Ich hasse Zelten

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org
  • Ich mag dafür Mobilhomes nicht - ich finde, die sind einfach nicht gut zu putzen und deshalb traue ich denen nicht ;)


    Eklige Waschhäuser und Toiletten führen zum Abreisen bei mir, das hasse ich auch.


    Ansonsten bin ich grosser Zeltfan und liebe vieles von dem, was dich stresst. Daher: tu dir das einfach nicht mehr an, das ist doch doof, die Ferien so gestresst zu verbringen...

    Mir verursacht dafür schon der Gedanke an all inclusive Urlaub Bauchschmerzen, andere geniessen das.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • annalin : warum drei Klorollenhalter? 8o


    In einer idealen Welt, wo viel Platz zwischen den einzelnen Zelten ist, die Autos ganz weit weg separat stehen oder die Leute gar ohne Auto ankommen, wo man sich nachts freut, raus "zu müssen", weil der Sternenhimmel dann so schön ist, da zelte ich schon sehr gerne. Unsere letzten Versuche in Bayern sind schon ein Weilchen her, da es wahlweise zu eng war oder die Nachbarn zu viel gesoffen haben (die hatten nichtmal ein Zelt dabei, sondern nur Sitzgelegenheiten um ihr Lagerfeuer herum und einen Anhänger voll Feuerholz und Alkohol).

  • Schwimmbrillenstreit ist beigelegt, Stimmung wieder gut, wir machen jetzt noch einen langen Spaziergang am Strand (das werde ich vermissen! Genau wie die morgendliche „Jogging“runde an der Promenade…). Hach, am Meer ist es doch wirklich schön.

  • Schwimmbrillenstreit ist beigelegt, Stimmung wieder gut, wir machen jetzt noch einen langen Spaziergang am Strand (das werde ich vermissen! Genau wie die morgendliche „Jogging“runde an der Promenade…). Hach, am Meer ist es doch wirklich schön.

    Mit meinen Eltern war ich als Kind und Teenager nur auf Plätzen direkt am Meer zelten, wo genug Abstand zu den Nachbarn war und die Autos auf einen Parkplatz verbannt wurden. So nah ist man dem Meer nur in wenigen Unterkünften, das habe ich geliebt. Meine Eltern hatten immer ihr eigenes Zelt, in dem es ordentlich und privat für sie war, wir Kinder hatten das große Familienzelt.

  • Das ist eine super Idee, Teil des Problems ist wahrscheinlich, dass unser Zelt für 4 Personen knapp ist und das das Chaos potenziert. Dabei bin ich gar nicht so ordentlich, aber hier ist es wirklich wild. Naja, jetzt erstmal an den Strand, morgen packen und ins Auto damit. Mal sehen, wieviel Sand uns zu Hause noch entgegen rieselt.

  • Wir haben damals das Zelt immer noch mal zuhause im Garten grob aufgebaut und abgefegt. Das fand ich dann als Mietwohnungohnegartenbewohnerin schwieriger, da mussten wir schon beim Abbauen sehr ordentlich kehren.


    Eng zu viert in einer gemeinsamen Schlafkabine? Das stelle ich mir super anstrengend vor, das ist ja Familienbett ohne Bett...wir hatten als Kinder jeweils zu zweit eine Schlafkabine und in der Mitte Platz zum Stehen bzw. für Tisch und Stühle beim seltenen Gewitter. Die Eltern im kleinen Baumwollzelt ihrer Jugend nebenan. (Ich erinnere mich aber, dass meine Mutter auch Rückenprobleme hatte, obwohl sie ihre Liegefläche optimiert hat.) Unser jetziges Zelt auch auch zwei Schlafkabinen und Platz in der Mitte, dann kommt auch nicht soviel Sand auf den Schlafplätzen an.


    Gute Heimfahrt wünsche ich euch!

  • Es gibt mittlerweile auf ganz vielen Campingplätzen kleine Holzhäuschen mit eigenem Bad und Klo. Das ist für mich die einzig denkbare Weise, einen Urlaub auf einem Campingplatz zu verbringen. Leider nicht billig, aber wenn es nicht so luxuriös ist, geht es schon. Z.B. auf dem Camping Lan Pinède auf Korsika.

  • Kissix Es tut mir leid, dass nach Deiner weniger guten Urlaubserfahrung letztes Jahr auch dieser Urlaub nicht so der Hit war.


    Ich schreibe mal ein wenig ausführlichermeine Gedanken und Erfahrungen zum Zelten (aus der Hängematte neben unserem Zelt).


    Wir machen seit 10 Jahren unseren Haupturlaub mit dem Zelt, haben damit in der Elternzeit von K2 begonnen, immer im Sommer, immer im Süden, Dauer zwischen 2,5 und 6 Wochen.

