Dr. Gabor Maté

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  • Mich pieksen einige Aussagen des Dr. Mate ebenfalls an☹️So sagt er in einem Interview im Jahre 2014 zu seinem Buch"Wenn der Körper nein sagt", dass die Ursache für Brustkrebs darin zu suchen sein könne, dass bestimmte Frauen nicht gelernt haben sich abzugrenzen und nein zu sagen☹️... Na toll. Hast du eine beschissene, potentiell tödliche Zellmutation und dann sagt dir einer"selber Schuld, hättest du mal gelernt dich abzugrenzen... "

    Meine Finger sind zu groß für die Tastatur

  • Naja, aber das ist doch nichts neues, dass Körper und Seele eng mteinander verknüpft sind. Meine Mutter ist krank geworden, weil sie ihr Leben nicht gelebt hat und stets im Schatten meines Vaters stand/steht. Und ich glaube es geht nicht um "selber schuld" sondern eher darum, dass Menscehn achtsam und liebevoll mit sich umgehen, sich gut abgrenzen (lernen) können und gut auf sich acht geben, sich entwickeln und ihre Potentiale leben

    „Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Individualität in Übereinstimmung mit der Umwelt zu leben.“


    Remo Largo

  • Was haben Kinder "falsch" gemacht, die an Krebs erkrankt sind?


    Natürlich sind Körper und Geist eng miteinander verbunden. Das bestreite ich gar nicht. Und das die Genesung eines Kranken stark mit dessen emotionalen Verfassung zusammenhängt ist klar. Aber eine alleinige Ursache darin zu sehen und eine "Krebspersönlichkeit" daraus abzuleiten? Ich habe das Buch nicht gelesen, kann also nicht sagen auf welche Thesen es darin herauslaeuft.... Als selber Betroffene sehe ich das Interview aber sehr kritisch.

    Meine Finger sind zu groß für die Tastatur

  • 8

    Danke dafür. Ich verstehe noch mehr, warum ich mich ständig müde und erschöpft fühle.

  • Naja, aber das ist doch nichts neues, dass Körper und Seele eng mteinander verknüpft sind. Meine Mutter ist krank geworden, weil sie ihr Leben nicht gelebt hat und stets im Schatten meines Vaters stand/steht. Und ich glaube es geht nicht um "selber schuld" sondern eher darum, dass Menscehn achtsam und liebevoll mit sich umgehen, sich gut abgrenzen (lernen) können und gut auf sich acht geben, sich entwickeln und ihre Potentiale leben

    Ui. Körperlich krank?

    Das finde ich ganz schlimm, was du schreibst(sollte es um eine körperliche Erkrankung gehen) und das ist ein Schlag ins Gesicht von erkrankten Menschen.

    Natürlich hat die Psyche einen Einfluss, aber das ist doch nicht der Umkehrschluss.


    Hoffentlich liest hier gerade niemand mit einer Krebserkrankung :(

  • Meine Mutter ist krank geworden, weil sie ihr Leben nicht gelebt hat und stets im Schatten meines Vaters stand/steht.

    das ist eine saugefährliche these!!! das möchte ich weder als fibula als userin noch als betreiberin dieses forums so stehen lassen.


    gar nicht bei körperlichen krankheiten aber auch bei seelischen. manche menschen werden in umständen hineingeboren, dafür sie nichts können und finden nicht hinaus oder kommen in laufe des leben in umstände und verlieren den boden unter den füßen. vielleicht ist es nicht "selbstschuld" dennoch hat stark was davon, wenn du hättest gut für dich sorgen können, dann wäre es nicht soweit gekommen.


    es kann gut sein, dass es auch eine Rolle bei ihrer erkrankung gespielt hat aber sicher wird niemand nur deswegen krank.




    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Happy: ((())))

    Aus sehr persönlicher Betroffenheit kann ich gar nichts dazu sagen, das käme sehr ungut.

  • Danke❤️Ich habe seit meiner Diagnose schon "Freunde" wegen solcher unbedachten Aussagen verloren. Ich denke, man kann sich nicht einfuehlen, wenn man nicht selbst schon einmal in einer solchen Situation war.

