Genervt von modernen Redewendungen

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  • Ich bin Jahrgang 70 und als das Wort aufkam war ich so 15 Jahre...Dank Bruce & Bongo


    Das war meine Jugendsprache...und jeder der danach kam...hat die 80er kopiert #cool

    Und hin und wieder sage ich auch cool und geil.. ohne pseudojugendliches Gehabe...weil diese Wörter einfach zu meiner Generation gehören

    https://www.google.de/amp/s/ww…and-ist-geil-3500328.html

    „Boris is geil, g-g-g-geil, geil!“ :D

    Danke fürs erinnern!

    Ich war auch 15 und das Lied wurde rauf und runter gedudelt. ^^


    Jente , is schon okay. 😊

  • Jente


    Mich pieks da nix an... alles ok.


    jedoch ist man schnell ü50...und plötzlich gilt es als uncool...Was mit 45 noch völlig in Ordnung war.

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Meinte auch nicht Dich, das war nur so allgemein, weil hier ein paar Menschen so säuerlich klangen :)


    Gell... Ich war doch auch grade noch 25...vor 15 Jahren. Wie kann das sein??

  • Ich mag das Wort geil überhaupt nicht.

    Ich denk da sofort an den schmierigen Dieter Bohlen,der es ständig gesagt hat.

    Heute hab ich irgendwas im Deutschlandfunk angehört und auf einmal sagt die Moderatorin auf Englisch,dass sie jetzt zum nächsten Thema kommt oder so ähnlich.

    Ich meine,was soll das??

  • Ich mag das Wort geil überhaupt nicht.

    Ich denk da sofort an den schmierigen Dieter Bohlen,der es ständig gesagt hat.

    Heute hab ich irgendwas im Deutschlandfunk angehört und auf einmal sagt die Moderatorin auf Englisch,dass sie jetzt zum nächsten Thema kommt oder so ähnlich.

    Ich meine,was soll das??

    Und die hat dabei nicht einfach nur das Monty Python-Zitat verwendet, weil es gerade gepasst hat? Ich fände das beim Deutschlandfunk sonst schon verwunderlich.

    Was mich irritiert, ist die neue Aussprache von Begriffen wir Journalismus. Wie kam es bitte dazu, dass das jetzt immer Tschornalismus ausgesprochen wird? #haare

  • Astarte Du hast recht, jede kann machen was sie will. Ich beobachte im allgemeinen, dass durch diese Beratungen zT auch Druck aufgebaut wird, und gerade Frauen werden sehr oft abgewertet, je nach aussehen und Kleidung.


    Ich habe damals als junge Wissenschaftlerin mir echt viele Gedanken in meinem männlich dominierten Feld gemacht, was ich zu Konferenzen Vorträgen anziehe, weil ich dir Kommentare des Publikums kannte und vermeiden wollte. Ich war damals ein kleines unteres Rädchen im System, und konnte mich da nicht wehren, aber im Nachhinein finde ich das einfach nur schrecklich.


    Das andere was mir wichtig ist, weniger ok, wenn Frau nicht immer vorteilhaft gekleidet ist. Es ist ok, wenn man Bauch und Brudtwarzen sieht. Diese ganze Theater drum rum verbraucht do viel Lebenszeit und baut falsche Bilder auf. Ich möchte nicht, dass meine Tochter so aufwächst. Und wenn sie sich an meinem weichen Bauch freut, freue ich mich mit ihr.


    Und ein klein wenig beschreibst du ja auch, dass dir dieser Kurs Lebenszeit gegeben hat, weil du weniger lang Kleidung auswählst.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Autsch… achtsame Kommunikation und so… nä?

    Und vor allem achtsam und genau lesen…. DAS wäre hilfreich.

    Wovon ich mich angegriffen fühle, das überlass mal mir.


    Bin mal froh, dass ich mich nicht in so einem Unfeld bewege.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Aber das Wort ist seit Teenietagen der fast-50-Generation bekannt. Soll jemand der es seitdem nutzt es sobald er 50 ist nicht mehr sagen dürfen?


    Also dieses pseudo-teeniehafte Gerede das plötzlich angefangen wird wegen Midlifekrisis nervt, da geh ich mit. Aber das ist in der Regel ja auch ein spezieller "schaut her ich bin so cool"-Tonfall.

    Aber wenn jemand das schon immer ganz natürlich nutzt find ich schwierig ihm das verbieten zu wollen

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • find ich schwierig ihm das verbieten zu wollen

    Ich finde es ohnehin schwierig, jemandem vorzuschreiben, welche Worte er nutzen darf

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Ich finde der thread zeigt ganz schön, dass es sehr unterschiedlich ist wer von welchen Worten genervt ist oder sie doof findet.

