Walross Freya ist tot!

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  • Also ein Wildtier in einen Zoo zu verpflanzen finde ich fast noch perverser als einschläfern. Rote Liste, hin oder her. Selbst die Tiere die dort geboren sind leiden.

    Ich bin auch kein Freund von Zoos, aber seit meiner Kindheit hat sich da wirklich eine Menge verbessert. Viele leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz und Arterhaltung. Stichwort Pandas.


    Gehege sind deutlich artgerechter, großläufiger und abwechslungsreicher gestaltet. Es gibt sicher Tiere, die in einem artgerechten Park gechillter leben, als in der Wildnis. Bei Raubkatzen und anderen Großtieren bin ich da immer noch zwiegespalten. Auch bei Greifvögeln.

    Too many assholes, not enough axes 🤘

  • Und ein Walroß betäuben ist wohl schon bei bekannten Tieren unglaublich kritisch. Bei einem das man vorher nicht untersuchen und wiegen kann höchst wahrscheinlich tödlich.


    Ich finde da eher die Schaulistigen in der Pflicht und als verantwortlich. Das stand ja durchaus ein paar Tage schon zur Debatte.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Wir haben hier halt auch nur die netten Fotos zu sehen bekommen wo sie auf Booten liegt, es gibt auf Tiktok und Twitter auch viele Bilder wo sie wirklich nur Zentimeter von Kindern und Jugendlichen entfernt ist. Es ist auch in Norwegen Sommer und die Strände da sind voll. Als Beispiel:

    Https://ibb.co/8BqsY4z

  • Ja, aber ist das ein Wunder?
    Sie wurde auch permanent von Schaulustigen gefüttert. Natürlich sucht sie dann Menschennähe.

  • Also ein Wildtier in einen Zoo zu verpflanzen finde ich fast noch perverser als einschläfern. Rote Liste, hin oder her. Selbst die Tiere die dort geboren sind leiden.

    Ich bin auch kein Freund von Zoos, aber seit meiner Kindheit hat sich da wirklich eine Menge verbessert. Viele leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz und Arterhaltung. Stichwort Pandas.


    Gehege sind deutlich artgerechter, großläufiger und abwechslungsreicher gestaltet. Es gibt sicher Tiere, die in einem artgerechten Park gechillter leben, als in der Wildnis. Bei Raubkatzen und anderen Großtieren bin ich da immer noch zwiegespalten. Auch bei Greifvögeln.

    Im Berliner Zoo waren wir früher leider sehr häufig weil es dafür ne günstige Babycard gibt mit der man 1 Jahr lang für lau reinkommt und der Zoo einen tollen Spielplatz hat. Die intelligenten Großtiere wie Elefanten, Raubkatzen, Affen zB leiden da auf jeden Fall, ich glaube nicht das Zuchtprogramme das Elend da wert ist. Man muss sich nur die hospitalisierenden Eisbären ansehen, das ist einfach nur richtig schlimm.

  • Ja, aber ist das ein Wunder?
    Sie wurde auch permanent von Schaulustigen gefüttert. Natürlich sucht sie dann Menschennähe.

    Klar, ich sag ja, wir haben das Thema hier oben im Norden regelmäßig, ob es nun Leute sind die meinen, sie müssten Robbenbabies retten, mit wilden Delfinen schwimmen oder Babyzwergwale totstreicheln. Es wurde ja über Wochen gebeten das Tier in Ruhe zu lassen und die Leute haben das Gegenteil gemacht. Und jetzt hat man sich eben dazu entschlossen, dass das Risiko für schwimmende Kinder etc zu hoch ist. Ich bezweifle wirklich, dass sich die Entscheidung da leicht gemacht wurde, der Imageschaden ist ja enorm. Toll finde ich das mit Sicherheit auch nicht. Ich wollte halt nur sagen, dass ich das denen schon abkaufe, dass das Sicherheitsgründen waren und nicht wegen Fischen oder Booten.

  • Und ein Walroß betäuben ist wohl schon bei bekannten Tieren unglaublich kritisch. Bei einem das man vorher nicht untersuchen und wiegen kann höchst wahrscheinlich tödlich.

    Aber ehrlich: Bevor mans eh kaputt macht, kann man es auch versuchen, oder?


