Welche Wege führen zu einem Medizinstudienplatz wenn man kein Abi mit 1,0 hat?

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  • Ansonsten weiß ich dass es Universitäten (z.b.bielefeld) gibt die recht neu sind und Plätze vorrangig an zukünftige Hausärzte vergeben.

    Wenn das eine Option ist. Ansonsten bekommt sie für das Studium sicher einen Kredit.

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Manche Unis vergeben auch für soziales Engagement Punkte, die mit in das Bewerber-Ranking einfließen. Also wenn sie sowieso ne Jugendgruppe leitet oder irgendwas in der Art könnte das was nutzen

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Ich drücke die Daumen - auch wenn ich es eigentlich problematisch sehe, dass viele Deutsche nach Ö zum Medizinstudium kommen, weil wir einen Mangel an Ärzten haben und es wirklich schon seit bald 20 Jahren Probleme verursacht.

    Im Ausgleich gehen meine Eltern zu vielen Fachärzten nach Bayern - wegen eines Versicherungsabkommens ist das unkompliziert möglich.

  • Ich drücke die Daumen - auch wenn ich es eigentlich problematisch sehe, dass viele Deutsche nach Ö zum Medizinstudium kommen, weil wir einen Mangel an Ärzten haben und es wirklich schon seit bald 20 Jahren Probleme verursacht.

    Im Ausgleich gehen meine Eltern zu vielen Fachärzten nach Bayern - wegen eines Versicherungsabkommens ist das unkompliziert möglich.

    Ich halte die Chancen auf einen Studienplatz in Österreich nicht für besser als in Deutschland. Wir wohnen allerdings direkt an der Grenze, ich kann nach Österreich laufen ;) - daher wäre arbeiten in beiden Ländern eine Option.

  • Je nach dem in welches Bundesland ihr laufen könnt - es gibt die Ideen, Studienplätze für zukünftige Praktische Ärzte am Land zu fördern. ich denke, da spielt nur die Meldeadresse eine Rolle und nicht die Nationalität.

  • Je nach dem in welches Bundesland ihr laufen könnt - es gibt die Ideen, Studienplätze für zukünftige Praktische Ärzte am Land zu fördern. ich denke, da spielt nur die Meldeadresse eine Rolle und nicht die Nationalität.

    Das hatte sie erst überlegt. Aber dann - war hier im Thread auch Thema und ich teile diese Ansicht - gesagt dass sie einfach noch nicht sagen kann, in welchen Bereich sie dann später möchte. Abgesehen davon, dass auch die Landarztquote sehr überlaufen ist.

    In meiner Mutterbrust schlagen da eh zwei Seelen. Ich drücke ihr natürlich die Daumen für einen Studienplatz. Aber wenn es nicht klappt, bin ich angesichts des desolaten Gesundheitssystems mit all seinen ungesunden Arbeitsbedingungen auch nicht unbedingt böse...

  • Hat sie vor, sich als Plan B mit Stipendien in Verbindung mit Privat-Uni zu beschäftigen?
    Bei besagter PMU Nürnberg/Salzburg war ein großer Teil mit/ausschließlich mit Stipendium dabei, das war sozial gut gemischt und bei weitem keine Oberschichtveranstaltung. Der Hintergedanke ist dabei natürlich auch, dass bei der Ausbildung der Ärzte ein paar für das eigene Klinikum bei rumkommen. (was als Maximalversorger zum Erfahrungssammeln ein wirklich spannendes Umfeld ist für den Anfang)

  • Schon. Es ging aber auch darum, dass man sich mit einem zweier oder Dreier schnitt mies fuehlt

    Es scheint mir (auch schön hier im Thread zu sehen) eher so eine Art Reflex zu sein, Leute abzuwerten, die ein sehr gutes Abi haben. Als lebensuntüchtige Streber oder Fachidioten und dass andere doch aus xyz Gründen, zB Lebenserfahrung oä doch viel bessere Ärzt*innen seien. Das ist genauso bullshit wie die umgekehrte Schlussfolgerung. Ich kenne ganz großartige junge Studierende mit einem 1,0 Abi.

    Vielleicht kann man eine solche Leistung auch einfach neidlos anerkennen, so wie man es bei besonderen sportlichen oder musischen Leistungen auch tut und nicht alles auf sich selbst beziehen? Also ein 1,0 Abi zu würdigen heißt nicht, dass du dich mit einem 3,0 Abi automatisch mies fühlten musst, oder ?

