Vorgespräch für Kitaplatz

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  • Die Voraussetzung war evangelische Konfession und man durfte nicht ausgetreten sein. (Das gilt für beide Eltern)

    einfach krass - auch dieser Kindergarten wird doch staatliche Gelder beziehen, wie kann das legal sein?

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Die Voraussetzung war evangelische Konfession und man durfte nicht ausgetreten sein. (Das gilt für beide Eltern)

    einfach krass - auch dieser Kindergarten wird doch staatliche Gelder beziehen, wie kann das legal sein?

    Ich finde das auch heftig und wären wir nicht darauf angewiesen Wäre das auch ein Grund nicht dorthin zu gehen.

    Aus meiner Erfahrung darf die Kirche sehr viel. Ich bin Krankenschwester und habe in einem christlichen Haus gelernt. Das ist jetzt 15 Jahre her und danmals hat jeder der nicht christlich getauft war, keinen Übernahmevertrag bekommen. Jedes Jahr im August sind einige Azubi in die Kirche und haben sich taufen lassen. Meine Freundin (Muslimin) konnte sich nur in einem Haus in der Region bewerben, da alle anderen 5 Krankenhauser christlich waren.

    Ich weiß nicht ob das heute aufgrund des pflegemangels noch möglich ist, das ist aber auch der Grund das ich noch nicht ausgetreten bin um freie Arveitgeberwahl zu haben.

  • Die Voraussetzung war evangelische Konfession und man durfte nicht ausgetreten sein. (Das gilt für beide Eltern)

    einfach krass - auch dieser Kindergarten wird doch staatliche Gelder beziehen, wie kann das legal sein?

    Ich finde es erstaunlich, dass es so viele Kinder gibt, die das Kriterium erfüllen.

    Wir sind ja noch nicht dort, deshalb weiß ich nicht wie streng sie dann doch sind.

    Aber ich weiß das es bei uns der ausschlaggebende Punkt war. Wir haben keinen Platz bekommen und als ich ihr das per Mail geschrieben habe, hatten wir am nächsten Tag die Zusage. Aber hier herrscht wirklich extremer Mangel. Die meisten Kinder kommen erst mit 4 in den Kindergarten, weil es vorher keinen Platz gibt und das Alter zählt. Meine Tochter ist 4,5. Es ist eine Großstadt, es haben wohl knapp 1000 Kinder keinen Platz bekommen. Das finde ich schon heftig. Wir haben auch nur einen 6 Std Platz bekommen, trotz vollzeitarbeiten.

  • Was? Das finde ich echt krass mit der evangelischen Kita. Wir leben ja hier um ländlichen durchaus konservativen Raum und wie gesagt, es war kein Problem, dass wir in eine katholische Kita kommen, unsere Kinder aber noch nicht getauft und wir evangelisch... Das geht echt gar nicht finde ich. Vor allem auch, wie lächerlich. Als ob jeder, der evangelisch ist auf dem Papier auch dahinter stehen würde.

  • In der Eingewöhnung ist dann der erste, nur selten beschriebene Schritt, dass die Erwachsenen sich kennenlernen und eine "Arbeitsbeziehung" aufbauen. Erst wenn Du meinst, ja mein Kind kann ich hier guten Gewissens 15 Minuten alleine lassen, kann es weiter gehen.

    Das habe ich so auch noch nicht gelesen, Danke!!

  • Was? Das finde ich echt krass mit der evangelischen Kita. Wir leben ja hier um ländlichen durchaus konservativen Raum und wie gesagt, es war kein Problem, dass wir in eine katholische Kita kommen, unsere Kinder aber noch nicht getauft und wir evangelisch... Das geht echt gar nicht finde ich. Vor allem auch, wie lächerlich. Als ob jeder, der evangelisch ist auf dem Papier auch dahinter stehen würde.

    Es geht auch gar nicht drum ob man religiös lebt. Meine Kinder sind nämlich nicht getauft. Sonfern ob man Kirchensteuer bezahlt.

