Sechsjährigen aus dem Familienbett ausquatieren

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  • Wir haben eine dritte Bettdecke für nächtliche Besuche in unserem Bett liegen und auch ein zusätzliches Kopfkissen. So können wir einigermaßen schlafen, das reicht meist an Nähe aus für den 7 Jährigen. Er kam sonst immer mit unter meine Decke und ich hab kaum noch geschlafen. Zum Aufstehen und ins eigene Bett zurück bringen bin ich nachts zu faul.

  • Und was, wenn ihr ihn in seinem Bett einschlafkuschelt und dann geht?

    Und jedes mal, wenn er kommt, ihn wieder in sein Bett bringt und noch dazulegt?

    Das machen wir normalerweise so. Also abends wird er in seinem Bett zum Schlafen gebracht. Manchmal mit Kuscheln, manche möchte er noch Hörspiele anhören.

    Und zweiteres wird mein Mann ab jetzt wohl versuchen. Ich bin gespannt, wie das läuft.


    Dein Hinweis Julchen86 war noch ganz gut. Vielleicht geben wir jetzt im Winter Mal noch eine Wärmeflasche mit ins Bett. Manchmal kommt er nämlich zu uns, um sich warm zu kuscheln.

  • Ich möchte gerne noch einen Gedankenanstoss loswerden:


    Ich kenne von mir, dass man unter starker, dauerhafter Belastung gerne zu "radikalen" Lösungsideen neige - die ich Ende aufgrund der "Risiken und Nebenwirkungen" (hier: im Zweifelsfall über einen längeren Zeitraum ein Kind mehrfach nachts zurückbringen) gar nicht wirklich möchte. Radikale Lösung, weil ich so verzweifelt bin, dass ich jetzt und sofort ein echtes Ende der Belastung will.

    Ein wenig wirkt es bei Deinem Mann so.

    Das ist verständlich.


    Ich würde dennoch, bevor ich den vermutlich recht anstrengenden (aber dafür mit der Hoffnung auf das beste Endergebnis) Weg des Ausquartierens einschlagen, nochmals versuchen miteinander ins Gespräch zu kommen, inwieweit dieser Weg tatsächlich am besten die erwünschte Entspannung bringt. Oder ob es noch andere Punkte gibt, die mit rein spielen (z,B, Sorgen, dass er nie aus dem Bett auszieht; Wunsch, auch als Elternteil in seinen Bedürfnissen gesehen zu werden)


    Und dann zum einen gemeinsam Überlegen, ob die eventuell "anderen Punkte" tatsächlich durch die geplante Maßnahme Beachtung finden oder ob dafür nicht andere Handlungsalternstiven besser sind.

    Zum andere ganz nüchtern bzgl. des hochakuten Themas, wie Dein Mann möglichst schnell besser schlafen kann, überlegen, was ganz praktisch am schnellsten Entspannung bringt, um dann in Ruhe, wenn die Situation entspannter ist, nach einem gemeinsamen Weg zu suchen (und das Ergebnis kann am Ende durchaus sein, dass dasKind auszieht) und nicht aus der Belastung heraus zu agieren.

  • So, soll ich Mal berichten wie es lief?

    Mann hat das Kind irgendwann in der Nacht wieder rüber getragen. Kurze Zeit später (oder auch länger, Zeitebene ist mir unklar), kam das Kind wieder angetapst, suchte sich dann aber zielsicher meine Bettseite aus. Wir lagen dann also: K1, K2, ich, mein Mann. Da alle kuschelnd an mich heranrückten zu viert auf der einen 1,40m Matratze #hammer Mein Mann hat aber von der zweiten Runde nichts mitbekommen und selig geschlafen.


    Ähm ja, wir bleiben im Gespräch.


    An die mit Gästematratze im Schlafzimmer: Bleiben eure Kinder dann auch wirklich darauf liegen? Momentan würde das nicht ins Schlafzimmer passen, aber wenn wir unser Bett wieder normal aufbauen, daneben ein Anbaukinderbett fürs Kleine Kind und Klappmatratze fürs Große ginge es vielleicht. Hätte ein bisschen mehr Struktur. Aber das geht natürlich nur, wenn sie dann da auch drinnen liegen und nicht doch wieder auf die Elternseite kommen.


    PaulaGreen das was du schreibst, klingt sehr weise und überlegt, aber so richtig weiß ich nicht, was eine andere Maßnahme sein könnte. Ganz akut geht es ja erstmal darum, dass wir alle wieder zu möglichst gutem erholsamen Schlaf kommen.

  • Mein Sohn hat nicht auf der Gästematratze geschlafen.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Zappelchen ist ein Purzelschläfer. Er schläft auf der Matratze ein, dann rollt er sich am vorderen Matratzenende zusammen, dann streckt er sich quer zur Matratze aus und liegt zur Hälfte unter meinem Bett, später rollt er sich am Matratzenfußende zusammen oder blockiert von dort aus querliegend die Tür... nein, er bleibt nicht auf der Matratze. Aber wenn er in mein Bett kommt, kann ich nicht schlafen, weshalb ich ihn dann wieder in sein Bett bringe.

