Ich esse zu viel und bin damit so unglücklich

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  • aber ein, zwei Kilo mehr

    Und wir reden hier aber nicht von ein bis zwei Kilo, ich dachte, das sei klar. Wir reden von 10 bis 20 Kilo.

    Da habe ich noch einiges zu verarbeiten und überdenken und bin gerade stolz auf mich, dass ich halbwegs genussvoll im Normbereich unterwegs bin und diszipliniert bin.

    Das finde ich beachtlich und toll!


    Jedenfalls ist hier schönster Frühling und das macht, dass ich Lust auf frisches habe. Salat, Rohkost, dazu Fisch oder mageres Fleisch. Mjam! Und heute fahren meine Kinder zu ihrem Vater, das heißt, ich koche am Abend, was ich möchte. Das macht es echt leichter.

  • Nein, das war mir nicht klar, dass es um 10 bis 20 Kilo Übergewicht geht.

    Ich hatte wirklich ein Bild im Kopf von sehr schlanken Frauen, deren Körper sich im Laufe der Zeit verändert und sich etwas anders proportioniert - was natürlich nervig sein kann, aber noch kein Gesundheitsrisiko. Und mit den verständlichen Wunsch, nicht einfach unkontrolliert zu zunehmen (was ich bei Frauen, die bis jetzt offenbar sehr gut die Bedürfnisse ihres Körpers einschätzen konnten, für eher unwahrscheinlich halte). Und da hatte ich Frauen vor dem inneren Auge, denen ich sagen hätte wollen: ganz ruhig, du wirst nicht völlig aufgehen.


    Wenn es um was Anderes geht, war meine Bemerkung natürlich am falschen Ort.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich hüpf nochmal kurz rein-

    Ich finde das, was einige hier schreiben super spannend und würde mich gerne weiter darüber austauschen- Frauenbild, ab wann ist es Übergewicht? Was können wir „laufen lassen“, wann sollten wir eingreifen, was treibt uns an usw.

    Hier passt das aber nicht her denke ich, vielleicht sollte man ein weiteres Thread hierzu eröffnen? Besteht Interesse?

    4 Jungs 2006-2013, 4 Hühner, 4 Hunde und 4 Schildis
    Cry a River, build a bridge, get over it #herz

  • Mein Eindruck ist, dass hier zT vergessen wird, dass unser Körper sich im Laufe des Lebens verändert. Vom Mädchen zur jungen Frau, mit jeder Schwangerschaft, mit den Wechseljahren, da gibt es kein zurueck mehr. Es ist auch normal, dass man im Laufe des Lebens zunimmt - auch wenn der BMI seine Probleme hat, so zeigt er eben genau das, mit dem Alter werden die Menschen schwerer und das ist auch normal so. Ich verstehe durchaus, dass da die Umwelt und die Medien einem oft anderes vorgaukeln, und es da viel Kraft braucht um bei sich zu bleiben und eben nicht in Selbstkasteiung auf dem Sofa ueber die Veränderungen im und am Körper zu trauern. Wir sind da doch auch Vorbilder für unsere Kinder. Mir zumindest ist das ein sehr wichtiger Punkt.


    Wenn die Kleider nun am Bauch drücken, vielleicht sollte man dann eher gucken, welche bequemen Klamotten man findet oder hat. Ich merke selbst, dass ich da im Verlaufe eines Zykluses empfindlicher bin und trage dann eben andere Dinge, in denen ich mich wohl fühle.


    Ausserdem wird wie so oft leider, gesund = schlank, oder umgekehrt, Gewichtszunahme = ungesund, gleichgesetzt. Dabei ist das alles nicht so geradlinig.


    Ein anderer Ziel empfinde ich gesund und mit Spass zu essen, oder fit zu sein.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Wenn die Kleider nun am Bauch drücken, vielleicht sollte man dann eher gucken, welche bequemen Klamotten man findet oder hat. Ich merke selbst, dass ich da im Verlaufe eines Zykluses empfindlicher bin und trage dann eben andere Dinge, in denen ich mich wohl fühle

    Darf ich bitte nochmal wiederholen, dass mein Bauch drückt, wenn ich bequem auf dem Sofa lümmle, und zwar auch, wenn ich ein Sommerkleidchen anhabe? Und das hat nichts mit „es zwickt ein bisschen, dann setze ich mich anders hin, und dann ist es wieder gut“ zu tun. Ich finde dann keine Position, in der es erträglich ist. Das ist kein Schmerz, sondern ein Druck, und ich habe das ausschließlich, wenn eine bestimmte Gewichtsgrenze überschritten ist #weissnicht

  • Wenn die Kleider nun am Bauch drücken, vielleicht sollte man dann eher gucken, welche bequemen Klamotten man findet oder hat. Ich merke selbst, dass ich da im Verlaufe eines Zykluses empfindlicher bin und trage dann eben andere Dinge, in denen ich mich wohl fühle.

