Warum gibt es Kindergartenferien?

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  • Also ich finde auch Kindergarten Kinder müssen mal Ferien haben.

    Naja, manche Eltern wünschen sich auch 24h Kita, da müssen Ferien wirklich nicht sein.


    Betreuung ist nicht für alle Kinder, besonders Krippenalter ein großer Spaß, sondern sie würden, hätten sie die Wahl, wohl häufig lieber zuhause bleiben.

    Ich finde traurig, dass ohne verpflichtende Schließung wohl manches Kind täglich in Betreuung gegeben wird.


    Naja, das ist meine Meinung, die im Moment nicht so ein vogue ist.

    Ich hab auch meine Kinder erst mit drei , wenn sie einigermaßen sprechen können, abgegeben.

  • Ich bin Erzieherin und wir haben auch zwei Wochen im Sommer komplett zu. Ich habe selbst drei Kinder, muss also gemeinsam mit meinem Mann schauen, wie wir sechs Wochen Sommerferien überbrückt bekommen.

    In meinem Team sind wir zu Zehnt, davon sind fünf mit schulpflichtigen Kindern. Wir haben sage und schreibe zwei Vollzeitstellen, der Rest arbeitet zwischen 15-30 Stunden. Da ist es schon sportlich 45 Stunden geöffnet zu haben.

    Und ja, es stimmt, ein Großteil der Kinder würde durchgehend ohne Pause kommen, auch wenn die Eltern eigenen Urlaub haben, wenn wir nicht komplett schließen. Viele Eltern gestehen es ihren Kindern nicht zu, das die Kinder mal Pause brauchen. Die spielen ja nur 😳. Wir haben jedes Jahr Eltern dabei, die verwundert sind, das wir nicht noch am 24.12. vormittags auf haben. Das wir alle selbst Familien haben wird nicht so gesehen…

    Kinder brauchen Schatzsucher und keine Fehlerfinder :)

  • Ach so, hier gab es auch mal das Modell, dass es keine festen Schließung für alle gleichzeitig gibt.

    Jedes Kind musste aber im Kindergartenjahr mindestens 3 Wochen am Stück „Urlaub“ haben.

    Wann, das konnte jede Familie selbst entscheiden.

  • Also aus Träger Sicht ist es so, wie schon einige schrieben, dass der Betreuungsschlüssel und die Urlaubstage der Mitarbeiterinnen sich so relativ einfach und vernünftig umsetzen lassen. Ohne Schließzeiten ist das gerade in kleinen Einrichtungen nahezu unmöglich. Das wird durch den Fachkräftemangel sicher noch verschärft. Es gibt eine gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Tagen, an denen maximal geschlossen sein darf. Wann das ist kann der Träger, in Absprache mit der Kommune selber festlegen.

    Aus Mama Sicht würde ich natürlich auch lieber drauf verzichten getrennt von meinem Mann Urlaub zu nehmen, damit die Motte betreut ist.

  • Wenn ich höre, was mein Mann (Jahrgang 1968) über seine Kindheit in der DDR berichtet, dann waren 1. Gehorsam und 2. KEINE Individualität die beiden Grundpfeiler der Erziehung in Kindergarten und Schule.

    Ich habe meine Kiga-Zeit (bin zehn Jahre jünger) in sehr guter Erinnerung - bis auf den Zwangsmittagsschlaf (während der Zeit hat die Erzieherin dann Vorbereitungen usw. gemacht). Vom Angebot war es definitiv besser, als was ich zuletzt im West-Kiga erlebt habe. (Der DDR-Kiga wurde damals neu eröffnet, als ich hinkam und wir haben echt viele tolle Dinge gemacht.)

    "Individualität" und "sich selbst entfalten" im Kiga meiner Kinder hieß dann in der Praxis, dass man kaum Angebote gemacht hat, weil dass die Kinder in ihrer eigenen Entfaltung einschränken könnte - nun ja.

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  • Kinder in zwei Einrichtungen, die versetzt Schließzeit haben, ist echt #kreischen

    Hatten wir GottseiDank nur einen Sommer.


    Aber Kindergarten ist echt entspannt. Die wahre Betreuungsherausforderung ist die Schule.

  • Die Kita-Schließzeit war wenigstens zeitlich begrenzt auf 2 bzw 3 Wochen. Die wahre Herausforderung kommt dann in der Grundschule #rolleyes .

    Mit 13 Wochen Ferien und viel zu raren Plätzen in der Ferienbetreuung.

  • Ich sehe das ähnlich.

  • Was bedeutet EKI?

    Eltern-Kind-Initiative. Das heißt wir Eltern entscheiden gemeinsam mit dem Team über Schließzeiten.


    Und die Fördermodelle erlauben bis zu 30 Schließtage bei gleicher Förderung. Die Abwesenheitszeiten aller werden koordiniert, damit in Anwesenheitszeit der Betreuungsschlüssel für alle besser ist.


    Die privaten Anbieter hier haben oft keine Schließzeiten, aber dafür dann schlechtere Betreuungsschlüssel - weil diesen Eltern dann die Flexibilität vorrangig wichtig ist. Dafür zahlen sie mehr und bekommen einen schlechteren Betreuungsschlüssel.

