Trauben o.Ä. durchschneiden

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  • Zerteilt ihr Trauben o.Ä. 109

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    Hallo,

    eine Frage beim Essen beschäftigt mich immer wieder. Es geht um runde kleine Lebensmittel und um die Gefahr, daran zu ersticken. Unsere Motte ist 19 Monate alt und ein guter Esser - er verschluckt sich sehr selten. Aber es reicht ja theoretisch einmal aus, dass es gefährlich wird.

    Trauben haben wir immer halbiert (weil wir das so irgendwie mitbekommen haben). Bei Heidelbeeren aber bisher nicht. Nach einer Podcast-Folge zum Thema haben wir nun auch damit angefangen, Beeren zu teilen.

    Ich wollte einfach mal ein Stimmungsbild einholen, wie ihr das so handhabt. Hier habe ich nun auch noch gelesen, dass vierteln noch sicherer ist... Also noch mehr schnibbeln. Was zerkleinert ihr noch so? Und wie? Und wann hört man damit auf? Mit fünf?!?

    #danke

  • Trauben, Cherrytomaten, Würstchen etc wurden hier konsequent halbiert bzw geviertelt, bis das Kind mindestens 5 Jahre alt war. Hier steht auf den Würstchenpackungen sogar eine Warnung drauf (Erstickungsgefahr), zusammen mit dem Hinweis, Würstchen bis zum 5. Geburtstag des Kindes doch bitte längs zu halbieren.

  • Ja, geviertelt. Mein Neffe hat sich mal ein an einer Weintraube verschluckt. Der Vater hat es zum Glück geschafft sie raus zu bekommen. Hat aber gedauert, es war wohl sehr schrecklich. Meine Mutter war dabei und hat mich später angerufen und alles erzählt. Ihr geschocktes weinen war sehr sehr eindrücklich, so dass etwas anderes nicht mehr in Frage kam.

    Edit: auch Beeren und Würstchen (da hat man uns beim 1 Hilfe Kurs darauf aufmerksam gemacht)

  • Zu Anfang habe ich sogar Blaubeeren geviertelt. Mit knapp einem Jahr dann alles halbiert. Allerdings die Weintrauben länger als z.B. Blaubeeren oder Würstchen.

    Mit knapp zwei sind wir dann nachlässiger geworden und mit gut zwei halbieren wir nicht mehr. Allerdings gibt es schon Situationen, in denen ich denke, vielleicht sollten wir doch noch. Z.B. wenn plötzlich beim Essen von Weintrauben rumgehampelt oder gelacht wird.

  • Unser Füchslein ist jetzt 4 und bisher halbiere bzw viertle ich Trauben, Würstchen etc. Habe daher vierteln angeklickt.

    Wir werden das bestimmt auch noch eine Weile so handhaben da der Kleine sensorisch sehr empfindlich ist und auch gar keine ganzen Trauben zb essen würde.

    Ich bin allerdings auch eher ängstlich was das betrifft.

  • Wir haben das nie gemacht, aber solche Sachen gab es nicht zum nebenbei-Naschen, sondern nur, wenn jemand von uns Erwachsenen dabei war, und erst so ab etwa 1,5 Jahre.

    Ich habe gedacht, dass das ja ausreicht. Zur Not auf den Kopf stellen, Heimlich-Griff für Kinder. Wäre zwar Scheiße, aber nicht kritisch. Darin hatte ich mich bestätigt gesehen, als der auf dem Beifahrersitz im Kindersitz sitzende T sich mit vielleicht 2 oder 3 eine Einkaufsmünze gefischt und eingesogen hat. Zum Glück war ich noch im Dorf, so dass ich sofort anhalten und aussteigen konnte. Da hat auf-den-Kopf-Stellen sofort geholfen.

    Beim Essen ist das zum Glück keinem meiner Kinder je passiert.

    Wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute aus dem Forum weiß - dass das trotz sofortigem Heimlich-Griff schiefgehen kann - hätte ich das definitiv anders gemacht.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • nein.


    ich bin aber eher nicht ängstlich.

    aber finde es schwer, darüber nachzudenken und auch hier zu schreiben, gerade im wissen darum, dass es eben auch trotz vorsichtsmassnahmen und richtigem reagieren zur katstrophe kommen kann.

    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)

  • Halbiert, bis ca 2 würde ich sagen. Und gleichzeitig nicht mit Essen im Mund rumlaufen als Familienregel.

    Und wie ko_nijntje sagt, es ist ein sehr trauriger Gedanke.

  • nein.


    ich bin aber eher nicht ängstlich.

    aber finde es schwer, darüber nachzudenken und auch hier zu schreiben, gerade im wissen darum, dass es eben auch trotz vorsichtsmassnahmen und richtigem reagieren zur katstrophe kommen kann.

    Ja. Genau das dachte ich auch. #crying

    Ich versuche nur noch darauf zu achten, dass die Kinder nicht mit Essen oder Zahnbürste im Mund rumlaufen. Aber auch einfach deshalb, weil sie sich in Ruhe dafür Zeit nehmen sollen.

  • Ja, der Gandanke ist schrecklich, daher geht es mir auch nicht aus dem Kopf. Ich habe halbieren angeklickt, aber werde nun sicherlich eher vierteln wo ich kann. Und laufend (und auch noch lachend) essen versuchen zu vermeiden.

