Gender-Kacke in Schule und Alltag 2.0

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern, wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname. Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse. Übrigens: Wir nutzen keine Bots. Der Account wird vom Team, also von echten Menschen, betreut. 😃 Herzliche Grüße das Team von Rabeneltern.org
  • Ich finde es faszinierend, dass manche hier sehr genau benennen, woran das ganze System krankt, wie Mädchen systematisch ausgebootet werden, wie ihnen Steine in den Weg gelegt werden - und als Fazit kommt dann rum: Mamis müssten ihre Töchter zum Fußball ermuntern, und gesendet wird, was Quote bringt, das muss so (na gut, das mit dem "das muss so" habe ich ergänzt).

    Für mich selber wünsche ich, dass mir dieses Level an Resignation angesichts der Macht des Patriarchats noch lange versagt bleibt.

    Dieses Fazit mag ich gerne unterschreiben. Es trifft genau mein Gefühl, das ich hier beim Lesen habe.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Und dennoch spielen wesentlich mehr kleine Jungs Fußball als kleine Mädchen

    Ich wollte hier auch nochmal die starke kulturelle Prägung noch einwerfen. Fußball ist in den usa nämlich ein totaler Frauen Sport.

    Da gibt es dann andere Männerbastionen, schätze ich?
    Ich habe ehrlich keine Ahnung, wie es mit Frauen im Football aussieht. Zumindest in Deutschland sieht man ja nur Männer bei NFL Übertragungen.

    Natürlich. Es ist aber halt eine individuelle Ausprägung kulturellem sexismuses

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

    If something won't matter in 5 years, don't waste more than 5 minutes worrying about it now.

  • Mondschein Kennst Du den Gender-Leisure-Gap nicht (Freizeit-Gap)? Den Gender-Pay-Gap und den Gender-Lifetime-Earning-Gap auch nicht? Gender-Care-Gap, Gender-Role-Models, Gender-Representation-Gap? Nie gehört?

    Gibt zu allem belastbare Zahlen und sehr aussagekräftige Studien. Damit wird's klarer.

  • Mondschein Kennst Du den Gender-Leisure-Gap nicht (Freizeit-Gap)? Den Gender-Pay-Gap und den Gender-Lifetime-Earning-Gap auch nicht? Gender-Care-Gap, Gender-Role-Models, Gender-Representation-Gap? Nie gehört?

    Gibt zu allem belastbare Zahlen und sehr aussagekräftige Studien. Damit wird's klarer.

    Nein davon habe ich noch nie etwas gehört.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Ich möchte nochmal gerne bei Frisch unterschreiben und allen, die hier unermüdlich die Strukturen aufzeigen.

    Es ist ja wirklich absurd, wenn wir hier wissenschaftlich fundierte Fakten gegen einzelne Meinungen diskutieren müssen.

    Mondschein ich mein das nicht böse. Aber du hast sogar mit mir schon in Themen diskutiert bei denen es z.B. um GenderCareGap und ähnliches ging.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Offensichtlich gibt es hier Menschen, die sich wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen und Menschen, die nur aus ihrem normalen Alltag berichten. Wenn das Niveau hier wissenschaftlich sein soll, prima, sagt bescheid und diskutiert untereinander. Wenn es auch darum geht, normale Leute mitzunehmen, fein. Aber macht klar, was Ihr wollt. Der Titel Gender-Kacke klingt für mich nach Auskotzthread und nicht nach einer wissenschaftlichen Diskussion.

  • Mondschein Kennst Du den Gender-Leisure-Gap nicht (Freizeit-Gap)? Den Gender-Pay-Gap und den Gender-Lifetime-Earning-Gap auch nicht? Gender-Care-Gap, Gender-Role-Models, Gender-Representation-Gap? Nie gehört?

    Gibt zu allem belastbare Zahlen und sehr aussagekräftige Studien. Damit wird's klarer.

    Nein davon habe ich noch nie etwas gehört.

    Na, dann kannst du in diesem Thread ja gut zuhören und lernen ;)

  • Ich möchte nochmal gerne bei Frisch unterschreiben und allen, die hier unermüdlich die Strukturen aufzeigen.

    Es ist ja wirklich absurd, wenn wir hier wissenschaftlich fundierte Fakten gegen einzelne Meinungen diskutieren müssen.

    Mondschein ich mein das nicht böse. Aber du hast sogar mit mir schon in Themen diskutiert bei denen es z.B. um GenderCareGap und ähnliches ging.

