Hamstern wir jetzt Nurofen? - Die aktuelle Situation um Kindermedikamente

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  • Ich habe für meine Tochter ibuprofen in der Apotheke gekauft und dabei erzählte mir die Apothekerin dass sie den Saft nur an kleine Kinder abgeben und an solche die nicht schlucken können.

    Prinzipiell bin ich ja bei kleinen Kindern Fan von Zäpfchen.

    Vermutlich ist da die Versorgung auch schon prekär

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Wir waren im Sommer in den USA und da war die Auswahl auch sehr sehr begrenzt, wird jetzt wohl ähnlich sein.

    Da wird es aktuell auch mit dem riesigen Bedarf erklärt. Aber immerhin gibt es wohl 3 Hersteller, die dort produzieren und jetzt auf Maximalkapazität produzieren.

  • Ich habe sowas wie Kopfschmerztabletten aus NL eigentlich als ziemlich billig in Erinnerung. #confused Wie funktioniert das denn?

    Die KK zahlen mehr. Deswegen sollen bei uns die Sätze jetzt auch erhöht werden, damit zu uns auch wieder geliefert wird.


    Spiegel Beitrag

    Aber Ibu und Co kann ich doch in NL für wenige Euro in der Drogerie kaufen? oder habe ich das falsch in Erinnerung?

    Könnte aber ja trotzdem sein, dass es staatlich bezuschusst ist, oder? #weissnicht

  • Ich habe jetzt mal nachgeschaut und unsere angebrochene Flasche Paracetamolsaft ist 2021 abgelaufen. Ähm, kann man das im Notfall trotzdem noch benutzen? #angst

    Würde ich ehrlich gesagt nicht machen. Grade in der Kombination angebrochen und abgelaufen. Soweit ich das im Kopf habe, ist die Flasche nach Anbruch nur einige Wochen/Monate noch haltbar, das habt ihr definitiv weit überschritten. Und über 1 Jahr nach Ablauf hätte ich doch Bedenken, dass der Saft nicht mehr so wirkt, sie erhofft. Und da bei euch sogar beides zutrifft, würde ich sie entsorgen.

  • Ich habe jetzt mal nachgeschaut und unsere angebrochene Flasche Paracetamolsaft ist 2021 abgelaufen. Ähm, kann man das im Notfall trotzdem noch benutzen? #angst

    Ich würde es noch benutzen. Theoretisch, paracetamol Saft ist so so widerlich, das wurde hier sofort wieder aus dem Magen zurück befördert.


    Aber nur wegen Anbruch und abgelaufen wird hier nichts entsorgt. Im Zweifelsfall wirkt es nicht mehr 100%tig.


    Die salbutamol Tropfen, abgelaufen 2016 und angebrochen sicher weit davor haben uns vor kurzem noch gute Dienste erwiesen.

  • Ich hatte übrigens noch nie fieberhaft vorrätig.

    Ich auch nicht, aber als das Kind dann mal aus dem Nichts bei fast 41 Fieber war, Waschungen nichts brachten und die Wickel noch kontraindizert waren, war ich sehr froh, mal eben in der Notapotheke ein wirksames Medikament kaufen zu können.


    V

    Ich senke Fieber selten und nur wenn es dem Kind elend dabei geht. Fieber das verschlafen wird oder bei dem das Kind sich soweit ok fühlt bleibt und ist mir bedeutend lieber als es zu senken.


    Aber Schmerzen muss hier niemand ertragen. Ich habe als Kind soviele Schmerzen durchgestanden (viele MOEs, viele Kopfschmerzen nach Gehirnerschütterung, Mandelentzündungen....) das ich das meinen Kindern tatsächlich ersparen will. Meine Mutter hat mich weder je großartig zum Arzt gelassen noch Schmerzen ernst genommen.

    Das finde ich definitiv nicht erstrebenswert.

