Lesen beim Kleinkind

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  • Vielleicht findest du online was im Waldorfbereich? Die machen ja sehr viel mit Bildern und die Buchstaben werden am Anfang auch nur als Großbuchstaben eingeführt, so dass es tatsächlich auch oft groß geschrieben ist.

    Ansonsten finde ich es absolut faszinierend. Als ich den Thread gesehen habe, dachte ich es geht ums Vorlesen. Mein Mchen ist noch so voll im Sprechen lernen und würfelt da alles wild durcheinander. Unvorstellbar, das andere Kinder in dem Alter sich fürs Lesen interessieren.

  • Als unser Kind in dem Alter viel Interesse am Lesen und Schreiben hatte, haben wir ihn in einem Word Dokument in großer Schriftgröße schreiben lassen. Manchmal habe ich ein Wort geschrieben, das er dann nachgetippt hat, manchmal hat er "Wörter" getippt, die ich dann vorgelesen habe. Dann durfte er die Wörter bunt machen und so weiter.

    Das hat ihm viel Spaß gemacht und er hat viel gelernt dabei. Feinmotorisch hätte er wohl noch Probleme mit schreiben gehabt und auch nicht die Geduld, deshalb passte das für ihn sehr gut so.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

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  • Hier waren die Magnetbuchstaben sehr beliebt zum selber Wörter legen. Und das schreiben draussen in Sand oder Erde.

    Ich finde es toll, dass ihr es fördert, glaube aber letztlich, braucht ihr Euch nicht unbedingt Gedanken um extra Material zu machen. Schrift ist so viel um uns herum. Hier wurden dann auch die Schaufenster und Strasse Schilder gelesen unterwegs.

    Und bei allen Kindern in unserem Umfeld, die sich so früh interessiert haben, ging es schubweise, immer wieder mit Monaten Abstand. Wahrscheinlich haben die Augen da noch viel Zeit nachzuziehen.

    Ansonsten könnte ihr bei Monte noch nach Lautübungen schauen. Z.B. das Gruppieren aller Gegenstände, die mit einem bestimmten Laut anfangen.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • du kannst mal bei montessori - lernwelten schauen, ob du da was passendes findest.

    ich kann dir bei Interesse gerne nächste Woche eine Zusammenfassung schreiben, wie( ca 4-jährige) Kindergarten kinder nach der Methode lesen/schreiben lernen.

  • Hier hatte die beiden kleinen Kinder beide ab ca 2 Jahren großes Interesse an Buchstaben.

    Also ist es mMn tatsächlich ein Lernfenster in dem Alter, so wie Farben mit 1,5 sicher beherrscht werden, dann ab 2 das bessere Formenerkennen. Eben über die Grundformen hinaus.

    Besonders gern mochten beide auf der Tastatur tippen. Textdokument, Schrift auf extrem groß. Erstmal wild tippen und dann: "Mama/Papa, was steht da"

    "(Wilder Zungenbrecher)" vorlesen.

    Kringlig Lachen.

    Dann " ich möchte xy schreiben"

    Erst gezielt Wunschbuchstaben, dann Wunschworte. Teils einfach in großen Druckbuchstaben auf Blatt vorschreiben und Kind tippt diese ab.

    Einzelne lieblings-Worte gingen dann auswendig (Ankylosaurus stand hoch im Kurs).

    Beim Mittleren ließ das dann wieder nach.

    Bei der kleinen nicht.

    Ab 2,5 Jahren erkannte sie draußen alle möglichen Buchstaben (Oma leicht verstört nach ein UBahn fahrt mit ihr , dass ein Krippenkind doch noch keine Buchstaben können soll! -> "Oma, da ist ein M. Ein A und ein X!" Da stand halt Max ...)

    Sie konnte mit 3 so gut wie alle Buchstaben. Mit 3,5 alle Großbuchstaben und einige kleine.

    Und hat mit vier jetzt angefangen diese zu Silben zusammen zu ziehen aber schnell das Interesse wieder verloren an den Silben. Und gleichzeitig wollte sie kurze Zeit die Buchstaben per Hand schreiben.

    Aktuell hat es wieder etwas nachgelassen. Sie schreibt nur noch die üblichen Worte (ihren Namen, Mama, Papa).

    Ich erfülle einfach die Fragen und Interessen, wenn es gerade fürs Kind interessant ist und warte ansonsten ab.