    Was die Zoohaltung betrifft: Ich frage mich ja immer, woher Menschen so sicher sind, dass es den Tieren "in freier Wildbahn" so viel besser geht. Ständiger Kampf um Ressourcen, (Fress)-Feinde, eingeschränktes Nahrungsangebot. Wir wohnen auch nicht mehr in Höhlen oder als Nomaden, auch wenn es mal "Natur" für uns war.

    Dieses Walross schien ja entschieden zu haben, Menschennähe schon ganz cool zu finden. Welches, wenn nicht dieses, in nen vernünftigen Zoo packen?

  • Das Verständnis dafür, was ein Wildtier ist, haben viele einfach nicht. Und wenn dann was passiert, ist das Geheul groß.

    Das ist leider so. Allerdings werden die Menschen oft nicht gerade dabei unterstuetzt, Respekt vor Wildtieren zu entwickeln. Hier gibt es: Delfine fuettern un streicheln, Kuddle a Koala, pat a snake, Dingos an der Leine, Kangaroo fuettern und streicheln, Lorikeet fuettern, ... nur vor Haien haben die meisten Menschen Angst.


    Wenn nicht alle Walrossweibchen Freya genannt werden, hat sie sich in den letzten Jahren Europa angesehen. Wahrscheinlich waere sie bald weiter gezogen zu ihrem naechsten 'Ziel'. Haette sie nicht einfach einen Bodyguard bekommen koennen, der ihr die noetige Ruhe verschafft und die Leute fern haelt?


    Soweit ich das sehe, braeuchte das Zuchtprogramm einen Bullen. Ich weiss nicht, ob ich Freya ein Leben im Zoo gewuenscht haette:

    Zuchtprogramm für Walrosse
    Den europäischen Zoos geht der Walross-Nachwuchs aus. Ein Zuchtprogramm soll helfen. Alles hängt vom einzigen Walross-Zuchtbullen Europas ab.
    www.3sat.de

  • Ja das ist dieselbe, in Uk und den Niederlanden war sie im Winter, bei uns im Frühjahr. Da hatte man das Touristen/Schwimmer Problem schlicht nicht.

    Und ein Walroß betäuben ist wohl schon bei bekannten Tieren unglaublich kritisch. Bei einem das man vorher nicht untersuchen und wiegen kann höchst wahrscheinlich tödlich.

    Aber ehrlich: Bevor mans eh kaputt macht, kann man es auch versuchen, oder?


    Was die Zoohaltung betrifft: Ich frage mich ja immer, woher Menschen so sicher sind, dass es den Tieren "in freier Wildbahn" so viel besser geht. Ständiger Kampf um Ressourcen, (Fress)-Feinde, eingeschränktes Nahrungsangebot. Wir wohnen auch nicht mehr in Höhlen oder als Nomaden, auch wenn es mal "Natur" für uns war.

    Dieses Walross schien ja entschieden zu haben, Menschennähe schon ganz cool zu finden. Welches, wenn nicht dieses, in nen vernünftigen Zoo packen?

    Wir leben aber nicht unser Leben lang auf 100qm ohne Privatsphäre.


    Und natürlich werden Wildtiere zu Zivilsationsfolgern, weil es bequem für sie ist, sie bleiben aber ein Risiko. Es werden auch regelmäßig Leute von Nutrias oder Schwänen/Gänsen gebissen weil sie meinen die kann man streicheln gegen ein Stück Brot. Das überlebt man, wenn das Walross beschließt dass ihm ein Schwimmer zu Nahe kommt, kann das schon anders aussehen.

  • Wir wohnen auch nicht mehr in Höhlen oder als Nomaden, auch wenn es mal "Natur" für uns war.

    Du nicht, andere Menschen schon. Hier wuede sehr viel zerstoert, indem Menschen gezwungen wuerden, in festen Haeusern zu leben. Vor nicht allzu langer Zeit wurden Muettern ihre Kinder weg genommen, um sie in non-indeginous Umgebungen aufzuziehen.


    Das westliche Weltbild passt fuer die meisten anderen Kulturen nicht!