    Nein. Einfach nein. Aber ich höre jetzt auf, das zu wiederholen. Das ist eine Veränderung, die nicht mit einer Konfektionsgröße mehr einhergeht. Das ist viel größer und ich möchte meinen Weg finden, damit gut klarzukommen. Und für MICH ist die kleinere Einschränkung, mich an gesunde Ernährung zu erinnern, an clean eating und so weiter als zu akzeptieren, dass ich mir alle zwei Jahre eine neue Garderobe zulegen muss. Und offensichtlich muss ich da noch mein Gleichgewicht finden, weil ich ja sonst nicht so überessen würde.


    Aber witzig: Ich schreibe hier und es klappt seit zwei Tagen richtig gut. Ich esse gern und mit Genuss, aber ich überreiße es nicht mehr so.

  • Besteht Interesse?

    Ja, absolut! Ich würde da gern mitlesen und -schreiben.

    Absolut, allerdings war es in der Vergangenheit bei ähnlichen Themen häufig so, dass eine Beteiligung von augenscheinlich schlanken Frauen eher unerwünscht wirkte, weil das ja „keine echten Probleme seien/diese keine Ahnung hätten“ (so der Tenor). Wenn wir uns diesmal halbwegs wertfrei austauschen könne, gäbe es einiges, das mir dazu schon lange durch den Kopf geht was ich mit euch reflektieren möchte …

  • dass eine Beteiligung von augenscheinlich schlanken Frauen eher unerwünscht wirkte

    Ja genau, und ich kann es auch verstehen, dass es ärgerlich ist, wenn in einem richtigen Abnehm-Thread - wo Frauen sich über ihr Übergewicht austauschen - dann lauter schlanke Frauen schreiben, dass sie sich mit Größe 38 unwohl fühlen und wieder in 36 passen möchten. Deshalb fände ich es super, wenn es so einen Ort gäbe, wo es um den Wunsch geht, einen gesunden, fitten Wohlfühlkörper zu haben und dazu etwas Speck loszuwerden - auch dann, wenn gar kein Übergewicht besteht.

  • Miss Ellie und @senderlingen jede muss ihren Weg finden, das ist klar.


    Mir war es wichtig etwas allgemeiner zu formulieren und habe damit bestimmt niemanden spezifisch angesprochen, weil ich hier ganz viel ungesunde Körperkritik Und Selbstkasteiung lese in manchen Postings ( ich weiss nicht mehr genau in welchen).

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • einen gesunden, fitten Wohlfühlkörper

    Weil du es da schreibst - auch das ist ja ein riesiges Privileg. Und bei mir schwingt bei der Idee in den letzten Jahren vermehrt auch die Erkenntnis mit, dass ich nie wieder so schnell und fit sein werde, wie mit Anfang 20. Und auch gesund ist schwierig, mit dem Alter werden es doch mehr und mehr Zipperlein und mitunter auch ernsteres. Auch damit muss man umgehen lernen.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Auch damit muss man umgehen lernen.

    Ja, da hast Du recht! Da kann die Ernährung sicher hilfreich sein, gerade dann, wenn es nicht möglich ist, völlig gesund und fit zu sein. Die Frage, die mich umtreibt - und die ich bei Miss Ellie auch höre - ist: Wie muss ich meine Ernährung (und auch Lebensweise, Sport etc.) verändern, so dass es mir jetzt und in ein paar Jahren möglichst gut geht? Denn während es mit 20 kein Problem war, jeden Tag Croissants zu frühstücken oder so, würde sich das jetzt doch viel mehr auf die Gesundheit schlagen. Mit dieser Veränderung bewusst umzugehen, gerade wenn man keine Erfahrung mit Abnehmen oder Diäten hat, weil man immer schlank war, ist nicht leicht - und ich bin für den Austausch hier sehr dankbar.

  • einen gesunden, fitten Wohlfühlkörper

    Weil du es da schreibst - auch das ist ja ein riesiges Privileg. Und bei mir schwingt bei der Idee in den letzten Jahren vermehrt auch die Erkenntnis mit, dass ich nie wieder so schnell und fit sein werde, wie mit Anfang 20. Und auch gesund ist schwierig, mit dem Alter werden es doch mehr und mehr Zipperlein und mitunter auch ernsteres. Auch damit muss man umgehen lernen.

    Und dann gibt es auch noch die vielen Menschen, deren Körper ohnehin nur durch viel Einsatz zum Mitmachen gebracht werden kann. Sobald du chronische Krankheiten hast, musst du eine ganze Menge schlucken, was dir dein Körper vor die Füße wirft.

    „Damit muss man umgehen lernen“ ist dann eine ziemlich überflüssige Forderung - dazu wirst du sowieso gezwungen, egal ob Rheuma oder Depressionen oder sonst was.

    Es ist schwer zu beschreiben, aber Inn ein paar Punkten hätte ich dann doch gerne, dass mein Körper in Funktionsweise und Belastbarkeit zu meiner Seele und meiner Person passt. Manches ist unveränderlich, bei anderem kann ich wirksam sein.