    Ich habe mich als Kind an einem Nimm2 verschluckt und kann mich da selbst sogar noch dran erinnern. Das war schrecklich. Aber noch besser kann ich mich an den Gesichtsausdruck meiner Mutter erinnern: Blanker Schock. Ich glaube sie musste mich umdrehen und es hat gefühlt eine Ewigkeiten gedauert, bis es wieder draußen war.

    Danke für eure Erfahrungen - jedenfalls habe ich nicht mehr das Gefühl, es zu übertreiben. Lieber auf Nummer sicher gehen. #ja

  • Ich habe früher Beikostkurse gegeben, mit den üblichen Empfehlungen: halbieren, Vorsicht bei elastischen Sachen wie Würstchen, niemals unbeobachtet, immer in Ruhe. Habe on top zu Erste Hilfe Kursen geraten, und damit konnte ich nicht nur leben, sondern hab das auch wirklich so vertreten und konnte das mit viel Ruhe vertreten und über(!)ängstliche Eltern beruhigen (die ihrem Kind gerne bis zur Einschulung nur feinpüriertes gegeben hätten... das andere Extrem). Ich kannte vorher ein Kind, das fast erstickt ist, und da war es tatsächlich ein Wienerle. Also war das für mich ganz klar: man muss mit Vorsicht und Verstand da ran, und dann isses aber auch okay.

    Seit der Katastrophe hier bin ich sehr froh, keine Beikostkurse mehr zu geben, denn ich glaube, ich könnte das nicht mehr mit dieser Ruhe rüberbringen. Also das war nicht der Grund für das Aufhören, aber ich würde es ungern nochmal machen. Fakt ist, man muss niemandem etwas beweisen, wer am frühesten die tollsten Sachen isst. Mund- und Zungenmotorik lernt ein Kind auch mit geviertelten Weintrauben. Vorsicht ist besser als Nachsicht, und niemand, wirklich niemand sollte sein Kind auf diese Weise verlieren müssen.

  • Anima Das mit dem Hinweis auf Würstchenpackungen finde ich sehr spannend. (Im Erste-Hilfe-Kurs wurden auch Würstchen als Gefahrenquelle genannt - vorher hatte ich das überhaupt nicht auf dem Schirm und hier habe ich das auch noch nie auf der Packung gesehen).

    Es gibt ja dieses kleine Symbol:

    b89206c4cedb6e0452979b4af790eee6-Logo_Nicht_geeignet_fuer_Kinder_unter_3_Jahren.jpg

    Logo "Nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren"

    Aber das finde ich oft eher unscheinbar angebracht. Und eine gut Erklärung fehlt auch oft, warum man aufpassen soll und wie man die Gefahr mindern kann.

    Ist das ein Sonderfall oder ist in Israel die Kennzeichnung generell besser, bzw. sensibler?

  • Keine Ahnung. Auf den Würstchenpackungen steht jedenfalls:

    Achtung: für Kinder unter 5 Jahren längs in schmale Streifen schneiden (nicht in Ringe/Rädchen). Die Warnung ist auf Hebräisch und Arabisch.

  • Meine große hat sehr spät erst überhaupt gegessen. Warum sich die Mühe machen wenn Fräulein ja stillen kann? Und Trauben habe ich tatsächlich nicht zur Verfügung gestellt ( auch aus Gründen der pestizidbelastung). Ansonsten war ganz klar, es wird nicht außerhalb des Esstisches gegessen. Herumlaufen schon dreimal nicht.

    Ansonsten habe ich tatsächlich nicht geschnippelt

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Blaubeeren habe ich in dem Alter mit ner Gabel gequetscht. Einzeln aufschneiden war mir zu langwierig.

    Die viereinhalbjährige isst hier inzwischen ganz normal mit.

    Die zweieinhalbjährige noch nicht ganz.

    Weintrauben bekommt sie zur Zeit ganz.

    Haselnüsse sortiere ich noch aus dem Müsli raus.

    Bei Würstchen stört die Schale.

    Gegessen wird am Tisch, im Sitzen.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und ohne Ticker, dafür nur mit der Hälfte der Kinder.

  • Ich habe mich als Kind an einem Nimm2 verschluckt und kann mich da selbst sogar noch dran erinnern.

    Mir ist auch ein Bonbon-Unfall in Erinnerung, da war ich mindestens 7 Jahre alt, war nach der Schule bei einem Klassenkameraden spielen und hab mich mit Bonbon im Mund rückwärts auf sein Bett fallen lassen. Es war pures Glück, dass ich es selbst habe hochhusten können, es war kein Erwachsener anwesend. Seitdem bin ich sehr vorsichtig mit Bonbons. Mein Kind mag zum Glück keine (es ist 8 und bekommt nichts mehr kleingeschnitten).

  • Bonbons sind bei mir verboten #stumm

    Ich bin als Kind mehrfach fast daran erstickt (und an vielen anderen Sachen. Ich erinnere mich an den Abend, an dem es Leber gab. Meine Mutter sprang über den Tisch und griff mir in den Hals, um das Stück raus zu holen. Ich kann nicht älter als 5 gewesen sein.)

    Meine großen Kinder mögen weder Bonbons noch Kaugummi, aber die 9jährige. Sie bekommt Bonbons, wenn ich nicht dabei bin.