    Exakt so ist es. Oder wie unser Kinderarzt sagt Ibuprofen / Paracetamol sind Schmerzmittel, keine Fiebersäfte. Wenn ihr Kind einfach nur fiebert, lassen sie es. Aber wenn es Schmerzen hat - egal wie hoch das Fieber ist - geben Sie ihm bitte was.


    Und natürlich habe ich für jede Person im Haushalt Schmerzmittel vorrätig. Nicht in rauhen Mengen, aber eine paar Tabletten (also so eine angebrochene kleine Zehnerpackung oder sind es 20er) für die Erwachsenen und die angebrochene Ibu für die Kinder. Sollte eines "kurz vor knapp" sein, kaufe ich selbstverständlich für Kinder wie Erwachsene eine neue Packung. Im übrigen ebenso wie Bepanthen, früher Pilzcreme, Nasenspray etc.


    Und natürlich gebe ich den Kindern, wenn sie bei einem 0815-Kinderinfekt nachts nicht schlafen können Ibuprofen. Ich nehme das auch, wenn ich wg. Kopf- oder Gliederschmerzen nicht schlafen kann. Nachts müssen wir alle schlafen.

  • Wir haben auch immer Schmerzmittel vorrätig. Fiebersaft aber nur eine Flasche. Ich finde Schmerzen aller Art, egal ob Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, nach einer OP, Verletzungen.... muss ein Kind nicht aushalten.

    Ich hatte ein Kind mit Fieberkrämpfen und bin deshalb bei Fieber nie entspannt gewesen.

    Bei einem Kind das Saft verweigert etc. sind Zäpfchen ein Segen.

    Ich hatte kürzlich auch Gliederschmerzen und Schüttelfrost und konnte vor zittern nicht einschlafen. Da habe ich auch eine Tablette genommen.

  • Wir haben auch immer Schmerzsaft zu Hause. Sowas wie Kopf oder Ohrenschmerzen kommen ja gerne spontan. Gefühlt Ohrenschmerzen vor allem gerne mitten in der Nacht.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Wir haben doch Pharma Industrie in Deutschland und Europa, warum werden die jetzt nicht verpflichtet? Gerade biontec hat soviel Geld verdient durch die Impfung, die können bestimmt mehr… bei Luxusgütern ist mir das ziemlich egal, aber Medikamente finde ich schon essentiel und die Engpässe sind ja nicht erst seit gestern bekannt. Da hat man innerhalb kürzester Zeit eine Impfung aus dem Boden gestampft, und viel Geld damit verdient, aber Antibiotika oder fiebersenkender oder wie las jetzt auch krebsmedikamente schafft man nicht. Als Laie verstehe ich das so garnicht.

    Das Problem sind die Grundsubstanzen.

    Wenn die nicht lieferbar sind, kann auch die willigste Firma nix herstellen.

    Wo werden diese Grundsubstanzen hergestellt und warum nicht bei uns? Ich rate jetzt, es geht wieder um wirtschaftliche Aspekte?

    Ich komme aus einem Haushalt, wo es wenig Schmerzmittel gab. Und nehme so wenig wie jrgendwie möglich. Ich habe Angst um meine Leber und Nieren.

  • Ich habe als Kind viel unter Schmerzen gelitten, ich hatte unendlich viele Mittelohrentzündungen. Dagegen gab es Antibiotika, aber keine Schmerzmittel.


    Als Erwachsene nehme ich sehr viele Schmerzmittel und bin sehr dankbar dafür, dass es sie gibt. Ein aktives Leben (Berufstätigkeit) mit Migräne (die ich, bis ich endlich mit Antikörpern behandelt wurde 7-8 mal im Monat hatte) und fortgeschrittener Arthrose ist ohne Schmerzmittel kaum möglich. Auch ich sorge mich um meine Leben und Nieren, noch mehr allerdings darum, nicht ausreichend mit Medikamenten versorgt zu sein.