  • Kinder in zwei Einrichtungen, die versetzt Schließzeit haben, ist echt #kreischen

    Hatten wir GottseiDank nur einen Sommer.


    Aber Kindergarten ist echt entspannt. Die wahre Betreuungsherausforderung ist die Schule.

    Mir wäre auch lieber, wenn unsere Kita keine feste Schließzeit von drei Wochen hätte, sondern alle Kinder irgendwann 2 oder 3 Wochen Ferien haben. Das Argument mit dem Betreuungsschlüssel und der Planbarkeit leuchtet mir allerdings ein. Dieses Jahr war die Kita die ersten drei Wochen zu und die OGS hat jetzt in den letzten drei Wochen zu. Allerdings finde ich es viel einfacher, die Grundschüler unterzubringen als Kitakinder, aber ich glaube, unsere Bedingungen sind auch ganz besonders gut. Unsere Schulkinder sind anscheinend extrem pflegeleicht und können problemlos den Vormittag über alleine zu Hause bleiben (das machen sie sogar gerne - warum streiten sich Geschwister eigentlich nur dann, wenn mindestens ein Elternteil in Reichweite ist?). Mit den flexiblen Arbeitszeiten von mir und meinem Mann bekommen wir das gut hin. Solange nur die beiden Großen im Haus sind, können wir gut von zuhause arbeiten. Wenn der Vierjährige da ist, geht das nur sehr eingeschränkt.


    Mein Luxusproblem mit der Schließzeit nächstes Jahr ist, dass die Kita da die letzten drei Wochen zumachen will (das ist immer im Wechsel), NRW aber nächstes Jahr wieder so früh Sommerferien hat, dass es finanziell sehr attraktiv wäre, in der ersten Hälfte in Urlaub zu fahren...

  • Wenn ich höre, was mein Mann (Jahrgang 1968) über seine Kindheit in der DDR berichtet, dann waren 1. Gehorsam und 2. KEINE Individualität die beiden Grundpfeiler der Erziehung in Kindergarten und Schule.

    Ich habe meine Kiga-Zeit (bin zehn Jahre jünger) in sehr guter Erinnerung - bis auf den Zwangsmittagsschlaf (während der Zeit hat die Erzieherin dann Vorbereitungen usw. gemacht). Vom Angebot war es definitiv besser, als was ich zuletzt im West-Kiga erlebt habe. (Der DDR-Kiga wurde damals neu eröffnet, als ich hinkam und wir haben echt viele tolle Dinge gemacht.)

    "Individualität" und "sich selbst entfalten" im Kiga meiner Kinder hieß dann in der Praxis, dass man kaum Angebote gemacht hat, weil dass die Kinder in ihrer eigenen Entfaltung einschränken könnte - nun ja.

    Das kann ich unterschreiben. Gegen meinen DDR - Kindergarten ist das bei meinen Kindern über die Jahre immer weniger Angebot und immer mehr laufen lassen geworden. Ich war super gern Kindergartenkind und hätte sehr gern mehr Erzieherinnen und GS-Lehrerinnen (Männer mitgemeint) mit dem Engagement und der Ausbildung meiner damaligen.

  • silecea und Juana Ich erwarte eigentlich, dass eine Ferienbetreuung wie ein Hort überhaupt nicht zu hat. Man kann das ja steuern, indem man sagt, Kinder dürfen (außer in extremen Ausnahmesituationen) drei oder vier Wochen betreut werden und zwei oder drei Wochen eben nicht.


    FrauMahlzahn Da sagst du was leider sehr Wahres #haare


    Mir geht dieses Betreuungsthema viel zu sehr von der Standard-Mutter-Vater-Kind(er)-Konstellation mit Vollzeit-/Teilzeit und/oder einsatzbereiten Großeltern und ein bis zwei Wochen Familienurlaub pro Jahr aus.

    Mein Großer hatte Kumpels in der Grundschule in der Klasse, denen hat man am Tag vor den Sommerferien angemerkt, dass sie unglaubliche Angst vor der Langeweile der nächsten sechseinhalb Wochen hatten. Deren Eltern nichts organisieren wollten oder konnten.

    Ich halte ein sehr niederschwelliges Angebot bei der Ferienbetreuung, vor allem im Sommer, kostenlos oder extrem günstig, für sehr sehr wichtig in Bezug auf Chancengleichheit aller.

    Als mein Schwager schwerkrank war, waren genau diese Zeiten eine dreifache Herausforderung für meine Schwester und für die Kinder war es auch keine Freude drei Wochen nicht im Kindergarten zu sein, sondern zu jedem Arzt, in die Klinik usw. mit zu müssen. Für meine Schwester war es die Hölle neben Arbeit und krankem Mann auch noch die Kinder ganztägig bespaßen zu müssen.

    Es ist sicher auch nach wie vor besonders für Frauen ein großes Problem, dass es gedanklich so manifestiert ist, dass Kinder in den Ferien nicht betreut sind.

    Usw.



