Was machen eure Neunjährigen im Haushalt?

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  • Liebe #rabe ,

    haben eure Neunjährigen (oder auch Kinder in ähnlichem Alter) feste Aufgaben im Haushalt oder helfen anderweitig? Wenn ja, wie organisiert ihr das?

    Bei uns ist es so, dass die Große ihre Sachen nach dem Essen abräumt. Und ihren Kram wegräumt, und Zimmer aufräumen, aber nur nach vielen Aufforderungen.

    Ich würde sie gern mit einbeziehen - ich hab mit neun alle zwei Wochen das Bad geputzt,Geschirr gespült, gesaugt. Spüma ausräumen kann meine Tochter nicht, weil die Schränke zu hoch sind...aber Müll rausbringen oder so geht natürlich. Ich will ihr nur dann auch nicht dauernd hinterherrennen, dann kann ich's auch gleich selbst machen...

    Also, wie ist das bei euch?

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Bobby (wird im Winter 9) räumt die Spülmaschine aus. Die Sachen, die zu hoch stehen, stapelt er korrekt auf dem Tisch, sodass ich sie nur reinstellen muss.
    Außerdem bringt er die gelben Säcke raus und rollt die Mülltonnen auf die Straße und wieder ins Häuschen zurück.

    Mit dem (kleinen) Hund geht er ab und zu und macht manchmal kleine Besorgungen.

    Noch passiert das alles auf Aufforderung.

    Es gibt überall auch Gutes in der Welt.
    Selbst RTL hat Ninja Warrior!

  • Bei uns muss der 8jährige:

    Kompost wegbringen

    Spülmaschine: besteckschublade ausräumen

    Natürlich alles dreckige reinräumen

    Sein Bett abziehen (beziehen tu ich es)

    Zimmer aufräumen

    Gewaschene Socken als Paare zusammenmachen und ins jeweilige Zimmer bringen

    Ich lege die gewaschen Wäsche ins Zimmer, muss selber weggeräumt werden

    (Ich sage natürlich an wann ich das Bett abgezogen haben möchte oder wann der Kompost raus muss)

  • Ich kann bei Ohnezahn unterschreiben, ersetze Hund nur durch des Kindes Hasen (einschließlich Stall reinigen), Müll bringt es auch raus, aber muss keine Tonnen bewegen.

    Zusätzlich macht das Kind einmal (von drei 60 Grad-Maschinen) in der Woche die Faltwäsche mit Handtüchern, Socken und Unterwäsche, während es Kika schaut.

    Kinder brauchen Schatzsucher und keine Fehlerfinder :)

  • Bei uns die 8,5-jährige auf Zuruf:

    Wäsche abhängen und auf Zimmer verteilen

    Handtuschwäsche legen

    Spülmaschine aus und ein (was zu hoch ist, wird auf dem Tisch gesammelt)

    Müll raus

    Tisch decken und abräumen

    Sofa aufräumen (Decken falten, etc.)

    Zimmer aufräumen und abstauben

    Einfahrt mit der Kehrmaschine kehren

  • Alles auf Zuruf, keine festen Aufgaben: Tisch decken/abräumen, Geschirrspüler aus und manchmal auch ein, Wäsche nach Personen sortieren, eigene Wäsche zusammen legen und wegräumen, Waschbecken putzen, Küchenfronten putzen, Müll runter tragen, Brot holen, Reis waschen und aufstellen, Kartoffeln schälen, eigene Wasserflasche spülen, staubsaugen (da muss man nachsaugen), Kaffee machen ( #super ), Schuhregal saugen/aufräumen, Einkauf hochtragen helfen und wegräumen.

    Das ist, was mir gerade einfällt, mit 9 können sie im Grunde fast alles machen, finde ich. Meiner Erfahrung nach, ist das hinterherrennen zwar lästig, aber auf lange Sicht nützlich. Die Kinder gewöhnen sich an die Aufgaben und gewinnen durch die Begleitung Sicherheit. Feste Aufgaben an die sie von alleine denken (das wünscht sich mein Mann und findet es normal :P ) funktionieren hier nicht, auch nicht mit den Teenagern.

    the nature of this flower is to bloom

    (alice walker)

  • Meine Haß-Arbeit war immer Wäsche für uns alle vier zusammen zu legen und in die Schränke einzuräumen. Am besten, wenn die anderen drei schon gemütlich vor dem Fernseher hocken.

