Waldorfschulen / Anthroposophie - ein kritischer Thread

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  • Ja. Das war mir nicht klar.

    Ich dachte, die Gedanken von Steiner würden irgendwie reflektiert und wissenschaftlich behandelt. Aber nein. Wer es nicht versteht, "ist noch nicht so weit". Das ist schon das genaue Gegenteil von Wissenschaft #kreischen

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • https://taz.de/Naturkosmetik/!5973846/


    Ein Beitrag über weleda. Sehr interessant

    Weleda kommt mir in der Tat auch nicht mehr ins Haus.

    Den Artikel finde ich... mh.... historsiches Interesse - ja.... ich hätte mir gewünscht mehr zu erfahren was heute ist... und vor allem noch eine nähere Ausführung über... was kannd as Problem mit ätherischen Ölen sein... warum rockt Chemie ?

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich habe mich inzwischen durch einen Großteil der Folgen vom Waldorfsalat gehört und bin echt entsetzt. Einiges wusste ich schon bzw. habe ich geahnt nach dem, was andere so von den Waldorfschulen erzählt haben. Aber das Ausmaß ist teilweise schon wirklich krass und besorgniserregend. #eek

    Und vor allem: Das sind Schulen, an denen man einen staatlich anerkannten Abschluss macht, die zu großen Teilen aus öffentlichen Geldern gefördert werden und letztendlich gibt es da keinerlei Kontrolle oder übergeordnete unabhängige Instanz. Da wird Kindern Atlantis als Fakt verkauft, quasi keine wissenschaftlichen Grundlagen vermittelt, viele Fächer fachfremd unterrichtet und pädagogisch ist ein Großteil aus null ausgebildet und das ist halt einfach ok so? Guckt keiner so genau hin, weil ist doch alles pastellig kuschelig da? #haare


    Das würde an keiner anderen Schule toleriert werden, aber an Waldorfschulen ist es ok?

    Das ist definitiv falsch, staatlich anerkannte Schulen unterliegen immer einer Kontrolle und in den prüfungsrelevanten Fächern bedarf es auch pädagogischer Ausbildung der Lehrkräfte. In den waldorfspezifischen Fächern aber nicht. Das fällt unter Privatschulfreiheit.

    Ich kann die Aufregung hier nur in Teilen verstehen - an jeder religiösen Schule werden auch wissenschaftlich unbewiesene Behauptungen aufgestellt #weissnicht - wo ist da das Entsetzen ?

    4 Jungs 2006-2013, 2 Hunde und 6 Schildis


    Für immer im #herz : Mani,Yaco,Emma, Fini,Bilbo und Dotti - meine allerbesten 4-Pfoten-Freunde #kerze

    Wir sehen uns irgendwann wieder #herzen


    Eines Tages werde wir alle sterben - aber an allen anderen Tagen nicht #sonne

  • Ich habe mich inzwischen durch einen Großteil der Folgen vom Waldorfsalat gehört und bin echt entsetzt. Einiges wusste ich schon bzw. habe ich geahnt nach dem, was andere so von den Waldorfschulen erzählt haben. Aber das Ausmaß ist teilweise schon wirklich krass und besorgniserregend. #eek

    Und vor allem: Das sind Schulen, an denen man einen staatlich anerkannten Abschluss macht, die zu großen Teilen aus öffentlichen Geldern gefördert werden und letztendlich gibt es da keinerlei Kontrolle oder übergeordnete unabhängige Instanz. Da wird Kindern Atlantis als Fakt verkauft, quasi keine wissenschaftlichen Grundlagen vermittelt, viele Fächer fachfremd unterrichtet und pädagogisch ist ein Großteil aus null ausgebildet und das ist halt einfach ok so? Guckt keiner so genau hin, weil ist doch alles pastellig kuschelig da? #haare


    Das würde an keiner anderen Schule toleriert werden, aber an Waldorfschulen ist es ok?

    Das ist definitiv falsch, staatlich anerkannte Schulen unterliegen immer einer Kontrolle und in den prüfungsrelevanten Fächern bedarf es auch pädagogischer Ausbildung der Lehrkräfte. In den waldorfspezifischen Fächern aber nicht. Das fällt unter Privatschulfreiheit.

    Ich kann die Aufregung hier nur in Teilen verstehen - an jeder religiösen Schule werden auch wissenschaftlich unbewiesene Behauptungen aufgestellt #weissnicht - wo ist da das Entsetzen ?

    Ist das so? Habe ich bei den Kindern, die eine solche besuchen, noch nicht mitbekommen.