    Meine Eltern haben nie gecampt, ich bin keine Pfadfinderin und habe keinerlei Erfahrung in Familiencampen gehabt.


    Vieles Störende, was hier im Thread geschrieben wurde, kenne ich auch und erlebe ich auch als mehr oder weniger störend. Für manches gibt es Optimierungsmöglichkeiten, im Grunde bleibt es jedoch.


    Optimierungsmöglichkeiten sind aus meiner Erfahrung:


    - gute Auswahl des Campingplatzes und des Stellplatzes: Ich bin hier recht wählerisch, brauch eine für mich perfekte Mischung aus Komfort und Naturnähe. Will heißen, große CPs mit zu viel lauter Animation, zu vielen "Clubangeboten" (die ein entsprechendes Publikum anlocken) gehen für mich genausowenig wie die absolut naturbelassenen CPs. Ich brauche außerdem gepflegte und ausreichende Sanitäranlagen und einen Bereich, in dem fast nur die Zelter sind (keine Mobilhomes, keine Womos, keine Wowa).

    Der Stellplatz selbst muss groß genug sein, um etwas Abstand zum Nachbarn zu haben und das Klo muss gut erreichbar sein. Außerdem schattig und mit Platz Aufhängmöglichkeit für meine Hängematte.

    Wenn ein Platz mir das als Minimum nicht bietet, kommt er nicht in Betracht, weil er mich unzufrieden machen wird.


    - Camping Equipment: ein eher etwas größeres Zelt (Wir haben ein 6 Personenzelt, das für uns 4 gerade so reicht), das ausreichend Platz zum Schlafen bietet (pro Person 60-70cm) und noch etwas Platz für Gepäck. Man muss rudimentär Ordnung halten können. Eine Platz zum Stehen und eine Bereich vor den Schlafkabinen, damit dort etwas weniger Sand ist. Ich komme mit 5cm Thermarest gut zurecht. (aber auch da gut schauen was man braucht).

    Außerhalb des Zelte brauche ich zwingend eine Hängematte, in der schlafe ich manchmal tagsüber, wenn die Nacht schlecht war) Außerdem habe ich ein kleines Geschirrschränkchen mit Arbeitfläche und einen 2 Platten Gaskocher, der auf Arbeitshöhe ist. 2 Samla Boxen für Lebensmittel. Am liebsten habe ich das Auto auf dem Stellplatz, damit ich weitere Optionen habe, Zeug zu verstauen, so dass wenigstens ein wenig Ordnung habe.

    Ich habe ca. 7 Jahre gebraucht, um unsere Austattung so zu optimieren, dass ich zufrieden bin.


    Ich finde insgesamt braucht es sowohl bei der Platzwahl als auch bei der individuellen Ausstattung schon ein wenig eigene Erfahrung, um zu wissen, was man braucht, um sich wohlzufühlen.


    Neben all dem Störenden, gibt es für mich jedoch beim Zeltcamping einige Vorteile, die das Nervige wieder wettmachen und die aus meiner Sicht so bei keiner anderen Art des Urlaubs möglich sind.


    - man kann "reisen" - ist nicht darauf festgelegt von Samstag bis Samstag zu buchen. Wir haben immer mindestens 3 Stationen und sind so schon wirklich gut rumgekommen. Wenn es uns gefällt bleiben wir nen Tag länger, wenn nicht, reisen wir einfach ab.

    - man kommt nirgends so günstig so nah ans Meer und an so unfassbar tolle Orte. An vielen CPs sind die Zeltplätze die in der 1. Lage, quasi direkt am Strand, während die Womos eher weiter hinten sind

    - man muss nichts packen, nicht ins Auto steigen, nichts tun, um direkt am Strand zu sein. Man ist als Familie sehr flexibel in der Tagesgestaltung, man kann sogar unterschiedliche Dinge gut machen (K1 und Elternteil am Meer, K2 und Elternteil spielen ein Spiel)

    - man weiß, auf welcher Matratze man schläft und sucht sie sich selbst aus. Ich hatten in Fewos und Hotels schon so unsagbar schlechte Matratzen, auf denen ich sehr schlecht geschlafen und viel Geld ausgegeben habe. Hier weiß ich, was mich erwartet.

    - man ist 24h an der frischen Luft, die Schlafatmosphöte in einem Bus /Womo/ Wowa würde mir jede Luft zum Atmen geben.

    - Es erdet mich 1x im Jahr komplett, es ist minimalistisch und hilft mir, bei mir anzukommen.


    Und last but not least:


    Es ist die klimafreundlichste Art Urlaub zu machen, keine andere Art hat eine bessere CO2 Bilanz.


