Kennt das jemand? Sehr starker Schmerz bei Blutabnahme 20 cm von Einstichstelle entfernt

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org
  • Hat jemand sowas schonmal erlebt?

    Bei mir kann man, nachdem mal starke Antibiotika durch die Venen in beiden Armbeugen gegangen sind, auf beiden Seiten kein Blut mehr abnehmen, die Venen sind quasi verschwunden, nicht mehr darstellbar im Ultraschall. Nun hat die Arzthelferin- nicht zum ersten Mal- in eine Vene mehr an der Innenseite des rechten Arms und etwas höher als Armbeuge. Schon beim letzten Mal gab es so ein merkwürdiges Phänomen, dass es sich in der rechten Hand/ Fingern wie ein elektronischer Schlag anfühlt hat. Diesmal hat sie noch etwas oberhalb gestochen und es hat dabei ganz ganz doll und stechenden im Bereich des Unterarm geschmerzt, also 20 cm von dem Einstich (der normal gepiekst hat) entfernt, und die Venen am Unterarm traten extrem heraus und es fühlte sich stark brennend- stechend-verkrampft an. Was kann das denn nur sein?

  • Schmerzen an anderen Stellen hatte ich beim Stechen auch schon, da nehme ich an, dass ein Nerv irritiert wurde und so reagierte.

    Die Reaktion mit den Venen habe ich noch nicht gesehen.

  • Hört sich sehr unangenehm an. Hat die Ärztin denn eine Theorie? Finde auch, dass es nach "Nerv beleidigt" klingt. Aber dass die Venen dann hervortreten? War die Arzthelferin darüber nicht beunruhigt?


    Ich wusste nicht, dass Antibiotika die Venen verschwinden lassen! Warum ist das so? Und ist das irgendwie reversibel? (Ich Frage in eigenem Interesse)

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • Also das hab ich beides noch nie gehört. Weder dass die Venen selbst im Ultraschall nicht mehr vorhanden sind nach Antibiotika-Infusion (also Gefässentzündung, Thrombose, verdickte Wand so dass man kein Blut mehr abnehmen kann vernrünftig - alles möglich. Aber selbst im Ultraschall verschwinden?) noch dass die Venen unten vortreten durch den durchaus macnhmal vorkommenden Nervenreiz (ok, außer Du spannst dabei den Arm unbewusst stark an. Dann treten die Venen natürlcih deutlich hervor, kann man ja selbst ausprobieren wenn man fest die Faust balllt und den Unterarm anspannt).


    Aber wie schon unser Medizin-Dozent sagte: "Merkt Euch immer: In der Medizin gibt es nix, was es nicht gibt!!!" Von daher ist es sicher möglich. Ne logische Erklärung dafür hab ich aber auch nicht.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Preschoolmum

    Ich würde vermuten die Venen wurden durch die Medikamente verätzt und sind dann verklebt?

    Vermutlich war die Flussgeschwindigkeit des Blutes bei der Infusion zu langsam oder die Infusion zu schnell/konzentriert?

    Also ziemlich die gleichen Gründe warum eine Chemo nur durch einen Port gegeben werden kann.


    Die Schmerzen sprechen für einen gereizten Nerven. Blutabnahme an der Hand geht nicht?

  • Ich kenne das so ähnlich bei kleinen Äderchen in den Fingern: das Äderchen wird innerhalb von Sekunden ganz dick, ein stechender Schmerz, und ein Gefühl, als würde es immer doller "spannen"; wenn ich dann drauf fasse, platzt das Äderchen. (Hab ich früher reflexartig gemacht, heute nicht mehr).
    Allerdings ist der Schmerz dabei auch da wo die Ader dick ist und es hat nichts mit Blutentnahme zu tun.

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?

  • Ja, dann wird wohl irgendwie ein Nerv geärgert gewesen sein. Angespannt habe ich den Arm im Moment des Stechens nicht mehr, sondern eher locker entspannt solltest geht. Die Arzthelferin könnte das nicht und meinte, den Arm sollten wir nie wieder nehmen, eine Ärztin war nicht involviert.

    Ich hab ein Phospholipidsydrom, also eine autoimmunbedingte Gerinnungsstörung, und hatte während der großen OP letztes Jahr eine Armvenenthrombose rechts, das hatte wohl mit der Einleitung des Narkosemittels zu tun. Ich darf Medikamente nur noch verdünnt eingeleitet bekommen.

    Und genau, die Venen wurden durch die Antibiotika verätzt und richtig hart und da fließt laut Ultraschall kein Blut mehr durch.

    Tja, es wird künftig wohl bei Blutabnahmen (oder nächste Woche für das Kontrastmittel beim MRT) auf die Hände hinauslaufen, was ich echt garstig schmerzhaft finde. :(

    Frau Dechse das ist ja auch ein interessantes Phänomen!