    Insofern habe ich vor zwei, drei Jahren schon eingeführt, dass jeder seine Wäsche selber zusammen legt und einräumt. Also wenn zwei oder manchmal auch drei fertige Körbe (mehr haben wir nicht, daher spätestens dann) da stehen, mache ich auf unserem Elternbett eine Verteilaktion mit vier Haufen Wäsche und dann rufe ich die Kinder und jeder muss seine Sachen falten und einräumen. (Die Schränke stehen alle bei uns im Schlafzimmer).

    Die 9-jährige macht das sorgfältiger, als der 13-jährige.

    Tisch abräumen sollen sie eigentlich immer, da läuft eher mein Sohn öfter, Spülmaschine ausräumen auf Zuruf, das macht eher meine Tochter.

    Und eigentlich ist der 13-jahrige seit kurzem Papierbeauftragter, soll den Papiermüll rausbringen, aber das hat sich noch nicht so eingespielt.

  • Sohni hat als feste Aufgaben:

    - Spülmaschine ausräumen (hat er oft keine Lust, spätestens wenn ich in Aussicht stell dass JETZT nicht ausräumen bedeutet er muss später aus- und einräumen tut ers aber in der Regel trotzdem ohne großes Meckern)

    - Tisch abräumen früh und mittag (mittag inkl. bei den Kleinen unter den Tisch gefallenes Essen aufheben) unter der Woche

    - wenn die ganze Familie da ist entweder Tisch decken oder abräumen, je nachdem (es gibt die Regel "einer macht Essen, einer deckt den Tisch, einer räumt ab")

    Zusätzlich muss er nicht, macht aber meistens freiwillig von sich aus, ab und zu bitte ich ihn auch mal drum.

    - zu Ferienzeiten Schlafmatten für die MInis hinlegen und wieder wegräumen

    - Mini-SPielzeug wegräumen ("einfach ins Regal" - an "wos hingehört" arbeiten wir noch. Die eigenen SPielsachen dagegen wegräumen findet er immer nohc langweilig)

    - Krippenwagen einparken

    - Einkäufe mit hochtragen (natürlich nur die leichten Sachen, klar)/einräumen

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Bobby (wird im Winter 9) räumt die Spülmaschine aus. Die Sachen, die zu hoch stehen, stapelt er korrekt auf dem Tisch, sodass ich sie nur reinstellen muss.

    Ah das ist eigentlich gut, könnten wir auch so machen. Unter den passenden Hochschrank stellen, wieder was gelernt.

  • das war bei uns in dem Alter alles auf Zuruf, auch oft mit Protest verbunden.

    Wäsche - nasse Wäsche aufhängen, trockene zusammenlegen,

    Spülmaschine ein und wieder ausräumen,

    eigene Zimmer und Wohnzimmer staubsaugen

    kleinere Sachen selbst einkaufen gehen, oder aber mich beim Einkauf begleiten und tragen helfen.

    oft haben wir auch die Dinge gemeinsam erledigt, da habe ich dann auf Mithilfe bestanden, auch wenn das vielleicht mehr Energie meinerseits kostete, als es selber allein zu machen. Manchmal ergeben sich beim gemeinsamen Tun auch nette Gesprächsgelegenheiten.

    Auf längere Sicht hat sich diese Investition aber sehr gelohnt: mit 13 und 16 sehen sie oft schon die notwendigen Arbeiten, sie helfen mit, statt auf dem Sofa zu chillen und anderen beim Arbeiten zuzuschauen, und wenn die Eltern mal ganz kaputt und müde aussehen, bekommen wir die Anweisung "bleib doch sitzen und ruh dich aus, das mache ich jetzt fertig"! - Auch letzteres haben wir genauso vorgelebt.