    Eigentlich möchte ich keine Diskussion über Betreuung oder die Notwendigkeit von freier Zeit für Kinder egal welchen Alters führen, da die Gründe, warum Betreuung für die einen gut und sehr richtig, für andere kein Problem und für wieder andere nicht das richtige ist, so unterschiedlich sind, sondern wollte nur verstehen, warum es diese Schließzeiten denn gibt. Die zwei, die ich gefragt habe (Bürgermeister und Leiterin) hätten es mir ja genau so erklären können.

    (Auch wenn ich dann irgendwie erwarten würde, dass man sagt, dass man das auch anders gestalten kann, wenn es keinen Personalmangel mehr gibt. Aber davon träume ich nur.)

  • Unsere Kita hat keine Schließzeiten bzw ausschließlich die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, mit der Option der Notbetreuung, die drei Einrichtungen des gleichen Trägers abwechselnd stellen.


    O-Ton der Leitung "wir wollen wieder Familien noch Mitarbeitern vorschreiben, wann sie Urlaub nehmen müssen, das kommt früh genug in der Schule mit den Ferien"


    Die städtischen Einrichtungen hatten wohl bis vor kurzem noch Schließzeiten in den Ferien, dürfen das jetzt wohl aber auch nicht mehr.

  • Ja, mit der Schule beginnt der Ernst des Lebens.


    Allerdings für die Eltern, nicht für die Kinder.

    Haha und ja … dann muss ich nämlich in den blöden Schulferien in Urlaub und kann nicht die hübschen nebensaisonvorteile nutzen.

    Aus diesem Grund fand ich die drei Wochen Kindergarten zu im August! Wo dann auch wirklich alles in Urlaub geht total Banane.


    Bei uns war es allerdings so, dass sich die beiden katholischen Kindergärten abgesprochen hatten und man konnte dann zumindest für einige Tage den anderen Kindergarten nutzen.

    Fand ich aber auch nicht wirklich praktikabel… so ohne Eingewöhnung


    Allerdings finde ich deine Frage etwas tja….

    Ist halt so. Ist letztendlich doch egal was die Gründe sind. Wahrscheinlich von allem ein bisschen was.

    Warum beschäftigt dich das so?

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Hier hatten jahrelang immer Kindergarten und Kinderkrippe schön versetzt 2 Wochen im August Ferien… #hammer war toll, weil wir so ca. 8 Jahre lang immer Kinder in beiden Einrichtungen hatten und immer 4 Wochen im Sommer abdecken mussten.


    Richtig lustig wurde es dann aber mit Schulanfang, da gebe ich allen Vorschreiberinnen recht. Was da an Ferienwochen auf einen zukommt (plus etliche Tage, die noch dazu kommen, Kurzstunden, Konferenzen, Zeugnisausgabr mit Schulschluss um 9:30… #haare) . Hier ist auch der Hort in den Ferien geschlossen, es gibt zum Glück gute Angebote von Stadt und Landkreis zur Ferienbetreuung. Aber Besuch habe mir oft die KiTa-Zeiten zurück gewünscht.

  • Unsere deutsche Kita hatte nur zwischen Weihnachten und Neujahr zu. Sonst war es immer offen.


    In den USA gab es ebenfalls keine Ferien. In Frankreich waren die „Kindergärten“ während der Schulferien zu, aber Betreuung (kostenpflichtig) gab es durchgängig über die städtischen Angebote, auch für die Grundschulkinder.


    In Deutschland hingegen ist der Hort auch oft in den Ferien zu oder nur bis um 15.00.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Bei uns machte der KiGa im Sommer drei Wochen komplett zu. Für uns persönlich kein Problem, aber für andere Eltern z.T. schon. Ich habe eine Freundin, alleinerziehend mit zwei Kids, die muss arbeiten und hat jetzt drei Wochen HomeOffice mit zwei Kindern...

    Außerdem gibt es ja auch Schulferien (sogar noch viel längere) und viele Kindergartenkinder haben ältere Geschwister, die schon in die Schule gehen, da müssen die Eltern ja sowieso schon einen Plan für die Ferienzeit haben.

    Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei uns sind alle Ferienangebote erst ab 6 Jahren. Für Schulkinder ist es also viel einfacher "einen Plan zu haben" als für U6.

    Ich weiß nicht wie das heute in ostdeutschen Kitas ist. Aber der Betreuungsschlüssel ist ja nach wie vor in westdeutschen Kitas besser

    Der Betreuungsschlüssel ist unterschiedlich, das stimmt. Aber man muss sich dazu - finde ich - auch die anderen Anforderungen ansehen. In ostdeutschen Kitas gibt es fast nur Fachpersonal (und auch meist studiert!) und kaum Kinderpfleger_innen u.ä. Ich finde, das macht schon auch einen Unterschied.

    Hier in unserer KiTa haben v.a. die Krippengruppen damit ein Problem. Es ist immer nur eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin pro Gruppe. Wenn die Erzieherin ausfällt (sei es Krankheit, Urlaub oder sonst was) müssen sie die Gruppe schließen, weil die Kinderpflegerin sie nicht länger als 2 Tage alleine betreuen darf. Springer_innen gibt es nicht.

    Da machen dann drei Wochen Schließzeit schon Sinn...