  • Ist ja mein großer Traum, einmal vor Guadalupe mit weissen Haien schwimmen :D. Aber finde mal einen Anbieter von Käfigtauchen ohne chumming. Dieses Anfüttern steht ja auch (neben der Überfischung)in Verdacht für die vermehrten Angriffe in den letzten jahren verantwortlich zu sein. Weil die Verknüpfung Menschen=Futter irgendwann sitzt.

  • Und ein Walroß betäuben ist wohl schon bei bekannten Tieren unglaublich kritisch. Bei einem das man vorher nicht untersuchen und wiegen kann höchst wahrscheinlich tödlich.

    Aber ehrlich: Bevor mans eh kaputt macht, kann man es auch versuchen, oder?

    So sehe ich das auch: Die Zeit und Ressourcen hätte man vorher wenigstens einmal aufbringen können. Jetzt ist das Tier tot. Hat es vorher schon mal jemandem etwas getan?

  • menschen finden es halt leider normal, tiere für ihren nutzen zu töten. und nicht erst zur selbstverteidigung, sondern schon, weil sie appetit drauf haben oder sie ihren besitz verteidigen oder die letzten trottel ihrer art absichern wollen. da sehe ich schon das problem. dass "umbringen" überhaupt irgendwie als lösung betrachtet wird. ganz unabhängig vom zusammenhang.

  • Ein Tier, dass bereits dermaßen auf Menschen geprägt ist, ist halt leider etwas anderes als ein "normales" Wildtier, das relativ problemlos einfach weggebracht werden kann.


    Bei Elefanten, meine ich, kann man auch nicht einfach so noch wen in die Gruppe geben.

    Keine Ahnung, wie das bei Walrossen ist, ich kann mir vorstellen, dass die ziemlich hohen Platz- und Sicherheitsbedarf haben.


    In der Verantwortung sehe ich die unbelehrbaren Schaulustigen, ich bin da bei luzy (?) alle wollen gucken, aber wehe, es passiert was.

  • das schockiert mich zuäußerst. ich kann gar nicht sagen, was ich mit den verantwortlichen tun möchte, schon das verbalisieren bringt mich in die hölle. wie ich menschen manchmal verachte und verabscheue. unglaublich.

    Ich könnte es nicht besser ausdrücken.

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Ist ja mein großer Traum, einmal vor Guadalupe mit weissen Haien schwimmen :D. Aber finde mal einen Anbieter von Käfigtauchen ohne chumming. Dieses Anfüttern steht ja auch (neben der Überfischung)in Verdacht für die vermehrten Angriffe in den letzten jahren verantwortlich zu sein. Weil die Verknüpfung Menschen=Futter irgendwann sitzt.

    Der Aufwand mit Kaefig ist halt riesig und wenn die Leute so viel Geld bezahlen, soll die Quote der Sichtungen moeglichst hoch sein. Selbst hier im Marine Park duerfen Anbieter anfuettern und trotzdem gibt es no show Tage.


    Ich bin oefter in der Gegenwart von Haien (Bull, Tiger, Hammer, Grey Nurse und natuerlich reef sharks) getaucht ohne Anfuetttern und Kaefig. Einen weissen Hai habe ich nicht gesehen, obwohl die im Sueden auch schon mal vorkommen. Wenn du ohne Kaefig mit Haigarantie (Grey nurse - Aquariumhai) tauchen willst: Julien Rocks, Byron Bay im Winter; Fish Rock Cave, South West Rocks.

  • Ich komme gerade aus Norwegen zurück. Wir haben die Reise und das Land sehr genossen. Aber im Zusammenhang mit diesem Thread muss ich folgendes loswerden: Wir waren auch in Bergen und sind dort über den "Fischmarkt" gelaufen, wo man jede Sorte Wurst von Rentier über Orca bis x andere Walarten kaufen kann.


    Ich finde das im Vergleich so viel widerwärtiger, dass dort Touristen "zum Spaß" dieses Fleisch kaufen können. Habe das unterwegs auch in keinem Supermarkt gesehen.

    Und verstehe nicht, dass es erlaubt ist, das gezielt an Touristen zu verkaufen, wenn doch die Begründung, dass Norwegen weiter Wale fangen darf, ist, dass es um den Erhalt eines kulturellen Erbes geht. Dann sollte der Verkauf und Verzehr auch in gewisser Weise beschränkt werden.