  • Dechslein deckt den Tisch, räumt seine Sachen ab (und hilft beim Rest, wenns viel ist), räumt das Klopapier nach dem Einkauf in den Schrank, wechselt das allgemeine Handtuch im Bad und räumt mit organisatorischer Unterstützung sein Zimmer auf. Bis auf den Esstischkram nur auf Zuruf.

    Also insgesamt sehr wenig. Ich hab in dem Alter mehrmals pro Woche das Essen für die Familie kochen müssen, alle zwei Wochen Straße und Stellfläche gekehrt, war fürs Ausräumen der Spülmaschine zuständig, eigenes Zimmer selbstverständlich auch.

    Ich finde es im Rahmen der Anstrengung, die ich bei ihm individuell durch die Schule wahrnehme, trotzdem okay so, und plane, ihn mehr einzubinden, sobald er wieder Kapazität dafür hat.

  • Bei uns haben "Ämtli" sehr schlecht funktioniert. Bis wir Aufgaben fanden, die nicht zeitkritisch waren wie: Klopapier auffüllen, so dass 1-2 Rollen Reserve bereit stehen. Da ging es plötzlich.

    Viel Glück.

  • Hier räumen die Kids ihre Teller usw. in die Spulmaschine, machen ihre Hausaufgaben und räumen ihren Kram aus den Gemeinschaftsräumen.

    Alles andere ab und zu auf Zuruf, aber eher selten.

    Die Kinder haben lange Schule, müssen Hausaufgaben machen und haben (zum Glück) noch Hobbies.

    Ich wüsste garnicht wann sie das machen sollen....

    War mit 9 auch nicht viel anders, als jetzt wenig später.

  • Auf Zuruf: mal helfen die Spülmaschine aufzuräumen, Wäsche zu sortieren, Tisch zu decken und abzuräumen, eigene Sachen aufräumen (aus Wohnzimmer, Küche usw).

    Feste Aufgabe: die Kinder haben bei uns eine eigene Etage, auf der ihre Zimmer und ein Bad sind. Ein Kind putzt jedes Wochenende das Bad, das andere macht den Flur und die Treppe sauber und am Wochenende danach umgekehrt.

    Edit sagt: bei uns ist es auch bewusst so, dass sie unter der Woche eher wenig machen, weil sie mit Schule und allem genug zu tun haben. Die Arbeit am Wochenende dauert max. 45 Minuten, das finde ich okay.

  • Wir haben feste Tage zugeteilt, pro Kind zwei. An denen ist das zu erledigen, was anfällt. Tisch decken/abräumen, Spülmaschine, Müll. Da muss der 9-jährige dasselbe machen, wie die großen Schwestern.

  • Meine Tochter wird erst in drei Monaten 9, sie räumt ihren Teller nach dem Essen ab, hilft ab und zu beim Ausräumen der Spülmaschine und v.a. unterhält sie ihre kleine Schwester, so dass wir zu viel mehr kommen

  • Frau Dechse Das mit dem Kochen für alle klingt aber auch heftig. Bei mir war das nicht ganz so, aber ich habe mehr gemacht als andere Gleichaltrige (meine Eltern auch mit als Einzige beide in Vollzeit). Manchmal habe ich das Gefühl, ich gleiche jetzt aus, aber rutsche ins komplett andere Extrem (Kind macht nichts), was ich eigentlich überhaupt nicht gut finde. Ich muss da eine Lösung finden, das Kind muss in meinen Gemeinschaftsverständnis auch mithelfen.

    Edit: Auf Zuruf klappen Dinge natürlich manchmal. Nur rufe ich zu wenig ;) oder das Kind ist überfordert, haben wir dann auch.

  • Meine Kinder machen eigentlich auch "nichts".

    Auf zuruf Tisch decken und Wasser sprudeln und so, tisch abräumen und in den Spüler. Aber eher sporadisch.

    Eigentlich wollte ich sie regelmäßig saugen lassen, aber das ist wieder eingeschlafen. Ist sind sie auch gar nicht greifbar, wenn gerade Arbeit anfällt. Warten ist dann auch irgendwie doof.