    Also nix systematisch o.ä.

    Für die Feinmotorik und Stifthaltung gibt es auch so abwischbare Hefte mit Linien/Labyrinthen/Formen/Buchstaben zum Nachspuren. Die gibt es hier in der Bibo auszuleihen. Aber kosten auch nur 5-10€ und sind bei der Kleinen zeitweise sehr beliebt.

    Liebe Grüße
    Martina

    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Vielleicht findest du online was im Waldorfbereich? Die machen ja sehr viel mit Bildern und die Buchstaben werden am Anfang auch nur als Großbuchstaben eingeführt, so dass es tatsächlich auch oft groß geschrieben ist.

    Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass das im Waldorfbereich viel zu finden ist. Wenn, dann wirklich einzelne Buchstaben, aber genau das warhier ja offenbar gar nicht so gefragt. Ich würde es eher mit Montessori-Material versuchen.

    Bei einem Kind hatten wir auch mal so eine Tafel mit Rillen, wo man Buchstaben reinstecken konnte und so ganze Wörter und Texte schreiben. Die gab es bei Aldi für wenig Geld und war eigentlich gedacht, um sie irgendwo hinzuhängen und wechselnde Texte damit an der Wand haben zu können. Also für Erwachsene. Riesig waren die Buchstaben aber auch nicht.

    Wir hatten mal Buchstaben aus Moosgummi, die man auch zu Wörtern legen konnte. Vielleicht gibt es da auch etwas in groß zu kaufen?

  • Meine Tochter hat mit drei so ganz nebenbei an so einem alten V tec Kinder Lerncomputer,

    den wir noch von ihren Brüdern hatten, die Buchstaben gelernt. Wirklich Lesen dann allerdings auch erst in der 1. Klasse.

    Susanne mit Kasperle 08/04 , Seppel 01/07 und Gretel 10/10 :) und Überraschungsstar April/2014

    Pippi Langstrumpf:" Es ist unbedingt wichtig für kleine Kinder ein
    geordnetes Leben zu haben. Besonders, wenn sie es selbst ordnen dürfen." :D

  • Meine Kinder konnten alle die Buchstaben so mit 2-3 und mit 3-5 konnten sie dann lesen Und schreiben.

    So lange im Elternhaus gelesen und geschrieben wird und man die Fragen der Kinder zum Thema beantwortet scheint mit das auch relativ normal zu sein.

    Manche Kinder schreiben zuerst, andere lesen zuerst. Namen schreiben, selbst gemalte Bilder beschriften, mal Wörter abschreiben, da kam das ganz automatisch.

    Materialien gibt es auch, wenn das Kind möchte. Das Internet ist gross.

    Zumindest scheine ich das so in meinem Kopf zu haben, wir haben jedenfalls auch irgendwie Angst vor den "Konsequenzen", aber andererseits kollidiert das natürlich mit unserem absoluten Willen, ihren Bedürfnissen nachzukommen, zumal sie sie ja so deutlich äußert

    was meinst du damit? Was soll den passieren?

    Vielleicht findest du online was im Waldorfbereich

    Aber das wird dann erst für ältere Kinder sein. Waldorf kenne ich als aeusserst feindlich gegenüber dem lernen von schreiben und lesen vor 7 Jahren.

    Montessori hat schon viel früher Materialien. Sandpapier Buchstaben zum erspüren und Nachfahren, Buchstaben zum Legen, da gibt es viel, viel teures, aber vieles kann man auch selbst basteln.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

    If something won't matter in 5 years, don't waste more than 5 minutes worrying about it now.

  • Aber das wird dann erst für ältere Kinder sein. Waldorf kenne ich als aeusserst feindlich gegenüber dem lernen von schreiben und lesen vor 7 Jahren.

    Absolut. Das ist nicht gern gesehen, aber die Sachen könnte man ja trotzdem nutzen. Ich dachte jetzt an so Bilder mit Buchstaben. Wobei ich es wohl scheinbar auch falsch verstanden habe, wenn es gar nicht um einzelne Buchstaben geht.