  • Ich habe mich inzwischen durch einen Großteil der Folgen vom Waldorfsalat gehört und bin echt entsetzt. Einiges wusste ich schon bzw. habe ich geahnt nach dem, was andere so von den Waldorfschulen erzählt haben. Aber das Ausmaß ist teilweise schon wirklich krass und besorgniserregend. #eek

    Und vor allem: Das sind Schulen, an denen man einen staatlich anerkannten Abschluss macht, die zu großen Teilen aus öffentlichen Geldern gefördert werden und letztendlich gibt es da keinerlei Kontrolle oder übergeordnete unabhängige Instanz. Da wird Kindern Atlantis als Fakt verkauft, quasi keine wissenschaftlichen Grundlagen vermittelt, viele Fächer fachfremd unterrichtet und pädagogisch ist ein Großteil aus null ausgebildet und das ist halt einfach ok so? Guckt keiner so genau hin, weil ist doch alles pastellig kuschelig da? #haare


    Das würde an keiner anderen Schule toleriert werden, aber an Waldorfschulen ist es ok?

    Das ist definitiv falsch, staatlich anerkannte Schulen unterliegen immer einer Kontrolle und in den prüfungsrelevanten Fächern bedarf es auch pädagogischer Ausbildung der Lehrkräfte. In den waldorfspezifischen Fächern aber nicht. Das fällt unter Privatschulfreiheit.

    Ich kann die Aufregung hier nur in Teilen verstehen - an jeder religiösen Schule werden auch wissenschaftlich unbewiesene Behauptungen aufgestellt #weissnicht - wo ist da das Entsetzen ?

    Nicht dass ich ein Fan religiöser schulen bin...aber Glauben hat was mit glauben zu tun.

    Diese Tatsache können religiöse Schulen natürlich verschweigen. Leugnen können sie es jedoch nicht.

  • Disclaimer: Ich beziehe mich auf Infos aus dem Podcast. Habe selbst keine Erfahrungen.


    Was dort erzählt wurde, war, dass Fakt und Fiktion direkt nebeneinander stehen. Also dass in Geschichte Atlantis und die Antike behandelt wird. Ohne zu unterscheiden, was nun bewiesen ist, und was nicht.


    Das hat mich erschrocken.


    Aber die Erzählungen über Steiner finde ich irgendwie noch krasser. Der hat ohne Ahnung zu ganz vielen Themen geredet, ein bisschen Spiritualität reingemischt und alles wurde aufgeschrieben. Und damit gibt es heute keine kritische Auseinandersetzung.

    Also, falls das wirklich so sein sollte, finde ich das sehr schwierig.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • ich kann die Aufregung hier nur in Teilen verstehen - an jeder religiösen Schule werden auch wissenschaftlich unbewiesene Behauptungen aufgestellt #weissnicht - wo ist da das Entsetzen ?

    Was aus meiner Sicht ein Grundproblem der Waldorfschulen ist - sie sind absolut nicht transparent bzgl. der dahinterstehenden "Ideologie". Weder erzählen sie das den Eltern noch wird es den Kindern unterrichtet. Das ist ein Riesenunterschied zu z.B. einer katholischen Schule wo jedermann klar ist, was da dahintersteckt und dass die Kinder sicher das ein oder andere aus der katholischen Relgion mitbekommen.


    Ich habe vor Jahren angefangen, mich mit Steiner auseinanderzusetzen, weil ich im Familienkreis Leute habe, die auf Waldorfschulen gegangen sind, im Erwachsenenalter die Steiner-Schriften studiert haben und ganz offensichtlich auch im Rentenalter Steiner-Anhänger sind und immer mal wieder Statements raushauen, die mich vom Hocker hauen. Erst als ich anfing, mich mit Waldorf/Steiner auseinanderzusetzen habe ich überhaupt angefangen zu verstehen, was die offenbar für ein Weltbild haben.

  • was kannd as Problem mit ätherischen Ölen sein... warum rockt Chemie ?

    ICh habs so verstanden, dass nicht Chemie rockt sondern halt LSF 50 wesentlich besser Sonnenbrand verhindert als der LSF 6 in ihrer Kindheits-Weleda-Creme.


    Und mit ätherischen Ölen - ich bin selber ja absolut begeistert von Aromatherapie und finde die haben auch durchaus ihre Berechtigung.

    Aaaaber: das sind halt zum einen letztlich alkoholische Lösungen (trocknen also die Haut aus - je nach Dosierung stärker oder schwächer) und zum Anderen gibts da halt auch ganz viele Allergien drauf.