  • Ich drücke mich seit dem Gespräch darum, mal zu berichten, wie es denn so gelaufen ist. Leider hat uns der Termin komplett desillusioniert. Dass dort christliche Feste gefeiert werden und Geschichten "über das Leben und die Liebe Jesu" erzählt werden, war im Rückblick das kleinste "Übel" (ich - wie gesagt - hätte mich gut damit arrangieren können - wer weiß, vielleicht sogar Freude daran gefunden). Oberflächlich war alles tip top, schöne Räumlichkeiten, das Gespräch war keineswegs wie ein Vorstellungsgespräch aus dem Arbeitsleben, sondern eher ein Vortrag darüber, wie da so alles läuft und was wir zu erwarten hätten. (Wie ihr ja auch vorausgesagt hattet). Es war eher der Umgang der Erzieherinnen mit den schon etwas älteren Kindern, der uns abgeschreckt hat. Der Ton war recht schroff und zudem hatten wir permanent das Gefühl, dass ein bisschen für uns geschauspielert wird. Wir vermuten, dass es nochmal anders zugeht, wenn keine Eltern anwesend sind. Es waren kleine Situationen, die zusammengenommen dieses schlechte Gefühl hinterlassen haben. Kurzum: Wir glauben nicht, dass eine vertrauensvolle "Zusammenarbeit" möglich ist.


    Unser Ziel ist nun, noch ganz viele Vorgespräche anzuleiern, um auch mal vergleichen zu können. Leider läuft das gerade etwas stockend. Außerdem denken wir darüber nach, Tagesmütter oder Tagesväter zu suchen. Leider blicken wir da noch überhaupt nicht durch (findet man die über das Jugendamt?!)


    Naja, die Suche ist genau so schlimm, wie immer alle schreiben und es nervt und nervt und nervt. Und als relativ zurückhaltende und scheue Wesen umsomehr.


    Aber vielen Dank für die vielen Tips vorab. Das hat mein Kopfkino schonmal gut gebremst. Ich danke euch! #rabe

  • Wenn das Gefühl so ist, wird es wohl auch so sein. Wir hatten einen KiTa-Platz ähnlich wie du die KiTa beschreibst, die ihr angeschaut habt und da sind wir in der Eingewöhnung rückwärts wieder raus. Auch katholisch und waren dann in einer ebenfalls katholischen, aber sehr liebevollen, zugewandten, kindzentrierten KiTa sehr glücklich.


    Und zwischendurch mehrere andere KiTas angeschaut. Darunter einen städtischen, mit tollem, musikpädagogischen Konzept. Dort hat es eine Erzieherin geschafft in einer ganzen Stunde kein nettes Wort zu einem der Kinder zu sagen.


    Eigentlich will ich damit aber gar nichts sagen: Außer "Hör aufs Bauchgefühl! Und nicht auf die Verpackung"

  • Möchte ergänzen: Bisschen unsicher ist normal und ok bei einer Eingewöhnung. Schritt 1 (der immer gerne vergessen wird bei einer Eingewöhnung) ist, dass Eltern und Personal beginnen eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung aufzubauen. Bis zur 1. Trennung sollte die dann so weit sein, dass man sich als Eltern sagt 1. Sie kümmern sich gut und machem es meinem Kind leicht(er) diese Situation zu meistern und 2. Sie erkennen, wenn es doch nicht klappt und holen mich dann.


    Also nur, weil ich als will immer perfekt-sein Mama gedacht hätte, wenn ich Dich schupfnudel gelesen hätte, man dürfe gar keine wirren Gefühle und Zweifel haben.

    Darf man, aber in diesem Fall klingt es eindeutig nach Finger weg.

  • Danke für die Korrektur, das habe ich ein bisschen zu absolut formuliert.


    Ich bringe von Haus aus eh immer ein bisschen Unsicherheit mit, also ganz ohne wäre dann für das Kind wahrscheinlich auch wieder verdächtig :)

  • Vielleicht kannst du dich in den Krabbelgruppen mal umhören, welche Kitas einen guten Ruf haben.

    Und es ist viel Arbeit, die Kitas zu kontaktieren und sich zu informieren.

    Für die Tagesmütter gibt es in dem Heftchen deines Bezirks meist eine Übersicht oder beim Jugendamt kannst du eine Übersicht bekommen. Evtl findest du auf welche unter dem Beriff Großpflegestelle. Du musst bedenken, dass dein Kind mit drei dann in eine Kita wechseln muss. Mir war bei der Suche wichtig, dass mehrere Erzieher zusammenarbeiten.