  • Was mir noch einfällt - Reimen, Silben klatschen, Anfangsbuchstabe hören, Anfangslaut verändern, Dinge mit dem anfangslaut identifizieren (da kann man zB Schleich Tiere sortieren), abschlusslaut identifizieren und ändern, Vokale erkennen und verändern (aber bitte nicht mit dem rassistischen Kontrabass Lied), Etc all das sind ebenfalls Vorstufen um das lesen zu lernen und zu verstehen

    Manchen Kinder fällt das zu, anderen eher nicht.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

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  • Meine Kinder konnten alle die Buchstaben so mit 2-3 und mit 3-5 konnten sie dann lesen Und schreiben.


    So lange im Elternhaus gelesen und geschrieben wird und man die Fragen der Kinder zum Thema beantwortet scheint mit das auch relativ normal zu sein.

    Etwas OT: Ich weiß nicht genau, wie du das meinst. Wenn du damit die Erwartung verbindest, dass die meisten Kinder mit einem entsprechenden Elternhaus so früh Buchstaben und lesen lernen, würde ich das ganz klar verneinen. Sicher gibt es solche Kinder, aber bei Weitem nicht alle haben diesen eigenen Antrieb, es in dem Alter auch schon wirklich zu lernen. Und ich denke, dass jüngere Geschwister es eher nebenbei lernen als die Erstgeborenen.

    Was andererseits nicht heißen soll, dass ich irgendeinen Grund sehe, warum man da bremsen oder nicht unterstützen sollte wenn man ein Kind hat, dass offenbar sehr früh Interesse an Buchstaben und lesen zeigt.

  • Meine Kinder konnten alle die Buchstaben so mit 2-3 und mit 3-5 konnten sie dann lesen Und schreiben.


    So lange im Elternhaus gelesen und geschrieben wird und man die Fragen der Kinder zum Thema beantwortet scheint mit das auch relativ normal zu sein.

    Etwas OT: Ich weiß nicht genau, wie du das meinst. Wenn du damit die Erwartung verbindest, dass die meisten Kinder mit einem entsprechenden Elternhaus so früh Buchstaben und lesen lernen, würde ich das ganz klar verneinen. Sicher gibt es solche Kinder, aber bei Weitem nicht alle haben diesen eigenen Antrieb, es in dem Alter auch schon wirklich zu lernen. Und ich denke, dass jüngere Geschwister es eher nebenbei lernen als die Erstgeborenen.

    Was andererseits nicht heißen soll, dass ich irgendeinen Grund sehe, warum man da bremsen oder nicht unterstützen sollte wenn man ein Kind hat, dass offenbar sehr früh Interesse an Buchstaben und lesen zeigt.

    Ja, das definitiv. Mein Erstklässler hatte vor Schulstart absolut kein Interesse an lesen lernen. Vielleicht Mal noch einzelne Buchstaben. Aber er konnte nicht Mal seinen Namen schreiben. Von anderen Sachen ganz zu schweigen. Wir lesen und schreiben natürlich, haben aber auch nichts besonderes gefördert in der Richtigung. Ich könnte mir aber vorstellen, dass der kleine Bruder da flotter ist, weil er natürlich nacheifert.

  • Jette ich meine damit, dass die meisten Kinder irgendwann zwischen 2-12 lesen und schreiben lernen werden wenn sie in einem

    Umfeld aufwachsen, das liest und schreibt und eben Fragen beantwortet und auch mit den Kindern liest und schreibt. nicht alle haben so frühes Interesse, aber doch recht viele. Und es gibt immer Ausnahmen und Kindern denen das schwerer fällt. Ganz klassisch scheint 5-7 ein relativ typisches Alter zu sein, was bei vielen ja auch mit dem Schulanfang passt. Dazu gibt es auch Studien, die ich vor Jahren las.

    Ich erlebte da ganz andere Umfelder in den USA und Frankreich und es war viel selbstverständlicher dass Kinder schon früh Buchstaben kannten und lesen konnten. Ich habe da oft den eindruckt, dass das in Deutschland eher verhindert wird und gerade Schrift aktiv aus Kindergarten fern gehalten wird, weil das Schulsache sei. Mitunter wird das in den USA besonders dann gerne übertrieben weil das frühe Lesen und Schreiben sehr forciert wird. Irgendwo wird es einen Mittelweg geben, der sich hoffentlich am Kind unterrichtet

    Meiner Beobachtung nach liegt das auch nicht unbedingt an älteren Geschwister , sondern daran ob die Eltern da engagiert sind. Sind die Eltern das nicht kann das dann eventuell ein älteres Geschwister uebernehmen.