    Und vor allem: man sollte es mit Bedacht und sinnvoll anwenden. Einfach mal pauschal jedem Kind nen Mix aus Heilpflanzenauszügen (was die ja letztlich sind) draufschmieren nur weils gut riecht macht einfach null Sinn und schadet letztlich mehr als es hilft.

    Kleines alltägliches Beispiel: Pfefferminzöl wurde wissenschaftlich bestätigt als genauso hilfreich gegen Kopfschmerzen wie Aspirin rausgefunden.

    Würde ich nun aber täglich Pfefferminzöl an den Kopf machen auch ohne Kopfschmerzen zu haben, würde es 1. irgendwann einfach nix mehr helfen weil der Körper sich dran gewöhnt, 2. die Haut auf Dauer reizen und austrocknen. Macht ja keinen Sinn (ganz zu schweigen von der Möglichkeit von Allergien und davon, dass kleine Kinder z.B. von Pfefferminzöl-dämpfen Atemnot kriegen können)

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Da wird Kindern Atlantis als Fakt verkauft, quasi keine wissenschaftlichen Grundlagen vermittelt, viele Fächer fachfremd unterrichtet und pädagogisch ist ein Großteil aus null ausgebildet und das ist halt einfach ok so? Guckt keiner so genau hin, weil ist doch alles pastellig kuschelig da?

    Hast Du gelesen, was ich weiter vorne schrieb? Ich mag mich nicht ständig wiederholen.


    Diese Vorwürfe gelten nur für einen Teil der Waldorfschulen; von denen, die ich persönlich genauer kenne, war nur eine so. Deren Lehrkräfte-Kollegium wurde vor einigen Jahren größtenteils ausgetauscht, damit sie als Schule weiter bestehen konnte. Es schaute nämlich doch jemand hin. An den vernünftigen Waldorfschulen wird das Curriculum laufend neuen Erkenntnissen angepasst.

    Refinanziert werden nur ausgebildete Lehrkräfte oder fortgebildete Quereinsteigende wie an staatlichen Schulen, und refinanziert wird auch nur der Unterricht, den es an staatlichen Schulen ebenfalls gibt.

    Ich habe an Waldorfschulen die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens gelernt und konnte das im Grundstudium wesentlich besser als meine Kommilitoninnen von normalen Gymnasien. Von Atlantis hörte ich gleichauf mit anderen Mythen wie der rätselstellenden Sphinx oder den indischen Veden, nicht als von einer historischen Tatsache. Das war nicht zu verwechseln.


    Man kann der gesamten Bewegung mit Recht so einiges vorwerfen, aber der Waldorfsalat stellt einen negativ-Ausschnitt als normal dar und lässt anderes unter den Tisch fallen. Nehmt den nicht als einzige Informationsquelle!

  • Das wurde auch schon geschrieben, aber zum Thema gute waldorfschulen: grundlegend zu kritisieren ist eine Struktur, hier die waldorfpädogik, die sich per definitionem der Überarbeitung, Weiterentwicklung und der Auseinandersetzung mit Kritik entzieht. Wenn dann irgendwer auf der Basis doch toll unterrichtet ist das für mich der geistliche der tolle Kirche für Kinder anbietet und dennoch ist da die Institution Kirche die sich der Aufarbeitung systematischer misshandlung und missbrauch an Kindern entzieht bzw. versucht zu entziehen.

  • aber was ich nicht verstehe: wenn diese ganzen Kritikpunkte "nicht für diese oder jene, v.a. nicht für meine Schule" gilt- wenn also eigentlich an den meisten Waldorfschulen gar nicht nach Steiner gearbeitet wird- was ist denn dann das Tolle, Andere, Bessere an Steinerschulen?

    Dann bleibt doch nur das Pastellig-Schöne (ich find's ästhetisch meist so naja...) oder?


    hat sich überschnitten. Nein, ich sehe das Problem bei Waldorf im Inhalt, nicht (nur) in der Institution/Struktur.

    Das finde ich einen klaren Unterschied zur Kirche.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • annalin Struktur sollte hier alles bedeuten, Inhalte, Aufbau, Methoden,…

    Alles worauf sich bezogen wird ist von steiner geschaut und braucht weder anhand aktueller Pädagogik, Psychologie oder sonstwas überprüft und angepasst werden. Das ähnelt zum Beispiel der Verweigerung Zölibat neu zu diskutieren trotz hinreichender Beweise, dass Kinder opfer werden obwohl Frauen das begehrte Objekt sind. So klarer wie ich’s meine?

  • Naja, das ist jetzt aber sehr spitzfindig.