    Also, alles gut. Ich bin nicht böse auf irgendwen... Bin hier aber jetzt weg, weil das alles nichts mehr mit dem Dr. zu tun hat....

    Meine Finger sind zu groß für die Tastatur

  • Naja, aber das ist doch nichts neues, dass Körper und Seele eng mteinander verknüpft sind. Meine Mutter ist krank geworden, weil sie ihr Leben nicht gelebt hat und stets im Schatten meines Vaters stand/steht. Und ich glaube es geht nicht um "selber schuld" sondern eher darum, dass Menscehn achtsam und liebevoll mit sich umgehen, sich gut abgrenzen (lernen) können und gut auf sich acht geben, sich entwickeln und ihre Potentiale leben

    Ach ja?

    Krebs ist ein Arschloch und schert sich einen Dreck um die psychische Verfassung des erkrankten.

    Dass die mit Auftreten der Krankheit in mitleidenschaft gezogen wird ist klar.

    Aber man steigert nicht sein krebsrisiko durch trübe Gedanken.


    Hast du das deiner Mutter so gesagt? Glaubst du wirklich, dass Menschen die ihre Grenzen nicht gut wahren können, nur allein deshalb ein erhöhtes Risiko haben zu erkranken?

  • ((( Happy ))))

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    Ernst Ferstl

  • Meine Mutter ist krank geworden, weil sie ihr Leben nicht gelebt hat und stets im Schatten meines Vaters stand/steht.

    das ist eine saugefährliche these!!! das möchte ich weder als fibula als userin noch als betreiberin dieses forums so stehen lassen.


    Da kann ich nur beipflichten, das ist krasser Bullshit. Das kann man übrigens noch weiter treiben. Die Mutter einer Freundin hat Brustkrebs bekommen, weil besagte Freundin sich hat scheiden lassen. Sagt sie. Was das mit der Tochter macht, kann man sich vorstellen.

  • Nein, sicher nicht. Meine Aussage oben war zu isoliert. Natürlich gibt es einen Kontext, eine Vorgeschichte. Und es ist komplex: niemand achtet einfach so seine Grenzen nicht. Das hat immer einen Grund/Vorgeschichte. Niemand wird einfach so psychisch/körperlich krank. Das ist ein Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren: Anlage, Umfeld, psychosoziale (In)Stabilität etc. Biografien können aber durchaus tragisch Verlaufen durch Aneinanderkettung ungünstiger Faktoren. Und oft ist es nicht einfach die überhaupt zu erkennen, geschweige denn daran zu arbeiten (an denen, die veränderbar wären). Um Schuld geht es hier nicht.

    Hast du das deiner Mutter so gesagt? Glaubst du wirklich, dass Menschen die ihre Grenzen nicht gut wahren können, nur allein deshalb ein erhöhtes Risiko haben zu erkranken?

    Nein, das glaube ich nicht und das habe ich auch nicht geschrieben und nicht gemeint.


    Happy mit tut es auch sehr leid

    „Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Individualität in Übereinstimmung mit der Umwelt zu leben.“


    Remo Largo

  • Das hat immer einen Grund/Vorgeschichte. Niemand wird einfach so psychisch/körperlich krank. Das ist ein Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren: Anlage, Umfeld, psychosoziale (In)Stabilität etc. Biografien können aber durchaus tragisch Verlaufen durch Aneinanderkettung ungünstiger Faktoren. Und oft ist es nicht einfach die überhaupt zu erkennen, geschweige denn daran zu arbeiten (an denen, die veränderbar wären).

    Manchmal wird selbst der glücklichste Mensch der Welt einfach schwer krank, weil er am falschen Ort lebt, den falschen Job hat (mit Gefahrstoffen), mit dem falschen Typen geknutscht hat (eigene Erfahrung) oder sonst was.

    Diese Einstellung, das Mindset habe damit zu tun, unterstellt eben schon, dass man dieses ändern könnte, um gesund zu sein. Und dieses ist, mit Verlaub gesagt, Bullshit.