    Ich hatte es schonmal geschrieben. Ich versuche genau da etwas zu ändern, wo ich es ändern kann.

    Natürlich kann ich mein Leben lang darauf hinweisen wie unfair das alles ist (ja ist es natürlich), dann habe ich am Ende genau garnichts erreicht.

    Ich kann aber auch hingehen und mein eigenes Verhalten ändern, in kleinen Bereiche etwas ändern und mich selbst hinterfragen....

    Ich neige nicht dazu mich darauf auszuruhen, dass es einfach eine strukturelle Benachteiligung ist.

    Das kann jede gerne anders machen.

    Das lässt sich ja auf unendlich viele andere Themen übertragen.

    Nur weil ich mal darauf hinweise, dass man auch selbst etwas ändern kann und sich auch mal selbst hinterfragen kann, warum man z.B. nicht zum Frauensport geht und diese Teams supportet. Heißt das eben nicht, dass ich das System dahinter nicht durchblicke.

    Mich persönlich frustriert eher das ständige hinweisen darauf, was bringt das irgendwem, wenn man nicht selbst anfängt im eigenen Umfeld genau das aufzubrechen?

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Entschuldige Kajak

    So war das gar nicht gemeint.

    Ich bin absolut für Geschichten aus dem Alltag.

    Doch klar. Ich glaube, dass jede das anders erlebt, dass es auch andere Beispiele gibt und dass sich Dinge auch gegen den Trend zum Positiven verändern.

    Und das ist nicht, was ich meine.

    Ich merke einfach, wie schwer es mir fällt die Finger still zu halten, wenn strukturelle Ungerechtigkeiten gegen Mädchem und Frauen mit Einzelfällen wiederlegt werden sollen.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich will garnichts "mit Einzelfällen wiederlegen". Das ist eine Interpretation.

    Ich hab einfach mehr Interesse daran aktiv etwas zu ändern, als über unfaire Strukturen zu diskutieren.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Mondschein okay.

    Da sind wir definitiv einer Meinung. Ich möchte die Dinge auch nach meinen Möglichkeiten im Kleinen verbessern.

    Ich persönlich finde es in meinem Leben hilfreich zu wissen, dass die Ungerechtigkeiten, die ich in meinem Alltag sehe und erlebe, nicht mein eigenes Versagen sind, sondern strukturell. Das heißt ja nicht, dass ich im Einzelnen nichts dagegen tue oder Versuche.

    Es hilft mir auch Menschen und ihre Lebensentscheidungen zu verstehen.

    Aber selbstverständlich ist da jeder anders und manchen ist das gar nicht hilfreich.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Offensichtlich gibt es hier Menschen, die sich wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen und Menschen, die nur aus ihrem normalen Alltag berichten. Wenn das Niveau hier wissenschaftlich sein soll, prima, sagt bescheid und diskutiert untereinander. Wenn es auch darum geht, normale Leute mitzunehmen, fein. Aber macht klar, was Ihr wollt. Der Titel Gender-Kacke klingt für mich nach Auskotzthread und nicht nach einer wissenschaftlichen Diskussion.

    So empfinde ich das leider auch oft. Bei weitem nicht nur in diesem Thema.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Und dennoch spielen wesentlich mehr kleine Jungs Fußball als kleine Mädchen

    Ich wollte hier auch nochmal die starke kulturelle Prägung noch einwerfen. Fußball ist in den usa nämlich ein totaler Frauen Sport.

    Da gibt es dann andere Männerbastionen, schätze ich?
    Ich habe ehrlich keine Ahnung, wie es mit Frauen im Football aussieht. Zumindest in Deutschland sieht man ja nur Männer bei NFL Übertragungen.

    Ich fürchte, ganz schlecht. In der Football Mannschaft meines Sohnes gab es in der U18 zwei Mädchen, die da gefühlt überhaupt nicht integriert wurden. Es gab aber keine Mädchenmannschaft, obwohl es in unserer Stadt schon einen Verein gibt, der relativ erfolgreich war. Also haben sich die Mädchen da durchgebissen und irgendwann aufgehört. In den USA ist das auch ein totaler Nischensport. Ich habe das gerade mal gegoogelt und lasse euch - sehr sprachlos- diesen Link hier:

  • Offensichtlich gibt es hier Menschen, die sich wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen und Menschen, die nur aus ihrem normalen Alltag berichten. Wenn das Niveau hier wissenschaftlich sein soll, prima, sagt bescheid und diskutiert untereinander. Wenn es auch darum geht, normale Leute mitzunehmen, fein. Aber macht klar, was Ihr wollt. Der Titel Gender-Kacke klingt für mich nach Auskotzthread und nicht nach einer wissenschaftlichen Diskussion.

