Kulturelle Unterschiede überwinden

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  • Na da sind aber auch viele Einheimische davon genervt, du etwa nicht? :D

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
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    Ernst Ferstl

  • Das ist ja schon das nächste integrationslevel, dass sie dir pünktlich Bescheid sagen, dass es später wird #respekt


    Ich habe lang mit sehr internationalen Studierendengruppen gearbeitet. Zu Beginn des 1. Semesters gab es ein verpflichtendes Modul „intercultural communication“ von einem Dozenten, der von der Südhalbkugel stammte und für internationale Organisationen und Einrichtungen wie die UN arbeitete. Ein wesentlicher Bestandteil war das Zeitverständnis in verschiedenen Kulturkreisen. Ziel war, dass die Studierenden sich untereinander besser verstehen (und dass alle wissen, wie die Vorlesungszeiten zu lesen sind). Aber es war und blieb sehr unterhaltsam, wie die verschiedenen Teams versucht haben, ihre - tatsächlich vor allem südamerikanischen - Mitglieder dann auch zu einem bestimmten Prüfungstermin vor Ort zu haben, auch gerne mit viel zu frühen Zeitangaben. Einmal ist die studentische Teamleitung fast vom Stuhl gekippt, als ihr Kommilitone tatsächlich zu der Zeit erschien, die sie ihm genannt hatte - immerhin nach nur einem Semester!

  • Na da sind aber auch viele Einheimische davon genervt, du etwa nicht? :D

    Doch, definitv.

    Ich sag nur wahlweise

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    #dance

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  • Deshalb helfe ich ihnen ja auch gerne. Durch diesen Formular- und Ämterdschungel muss man erstmal durchblicken. Mir würde es in einem anderen Land genauso gehen.

    Eure Vorschläge sind echt gut. So warte ich nicht mehr extra.

    Ich glaube, wenn ich in Venezuela leben würde, wären die auch von mir genervt. Dauernd steh ich zur angesagten Zeit da 😂

  • Das ist ja schon das nächste integrationslevel, dass sie dir pünktlich Bescheid sagen, dass es später wird #respekt


    Ich habe lang mit sehr internationalen Studierendengruppen gearbeitet. Zu Beginn des 1. Semesters gab es ein verpflichtendes Modul „intercultural communication“ von einem Dozenten, der von der Südhalbkugel stammte und für internationale Organisationen und Einrichtungen wie die UN arbeitete. Ein wesentlicher Bestandteil war das Zeitverständnis in verschiedenen Kulturkreisen. Ziel war, dass die Studierenden sich untereinander besser verstehen (und dass alle wissen, wie die Vorlesungszeiten zu lesen sind). Aber es war und blieb sehr unterhaltsam, wie die verschiedenen Teams versucht haben, ihre - tatsächlich vor allem südamerikanischen - Mitglieder dann auch zu einem bestimmten Prüfungstermin vor Ort zu haben, auch gerne mit viel zu frühen Zeitangaben. Einmal ist die studentische Teamleitung fast vom Stuhl gekippt, als ihr Kommilitone tatsächlich zu der Zeit erschien, die sie ihm genannt hatte - immerhin nach nur einem Semester!

    Beides #lol

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    #dance

    Sehr treffend!

  • Das ist ja schon das nächste integrationslevel, dass sie dir pünktlich Bescheid sagen, dass es später wird #respekt


    Ich habe lang mit sehr internationalen Studierendengruppen gearbeitet. Zu Beginn des 1. Semesters gab es ein verpflichtendes Modul „intercultural communication“ von einem Dozenten, der von der Südhalbkugel stammte und für internationale Organisationen und Einrichtungen wie die UN arbeitete. Ein wesentlicher Bestandteil war das Zeitverständnis in verschiedenen Kulturkreisen. Ziel war, dass die Studierenden sich untereinander besser verstehen (und dass alle wissen, wie die Vorlesungszeiten zu lesen sind). Aber es war und blieb sehr unterhaltsam, wie die verschiedenen Teams versucht haben, ihre - tatsächlich vor allem südamerikanischen - Mitglieder dann auch zu einem bestimmten Prüfungstermin vor Ort zu haben, auch gerne mit viel zu frühen Zeitangaben. Einmal ist die studentische Teamleitung fast vom Stuhl gekippt, als ihr Kommilitone tatsächlich zu der Zeit erschien, die sie ihm genannt hatte - immerhin nach nur einem Semester!

    Wie läuft das denn in solchen Kulturen mit sowas wie Prüfungen ab, oder Vorlesungen? Ich stelle mir das fast unmöglich vor, auch Geschäftstermine, ich nehme an, man verpasst sich auch öfter mal und nimmt es aber gelassen und irgendwie irgendwann kommt es schon dazu?

  • Irgendwie stell ich mir das relativ einfach vor, wenn ich weiß, dass ich besser eine Stunde später da sein sollte, dann kann ich das doch recht einfach umsetzen und halt pünktlich eine Stunde später da sein. Also die Richtung ist sicher einfacher als andersrum, es erfordert ja wirklich einiges an Planung zu einer bestimmten Zeit fertig an Ort xy zu sein, kann man ja gut bei den Kindern beobachten, dass das ein Lernprozess ist, das als Erwachsener zu lernen ist bestimmt echt schwer.

  • Das scheint mir dann aber weniger ein kulturelles Problem, sondern eine besondere Eigenschaft dieser Leute zu sein. Unterlagen müssen ja auch in anderen Länder eingereicht werden.

    Sie sagen in Venezuela gibt es keine Unterlagen. Man macht alles irgendwie so.

