Kurze Fragen, Kinder und Erziehung

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  • Vielen Dank! Das hilft mir beim Einordnen.

    Cesalu : kannst Du Dich an irgendwas erinnern, was in den Momenten (nicht) geholfen hat?

    Herr Gummibär : ja, das macht total Sinn, danke!

    Bidi : oh, jetzt wo Dus sagst hatten alle Situationen in irgendeiner Form auch was mit Vergänglichkeit zu tun. Spannend.

    Nochmal, danke Euch!!

  • Was mir geholfen hat oder hätte, kann ich nicht mehr wirklich sagen. Wahrscheinlich das, was du oben schon schreibst: In den Arm nehmen, da sein.

    Bei mir hatte es auch definitiv auch immer etwas mit Vergänglichkeit und dem entstehenden Bewusstsein dafür zu tun.

  • K1 (4,5) hat den ganzen Tag irgendwas im Mund - den Ärmel, den Kragen, einen Finger, die halbe Hand, eine Haarsträhne und ich höre mich Tausende Male sagen "nimm dies aus dem Mund, nimm das aus dem Mund" - so oft, dass ich mich selbst schon nerve (mir kommt das auch noch von meinem Vater bekannt vor). Was mache ich? Weiter nerven oder ignorieren und soothen lassen?

  • Ich habe dem Möpp eine Kette mit beißring umgehangen. Unter Autismus adhs kau Kette zu finden. Hat ihm gut gefallen, hat er gut genutzt - Die Löcher in den pullovern und Hosen wurden trotzdem immer mehr. Mit 11 wird es etwas weniger, wenn grundstimmung okay ist. Würde also eher Ursachen als Symptome bekämpfen.

  • Danke für den Tipp! Hatte ich noch nie von gehört.

    Es gab ein paar Umbrüche in den letzten Monaten, die ihm sehr zusetzen. Wir versuchen ihm schon alle Aufmerksamkeit zu geben, aber es ist herausfordernd. Er ist wie ein kleiner Dampfkessel und das Kauen scheint ihm ein bisschen Druck rauszunehmen.

  • Du kannst mal schauen, es gibt so "Skills Listen", fidget toys, da geht einiges auch schon für kleine Kinder. Um Anspannung raus zu nehmen, vielleicht auch bewusst Ruhezeiten wie traumreisen oder Kinderyoga oder so, hat hier in manchen Phasen funktioniert..

  • Möglichst ignorieren. Hier auch lange Kauspielzeug, dass nur nie da war, wo es gebraucht wurde. Ich habe es dann kommentarlos an gereicht.

    Eventuell muss man etwas herum probieren, welche Konsistenz und Haptik bevorzugt wird. Wenn Kleidung dabei ist, würde ich ein altes Handtuch/Waschlappen anbieten.

    Vielleicht helfen feste Druckmassagen gegen die Anspannung. Einfach die Arme und Beine mit festem Druck umfassen und sich von oben nach unten Vorarbeiten.
    Oder fest in eine Decke einrollen.

  • Mein Kleiner hatte eine Zeitlang sowas wie Schweissbänder für die Arme, wodurch er weniger Ärmel angekaut hat. Sie kamen auch aus einem Spezialshopfür Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Ganz aktuell habe ixh ihm ein paar dünne Stirnbänder gekauft, die wr als Halsband tragen kann um nicht alle T Shirts kaputt zu kauen.

  • Erstmal selbst entspannen. Auf Sachen rumbeissem, lutschen etc. bleibt dir noch eine Weile erhalten. Schau Dir mal Erstklässler an, da hat eigentlich immer einer einen Ärmel im Mund. Später sind des dann Bleistifte, Kaugummiis oder Zigaretten (hoffentlich nie). Aber Sachen in den Mund stecken und dran rumlutschen bleibt einfach stressabbauend.

    Und dann das was die Vorschreiberinnen gesagt haben: Grundstimmung und Alternativen anbieten.

  • Ich habe dem Möpp eine Kette mit beißring umgehangen. Unter Autismus adhs kau Kette zu finden. Hat ihm gut gefallen, hat er gut genutzt - Die Löcher in den pullovern und Hosen wurden trotzdem immer mehr. Mit 11 wird es etwas weniger, wenn grundstimmung okay ist. Würde also eher Ursachen als Symptome bekämpfen.

    Das würde ich auch.


    Hier leider erfolglos. Noch. Weil die Belastungen noch zu hoch sond. Sollte aber bald besser werden.

    Wobei V selbst die Ark- Beissketten, Stäbe etc. klein bekommen hat.

    Bei L hat es auch so mit 12 aufgehört.

    Ansonst wäre umlenken mit Fidget toys, Squichies o.ä. noch ne Idee.

  • Ich weiß nicht, ob das mit 4 1/2 noch zu früh ist: Hier hilft auch teilweise Kaugummi. Die 13-jährige hat auch lange auf allem herum gebissen und teilweise immer noch das Bedürfnis danach.

  • Gut, dann schaue ich mich mal um, was es gibt.

    Cesalu Kaugummi durfte er schon früh und liebt er. Vielleicht kann ich noch darauf achten, das gezielter einzusetzen

    Danke für die vielen Tipps!!

  • Bei meinem Kind gab es zwei Formen von Kauen/Knabbern, das gemütliche ruhige in Konzentration. Zum Beispiel beim Playmobil spielen, eine Figur dabei im Mund haben, oder an Stiften knabbern beim Schreiben oder zuhören in der Schule. Das haben wir einfach so gelassen, höchstens mal gesagt beim laufen und toben bitte nicht- mit der Erklärung der Gefahr.

    Und das, in unserem Fall vorwiegend Kleidung, benagen in angespannten und unsicheren Situationen. Das war einfach ein Ventil. Wenn ich in der Nähe war, dann half reden, kuscheln, drücken, ablenken, je nach Situation. Aber ja, die Jacken und Halstücher sind oben alle kaputt. Und Ärmel vorne auch teilweise.

  • Die hier haben uns lange begleitet, und Pullover waren aus 100 % Baumwolle, damit das betreffende Kind nicht so viel Mikroplastik isst. Die Coronazeit mit ihrer Maskenpflicht beseitigte das Kauen in der Öffentlichkeit, für zuhause hatten wir dann Kaugummis - aber das Kauproblem hat sich ausgewachsen.

    Gestillte Bedürfnisse verschwinden. Und wenn man überlegt, was die Handlungsalternativen gestresster Kinder sind, dann ist auf etwas herumzukauen eine sehr friedliche Tätigkeit.

    Es gibt in Deutschland mehr Frauen als Männer. Andernfalls wäre unser Staat längst zusammengebrochen.

  • Unsere Kauketten liegen leider nur in der Schublade, weil sie nicht benutzt werden. Das Nägelkauen ist zwar schon etwas besser, aber dennoch werden sie im Zweifelsfall lieber genommen als die Ketten (so Stäbe, selbst ausgesucht). Vielleicht müssen wir mal noch andere probieren...

  • Ich biete dem Mittleren auch gern einfach diverses Zahnungs-Spielzeug vom Jüngsten an. Nimmt er manchmal auch gern.

    Das hatte ich aus Kosten- und Beschaffungsgründen auch versucht.
    Es hat sich allerdings als Recht gefährlich heraus gestellt, weil er alles in wenigen Sekunden zerlegt hat.
    ARK hat relativ lange und gut gehalten.
    Hier waren die Favoriten die Legosteine in hart und extra hart.