Krankenzusatzversicherung

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  • Und wenn man für die Option bezahlt, ist es total logisch, dass man diese dann auch einfordert.

    Die Option bezahlt man bei der Versicherung, die keine Geschäftsbeziehung zum Krankenhaus hat. Und die Option heisst, dass mir für die kommenden Jahre an jedem Tag im Jahr spontan ein Einzelzimmer zur Verfügung stehen muss.

    Das ist schon ziemlich absurd. Und die Kliniken können nichts dafür, müssen es aber ausbaden, dass Versicherungen sowas verkaufen.

  • Und wenn man für die Option bezahlt, ist es total logisch, dass man diese dann auch einfordert.

    Die Option bezahlt man bei der Versicherung, die keine Geschäftsbeziehung zum Krankenhaus hat. Und die Option heisst, dass mir für die kommenden Jahre an jedem Tag im Jahr spontan ein Einzelzimmer zur Verfügung stehen muss.

    Das ist schon ziemlich absurd. Und die Kliniken können nichts dafür, müssen es aber ausbaden, dass Versicherungen sowas verkaufen.

    Exakt auf den Punkt gebracht.

    Dankeschön!

  • Im besten Fall werden dann bei anstehenden Sanierungen mehr Doppel- und Einzelzimmer gebaut. Der Trend geht ja schon eher davon weg noch 4 Bettzimmer zu planen, wenn neue Flure angelegt werden. Hier ist das zumindest so. Davon hat man als einzelner Patient jetzt aber erstmal nichts. Vielleicht aber in Zukunft.

    Ich habe bisher auf so eine Versicherung verzichtet, weil das Preis Leistungsverhältnis nicht so passt. In dem KH, indem ich zuletzt gearbeitet habe, bekamen die „richtigen“ Privatpatienten zuerst ihr Zimmer auf dem Privatflur, denn die bringen nun mal am meisten Geld. Und erst wenn dann noch Platz übrig ist, konnten Menschen mit Zusatzversicherung oder Selbstzahler da auch noch rein. Was aber oft nicht möglich war. Immerhin hatte dieses KH auch für Kassenpatienten ohnehin durchgängig nur Doppelzimmer und oft sogar Einzelzimmer, weil Geriatrie und anders gar nicht umsetzbar bei unruhigen Patienten. Von daher war das kein allzuschlimmes Drama. Trotzdem wollten alle gerne auf dem Privatflur legen, wegen des tatsächlich tollen Chefarztes und dem schöneren TV.

    Ich hab schon mal im 4 Bett gelegen und fand es schrecklich. Und dann lag ich mal im Zweitbett und es war trotzdem schlimm, weil mein kleiner Zimmernachbar die ganze Nacht geschrien hat mit seinem gebrochenen Bein. Mein Mann lag einmal schlimm im 3 Bett Zimmer und einmal war es recht nett. Zuletzt konnte ich mich für eine ambulante OP entscheiden, war super- aber die Schmerzen bis nach hause noch zu fahren, waren auch wieder uncool, da wäre 1 Nacht im KH doch wieder besser gewesen. Schön wäre es wohl, wenn man Gesundheit buchen könnte.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Mein Vater war privat versichert und wir haben auf Einzelzimmer und Chefarzt pipapo verzichtet, weil uns auch wichtig war, dass jemand noch bei ihm im Zimmer ist. Chefarztbehandlung hab ich als Angehörige schrecklich gefunden. Mit den Oberärzten konnte man auch als "Normalo" reden, während Chefärzte schlecht zu erreichen und ziemlich von oben herab waren.

    Mein Schwager ist Richter und verzichtet auch auf Grund schlechter Erfahrungen auf Chefarztbehandlung.

    Danke Naru für deinen Einblick.

    holly mit Tochter (07/03) und Sohn (06/06)

  • Und wenn man für die Option bezahlt, ist es total logisch, dass man diese dann auch einfordert.

    Die Option bezahlt man bei der Versicherung, die keine Geschäftsbeziehung zum Krankenhaus hat. Und die Option heisst, dass mir für die kommenden Jahre an jedem Tag im Jahr spontan ein Einzelzimmer zur Verfügung stehen muss.

    Das ist schon ziemlich absurd. Und die Kliniken können nichts dafür, müssen es aber ausbaden, dass Versicherungen sowas verkaufen.

    Exakt auf den Punkt gebracht.

    Dankeschön!