    Man verzeihe mir die Verallgemeinerungen. Das sind Tendenzen es gibt immer Gegenbeispiele und das Spektrum ist groß.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

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  • Ich habe da oft den eindruckt, dass das in Deutschland eher verhindert wird und gerade Schrift aktiv aus Kindergarten fern gehalten wird, weil das Schulsache sei.

    Das kann gut sein. In D hat man ja ein recht starres Bild, wann was gelernt werden soll und Schulen waren lange auch gar nicht froh, wenn Kinder schon lesen könnend in die Schule kamen.

    Meiner Beobachtung nach liegt das auch nicht unbedingt an älteren Geschwister , sondern daran ob die Eltern da engagiert sind.

    Ich glaube, da verkennst Du etwas. Meine 2 Jahre jüngere Schwester hat mit mir zusammen lesen gelernt. Einfach weil sie daneben gesessen hat, wenn meine Eltern mit mir lesen gelernt haben und wir intensiv Schule gespielt haben sobald ich in der Schule war. Diese äußeren Bedingungen hätten mir meine Eltern als ältestem Kind nie bieten können. Und alleine eine buchreiche Umgebung um sich zu haben und Eltern, die vorlesen, hat weder bei mir noch bei meinen Kindern zu einem intensiven Interesse am Lesenlernen vor der Schule geführt.

    Vielleicht spielt da auch die deutliche Trennung der Kinder in D eine Rolle, wo es außer im Elternhaus selten zu einer nahen Vermischung zwischen Vorschulkindern und Schulkindern kommt.

    nicht alle haben so frühes Interesse, aber doch recht viele.

    Ich habe immer noch den Eindruck, dass du die Anzahl der so früh interessierten Kinder überschätzt, kann das aber natülich nicht beweisen.

  • Jeder geht da von seinen Erfahrungen aus. Ich kenne auch nur vereinzelte, die vor der Schule schon lesen. (Also nicht nur Buchstaben kennen).

    Was ich noch wichtig finde, ist dass die Kinder lautieren also mmmmm nicht em und lllll nicht el.

    Sonst heißt MA plötzlich Ema. Das macht es nur schwieriger.

  • Hier waren es bei allen Kindern so Phasen, wo bestimmte Themen interessant waren, Buchstaben, Zahlen, Sammeln, ….

    Richtig lesen gelernt haben sie als Kleinkind noch nicht, sie waren zufrieden, als sie die wichtigsten Buchstaben kannten, Mama,Papa und ihre Namen schreiben und Worte auf der Straße erkannt haben. Dann war erstmal wieder anderes interessant. Ich finde es aber wichtig, Kinder in ihrem Wissensdurst dann zu unterstützen, wenn er sichtbar wird und nicht zu vertrösten mit „Das lernst Du in der Schule.“

  • Jeder geht da von seinen Erfahrungen aus. Ich kenne auch nur vereinzelte, die vor der Schule schon lesen. (Also nicht nur Buchstaben kennen).

    Was ich noch wichtig finde, ist dass die Kinder lautieren also mmmmm nicht em und lllll nicht el.

    Sonst heißt MA plötzlich Ema. Das macht es nur schwieriger.

    Ich kenne wie gesagt auch nur wenige Kinder. Im Kindergarten waren viele Vorschulkinder schon richtig heiß auf Lesen und Schreiben lernen, das war dann aber eben die Altersgruppe 5-7. Und auch nicht alle von ihnen kamen dann wirklich so weit , dass sie richtig lesen gelernt haben.

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass das wirklich an der in Deutschland verbreiteten Haltung liegt, dass im Kindergarten sowas noch nicht dran ist. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass bei uns im Kindergarten irgendwas in der Richtung gemacht wurde (OK, war ein Waldkindergarten. Aber wäre ja trotzdem möglich etwas anzubieten).

  • Ich kann mich auch nicht erinnern, dass bei uns im Kindergarten irgendwas in der Richtung gemacht wurde (OK, war ein Waldkindergarten. Aber wäre ja trotzdem möglich etwas anzubieten).

    Wenn Du Dich mit Walddorfpädagogik beschäftigen würdest, wäre wohl schnell klar, dass man das genau da sicherlich überhaupt nicht erwarten kann dass das angebten wird...