    So empfinde ich das leider auch oft. Bei weitem nicht nur in diesem Thema.

    Ich weiß nicht. Es geht doch nicht um wissenschaftlich oder nicht, aber mir fällt das schon auch in vielen Themen auf, dass immer die Einzelfälle herangezogen werden, um Dinge auf Metaebene zu belegen und das dann immer und immer wieder geschrieben wird. Ich habe in sehr vielen Threads überhaupt keine Lust mehr, zu schreiben. Ich finde das total ermüdend.

  • Mondschein okay.

    Da sind wir definitiv einer Meinung. Ich möchte die Dinge auch nach meinen Möglichkeiten im Kleinen verbessern.

    Ich persönlich finde es in meinem Leben hilfreich zu wissen, dass die Ungerechtigkeiten, die ich in meinem Alltag sehe und erlebe, nicht mein eigenes Versagen sind, sondern strukturell. Das heißt ja nicht, dass ich im Einzelnen nichts dagegen tue oder Versuche.

    Es hilft mir auch Menschen und ihre Lebensentscheidungen zu verstehen.

    Aber selbstverständlich ist da jeder anders und manchen ist das gar nicht hilfreich.

    Ich lese halt immer nur, dass es ein strukturelles Versagen ist und es wird ja sogar vermutet, dass ich das nichtmal verstehe und man selbst das ja viel besser überblickt hat. Das finde ich auch immer interessant dieses Urteil.

    Schreib doch mal, was du konkret dafür tust. Vielleicht denken dann viele, dass das ja gut ist und man das auch machen könnte. Und so verändert sich dann etwas. Erst klein und dann größer.

    Es ist genau das, was ich meine mit dem Frauensport. Geht doch mal zu den Frauenteams eurer Lieblingssportart. Wenn das sehr viele machen, dann wird sich eben auch dort etwas ändern. Solange in den Minihallen und Stadien nur 1/4 der Plätze belegt sind, wird sich da nichts ändern. Warum auch?

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Ich hab ja zu dem eigentlichen Sportthema gar nichts beizutragen.

    Und was ich zum Herren-Fußball schreiben würde wäre nur wieder Kritik am Gesamtsystem, das mit einer Menge Kohle die Gladiatorenkämpfe unserer Zeit veranstaltet.

    Ich finde, Ana hat mein Gefühl gut beschrieben.

    Persönliche Beispiele schreibe ich ein anderes Mal.

    Und ganz unabhängig meiner persönlichen Erfahrung, finde ich den Sexismus im Sport einfach so offensichtlich und eklig. Siehe Unterwäsche-Liga, oder knappe Beachvolleyball-Outfits.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich hab ja zu dem eigentlichen Sportthema gar nichts beizutragen.

    Und was ich zum Herren-Fußball schreiben würde wäre nur wieder Kritik am Gesamtsystem, das mit einer Menge Kohle die Gladiatorenkämpfe unserer Zeit veranstaltet.

    Ich finde, Ana hat mein Gefühl gut beschrieben.

    Persönliche Beispiele schreibe ich ein anderes Mal.

    Und ganz unabhängig meiner persönlichen Erfahrung, finde ich den Sexismus im Sport einfach so offensichtlich und eklig. Siehe Unterwäsche-Liga, oder knappe Beachvolleyball-Outfits.

    Ich bin die erste, die das System Fußball kritisiert und die Kleidung haben z.B. hier insbesondere Kajak und ich kritisiert.

    Dein Gefühl habe ich verstanden, passt aber nicht auf mich und ich vermute auf andere hier auch nicht.

    Ich habe dagegen das Gefühl, dass viele immer das Große dahinter heranziehen, um zu erklären, warum sie ja garnichts machen können. Passt vermutlich auch nicht auf jede, die hier schreibt.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Was ich dabei nicht verstehe - insbesondere deshalb, weil du ja (zumindest jetzt hier beim Thema Sport) die strukturellen Benachteiligungen klar benennst - weshalb das für dich ein entweder/oder zu sein scheint.

