt man, wenn man das einmal hatte...), immer einfach nur in Form von etwas Durchfall. Nie behandlungsbedürftig. Beim 2. Mal haben wir den Kinderarzt noch angerufen. - "Kultur legen wir nicht an! Trinkt sie gut? Dann brauchen Sie nicht zu kommen!" - Bei den weiteren Malen haben wir einfach 2-3 mal häufiger wickeln müssen, das wars.

    Und die große Schwester ging damals noch nicht in den Kiga (nur 1x pro Woche in die Spielgruppe) und hatte gar nichts, kein einiges mal.

    Wo wir Rota her hatten? Ich vermute die U2 beim Kinderarzt, das war 2 oder 3 Tage vorher gewesen. Ansonsten hatte sie keinerlei Fremdkontakte und die Schwester war zu dem Zeitpunkt auch gesund.



    Aufgrund dieser Erfahrung wurde die Kleine dann auch nicht geimpft, mir waren die potentiellen Nebenwirkungen (u.a. Darmeinstülpung) zu riskant und die Erkrankung "kannte" ich. Sie hatte trotz 2 großer Geschwister nie Rota.

    (Und für die U2 habe ich auf Hausbesuch bestanden. Auch wenn Rota bei der Mittleren unkompliziert war braucht man das nicht bei Neugeborenen und Arztpraxen sind ja leider oft Bakterien- und Virenbrutstätten.)


    Thema Lebenimpfstoff: Rota würde ich eher mit der früheren Polioimpfung vergleichen "Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist bitter!" als mit Masern, da die Applikation und Wirkweise des Impfstoffes ja doch sehr verschieden ist. Polio wird wohl nicht mehr als Schluckimpfung angeboten da es einige ältere Leute mit nicht mehr ausreichendem Polioschutz gab, die sich an den Babywindeln der frisch geimpften Babys beim Wickeln angesteckt haben. Nach der Schuluckimpfung haben die Kinder wohl sehr lange noch Viren ausgeschieden (so hab ich mir das zumindest behalten?!?).

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Ich hatte das nicht aufgrund der Impfung (Schluckimpfung/Spitze) oder des Impfstoffes (Lebend-/Tot-) mit Masern und so verglichen, sondern sinngemäß: dass es aufgrund der vielen Erfahrungen hier für mich so aussieht, dass Rota anscheinend eine Impfung ist, die nicht ganz so wichtig ist, wie die gegen Masern und Co.

  • Ich hatte das nicht aufgrund der Impfung (Schluckimpfung/Spitze) oder des Impfstoffes (Lebend-/Tot-) mit Masern und so verglichen, sondern sinngemäß: dass es aufgrund der vielen Erfahrungen hier für mich so aussieht, dass Rota anscheinend eine Impfung ist, die nicht ganz so wichtig ist, wie die gegen Masern und Co.

    Ebura hatte die Frage nach Masern (Lebendimpfstoff) aufgeworfen.

    Was macht ihr eigentlich, ihr flinken Sekundenhorter, mit all der Zeit, die ihr spart, wenn ihr "lg" tippt statt lieb zu grüßen?

    - aus einer Berliner S-Bahn-Station -

  • Vielen Dank für eure Antworten, somit war ich schon gut vorbereitet.


    Wir haben uns dann gegen die Impfung entschieden. Der Arzt meinte zwar, dass die Medikamente der Großen prinzipiell kein Hinderungsgrund sind mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen (anders wäre es zb nach Transplantation oder Leukämie), aber er meine Bedenken in der momentanen Situation verstehen kann (er ist auch in die Behandlung der Großen eingebunden).


    Klar, eine Infektion wäre für die Große natürlich auch blöd, aber das alltägliche „Hintergrundrisiko“ ist halt was anderes, als jetzt in der derzeitigen Situation bewusst die Viren „ins Haus“ zu holen. Und ich könnte sie nicht 2 Wochen trennen.


    Der Kinderarzt meinte, es wäre die Impfung, die man am ehesten weglassen kann, da wirklich schwerwiegende Komplikationen sehr selten sind. Zudem stille ich voll, die Kleine ist fit und sehr gut genährt ;) und wir sind generell wesentlich pingeliger was Hygiene angeht (wegen der Großen). Das waren für ihn alles Punkte, weshalb er guten Gewissens nicht impfen würde.


    Klar, wenn nun was passiert und es ihr schlecht geht, werde ich es wahrscheinlich bereuen. Aber genauso würde ich es bereuen, wenn ich jetzt trotz Warnung meine Große dem aussetzen würde.


    Den Vergleich mit Masern Impfung hatte ich gezogen, weil beides Lebendimpfungen sind und daher potentiell Auswirkungen auf die Umgebung haben können. Anders als bei Rota käme es bei Masern aber nicht in Betracht, auf die Impfung zu verzichten, daher interessiert mich natürlich, was wir dann beachten müssten.


    Na, jedenfalls weiß ich jetzt auch ein wenig, worauf ich achten sollte und hoffe nun einfach, die richtige Entscheidung getroffen zu haben

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

    ———-

    ebura mit S (*04), E (*05) und I (*12/21)