  • Ja, Fliegfrosch, so sehe ich das auch. Ich nehme wegen meiner Depressionen Medikamente und habe Probleme mit der linken Schulter. Auch ein Knie macht mir manchmal Probleme. Und das ist für mich ein Grund erst recht richtig gut auf mich achten zu wollen. Damit mein Körper, der mir so viel möglich macht, nicht noch mehr tragen muss. Drum macht mich ja dieses Überessen so unfroh. Ich mute meiner "Karkasse" wie der Liebste das nennt, damit noch mehr zu, als sie eigentlich schon zu tragen hat.

    Mein Fazit aus dem Thread hier: Ich darf nach einer guten Balance schauen, wenn ich übertreibe, geht es nach hinten los. Also lieb zu mir sein und dennoch ein Auge drauf haben. :)

  • ich glaube, das ist tatsächlich nicht ganz so einfach. die kategorie "schön" ist nun mal gelernt. und ganz egal, wie man üppige figuren zelebriert. "klick = schön" funktioniert eher, wenn man gewisse proportionen hat. selbst dann, wenn das gesamtgewicht hoch ist, kann alles tutti sein, sofern die stimmen: große brüste, großer po, schmale taille, flacher bauch. und ganz unabhängig davon, wie man das runterrechnet, ist ein auffälliger bauch _immer_, selbst bei den schlanksten frauen, ein "dorn im auge". damit kann man mal so und mal so besser umgehen. ich habe damit und mit der kehlwamme auch so meine probleme, auch wenn mir größtenteils wirklich und wahrhaftig egal ist, wie ich aussehe.


    nun finde ich die 2. dimension hier noch wichtig. obwohl mir mein aussehen latte ist, auch dass ich dick bin, möchte ich für geld und gute worte nicht "wechseljahresmäßig" aussehen oder mich fühlen, auch wenn die gefährlich vor der tür stehen, da ich bereits 48 bin. "wechseljahre" sind für mich der megahorror. ich bin noch nicht fertig mit dem leben als fruchtbare frau. de facto natürlich leider schon - die zeit ist vorbei, ich habe keine chance mehr auf das, was ich eigentlich wollte, komplett verschissen.


    für frauen ist der wechseljahresmode insofern richtig hart, als dass nach wie vor "diffundieren in die unsichtbarkeit" angesagt ist.


    klug, weise, interessant, ggf. inzwischen beruflich erfolgreich, lieb/fürsorglich - alles tolle attribute, die man frauen in dem alter zugesteht. auch noch "auf gewisse art schön" oder "schön für ihr alter". aber uneingeschränkt schön, sexuell attraktiv, als partnerin interessant - damit ist schluss. ganz gleich, wie vielen menschen inzwischen individuell das gegenteil beteuern. es gibt die problematik, und ich verstehe voll, wenn man sich damit nicht abfinden will und sich dem nicht "ergeben".


    lg patrick

  • Ich kann mir einen Teil denken, aber wissen tue ich nichts.

    Es ist auch nicht möglich, mit meiner Mutter über die Thematik zu sprechen.


    Ich sehe bei ihr sehr viele traurige Ereignisse in ihrer Lebensgeschichte und ganz wenig Handwerkszeug, sie zu verarbeiten plus einer riesigen Hemmung/Angst, sich Hilfe zu suchen.


    Lange habe ich damit gehadert, weil es weh mir tut, einen Menschen leiden zu sehen (körperlich wie seelisch), den ich sehr lieb habe.

    Mit dem Alter werde ich gnädiger.

    Ich habe nur eine Mutter, sie ist, wie sie ist, und es sind ihre Entscheidungen, die sie trifft und getroffen hat.


    Ich habe andere Aufgaben im Leben als die, meiner Mutter auf die Sprünge zu helfen, zumal sie gar nicht springen möchte. ;)

  • Also ich hätte auch Interesse an weiterem Austausch, aber gerade nicht in Form eines weiteren klassischen Abnehmthreads.

    klug, weise, interessant, ggf. inzwischen beruflich erfolgreich, lieb/fürsorglich - alles tolle attribute, die man frauen in dem alter zugesteht. auch noch "auf gewisse art schön" oder "schön für ihr alter". aber uneingeschränkt schön, sexuell attraktiv, als partnerin interessant - damit ist schluss. ganz gleich, wie vielen menschen inzwischen individuell das gegenteil beteuern. es gibt die problematik, und ich verstehe voll, wenn man sich damit nicht abfinden will und sich dem nicht "ergeben".


    lg patrick

    ja, davor habe ich auch Angst, dass es dann keine "absolute" Schönheit in dem beschriebenen Sinne mehr für mich geben kann, nur noch "relative" (für mein Alter). Damit muss Frau erstmal einen Umgang finden. Das gilt aber m.E. unabhängig von dick oder dünn und betrifft dünne ältere Frauen genauso .

    Liebe Grüße von Kris (1974) mit großem Sohn (1/2002) und kleinem Sohn (5/2007)