    Ich freue mich wirklich von Herzen für jede Frau, die es schafft, Rollenzuschreibungen zu ignorieren, die Knüppel, die ihr zwischen die Beine geworfen werden, zu überspringen oder zu brechen, und die am besten noch auf ihr direktes (oder weiteres) Umfeld einwirkt, um das Bewusstsein für patriarchale Strukturen und Muster zu schärfen.

    Aber für mich lesen sich viele deiner Beiträge (vielleicht empfange ich das ja falsch und du meinst es ganz anders, aber ich glaube, ich stehe mit dieser Wahrnehmung nicht ganz alleine) so, als wolltest du sagen: Es liegt (fast) nur an uns Frauen. Wir müssen selber aktiv werden, damit wir das kriegen, was uns zusteht. Kritik am Patriarchat ist eh nur Blabla und ändert nichts.

    Aus meiner Sicht ist das zu kurz gesprungen.

    Natürlich ist jede einzelne Frau, die mit dem, was sie tut, den Status Quo in Richtung höhere Geschlechtergerechtigkeit ein Gewinn. Nicht nur für sich selber, sondern auch als Beispiel für andere. Als ich mit T schwanger war, sagte mir mal eine Bekannte, dass sie froh ist, jetzt ein Role Model dafür zu haben, dass man auch als Mutter erwerbstätig sein/bleiben kann. Das ist zwar inzwischen 26 Jahre her, aber damals war ich echt baff, dass sie bis dahin keine andere Frau kannte, die das so handhabt.

    Ich stimme dir zu, dass viele Erkenntnisprozesse für mein Empfinden zu langsam ablaufen. Dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass viele der Gender-basierten Benachteiligungen sich schneller abstellen oder zumindest eindämmen lassen, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass es so, wie es sich im Patriarchat etabliert hat, nicht in Ordnung ist.

    Teilweise hat sowas ja auch schon stattgefunden.

    Natürlich hätte man vor 20-30 Jahren sagen können: Keine Frau muss ihrem Ehemann zu Willen sein und ihren "ehelichen Pflichten" nachkommen, wenn sie keinen Bock auf Sex hat. Sagt sie halt "nein", und wenn er sich trotzdem "nimmt, was ihm zusteht", kann sie sich ja trennen. Ich glaube, es war damals ein Vorgang, der durchaus langen Atem brauchte, aber ich denke, inzwischen herrscht da durchaus überwiegend Konsens (zumindest bei den Frauen und bei einigen Männern), dass Vergewaltigung innerhalb der Ehe mindestens genauso zu ahnden ist wie außerhalb.

    Das möchte ich auch auf andere Bereiche übertragen. Ich will nicht selber Frauensport schauen müssen (der einzige Sport, den ich überhaupt schaue, ist Darts, und auch das eher nur zur Weltmeisterschaft, wo ich mir tatsächlich mehr Frauenbeteiligung wünschen würde) um die Botschaft rüberzubringen: Die aktuelle Berichterstattung ist nicht geschlechtergerecht. Der Teufelskreis aus wenig Berichterstattung bedingt geringes Interesse bedingt wenig Berichterstattung ließe sich mE besser durch gesetzliche Vorgaben durchbrechen als durch einen Aufruf, dass Frauen mehr Frauensport schauen sollen - das könnte natürlich parallel und unterstützend trotzdem passieren, aber nicht als einziges.

    Ich möchte nicht, dass Frauen männerdominierte Berufe ergreifen müssen, um eine gerechte Bezahlung zu bekommen (wünsche mir aber von Kindheit an eine möglichst geschlechtsunabhängige Interessenförderung, das würde das Problem schon zumindest ein bisschen in Gender-gerechtere Bahnen lenken). Da haben Gesetzesvorgaben ja schon ein bisschen was genutzt, der Gap ist kleiner geworden. Aber es ist noch Luft nach oben. Aber auch hier: Nur zu sagen: Das einzige, worauf ich Einfluss habe, ist meine persönliche Berufswahl (und vielleicht die Beratung meiner Kinder, sofern das etwas bringt) ist schön für mein persönliches Wohlempfinden, und ein winziges Steinchen auf dem Weg, aber am großen Ganzen ändert das erstmal wenig. Die Erkenntnis, dass es nicht fair ist, Frauen schlechter zu bezahlen, nur weil sie Frauen sind, und dagegen "von oben" vorzugehen, halte ich für schneller wirksam.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05