    Ich will die Theorien oder Ansätze von Waldorf jetzt gar nicht groß verteidigen - aber die Geschichten aus der Bibel werden in religiösen Schulen eben nicht als Glauben sondern als „das ist so“ dargestellt, die Existenz Gottes, die Existenz Jesu - da sagt doch keiner - also wer dran glaubt, für den stimmt das, aber muss man nicht….

    Sorry, das passt für mich nicht.

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  • ich kann die Aufregung hier nur in Teilen verstehen - an jeder religiösen Schule werden auch wissenschaftlich unbewiesene Behauptungen aufgestellt #weissnicht - wo ist da das Entsetzen ?

    Was aus meiner Sicht ein Grundproblem der Waldorfschulen ist - sie sind absolut nicht transparent bzgl. der dahinterstehenden "Ideologie". Weder erzählen sie das den Eltern noch wird es den Kindern unterrichtet. Das ist ein Riesenunterschied zu z.B. einer katholischen Schule wo jedermann klar ist, was da dahintersteckt und dass die Kinder sicher das ein oder andere aus der katholischen Relgion mitbekommen.


    Ich habe vor Jahren angefangen, mich mit Steiner auseinanderzusetzen, weil ich im Familienkreis Leute habe, die auf Waldorfschulen gegangen sind, im Erwachsenenalter die Steiner-Schriften studiert haben und ganz offensichtlich auch im Rentenalter Steiner-Anhänger sind und immer mal wieder Statements raushauen, die mich vom Hocker hauen. Erst als ich anfing, mich mit Waldorf/Steiner auseinanderzusetzen habe ich überhaupt angefangen zu verstehen, was die offenbar für ein Weltbild haben.

    Naja, das Eltern „nicht wissen“ welche Ideologie dahintersteckt halte ich aber auch für fragwürdig. Eltern sin doch einfach erwachsene Menschen, die sich dieselben Informationen wie jeder andere hier aus dem Netz ziehen können. Und vielleicht aufgrund der Situation vor Ort - Ideologie hin- oder her - ein gutes Gefühl bei einer Schule haben.

    Ich erlebe es hier im Forum für meine Lebensrealität überdurchschnittlich oft, dass eine sehr hoher moralischer Standard herrscht, der konsequent im RL umgesetzte ( werden kann) - zB Firmen zu boykottieren, weil der Gründer mit diesem oder jenem nicht akzeptablen Gedankengut in der Öffentlcihkeit war, dieses oder jenes umweltrechtlich nicht akzeptables getan hat, diese oder jene Eignung nicht zu lesen, weil…usw

    Ich will das nicht verurteilen - auf keinen Fall - aber auch wenn die grundsätzliche Ideologie von Waldorf sicher nicht nachahmenswert ist, muss nun nicht jeder die einzelne Waldorfschule aus moralischen Gründen meiden oder verurteilen, wenn dort ein für das eigene Kind guter Ansatz stattfindet. Und doch - die einzelnen Waldorfschulen unterscheiden sich extrem.

    Und nur weil man selbst mit Fabulationen nichts anfangen kann - wer bin ich, derart darüber zu urteilen ? es kommen doch reichlich intelligente und gebildete Menschen auch aus Waldorfschulen, wie man hier im Forum gut sehen kann.

    Also bei aller Kritik - der Absolutismus der hier zuweilen herrscht, den finde ich schwierig.

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  • aber was ich nicht verstehe: wenn diese ganzen Kritikpunkte "nicht für diese oder jene, v.a. nicht für meine Schule" gilt- wenn also eigentlich an den meisten Waldorfschulen gar nicht nach Steiner gearbeitet wird- was ist denn dann das Tolle, Andere, Bessere an Steinerschulen?

    Dann bleibt doch nur das Pastellig-Schöne (ich find's ästhetisch meist so naja...) oder?


    hat sich überschnitten. Nein, ich sehe das Problem bei Waldorf im Inhalt, nicht (nur) in der Institution/Struktur.

    Das finde ich einen klaren Unterschied zur Kirche.

    Na, ich glaube die Art und was unterrichtet wird ist ja schon durchaus anders. Für mich ist Waldorf nur ein Puzzelsteinchen unter vielen bei den Privatschulen. Natürlich ein durchaus bedeutendes, weil es weit über die pädagogischen Fragen hinaus eine „Lehre“ darstellte - das sage ich jetzt mal bewusst in der Vergangenheitsform, weil ich glaube, dass da eine gewisse Bewegung weg von erfolgt. Aber das dauert. Siehe katholische Kirche

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  • Und - ich find es durchaus auch inhaltlich schwierig, was in kirchlichen Schulen unterrichtet wird - HImmel und Hölle, strafender Gott, die Rolle der Frau, die „klassische“ Ehe und Fortpflanzungspflichten usw…..