    Ganz genau, die Kliniken müssen das ausbaden!

    Da müsste sich was ändern. Aber wie müsste so eine Änderung aussehen? Und von wem müsste sie durchgesetzt werden?

    Dieser Beitrag kann eine eigene Meinung enthalten. Im Idealfall ist es die des Verfassers. :evil:

  • Chefarztbehandlung würde ich never ever versichern. Allein, was man da ggf. zusätzlich warten muss fände ich unerträglich. Meine Schwester hat es extra aus dem PKV-Verzrägen ihrer Kinder rausnehmen lassen. Wenn es den behandelnden Ärzt:innen sinnvoll erscheint, wird ja auch bei GKV-Versicherten ein:e Chef- oder Oberärzt:in hinzugezogen (das Vergnügen hatte ich schon mehrmals bei gar nicht mal so komplizierten bzw kritschen Sachen).

    Ein Einzelzimmer kann man, wenn verfügbar, selbst bezahlen. Wenn es nicht verfügbar ist, zahlt man dann wenigstens nix. Und das sehe ich so, obwohl ich anders als andere hier im Thread, so gar nicht sehe "dass man im KH andere Probleme hat" als ein oder mehrere fremde Zimmernachbar:innen. Also doch ja, man hat andere Probleme. Aber das Problem mit den fremden Menschen, die 24h Stunden imnsleben Raum.sind, so dass man keinerlei Privatsphäre hat, quasi nie alleine ist, dass fremde Menschen intimste Sachen mitbekommen und man von anderen intimste Dinge mitbekomt, das hat man ja zusätzlich und das macht die ganze Situation auf jeden Fall schlimmer als sie sowieso schon ist. Ich habe mich deswegen auch schon zweimal gegen ärztlichen Rat selbst entlassen.

  • Ich ärgere mich gerade ganz schön darüber, dass der Thread mit Aufregern über ach so unverschämte Patienten, die Krankenhäuser für ein Hotel halten, gesprengt wird. Nachdem ich das Thema eröffnet habe, fühle ich mir persönlich extrem auf die Füße getreten.

    ich finde zwar überhaupt nicht, dass ich mich rechtfertigen muss, aber vielleicht mal die andere Perspektive: ich bin neurodivers und habe schon im ganz normalen Alltag Probleme mit fremden Menschen in meiner Nähe. ich kann zB nicht gut in einem Büro mit anderen Menschen arbeiten, weil die blanke Anwesenheit von anderen Menschen mir wahnsinnig viel Energie zieht. Meine Anspannung ist in solchen Situationen schlichtweg so hoch, dass ich nur schwer meinen Tätigkeiten nachgehen kann. Wenn es mir anderweitig einigermaßen gut geht, kann ich das irgendwie kompensieren, aber je näher mir Menschen kommen und je schlechter es mir geht, desto schwieriger wird es. Dazu kommt, dass ich massive Schlafstörungen habe und auch nicht privat mit anderen Menschen in einem Zimmer schlafe. Ganz einfach, weil die Anspannung bei mir dann extrem hoch ist. private Übernachtungen bei Freunden, auch in verschiedenen Zimmern, kommen für mich eigentlich so gut wie nicht infrage und gehe nur in Ausnahmefällen. ich kann auch niemanden über Nacht bei mir in der Wohnung haben, auch nicht in einem anderen Raum. Der einzige Mensch, mit dem ich nachts ein Zimmer teilen kann, ist mein Kind. Zudem kann ich keine Reize filtern und bin schnell überfordert mit Sinneseindrücken, sei es, weil die Beleuchtung nicht stimmt, oder es zu laut ist oder etwas ungewohnt riecht.

    In einem Krankenhaus war ich bisher nur dreimal und kein einziges Mal bin ich freiwillig über Nacht dort geblieben, ohne dass jemand bei mir geblieben ist. Operationen oder Ähnliches machen mir unglaublich große Angst, vor einer Narkose bekomme ich in der Regel Panikattacken.

    wenn das für euch euch Luxusprobleme sind, dann hoffe ich, dass ich mal mit einfühlsameren Menschen zu tun habe, sollte ich mal ins Krankenhaus müssen.