  • Es ging mir gar nicht um mich und meinen Abschnitt, sondern allgemein, dass manche sich mies fühlen nur ein 3er Abi zu haben. Aber klar, 1er Schüler werden als Streber und fachidoiten abgewertet. Ein leicht anderes Problem, aber genauso dämliche.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

    If something won't matter in 5 years, don't waste more than 5 minutes worrying about it now.

  • Ich hab das Bashing gegen 1,0ler entweder vergessen oder nicht wahrgenommen, möchte aber anmerken, dass ich es schon sehr schön fand, in einer diversen Studierendenschaft zu studieren und dass seit der Reform die Diversität deutlich abgenommen hat. Es mag gerechter sein, eher vorhersehbar, aber es fehlt was. Das Zusammenspiel so wahnsinnig unterschiedlicher Menschen wie es bis 2019/20 noch war, war einfach sehr schön.

    Lobeshymnen auf Lebenserfahrung klingen ein bisschen wie aus meiner Feder - das möchte um Gottes Willen jetzt nicht als Bashing gegen junger 1er-Abiturienten verstanden wissen. Sie können ja nichts dafür, dass sie jung sind ;) Und sie können ja auch nichts dafür, dass die wenigen älteren Studierenden, die noch da sind oder dazu kommen, eine ganz andere Lebensrealität haben als sie (die ich zumindest manchmal gerne beneide ;) )

    Vielleicht können wir einfach beide stehen lassen <3

    (Sie) glaubte an das gefährlichste aller Märchen, an das, in dem der Prinz kommen und sie retten würde.

  • Ringelblume Studierst du aktuell Medizin oder hab ich das missverstanden?

    Mein Studium ist schon ewig her (89-95) und die heute Studierenden begegnen mir zB als Famula /- us in meiner Praxis und sind eher die Generation meiner Kinder. Das sind genauso tüchtige Leute wie wir es waren.

    Es ist doch auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass jemand, der im Abitur erfolgreich war, auch im Schnitt gute Karten mitbringt, sich schnell so viel Wissen anzueignen, wie du es weiter oben beschrieben hast. Nichts anderes wird damit vorhergesagt. Eine gute Ärztin braucht noch mehr als das, aber das eben auch.

  • Danke hanna Du schreibst genau das was ich die ganze Zeit auch dachte.

    Es ist natürlich nicht so schön für die jungen Leute die bis zum Abi nicht auf dem Schirm haben wie wichtig der nc in manchen Fächern ist, und die dann weniger tun als sie eigentlich könnten.

    Aber ich finde definitiv nicht dass die jungen Studierenden langweilig oder einförmig wären.

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • hanna Ja.

    ich bin eine der wenigen "Omas" am Campus ;)

    Als ich anfing, gab es auf die Seminargruppe mit knapp 20 Studierenden 27 Kinder und der Jüngste Studi war gerade 17, dementsprechend waren da wirklich extrem unterschiedliche Lebensrealitäten dabei ;) Im Darauf folgenden Jahr gab es nur noch 2 Mütter (mit mir 3). Wie es in diesem Immajahr aussieht, weiß ich nicht, das sehe ich dann später ;) Vom Einruck her war kaum jemand über 30 dabei. Wirtschaftlich zwar sicher sinnvoll, aber ich finds schon echt schade.

    Aber ich find die jungen Studis überwiegend toll, die machen schon ihr Ding #top so langsam bin ich dann aber halt auch doppelt so alt wie sie.

    Und auch 1er-Abiturienten bekommen es hin, Protokollbücher aus dem Vorjahr von anderen Studierenden abzugeben, als ihre eigene Arbeit zu verkaufen und den Namen des Eigentümers nicht zu entfernen (und zu verpassen, dass die Versuche teilweise Corona bedingt ganz andere waren). #hammer #hammer #lol Shit happens. ;)

    (Sie) glaubte an das gefährlichste aller Märchen, an das, in dem der Prinz kommen und sie retten würde.

  • Ringelblume

    Du findest es schade, aber liegt es nicht einfach in der Natur der Sache, dass Studierende oder Auszubildende eher unter 30 als über 30 sind? #gruebel

    Natürlich ist es schön, wenn es auch später noch Chancen zur Umorientierung gibt, aber das war ja auch in früheren Zeiten nicht gerade die Regel, sondern eine Ausnahme. Also in meinem Jahrgang fielen ältere Studierende durchaus auch auf.

    Ich versteh nicht ganz was du damit meinst, dass es auf 20 Studierende 27 Kinder gab… die hatten alle Kinder oder sie waren noch Kinder ?