    Ne, da ist die christlich geprägte Schule für mich inhaltlich auch nicht zwingend akzeptabel, aber in unserer Gesellschaft natürlich tiefer verankert.

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  • ch will die Theorien oder Ansätze von Waldorf jetzt gar nicht groß verteidigen - aber die Geschichten aus der Bibel werden in religiösen Schulen eben nicht als Glauben sondern als „das ist so“ dargestellt,

    Von welcher "religiösen" Schule redest Du?


    An Schulen in kirchlicher Trägerschaft unterrichten Lehrkräfte, die an staatlichen Universitäten Theologie studiert haben. Es waren deutsche Theologen, die viele Methoden der Textkritik und der historischen Forschung entwickelt haben, die heute auch in den anderen geisteswissenschaftlichen Disziplinen genutzt und gelehrt werden.


    Die Bibel ist ein recht vielfältiges Buch mit Erzählungen von Glaubenserfahrungen aber auch ein historisches Dokument im Kontext ihrer Entstehungsgeschichte.

  • Und - ich find es durchaus auch inhaltlich schwierig, was in kirchlichen Schulen unterrichtet wird - HImmel und Hölle, strafender Gott, die Rolle der Frau, die „klassische“ Ehe und Fortpflanzungspflichten usw…..

    Ne, da ist die christlich geprägte Schule für mich inhaltlich auch nicht zwingend akzeptabel, aber in unserer Gesellschaft natürlich tiefer verankert.

    Kennst du eine kirchliche Schule, an der es so wie von dir beschrieben zugeht? Welche genau ist das und von welcher Konfession wird sie betrieben?


    An kirchlichen Schulen gibt es, ebenso wie an staatlichen Schulen, das Fach Religion (evangelisch oder katholisch). Die Kinder wissen so von vornherein, dass es im Fach Religion um Religion geht. Und im Fach Geschichte geht es um Geschichte und in Biologie geht es um Biologie usw.


    In Waldorfschulen gibt es das Fach Religion nicht, auch nicht ein Fach "Mythen" oder so. Sondern es werden die Mythen verschiedener Kulturkreise einfach zusammen mit historischen Begebenheiten und Naturgesetzen behandelt. Inwieweit den Kindern dann trotzdem klar ist, dass das eine Weltanschauung und das andere (Natur-) wissenschaft ist, hängt vom Talent und Engagement der jeweiligen Lehrkraft ab.


    Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    Es gibt etwas Gutes in dieser Welt, Herr Frodo. Und dafür lohnt es sich, zu kämpfen. (Samweis Gamdschie)

  • An den Waldorfschulen wird nach Steiner gearbeitet, aber die meisten nehmen seinen Auftrag ernst, mit der Zeit zu gehen. Für diese sich fortlaufend modernisierenden Schulen (der Verband der Waldorfschulen steht auf der Kippe, man denkt über eine Spaltung nach) gelten viele der Vorwürfe im Waldorfsalat nicht.

    ich sehe das Problem bei Waldorf im Inhalt, nicht (nur) in der Institution/Struktur.

    Da kann man dann ins Grundsätzliche gehen und inhaltlich arbeiten. Das ist nötig!


    Meine Kinder sind z.B. nicht an einer Waldorfschule, weil sie sich nicht zu den vorgegebenen Zeiten für die vorgesehenen Themen interessieren, sondern zu ganz anderen Zeitpunkten; das Entwicklungsmodell mit den unterschiedlichen Inkarnationsschritten zu bestimmten Zeiten passt auf meine Kinder nicht. Sie sind nun auch nach entwicklungspsychologischen Maßstäben asynchron entwickelt, aber bei weitem nicht als einzige: für wen gilt das Entwicklungsmodell wirklich? Es gibt Kinder, die perfekt hineinpassen und darin bestens gedeihen, aber woran erkennt mensch das?


    Eine andere grundsätzliche Frage ist die, wie säkular der Unterricht und das Schulleben sein sollten. In anthroposophischen Einrichtungen aller Art ist der Alltag spirituell, Feste und Feiern sind es erst recht. Es ist ein christlich-animistisches Weltbild, auch Steine haben einen Geist, komplexe Zusammenhänge erst recht. An welcher Stelle wird aus der Beobachtung eine Wertung, welcher Geist gilt als zu fördern, welcher gilt als zu bekämpfen? Welche Werte werden da vermittelt? Sehe ich das auch so und will es für mein Kind?