    und vielleicht noch was: ich gehöre sicherlich nicht zu den Leuten, die, sollten sie eine Zusatzversicherung für ein Einzelzimmer haben, darauf bestehen, dann auch in ein Einzelzimmer zu kommen, wenn es schlichtweg nicht möglich ist. Ich bin der letzte Mensch, der Pflegepersonal wegen sowas anpampt, auf etwas besteht oder sich bei irgendjemanden beschwert. denn ich habe schon ein Verständnis dafür, dass es für manche Dinge einfach auch Grenzen gibt. Dass unser Gesundheitssystem so beschissen ist, ist aber auch nicht meine Schuld. Und deswegen würde ich, wenn sich die Möglichkeit böte, gerne ein Einzelzimmer in Anspruch nehmen, und zwar nicht, weil ich nicht genug Probleme habe, sondern weil die Situation dann wahrscheinlich schon schlimm genug ist und ich mit meinen Ängsten zu kämpfen habe. Dann noch wegen anderer Menschen um mich herum in Daueranspannung ist sicherlich auch nicht besonders geil für die Genesung.


    ich habe hier ganz konkrete Fragen gestellt und auf das meiste schon Antworten bekommen und solltet ihr euch jetzt noch weiter über über unverschämte Patienten mit überzogenen Ansprüchen auskotzen wollen, könntet ihr damit vielleicht irgendwo anders hingehen. Danke.

    Von Yum! zu Mojo

    1977 mit 2009er-Kind

  • Nachdem ich das Thema eröffnet habe, fühle ich mir persönlich extrem auf die Füße getreten.

    Entschuldige bitte. Ich hab da tatsächlich selber auch schon dran gedacht, dass die mittlerweile hier entstandene Diskussion total an deinem Thema vorbei ist. Da fühl ich mich auch mitverantwortlich, und das tut mir wirklich leid.

    Aber ich wollte nochmal sagen, dass ich dein Anliegen zu keiner Zeit als "Luxusproblem" gesehen habe und total nachvollziehen kann. Meine Kritik gilt ausschließlich dem System.

    Dieser Beitrag kann eine eigene Meinung enthalten. Im Idealfall ist es die des Verfassers. :evil:

  • Nachdem ich das Thema eröffnet habe, fühle ich mir persönlich extrem auf die Füße getreten.

    Entschuldige bitte. Ich hab da tatsächlich selber auch schon dran gedacht, dass die mittlerweile hier entstandene Diskussion total an deinem Thema vorbei ist. Da fühl ich mich auch mitverantwortlich, und das tut mir wirklich leid.

    Aber ich wollte nochmal sagen, dass ich dein Anliegen zu keiner Zeit als "Luxusproblem" gesehen habe und total nachvollziehen kann. Meine Kritik gilt ausschließlich dem System.

    Danke, das tut gut.

    Von Yum! zu Mojo

    1977 mit 2009er-Kind

  • Ich kann sehr (!) gut nachvollziehen, was Du schreibst.

  • Danke schön, das brauche ich gerade sehr.

    Von Yum! zu Mojo

    1977 mit 2009er-Kind

  • Hey Mojo ich habe vollstes Verständnis für deine Bedürfnisse. Ich möchte nur zu bedenken geben, das du diese für Geld ,(Versicherung() und gute Worte nicht erfüllt bekommen wirst. Deswegen ist meine Empfehlung spar dir das Geld.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Danke Pony Hütchen - ich denke auf jeden Fall darüber nach. Vielleicht kann man sich ja bei einem Krankenhausaufenthalt auch medikamentös wegbeamen lassen, das wäre vermutlich das Beste…

    Meine Empfehlung ist wirklich das Einzelzimmer ggf selbst zu zahlen. Eine Versicherung nimmt im Zweifel viel Geld dafür, sass es dann doch nicht klappt. Ich glaube nicht, dass sich das lohnt.

  • Danke Pony Hütchen - ich denke auf jeden Fall darüber nach. Vielleicht kann man sich ja bei einem Krankenhausaufenthalt auch medikamentös wegbeamen lassen, das wäre vermutlich das Beste…

    Meine Empfehlung ist wirklich das Einzelzimmer ggf selbst zu zahlen. Eine Versicherung nimmt im Zweifel viel Geld dafür, sass es dann doch nicht klappt. Ich glaube nicht, dass sich das lohnt.

    Das selbst bezahlen habe ich auch schon in Erwägung gezogen und mal nachgeschaut, wie hoch der Tagessatz so ist. Die Range ist natürlich sehr hoch.

