Sprecht Ihr im Präteritum?

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  • Ist das Präteritum Teil der Alltagssprache? 191

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    Nur der Neugier wegen:


    "Er erschreckte mich, deswegen flog ich aus der Kurve. Er hatte mir aber nicht weh tun wollen, deswegen rannte er wieder hoch und holte mir ein Pflaster für das aufgeschrammte Knie!" erzählte Zappelchen neulich. Jetzt las ich in einem anderen Strang, das Präteritum werde im Hochdeutschen kaum noch genutzt.

    Nun - hier schon. Und bei Euch?


    Nutzt Ihr selbst und nutzen Eure Kinder in der Alltagssprache das Präteritum?

    #hmpf ... auf dem Rückweg in den Alltag...

  • Das Präteritum wird und wurde im Bayerischen überhaupt nicht genutzt, daher wäre es eigentlich sinnvoll, wenn nur Rabinnen aus Gegenden antworten, in denen die Nutzung des Präteritum in der gesprochenen Sprache geläufiger ist/war.

  • Ich finde, es ist mehr Schriftsprache. Dennoch sprach ich bereits manchmal mit meiner Tochter so, als sie noch klein war, und pflege es auch heute noch zu tun, sodass sie sich frühzeitig auch den verbalen Gebrauch des Präteritums angewöhnte und bis heute beibehält.


    Meistens reden wir aber nicht so.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Eher weniger


    Bei dir fällt es mir bei deinen Beiträgen auf, dass du es oft nutzt :)

    kleiner Chinesischkurs: grosse Schwester - jie jie; kleine Schwester - mei mei

  • ich verwende es ab und zu, aber in der Alltagssprache meist Perfekt.

    Mir ist es in Deinen Threads schon aufgefallen und ich fand es ungewöhnlich.

    ;)


    Witzig, dass du danach fragst.

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Wir reden manchmal so. Vor allem, wenn wir Geschichten erzählen, Erlebnisse vom Tag oder so.


    Oft mischen wir Perfekt und Präteritum, manchmal sogar noch Präsens dazu, z.B. so: "Heute hab ich übrigens M. getroffen. Ich war grad in der Bäckerei, mußte warten, guck so raus und da seh ich sie draußen vorbeigehen! Ich bin ihr noch hinterhergelaufen, aber da ging sie schon ums Eck, sie schien es eilig zu haben..."

    Liebe Grüße von Tikaani (früher: Casa)

  • Ich bin leider unsicher im Präteritum, viele Verben kann ich nicht richtig konjugieren- peinlich ist das, nicht zu wissen, ob es erschreckte oder erschrocken heißt. Und wenn dann noch passiv und aktiv mit reinspielt - da bin ich immer lost.


    Ich höre im Alltag kaum noch Präteritum, vor allem weil ich auch mit immer mehr nicht-muttersprachlern und Kindern rede.

    Bei einfachen Sätzen nurze ich das aber schon - "ich sagte, dass ich gleich komme"

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

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    Liebe Grüße von Tikaani (früher: Casa)

  • Es ist mir bei Deinen Texten schon ganz aufgefallen :).

    Wenn ich mich recht entsinne, habe ich gelernt, dass das Präteritum etwas Andauerndes/einen Vorgang in der Vergangenheit beschreibt (die Sonne schien den ganzen Tag), wohingegen das Perfekt ein konkretes Ereignis beschreibt, das aber abgeschlossen ist, das (er hat das Fenster geoeffnet).

    Aber das koennen die Linguistinnen hier sicher korrekter erklaeren und es mag auch regional unterschiedlich sein.


    Ich hab jetzt gar nichts angekreuzt, die Kinder koennen beides benutzten. Da bilingual haben sie eher mit anderen Themen Probleme, zum Beispiel dem korrekten Gebrauch von Präpositionen.

  • Musste erst mal nachlesen was prädingens ist.


    Nein, so würde ich nicht sprechen und höre es auch quasi nie. (Hessen)

    Es gibt nur ein paar wenige Ausnahmen


    1. Ich ging davon aus,…


    2. wenn irgendwas FRÜHER (also wirklich viel früher) IMMER so war:

    Das gab es doch damals bei Oma Erna.

    Die Lagen doch immer in der Kammer.

    Usw

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

    ———-

    ebura mit S (*04), E (*05) und I (*12/21)

  • Das Präteritum wird und wurde im Bayerischen überhaupt nicht genutzt, daher wäre es eigentlich sinnvoll, wenn nur Rabinnen aus Gegenden antworten, in denen die Nutzung des Präteritum in der gesprochenen Sprache geläufiger ist/war.

    Lustig, ich hab ja in Bayern Deutsch gelernt und schon damals (lang ists her) hiess es, Präteritum wird in gesprochener Sprache nicht genutzt.

    Mein Mann (aus Franken) nutzt es ebenfalls nicht und die Kids dementsprechend erst recht nicht,

    S. Bewegt sich grad eher auf "chill mal, digga, alles baba" - Niveau und j. mixt Deutsch und Englisch, was auch eher gewöhnungsbedürftig klingt.

    LG H. mit J. (volljährig) und S. (Teenie)

  • Wenig, das ist für mich eher etwas im schriftlichen. Aber eher in Büchern als in einer schriftlichen Unterhaltung.


    Deine Beiträge würde ich auch ohne Usernamen daneben genau daran erkennen :)  Silbermöwe .

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Das Präteritum wird und wurde im Bayerischen überhaupt nicht genutzt,

    Das überrascht mich jetzt, weil ich das Gefühl hatte, dass vor allem Schreiber*innen aus Bayern sich des Präteriums (allerdings natürlich geschrieben) bedien(t)en.


    ...wahrscheinlich stimmt was mit meinem Gefühl nicht... #angst

    Das würde mich tatsächlich sehr überraschen. Muss ich mal aufpassen.

    Kleine Anekdote am Rande: meine Kinder hatten in der Schule ja Italienisch, und irgendwann ging es in der Grammatik darum, wann das Präteritum und wann das Perfekt zu verwenden ist. Bei irgendeinem Beispielsatz waren wir uns alle nicht sicher, also hab ich die Mutter eines Klassenkameraden gefragt (Italienerin aus Mailand).

    Die sagte mir dann, das wisse sie auch nicht, in Mailand nutze man nämlich ausschließlich das Perfekt, das sei da quasi so wie in Bayern :D

  • Das Präteritum wird und wurde im Bayerischen überhaupt nicht genutzt, daher wäre es eigentlich sinnvoll, wenn nur Rabinnen aus Gegenden antworten, in denen die Nutzung des Präteritum in der gesprochenen Sprache geläufiger ist/war.

    Mist. Zu spät gelesen. ;)


    Meine Kinder nutzen es allerdings manchmal. Woran man merkt, dass sie häufig mit Schriftsprache in Kontakt kommen. Es wird viel (vor-)gelesen. Allerdings lässt es mit zunehmendem Alter nach.

  • Das Präteritum wird und wurde im Bayerischen überhaupt nicht genutzt, daher wäre es eigentlich sinnvoll, wenn nur Rabinnen aus Gegenden antworten, in denen die Nutzung des Präteritum in der gesprochenen Sprache geläufiger ist/war.

    Echt?! Ach deswegen fallen wir hier so auf! #freu


    (Gibt es dafür einen Grund? Und, was ich schon immer mal wissen wollte: ist die dazuerfundene Endsilbe -e was bayerisches oder was ganz lokales? Die Kinder sagen hier ab der Grundschule "essen-e", -laufen-e" etc., sobald das Wort am Satzende steht.)