    Man kann und muss es ja auch nicht jedem Recht machen.

    Es kommt doch ganz stark auf die person an, die das Wort nutzt, ob man sie mag, das Umfeld und den Zusammenhang.

    Es ist hier halt ein lästerthread, wo jeder seine ganz persönlichen Empfindungen nennt.

    Ich darf mich über jedes Wort ärgern (aber ich muss nicht) und ich darf (fast) jedes Wort sagen und die Reaktionen sind dann unterschiedlich.


    Wörter aus Fremdsprachen sind durchaus hilfreich und manchmal treffender, aber ich kann trotzdem abwägen ob sie sein müssen. Und werde nicht immer zu den gleichen Entscheidungen kommen wir andere Leute.

  • Ich finde es schön, wenn meine Tochter mit mir in ihrer Jugendsprache redet. Manches muss ich mir erklären lassen, manches übernehme ich.


    ICh verstehe, dass manche Dinge nerven. ICh finde "Alles gut" anstrengend. Uns geht es doch gerade bei den anglizismen so, wie jeder Generation, wir befürchten einen Verfall der schönen Sprache.


    Viel nerviger finde ich es, wenn sich Leute Fremdworte, oder der bildungssprache bedienen, sie aber keine Ahnung von deren Bedeutung haben, oder auf diese Weise versuchen, sich als besonders gebildet hervorzutun.

  • Mein Sohn hat sich von "Alman" angegriffen gefühlt und ich glaube schon, dass es jedem selbst überlassen ist, ob man sich da angegriffen fühlt. Da brauche ich oder er auch kein Rassismus-Seminar machen.

    holly mit Tochter (07/03) und Sohn (06/06)

  • Hattet ihr in Deutschland vor Alman denn keine Bezeichnung für so "typisch Deutsch"?

    in der Schweiz gibt es den Ausdrück "Bünzli", das leitet sich ursprünglich einen einem Schweizer Nachnamen ab. Da meint, den etwas kleinkarierten, spiessigen Schweizer, einer der nicht ohne sein Aromat auf Reisen geht.

    Und daraus haben sich dann neue Wörter ergeben. Man kann sich bünzlig benehmen, dem Bünzlitum abschwören, den inneren Bünzli fühlen....


    Es ist nicht immer nett. Manchmal ist der Spiegel nicht so schön, der einem vorgehalten wird. Aber meist hat es doch was wahres. Ich stehe zu meinem inneren Bünzli und bin immer wieder überrascht, wie bünzlig ich sein kann, so voll die Bünzli-Schweizerin :D

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Schankedön darf von allen benutzt werden bitte, es ist so schön dümmlich :D

    Genau #ja !

    Mein Sprachgebrauch ist durchsetzt von solchen dümmlichen Begriffen und Verballhornungen. Im ersten Schritt nutze ich solche "Neuerwerbungen" als Zitat und mit vielen Knipsäugsken #zwinker, da mich diese Wörter und Wendungen oftmals sehr erheitern. Und irgendwann gehören sie dann wie selbstverständlich zu meinen Sprachschatz 8o.

    Wer mich nicht kennt, könnte also aufgrund meines Sprachgebrauchs recht flugs zu dem Schluss kommen, ich habe einen kompletten Vollschatten #freu .

    Liebe Grüße von cosalema


    "Dein Kind sei so frei es immer kann. Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren" - Pestalozzi

  • Ich bin froh das ich in meinem Umfeld nicht immer „achtsam“ sein muss. ;) Bis du aufgetaucht bist fand ich den Thread toll.

    Warum mir aber in neuester Welt Anarchie gar so gut gefällt? Ein jeder lebt nach seinem Sinn, das ist nun also auch mein Gewinn! Ich laß´ einem jeden sein Bestreben, um auch nach meinem Sinn zu leben.

    Johann Wolfgang v. Goethe



  • Schankedön darf von allen benutzt werden bitte, es ist so schön dümmlich :D

    Genau #ja !

    Mein Sprachgebrauch ist durchsetzt von solchen dümmlichen Begriffen und Verballhornungen. Im ersten Schritt nutze ich solche "Neuerwerbungen" als Zitat und mit vielen Knipsäugsken #zwinker, da mich diese Wörter und Wendungen oftmals sehr erheitern. Und irgendwann gehören sie dann wie selbstverständlich zu meinen Sprachschatz 8o.