    Ich hab das ehrlich gesagt auch nach 20 Jahren im Ausland vergessen, wie wahnsinnig viele Unterlagen man fuer alles staendig ausfüllen muss und in dreifacher Ausfertigung und bitte aufheben und wer wo jedes kleine Fitzelchen unterschreiben und abhaken muss, fuer jeden Käse gibt es ein Extra Antrag, Kindergeldantrag ist Seitenlanges Gedoens, selbst ein simpler Reisepassantrag braucht irre viel Papierkram und dauert ewig auf dem Amt. Es mag Länder geben, die das noch extremer koennen, aber Deutschland ist in Sachen Bürokratie und Papierkram schon eindeutig mit vorne dabei.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Ich habe die anderen Antworten noch nicht gelesen. In manchen Kulturen ist es tatsächlich sogar eher unhöflich, pünktlich zu sein. Ob das jetzt bei Euch auch passt, weiss ich nicht, aber es könnte mit rein spielen. Oder sie sind einfach so. Es wird auf jeden Fall schwierig sein, das schneller zu ändern #tuppernIrgendwannn Mal, ja, vielleicht.


    Mein Mann ist auch nie so richtig pünktlich, lebt aber in einem Land, in dem das einigermaßen geht. Mich macht es trotzdem auch wahnsinnig.


    In Eurem Fall würde ich das tatsächlich einplanen, dass sie automatisch immer eine halbe Stunde später kommen.

  • #freu Meine Freunde aus Albanien / Kosovo würden jetzt sagen, Du bist Alman. #freu

    Ich glaube Du nimmst das zu ernst. Fang doch an mit mähen und hör auf, wenn Du keine Lust mehr hast, dann können sie den Rest machen. Oder macht diese Woche und nächste Woche sie.

    Locker bleiben #zwinker

  • Ich kenne aus (2 anderen Ländern in) Südamerika, dass ca 2 h später angepeilt wird.

    Einladung auf 20 Uhr hieß: komm so 22 Uhr.

    Stünde man 20 Uhr da, wären alle entsetzt bis verstört und natürlich nicht fertig, sie hätten wahrscheinlich noch nicht mal angefangen.


    Prüfungen waren etwas anderes, genau wie Schule. Die fängt natürlich nicht 2 h später an.

  • Ich nehme ihnen das nicht übel oder so. Bin einfach gewöhnt, dass man ne Uhrzeit sagt und sich dran hält. Klar kommt man auch mal zu spät und so. Aber so ne hroße Abweichung oder man trifft sich gar nicht, das irritiert mich einfach.

    Da bin ich halt sehr deutsch sozialisiert. Und etwas mehr Leichtigkeit tut bestimmt gut.

    Nur das Warten hat so doll genervt. Kann eure Tipps ja morgen gleich ausprobieren.

    11 Uhr wollen wir uns treffen. Ich gehe von 12Uhr aus. Was denkt ihr?

  • Guter Plan!

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    Ernst Ferstl

  • Ja genau, ich würde auch eher von 12 Uhr ausgehen. (Und dann kommen sie auf einmal trotzdem früher :P was ich aber echt auch nicht glaube)


    Und ja, ich verstehe dich da sehr, dass das lange Warten nervt. Aber ich fürchte du kannst da echt nicht viel machen außer es bei ihnen einzuplanen. Und wenn es bei Dir dann aber nicht mehr geht, wäre das auch okay. Du bist nun einmal einfach anders sozialisiert.

  • Wir müssen manchmal lachen wenn wir uns mit Deutschen in den USA treffen, das sind die Einzigsten (die wir kennen, mich inklusive) (aber auch nicht alle Deutschen, klar) die dann tatsächlich um 11.55 Uhr auftauchen wenn 12 Uhr abgesprochen ist. Mein Mann versteht das immer nicht, er fände 12.20 Uhr oder so etwas in so einem Fall normal/höflich, nicht zu lange, aber 12 Uhr würde er z.B. unnormal finden. Bei ihm muss ich wirklich eine falsche Uhrzeit angeben, um pünktlich zu sein; schlug er auch einmal selbst vor.

  • Ich hab das ehrlich gesagt auch nach 20 Jahren im Ausland vergessen, wie wahnsinnig viele Unterlagen man fuer alles staendig ausfüllen muss und in dreifacher Ausfertigung und bitte aufheben und wer wo jedes kleine Fitzelchen unterschreiben und abhaken muss, fuer jeden Käse gibt es ein Extra Antrag, Kindergeldantrag ist Seitenlanges Gedoens, selbst ein simpler Reisepassantrag braucht irre viel Papierkram und dauert ewig auf dem Amt. Es mag Länder geben, die das noch extremer koennen, aber Deutschland ist in Sachen Bürokratie und Papierkram schon eindeutig mit vorne dabei.

    Reisepass fand ich immer so ziemlich ohne Papierkram, also dabei gibt es eigentlich keine Formulare für die Bürger, klar muss man hingehen, seine Dokumente mitbringen und ein Foto und dort unterschrieben, Fingerabdrücke machen, aber das muss man in Venezuela usw. ganz sicher auch, kann mir sogar vorstellen, dass es dort eher noch komplizierter ist, an offizielle Dokumente zu kommen, wenn man es halt irgendwie macht.

    Also gerade beim Reisepass find ich das Verhältnis von Bedeutung zu Aufwand in Deutschland eher günstig.

  • Reisepass bei uns im Ausland: Die Formulare für Deutschland und USA halten sich die Waage, USA vielleicht ein stückweit einfacher, ist aber auch Inland. Belgien dagegen bei weitem am Unbürokratischsten für uns. Also da gibt es schon Unterschiede.


    Das Deutschland so kompliziert/anstrengend ist für uns, liegt aber vielleicht auch daran, dass wir im Ausland leben, ich weiss es nicht. Das sind schon einige Formulare, vor allem für den ersten Pass.