    Ich liebe das Reisen so so sehr, wenig gibt mir mehr Energie, ich könnte jedoch jede andere Art in der Häufigkeit und Dauer wie wir es machen weder finanzieren noch in irgend einer Form mit meinem Anspruch an nachhaltige Lebensweise vereinbaren.

  • Ich verstehe Dich. Ich fand zelten mit dem großen Zelt, mit Familie, mit dem ganzen Gedöns, was man mitschleppen muss auch ätzend und habe eine schöne Ferienwohnung bevorzugt..

    Aber jetzt, alleine mit dem Fahrrad und Zelt unterwegs, ganz minimalistisch, liebe ich es.

    Ich habe aber auch ein super schnell aufbaubares Zelt und ich koche dann auch nicht, und ich bin nur für MEINE Sachen verantwortlich. Man kann spontan anhalten, wo man will. Das finde ich abenteuerlich und leicht. So macht mir zelten wieder Spaß.

    Lg, karlchen

  • Wir haben hier z.Bl drei Klorollenhalter. Wenn sich so ein Konflikt technisch lösen lässt, bin ich sofort dabei.

    *flüster* Wie die drei Muscheln??? 8o

    das verstehe ich jetzt wiederum nicht #bahnhof


    naja, wir konnten uns nicht auf ein Modell einigen.

    Und dann ist das Papier ja irgendwie gefühlt IMMER dann aus, wenn ich da sitze..... und niemand hat nachgelegt.

    Bei drei Rollenhaltern erbarmt sich dann immer mal einer und die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei leer sind, ist geringer.

    klappt.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • so ungefähr...

    nur das mit Klima weiss ich nicht... ich habe sehr selten Fahrradurlaube gemacht und mit Kindern schon gar nicht. Das ist definitiv nicht meine Art zu reisen und mit grossem Zelt ganz sicher nicht. D.h. Auto.

    Aber die Freiheit beim Campen ist einfach riesig im Vergleich zu allem anderen. Besonders mit kleinen Kindern fand ich es super. Die ganze Zeit draussen gelüftet werden.


    Ich bin aber ehrlich erstaunt, das nachts aufs Klo gehen ein Thema ist #schäm Das hatten bisher nur immer meine männlichen Freunde (egal ob 17 oder 45).

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich bin aber ehrlich erstaunt, das nachts aufs Klo gehen ein Thema ist #schäm Das hatten bisher nur immer meine männlichen Freunde (egal ob 17 oder 45).

    Ich war jetzt gerade zelten. Allerdings in der 31. Schwangerschaftswoche und ich muss nachts manchmal dreimal aufs Klo. Allerdings muss ich das auch nicht-schwanger, dann aber nur einmal.

    Ich verrate mal nicht, wie ich das in diesem Urlaub gelöst habe. Denn ich bin nicht bis zum Klo gelaufen #schäm . Aber ich habe auch nicht neben das Zelt gepinkelt oder so :D


    Zelten mag ich gerne. Auch aus den von PaulaGreen genannten Gründen. Besonders wichtig sind für mich die 24 Stunden frische Luft und die Konzentration auf die kleinen Dinge.

    Ich leide auch manchmal unter den Sanitäranlagen, aber das Gefühl frei zu sein und die ganze Zeit draussen, machen das wieder wett.


    Wir waren jetzt auf einen Platz, auf dem unser Zelt quasi direkt hinter der Düne stand. Wir waren in 2 Minuten am Meer. Das ist schon sehr schön. Dafür hatte der Platz andere Nachteile.

    In Schweden waren wir mal auf einem nahezu perfekten Platz. Groß und sauber und schön und ohne Gedöns.


    Kissix , es tut mir aber leid, dass es nichts für dich war. Sind wenigstens dein Mann und die Kinder glücklich?

  • Ich gehöre auch zu denen, die Zelten lieben #herz

    Am liebsten auf Zeltplätzen ohne Wohnwagen/mobile Homes, in wunderschöner Landschaft und ohne abgesteckte Zeltstandorte,

    in der Nähe eines kleinen Flusses, mit Lagerfeuererlaubnis und weit ab von Straßen…das ist Freiheit :)


    Ich kann aber Deine Punkte sehr gut verstehen, gegen einige könnte man etwas machen (eine dicke Isomatte, einen guten Schlafsack besorgen und einen ruhigen Campingplatz aussuchen), das mit den Toiletten/Duschen finde ich auch schwierig, aber aushaltbar (mit Dusch-Flipflops 🙃).


    Und für Kinder ist Zelten oft eine Form der Freiheit, die sie das Jahr über sonst nicht so haben. Ich hoffe, Deine Kinder haben/hatten eine gute Zeit und wissen es irgendwann zu schätzen, wie sehr Du dafür eigene Unannehmlichkeiten in Kauf genommen hast