    Kommt er wegen Alpträumen, dann hänge ich einen Arm aus dem Bett und halte Hautkontakt, bis das Kind wieder schläft, und ich singe ihm ganz leise "sein" Schlaflied. Das muss reichen. Wir halten es so seit die Kinder fünf und zwei Jahre alt waren. Mein Mann hätte gut noch länger ein Familienbett haben können, aber ich konnte nicht mehr.


    Der Spezialist kommt schon seit einer ganzen Weile nicht mehr nachts zu uns, er schläft lieber in seinem Zimmer. Er ist aber auch schon zwölf.

    Weitermachen. Nicht nur denken, sondern tun.

  • Mein Tipp wäre ja Bett verkleinern #angst


    Wir schlafen ja auf 1,40m Breite, daneben ein 1,20x60 Babybett als Beistellbett umgebaut. Es ist schlicht zu eng, damit jemand auf unserer Matratze schläft, daher kommt hier auch keiner nachts rübergewandert, es seit denn krank oder besonderes Kuschelbedürfnis und dann ins Beistellbett. Der Große ist mit 2,5 ausgezogen und Kind 2 und 3 mit 1, alle freiwillig und nachts selbst abgestillt.


    Ich hab selber bis 9 bei meinen Eltern im Bett geschlafen (auf 1,80m), dann wurde es mir zu eng und ich bin freiwillig in meinem Bett geblieben.


    Ich finde einen erholsamen Nachtschlaf sehr wichtig und auch, dass man als Paar zusammen schläft. Gerade bei einem 6jährigen würde ich das auch klar kommunizieren und mit ihm besprechen, was er braucht, damit er in seinem Bett schlafen kann. Vielleicht will er nicht alleine schlafen? Wäre es denkbar, dass beide Kinder zusammen schlafen? Unsere lieben das und würden am Liebsten in einem Bett schlafen.

  • Gerade bei einem 6jährigen würde ich das auch klar kommunizieren und mit ihm besprechen, was er braucht, damit er in seinem Bett schlafen kann.

    Aber gerade in dem Alter mit Schuleintritt, Zahnlueckenpupertaet gibt es ja doch oft nochmal sehr bedürftige Zeiten. Ich finde es nicht selbstverständlich, dass ein sechsjähriger das koennen muss.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Gerade bei einem 6jährigen würde ich das auch klar kommunizieren und mit ihm besprechen, was er braucht, damit er in seinem Bett schlafen kann.

    Die Antwort des Spezialisten darauf lautete "Papa!", Zappelchen sagte "Mama!". In ihren Kinderzimmern stehen darum Kinderbetten in Erwachsenengröße. Schliefen die Kinder, dann standen wir wieder auf. Aber wenn eines nachts kommt, dann will ich nicht unbedingt immer aufstehen müssen, daher kam die Idee mit den Klappmatratzen.

    Weitermachen. Nicht nur denken, sondern tun.

  • Gerade bei einem 6jährigen würde ich das auch klar kommunizieren und mit ihm besprechen, was er braucht, damit er in seinem Bett schlafen kann.

    Aber gerade in dem Alter mit Schuleintritt, Zahnlueckenpupertaet gibt es ja doch oft nochmal sehr bedürftige Zeiten. Ich finde es nicht selbstverständlich, dass ein sechsjähriger das koennen muss.

    Ja, das hab ich auch im Hinterkopf. Schulstart ist ja schon sehr anstrengend und eigentlich ist es blöd das genau jetzt anzugehen.


    Und ein "zu eng" kennen meine Kinder nicht. Wenn wir bei meiner Mutter zu Besuch sind, stapeln die sich trotzdem lieber mit uns auf dem Gästesofa als auf den Matratzen nebendran zu liegen.


    Der Große ist mit 2,5 ausgezogen und Kind 2 und 3 mit 1, alle freiwillig und nachts selbst abgestillt.

    Krass, ich kenne in meinem Umfeld eigentlich keine Kinder, die in dem Alter freiwillig ausgezogen sind. Entweder sie wurden eh relativ bald klassisch im Babybett untergebracht oder schlafen mindestens bis drei oder vier noch im Elternbett mit.


    Für ein gemeinsames Geschwisterbett müssten wir das Bett im Kinderzimmer nochmal anders sichern. Da rollt der Kleine sonst raus. Aber vielleicht ist das ein Versuch wert.

  • PaulaGreen das was du schreibst, klingt sehr weise und überlegt, aber so richtig weiß ich nicht, was eine andere Maßnahme sein könnte. Ganz akut geht es ja erstmal darum, dass wir alle wieder zu möglichst gutem erholsamen Schlaf kommen.