    Lass mich raten: du hast selbst keine schwere oder gar chronische Erkrankung?

  • Nein, sicher nicht. Meine Aussage oben war zu isoliert. Natürlich gibt es einen Kontext, eine Vorgeschichte. Und es ist komplex: niemand achtet einfach so seine Grenzen nicht. Das hat immer einen Grund/Vorgeschichte. Niemand wird einfach so psychisch/körperlich krank. Das ist ein Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren: Anlage, Umfeld, psychosoziale (In)Stabilität etc. Biografien können aber durchaus tragisch Verlaufen durch Aneinanderkettung ungünstiger Faktoren. Und oft ist es nicht einfach die überhaupt zu erkennen, geschweige denn daran zu arbeiten (an denen, die veränderbar wären). Um Schuld geht es hier nicht.

    Hast du das deiner Mutter so gesagt? Glaubst du wirklich, dass Menschen die ihre Grenzen nicht gut wahren können, nur allein deshalb ein erhöhtes Risiko haben zu erkranken?

    Nein, das glaube ich nicht und das habe ich auch nicht geschrieben und nicht gemeint.

    Geschrieben hast du es.

    Wenn du es nicht so gemeint hast, war das nicht zu erkennen.

  • Aber leider ist das Gegenteil der Fall. Da die Regulationsstörungen bei AD(H)S auch den Schlaf-Wach-Rhythmus betreffen, haben Betroffene einen viel schlechteren Schlaf als Nicht-Betroffene - insbesondere ca. 15-20 Minuten weniger dieses so immens wichtigen REM-Schlafes pro Nacht.

    Das stimmt so nicht 4 von 5 Studien haben eine längere REM - Phase ergeben, eine eine kürzere. Es gibt aber genug schlafbezogene Probleme bei ADHS.

    Schlafprobleme bei AD(H)S
    Schlafprobleme sind bei AD(H)S besonders häufig. Da Schlafprobleme AD(H)S-Symptome verschlechtern, ist die Behandlung von Schlafproblemen bei AD(H)S wic...
    adxs.org

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Ich habe heute einiges von Gabor Mate gesehen und gelesen. Ich empfinde seine Aussagen durchaus schwierig. Ich glaube, er meint durchaus differenzierteres als "Selbst schuld, wenn du krank wirst", man soll die Realität annehmen, negative Gefühle zulassen etc. Aber dann haut er in Interviews Sätze raus wie "Je mehr wir zu unserem authentischen Selbst werden, desto gesünder wird auch unser Körper.“


    Ich sag mal: es herrscht zumindest extrem viel Potenzial für Missverstehen in dem, was man oberflächlich findet.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Nein, sicher nicht. Meine Aussage oben war zu isoliert. Natürlich gibt es einen Kontext, eine Vorgeschichte. Und es ist komplex: niemand achtet einfach so seine Grenzen nicht. Das hat immer einen Grund/Vorgeschichte. Niemand wird einfach so psychisch/körperlich krank. Das ist ein Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren: Anlage, Umfeld, psychosoziale (In)Stabilität etc. Biografien können aber durchaus tragisch Verlaufen durch Aneinanderkettung ungünstiger Faktoren. Und oft ist es nicht einfach die überhaupt zu erkennen, geschweige denn daran zu arbeiten (an denen, die veränderbar wären). Um Schuld geht es hier nicht.

    Hast du das deiner Mutter so gesagt? Glaubst du wirklich, dass Menschen die ihre Grenzen nicht gut wahren können, nur allein deshalb ein erhöhtes Risiko haben zu erkranken?

    Nein, das glaube ich nicht und das habe ich auch nicht geschrieben und nicht gemeint.

    Geschrieben hast du es.

    Wenn du es nicht so gemeint hast, war das nicht zu erkennen.

    Wo habe ich geschrieben, dass Menschen allein nur deshalb ein erhöhtes Risiko haben zu erkranken, weil sie ihre Grenzen nicht gut wahren können?

    „Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Individualität in Übereinstimmung mit der Umwelt zu leben.“


    Remo Largo