    Wer mich nicht kennt, könnte also aufgrund meines Sprachgebrauchs recht flugs zu dem Schluss kommen, ich habe einen kompletten Vollschatten #freu .

    Ja, das geht mir ähnlich. Gerade bei den "Kentucky schreit ficken"-Ausdrücken von damals. "Geschickt eingefädelt" klingt in meinem Kopf immer noch verkehrt. #hammer


    So ein Zeug wie "zum Bleistift" fand ich als Kind durchaus lustig.


    Geil habe ich schon immer gesagt, peinlich fand ich es, dass mein Vater so Anfang der 90er immer "superaffentittenturbogeil" sagte. Oder Ende der 90er, da fand ich es völlig deplatziert, als ein etwas älterer Kollege meines Vaters etwas "grottenschlecht" fand. Habe ich mit 17 nicht als passend für das Alter wahrgenommen, für mich war Sprache für meine Generation. Und meine Teenies melden mir auch deutlich zurück, wenn sie mich peinlich finden, weil ich Ausdrücke verwenden, die "ihnen" gehören. Das muss aber so, schließlich bin ich die Mutter. #nägel


    (Gestern lag meine 14jährige vor lauter Peinlichkeit unter dem Tisch, als ich 2 Minuten lang auf einer Bühne beim CSD was erzählt habe. Aber sämtliche Freundinnen waren der Meinung, sie hätte eine coole Mom. #top )




    Wir haben in der Familie oft Ausdrücke, die zufällig entstanden sind, zum Beispiel ekeltrisch statt eklig. Ich denke gar nicht mehr darüber nach, wie sich das nach außen anhört, weil es so selbstverständlich zu meinem Wortschatz gehört.

  • Midna2  claraluna Es tut mir leid, wenn ich Euch gekränkt habe. Ich möchte mich entschuldigen und gerne zu einer sachlichen Diskussion einladen. Das Thema ist für mich emotional sehr aufgeladen, weshalb ich leider etwas schnippisch geschrieben habe.


    Der wichtige Punkt für mich ist, und das möchte ich ganz klipp und klar darstellen, Begriffe wie "Alman" oder "Kartoffel" können nicht rassistisch sein, da Weiße (auf die sich die Bezeichnungen beziehen) die Mehrheitsgesellschaft ausmachen und es somit ein Machtgefälle zwischen ihnen und den marginalisierten Gruppen gibt. [Das wird wunderbar in dem bereits verlinkten Artikel beschrieben.] Natürlich kann man sich von den Begriffen angegriffen fühlen - das jemandem abzusprechen war übergriffig von mir. Ich sehe jedoch die Gefahr, dass wirkliche Diskriminierungserfahrungen, wie BPoC sie tagtäglich erdulden müssen dadurch herabgewürdigt werden, dass sie mit Beschimpfungen wie "Kartoffel" verglichen werden.


    Darüber, als "the Krauts" betitelt zu werden, wie es Yankees gerne tun ;) regt sich doch auch niemand ernsthaft auf. Wenn mich jemand "Gurke" nennen würde, könnte ich nicht anders, als darüber schmunzeln und genau so ist es auch mit "Kartoffel." Wie Karl-Heinz Brunner Parlament formuliert hat: Zum Schutz von Minderheiten muss die Mehrheitsgesellschaft solche polemischen Angriffe auch mal aushalten.

  • schupfnudel Du kannst das nicht wissen, aber wir hatten hier schon dermaßen viele Rassismus-Threads, dass Du uns das wirklich (!) nicht mehr erklären musst.

    Man kann sich auch durch etwas angegriffen fühlen, ohne sich rassistisch angegriffen zu fühlen.

  • schupfnudel ich kann komplett nachvollziehen, dass zu Rassismus diese strukturelle Komponente gehört.


    Aber auch wenn ein Begriff nicht rassistisch ist, kann er doch trotzdem mir oder anderen gegenüber abwertend benutzt werden. Zumindest schwingt für mich in manchen Beiträgen auf Twitter, in dem Alman und Kartoffel genutzt wird, nicht nur Augenzwinkern, sondern auch Wut und Ablehnung mit.


    Ich finde es legitim, sich davon getroffen zu fühlen. Dass man das aushalten muss, so wie man auch viele andere Dinge im Rahmen der Gemeinschaft aushalten muss - ok. Aber man muss es auch nicht toll oder neutral finden, wenn andere einen aufgrund seiner Gruppenzugehörigkeit abwerten.