    Ich bin jetzt ganz praktisch und ganz konkret:


    Ich würde wahlweise im 1.Schritt (Und es ist wichtig, dass er der erste von vielen Schritten ist), meinen Mann für eine Woche ins Bett des Kindes ausquartieren und das Kind im Familienbett einschlafen lassen oder, wenn das Kind nachts kommt, den Mann umziehen lassen.


    Wenn Dein Mann dann wieder ein paar Tage Schlaf hatte und entspannter ist, würde ich ins Gespräch gehen und verschiedene Optionen mit allen Vor- und Nachteilen abwägen und darauf aufbauend die Entscheidung treffen, in welche Richtung es grundsätzlich weitergehen soll und wie kleine konkrete Schritte hierfür aussehen könnten.

  • Der Große ist mit 2,5 ausgezogen und Kind 2 und 3 mit 1, alle freiwillig und nachts selbst abgestillt.

    Krass, ich kenne in meinem Umfeld eigentlich keine Kinder, die in dem Alter freiwillig ausgezogen sind. Entweder sie wurden eh relativ bald klassisch im Babybett untergebracht oder schlafen mindestens bis drei oder vier noch im Elternbett mit.


    Für ein gemeinsames Geschwisterbett müssten wir das Bett im Kinderzimmer nochmal anders sichern. Da rollt der Kleine sonst raus. Aber vielleicht ist das ein Versuch wert.

    Ja, ich war auch sehr überrascht, vor allem mit dem frühen nachts abstillen. Das Ausziehen kam aber, als die Geburt von Kind 3 anstand, und Kind 1 mit Kind 2 in einem Zimmer schlafen wollte (Kind 2 war zu der Zeit schon ausgezogen, die wollte schon mit knapp 1 irgendwie nicht mehr bei uns schlafen #weissnicht )

  • Ich finde einen erholsamen Nachtschlaf sehr wichtig

    Da sagste echt was Wahres.

    und auch, dass man als Paar zusammen schläft.

    Aber das hier versteh ich nicht. Wieso? Also, das führt evtl. vom Thema weg, aber das hat mich neugierig gemacht.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • und auch, dass man als Paar zusammen schläft.

    Aber das hier versteh ich nicht. Wieso? Also, das führt evtl. vom Thema weg, aber das hat mich neugierig gemacht.

    Weil das die einzige Zeit des Tages ist, wo ich meinem Mann ungestört körperlich nah sein kann. Das ist für mein Wohlbefinden echt wichtig.

  • Achso, Du meintest das gar nicht allgemein. Ja, das kann ich gut verstehen. Wir schlafen besser getrennt. Aber klar, das ist absolut nachvollziehbar.

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  • Ich finde es Kindern schwer zu vermitteln, warum die Eltern nicht allein sondern zu zweit schlafen wollen und die Kinder allein schlafen sollen. Und nicht für jedes Kind ist ein Geschwisterkind ein adäquater Ersatz für einen Erwachsenen.


    Klar, gibt es Paare, bei denen das wirklich wichtig ist. Aber wenn nicht, dann finde ich es immer eine gute Lösung, dass ggf. ein Elternteil allein schläft, wenn es dann ruhiger schlafen kann (und oft können die anderen dann auch ruhiger schlafen, weil ein Schnarcher wegfällt). Somit bleibt mehr Platz für die Kinder im Familienbett.


    Hätte ich vor 10 Jahren gewusst, wie lange meine Kinder bei mir schlafen und wie viele es werden, hätte ich mir gleich ein Familienbett gekauft. Wir hatten mal im Urlaub eines. Ein richtiges Familienbett (gut, mit drei Matratzen sind es eigentlich immer noch zwei zu wenig und eigentlich möchten drei Kinder an meiner Seite schlafen, deshalb schläft meistens eines auch noch am Fußende, damit es sich auf meine Beine legen kann). Jedenfalls würde ich so gerne genau so ein Familienbett haben, wenn es sich jetzt noch lohnen würde, wenn unser Bett nicht so teuer gewesen wäre und wir den nötigen Platz hätten.

  • und eigentlich möchten drei Kinder an meiner Seite schlafen

    Meine Tochter sagte einstmals zu mir: "Ich will zwischen dich!" #love

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


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  • Für ein gemeinsames Geschwisterbett müssten wir das Bett im Kinderzimmer nochmal anders sichern. Da rollt der Kleine sonst raus. Aber vielleicht ist das ein Versuch wert.

    Das klappt hier auch erstaunlich gut. Als der Wusel mich so vehement abgelehnt hat als Einschlafbegleitung, wollte er imner mit seiner Schwester kuscheln, wenn Papa nicht da war. Die fand das glücklicherweise auch schön und so schliefen beide ziemlich schnell. Wenn wir in ein paar Monaten umziehen, ist bisher der Plan dann ein Geschwisterbett ins Kinderzimmer zu stellen.