    Abgesehen davon, dass einen Krankenhäuser wahrscheinlich keinen Tag länger behalten als unbedingt nötig, würde ich mich im Zweifelsfall auch selbst entlassen, wenn ich nicht klarkomme. ich fürchte mich halt nur davor, dass vielleicht mal irgendwas größeres ansteht, wo ich das nicht so einfach könnte. Ich bin ja auch allein. ich kann ja gegebenenfalls auch privat ein bisschen Geld auf die Seite schaffen für den Fall der Fälle…

    Von Yum! zu Mojo

    1977 mit 2009er-Kind

  • Das selbst bezahlen habe ich auch schon in Erwägung gezogen und mal nachgeschaut, wie hoch der Tagessatz so ist. Die Range ist natürlich sehr hoch.

    Abgesehen davon, dass einen Krankenhäuser wahrscheinlich keinen Tag länger behalten als unbedingt nötig, würde ich mich im Zweifelsfall auch selbst entlassen, wenn ich nicht klarkomme. ich fürchte mich halt nur davor, dass vielleicht mal irgendwas größeres ansteht, wo ich das nicht so einfach könnte. Ich bin ja auch allein. ich kann ja gegebenenfalls auch privat ein bisschen Geld auf die Seite schaffen für den Fall der Fälle…

    Statistisch gesehen wird sowas ja generell eher empfohlen. Aber ich bin auch eher der Typ, der dann eine Versicherung zahlt, weil das irgendwie besser für meinen inneren Frieden ist.

    Wie wahrscheinlich ist es denn, dass es bei dir viele Krankenhausaufenthalte gibt? Davon würde ich das wohl abhängig machen, ob ich eine Versicherung abschließe oder eher privat denselben Betrag, den eine Versicherung für meine Bedürfnisse kosten würde, monatlich auf ein separates Konto lege und davon dann ggf. (wenn das KH die Option bietet bzw die Kapazitäten hat) meine zusätzlichen Bedürfnisse finanziere.

    Das müsstest du halt mal gegenrechnen, wenn das in Frage käme.

    Dieser Beitrag kann eine eigene Meinung enthalten. Im Idealfall ist es die des Verfassers. :evil:

  • Ich weiß gar nicht, wie wahrscheinlich es ist. Ich bin im Moment extrem sensibilisiert für das Thema, weil gerade so viele gesundheitliche Baustellen zusammenkommen. Möglicherweise Insulinresistenz, möglicherweise Rheuma, ich renne zur Zeit von Arzt zu Arzt, um mal gründlich durchdiagnostizieren zu lassen, weil ich jahrelang keine Zeit dafür hatte, sich die Beschwerden langsam sehr häufen und leider auch mittlerweile sehr unangenehm sind. Krampfadern sind auch ein Thema, aber sowas wird ja ambulant gemacht. eventuell muss das Knie aber auch noch mal operiert werden, das wurde beim ersten Mal 2020 ambulant erledigt, aber ich hab leider immer noch ziemlich starke Schmerzen manchmal. ich bin gerade psychisch auch nicht in einer besonders guten Verfassung und hab gerade sehr mit allen möglichen Sorgen und Ängsten zu kämpfen. Da kommen Krankheitsängste wahnsinnig schnell hoch bei mir, ich hab da leider auch einen ziemlichen Schaden weg. was auf jeden Fall sein muss, ist eine Kur, aber da ist man ja glaube ich sowieso immer alleine in einem Zimmer. Bei allem anderen würde ich auf dem Absatz kehrt machen.

    Von Yum! zu Mojo

    1977 mit 2009er-Kind

  • Operationen oder Ähnliches machen mir unglaublich große Angst, vor einer Narkose bekomme ich in der Regel Panikattacken

    In dem Fall bekommt man aber doch aus medizinischer Indikation eine Begleitung oder entsprechendes Zimmer. Wenn möglich natürlich.

    Und das hat für mich auch mehr Priorität, als jemand mit Zusatzversicherung, der seinen Anspruch erfüllt haben will.

  • In dem Fall bekommt man aber doch aus medizinischer Indikation eine Begleitung oder entsprechendes Zimmer. Wenn möglich natürlich.

    Genau, ich weiß aus zweiter Hand von einer Frau mit Autismus (also Asperger, ist schon eine Handvoll Jahre her), die vom Psychiater ein Attest hatte, dass sie aus psychischen Gründen ein Einzelzimmer braucht. Ob das dann vorhanden ist und ihr gegeben wird, ist natürlich die nächste Frage, aber immerhin besteht grundsätzlich diese Möglichkeit. :)