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  • Ich habe ihn gesehen!

    Ein Freund hat eine kleine, private Sternwarte im Garten und gestern hat er den Kometen gesucht und gefunden.

    Danach hat er alles für eine Fotosession eingerichtet - da sah man ihn noch besser.

    Nach 2 Stunden bin ich allerdings wieder nach Hause gegangen, weil es mir schlicht und ergreifend zu kalt wurde.

  • Es ist cool, aber ich wäre überfordert damit gewesen, den Kometen überhaupt zu finden.

    Mir wurde sehr ausschweifend (passend zum Kometen...) erklärt, woran er sich orientiert, was er alles eingibt, wie der Computer das Teleskop steuert etc. pp.

    Eben wurde mir ein Foto geschickt mit Star Trails.

    Ich wusste, dass sie zu sehen sein würden, aber ich kann dir nicht mehr erklären, wieso....

    Ich glaube, er musste sich entscheiden, ob das Objektiv der Geschwindigkeit des Kometen folgt oder der der Sterne - etwas davon musste also zwangsläufig zum Streifen werden, weil er nicht die ganze Nacht aktiv sein wollte.

    Ich merke, ich bin nicht fit in der Materie.

    Aber ich habe den Kometen gesehen! ;)

  • Mein Mann hat ihn mit einem Fernrohr gesehen, allerdings auch da wohl eher unspektakulär. Ich bin daran nicht so interessiert (wenn es ohnehin recht unscheinbar ist, dann noch weniger ;) Mich wundert, dass darüber so groß in der Presse berichtet wurde. Das ist ja doch fast eher nur was für Astronomen.

  • Ich glaube, er musste sich entscheiden, ob das Objektiv der Geschwindigkeit des Kometen folgt oder der der Sterne

    Ja, genau. Wenn man ortsfeste Objekte so wie Sterne beobachtet, werden computergesteuerte Teleskope typischerweise so eingestellt, dass sie die Erddrehung ausgleichen. Wenn man aber ein Objekt beobachten will, das sich relativ zu den Sternen bewegt (und das ist beim Kometen gar nicht so langsam), dann muss man die Geschwindigkeit des Teleskops so einstellen, dass der Komet immer auf derselben Stelle des Gesichtsfelds stehen bleibt. und dann stehen stattdessen die Sterne vorbei.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich glaube, er musste sich entscheiden, ob das Objektiv der Geschwindigkeit des Kometen folgt oder der der Sterne

    Ja, genau. Wenn man ortsfeste Objekte so wie Sterne beobachtet, werden computergesteuerte Teleskope typischerweise so eingestellt, dass sie die Erddrehung ausgleichen. Wenn man aber ein Objekt beobachten will, das sich relativ zu den Sternen bewegt (und das ist beim Kometen gar nicht so langsam), dann muss man die Geschwindigkeit des Teleskops so einstellen, dass der Komet immer auf derselben Stelle des Gesichtsfelds stehen bleibt. und dann stehen stattdessen die Sterne vorbei.

    Bei einem Kometen kann es gar nicht langsam sein, denke ich mir.

    Sonst wäre er ja viel länger zu sehen.

    Den Rest habe ich offenbar verstanden, wenn du mit meiner Erklärung was anfangen konntest. :)
    Ich bin soeben 3 cm gewachsen vor Stolz.

    Ich frage mich immer, warum der arme Mensch mir immer wieder was zeigt und erklärt.

    Er hat viel, viel Ahnung, ich ein kleines, leistungsschwaches Gehirn.

    Ich stehe oft unterm Sternenhimmel und finde mich klein und unbedeutend in Anbetracht der Weite - und ich bin wahnsinnig fasziniert von dem, was es dort oben gibt.

    Ich durfte auch noch ein wenig Sirius, die Pleiaden, irgendwelche Sternenhaufen, einen Nebel namens M irgendwas (vergessen, ich müsste bei Stellarium nachsehen) anschauen sowie die Mondoberfläche.

    Mich begeistert alles da oben bei vollständiger Ahnungslosigkeit.

  • Mich wundert, dass darüber so groß in der Presse berichtet wurde. Das ist ja doch fast eher nur was für Astronomen.

    Ich glaube, das liegt zum Teil daran, dass bei manchen Kometen nicht von vornherein klar ist, wie hell sie wirklich werden.

    So ein richtig spektakulärer Komet, hell und mit langem Schweif, wie damals Hale-Bopp oder Hyakutake - ich kenne kaum jemanden, der/die sich das nicht gerne anschaut.

    Dass der jetzige Komet *so* spektakulär nicht wird, war glaube ich schon vorher klar. Aber ob man ihn mit bloßem Auge wird sehen können, und wie gut, und ob er einen sichtbaren Schweif bekommt - ich kann mir vorstellen, dass das nicht zuverlässig genug vorhergesagt werden konnte.

    Seit man gesehen hat, dass es soo aufregend nicht ist, sind die Berichte ja zumindest meinem Empfinden nach auch deutlich eingeschlafen.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich frage mich immer, warum der arme Mensch mir immer wieder was zeigt und erklärt.

    Mir fällt dafür ein ausgezeichneter Grund ein: Deine Begeisterung. Was gibt es Schöneres?

    Mich begeistert alles da oben bei vollständiger Ahnungslosigkeit.

    Das geht mir ähnlich. Zwar nicht das mit der Ahnungslosigkeit, aber das mit der Begeisterung. Ich habe selber nur zwei kleine Amateurtelesköpchen, keines davon computergesteuert mit bescheidener optischer Qualität und schwer auszurichten, und ich habe sie auch erst seit 14 Jahren oder so. Aber es war für mich trotzdem ein ehrfurchtgebietendes Erlebnis, als ich damit zum ersten Mal Saturn angeschaut habe, und ganz unwirklich dieses beringte Teil im Raum habe schweben sehen.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • huehnchen69 , wie schön, eine Gleichgesinnte zu treffen!

    Übrigens habe ich auch Hühner.

    Und nun gehe ich ins Bett und mache vorher das, was ich jeden Abend mache:
    Ich schaue mir den Himmel an und mache mir bewusst, wie klein wir sind und was für ein Glück ich habe, dass ich den Himmel sehen darf.

    Gute Nacht, schlaf gut!

    P.S.: Das kleine Newton, das wir meiner Tochter geschenkt haben, werde ich demnächst in Augenschein nehmen und mal schauen, was ich damit anfangen kann.