    Corva
    mit Großtochter (5/2000),
    auch-schon-ganz-groß-Sohn (6/2004)

  • Als Erwachsene nehme ich sehr viele Schmerzmittel und bin sehr dankbar dafür, dass es sie gibt. Ein aktives Leben (Berufstätigkeit) mit Migräne (die ich, bis ich endlich mit Antikörpern behandelt wurde 7-8 mal im Monat hatte) und fortgeschrittener Arthrose ist ohne Schmerzmittel kaum möglich. Auch ich sorge mich um meine Leben und Nieren, noch mehr allerdings darum, nicht ausreichend mit Medikamenten versorgt zu sein.

    #knuddel Ich finde diese Sätze wie "Ich nehme nie Schmerzmittel" so schwierig. Kenne ich aus meiner Schwiegerfamilie. Da mehr so aus dem Öko-die-Natur-heilts- Gedanken heraus. Aber in der Schwangerschaft hab ich ausprobiert, wie Migräne ohne funktionierende Schmerzmittel ist. Nein, Danke. Das ist auch extrem belastend für den Körper.

  • Schmerzmittel sind halt nicht das Mittel der Wahl bei Migräne, bei manchen Patienten hilft nichts anderes oder Triptane sind kontraindiziert, aber ich nehme auch so wenig Schmerzmittel wie möglich, obwohl ich derzeit eher bei 15 Tagen im Monat liege. Man sollte nicht mehr als 10 Tage im Monat Schmerzmittel und Triptane nehmen, an 20 Tagen des Monats nichts, wenn man drei Monate in Folge mehr nimmt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einen medikamenteninduzierten Übergebrauchskopfschmerz zu bekommen und dann hilft nur noch Entzug unter ärztlicher Aufsicht.

  • Als Erwachsene nehme ich sehr viele Schmerzmittel und bin sehr dankbar dafür, dass es sie gibt.

    Dito.

    Wüsste nicht, was ich ohne täte.

    Und ganz allgemein ist es überhaupt nicht sinnvoll "so wenig wie möglich" zu nehmen, ein Schmerzgedächtnis ist schneller ins Ungleichgewicht gebracht als die Leber und die Nieren.


    thumbelina

    Das kommt drauf an. Novalgin z.B. kann man sehr wohl durchgehend und dauerhaft nehmen ohne Übergebrauchsschmerzen als Folge.

  • Wobei ich zugebe, wenn hier öfter mal der Satz fällt, dass man Schmerzen nie aushalten braucht und immer reichlich Schmerzmittel dosieren sollte, dann habe ich die Opioid Krise in den USA vor Augen, wo eben auch ganz schnell nach einer OP nicht nur Ibuprofen und Paracetamol verschrieben wurde, sondern auch Oxicodon, mitunter auch als Kombipraeparat. Da entstanden sehr schnell viele Abhängigkeiten. Ich weiss, darum ging es den meisten hier eher nicht. Aber bei mir klingeln da Alarmglocken.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Schmerzmittel sind halt nicht das Mittel der Wahl bei Migräne, bei manchen Patienten hilft nichts anderes oder Triptane sind kontraindiziert, aber ich nehme auch so wenig Schmerzmittel wie möglich, obwohl ich derzeit eher bei 15 Tagen im Monat liege. Man sollte nicht mehr als 10 Tage im Monat Schmerzmittel und Triptane nehmen, an 20 Tagen des Monats nichts, wenn man drei Monate in Folge mehr nimmt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einen medikamenteninduzierten Übergebrauchskopfschmerz zu bekommen und dann hilft nur noch Entzug unter ärztlicher Aufsicht.

    Ja, auf dem Level bin ich zum Glück nicht unterwegs. Ich hab momentan 1-2 Migräneanfälle im Monat. Ich wollte jetzt hier auch keine Debatte über den jeweils sinnvollen Schmerzmittel/Medikamentengebrauch starten. Das sollte natürlich je nach Krankheit mit den behandelnden Ärzte abgesprochen werden.


    Aber ich kenne diese Aussagen und finde sie extrem fies gegenüber Menschen mit chronischen Krankheiten. Egal wird jetzt hier ein bisschen OT